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Neues Pferd und es passt nicht

Diskutiere Neues Pferd und es passt nicht im Pferde Allgemein Forum; Hi, ich besitze seit einigen Jahren einen tollen Araber-Wallach. Dieser ist leider aufgrund seiner Arthrose sehr selten reitbar und wenn dann...

  1. tina1982

    tina1982 Neues Mitglied

    Hi,

    ich besitze seit einigen Jahren einen tollen Araber-Wallach. Dieser ist leider aufgrund seiner Arthrose sehr selten reitbar und wenn dann mal eine gemütliche Schrittrunde und vielleicht ein kleiner Galopp. Er war und ist mein Traumpferd. Er liebt(e) lange Geländeausritte und lange Trab und Galoppstrecken und war gar nicht triebig.


    Ich habe mir vor 3 Monaten ein neues Pferd gekauft. Es war Liebe auf den 1. Blick. Wunderschönes Tier. Er hatte im Schritt viel GO und hat sich bei den Probe-Ritten sehr fein benommen. Wieder ein Araber.

    Nach dem Kauf fangen die Probleme im neuen Stall an:

    Zum einen hab ich nicht das Gefühl dass das Pferde lange Ausritte mag und zum anderen ist er unglaublich triebig im Schritt. Ich bin dauernd mit den Beinen dran, was ich gar nicht kenne. Das nervt mich wahnsinnig und ich bezweifle das sich daran etwas ändert. (Laut seiner Vorbesitzerin war das auch nicht so).

    Zum anderen ist er mir bereits 3 x im Galopp durchgegangen, wovon ich 2 x heruntergefallen bin. ER wird dann verdammt schnell und ist nicht zu bremsen. (Laut seiner Vorbesitzerin ist er im Frühling schwieriger und ich soll viel mit Ihm im Gelände arbeiten).

    Ich habe jetzt auch viel Boden-Arbeit gemacht, da er sehr dominant ist und meine Position anscheinend in Frage stellt bzw. jedes Mal wieder testet.

    Ich bin dann viel im Schritt udn Trab ins Gelände gegangen, wo wir auch keine Probleme haben.
    Heute ist er wieder dermaßen mit mir im Gelände im Galopp abgegangen, dass mir Himmel Angst wurde. Meine Beine zitterten danach.

    Seine Vorbesitzerin würde ihn immer wieder zurücknehmen. Sie hat mir aber auch schon einige Tipps gegeben wie ich besser mit ihm umgehen soll. .

    Ich bin mir jetzt unsicher was ich machen soll. Soll ich ihn behalten und daran weiter arbeiten oder soll ich ihn Ihr wieder zurückgeben. Sind 3 Monate zu kurz um eine Basis aufzubauen?

    Ich freue mich auf nette Antworten. Gern berichte ich ausführlicher, wenn ihr Fragen habt.

    LG
     
  2. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    hallo tina,

    hmm? schwierige frage, kann ich verstehen! wie alt is der neue denn etz ? ist das noch recht ein junger?

    also, gut klingt schonmal, dass die züchterin ihn zurück nehmen würde! nach was für kriterien hast ihn den ausgesucht? oder wars gesehen und gekauft? zwinker....?

    wie wäre es denn, wenn du dich mit der züchterin zusammensetzt, sie bietet dir ja hilfe an, und ihr erarbeitet erstmal gemeinsam einen trainingsplan? 3 monate ist keine lange zeit und schon garnicht für nen araber. die suchen sich ihre leute schon auch aus. bei manchen dauerts einfach (habe selber 2 araber zuahause).

    ich würde ihm/dir/euch noch ne chance geben, wenn er sonst ein tolles pferd ist, sich mit dem alten gut fügt. wie gesagt, lass dir doch von der frau helfen, zurückgeben kannst ihn auch in 1-2 monaten noch, wenns nun wirlich nicht klappen sollte.

    wäre etz mein vorgang an deiner stelle.

    zeig doch mal bilder von deinen arabären! würde mich interessieren!

    viel glück bei deiner entscheidung und überstürze mal nix. rom wurde auch net an einem tag erbaut!

    grüsse. die faro
     
  3. Minchen76

    Minchen76 Inserent

    Hallo! Ich denke 3 Monate sind definitiv zu kurz um sich aneinander zu gewöhnen. Vielleicht hast Du Deine Erwartungen an den neuen etwas zu hoch gesetzt. Ich würde mit ihm auch erstmal klein anfangen. Erst kleine Schrittrunden nach der Arbeit raus und das dann langsam steigern. Wichtig ist, daß Du ihn jederzeit anhalten kannst. Wenn das gut klappt, erstmal ein paar Schritte traben, wieder durchparieren und wenn das gut klappt die Phasen verlängern. Danach kurze Strecken, am besten von zuhause weg gallopieren. Gib ihn keine Gelegenheit ab zu gehen. Du sollst Dich jederzeit sicher und wohl fühlen. Im Schnitt braucht man erfahrungsgemäß knappe 2 Jahre um sich so gut aneinander zu gewöhnen, so daß man sich gegenseitig vertrauen kann.
    Und kein Pferd ist wie das andere. Das was Du mit Deinem alten Pferd hattest, wirst Du bei keinem anderen Pferd finden. Manche können nah dran kommen, aber es wird nie dasselbe sein.
    Und das erste eigene Pferd ist immer das beste. Das ist bei mir auch so. Mein Zweites war das krasse Gegenteil vom ersten. Der Kleine, den ich jetzt habe, kommt meinem ersten aber schon sehr nahe.
     
  4. Nessi

    Nessi Bekanntes Mitglied

    Ich seh das ähnlich: Wenn man schon DAS Traumpferd zuhause hat, hat es ein weiteres meist unglaublich schwer...

    Ich frage mich auch, ob ich jemals ein anderes Pferd so gern haben werde, wie mein Pony jetzt. Und ob ich nicht viel zu große Erwartungen hätte, zu sehr vergleichen würde, einfach unfair sein würde. Keine Ahnung, kann ich noch nicht sagen... Dabei hat mein Pony nun auch seine Schwächen - nur sind die mir eben egal, weil ER es ist. Den würde ich nicht eintauschen, gegen kein noch so gutes, tolles Pferd.

    Ich glaube, wichtig ist, einfach nicht so sehr zu vergleichen, dich auf die Stärken deines neuen Pferdes zu konzentrieren und diese zu fördern, statt zu erwarten, dass es die selben Stärken entwickelt, die dein erstes Pferd hat. Dein erstes Pferd hat sicher auch Schwächen, die dein neuer vielleicht nicht hat? Das muss man mal ehrlich betrachten. Allerdings solltest du auch nicht zu sehr vergessen, was du von einem Pferd möchtest. Wenn du zu dem Entschluss kommst, dass sich dieses Pferd nicht so entwickelt kann, dass du mit ihm glücklich wirst (damit meine ich nicht, dass es genauso werden soll wie dein erstes!), würde ich es eher zurückgeben und ein Pferd suchen, das mehr zu dir passt - weil das für euch beide dann vermutlich besser wäre...
     
     
  5. Berliner_Reiter

    Berliner_Reiter Inserent

    Liebe Tina,

    es ist nicht fair, die beiden miteinander zu vergleichen. Der Neue wird den Erwartungen gar nicht gerecht werden können. Warum? Ganz einfach, weil beides Lebewesen - Individuen - sind. Jedes Pferd ist anders und jedes Pferd verdient es, für seine eigene Art und seinen eigenen Charakter geliebt zu werden.

    Vielleicht hilft es dir, wenn du dir selbst klar machst, dass der Platz in deinem Herzen, den dein "Alter" besetzt hält, niemals durch den "Neuen" ersetzt werden wird und kann. Aber in einem Menschenherz gibt es nicht nur einen Platz. Gib ihm eine Chance - und einen anderen Platz..


    Und wenn du nach einiger Zeit merkst, dass es gar nicht passt, dann wäre es fair, über einen Verkauf nachzudenken. Wenn es nicht bei dir ist - irgendwo gibt es einen Menschen, der ihn lieben wird - bedingungslos.


    (Man entschuldige meine schmalzige Art, ich habe gerade im "Pferde schlachten" - Threat gelesen und bin noch ein bisschen emotional)
     
  6. Wildgirl

    Wildgirl Inserent

    Ich bin der selben Meinung wie meine Vorredner, vorallem wie Berlin_Reiter. Ich habe 2009 meine alte Stute schmerzlich verloren und mir 2010 eine neue geholt, am Anfang habe ich die beiden auch sehr doll verglichen und ich habe gemerkt, dass ich damit nicht weiter komme bzw. meine Familie hat es mir klar gemacht! Seit dem ich die neue Dame auch so behandel, denn sie ist nicht mein altes Pferd, ist sie wie verwandelt, sie macht alles für mich! Wir hatten auch solche krassen Galloppeskapaden wie Du, die sind nun, zwar immer noch etwas wilden Gallopprunden gewichen, aber diese sind nun voller vertrauen. Zwar muss ich gestehen, dass ich sie, wenn ich in Gedanken bin, ab und zu noch mit dem namen meiner alten Stute anspreche, aber sie guckt mich dann immer an und sagt mir mit Blicken, dass sie nicht meine alte Stute ist, sondern sie ist sie! Gib Deinem neuen Schatz die Möglichkeit in Dein Herz zu wachsen und überfordere ihn nicht unbewusst. 3 Monate sind echt nicht lange für ein Tier sich umzustellen, gib ihm noch Zeit und wenn dein Bauch Dir sagt, es geht nicht mehr, dann gebe ihn in gute Hände weiter!
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Glück und auch Mut!
     
  7. IlkaxD

    IlkaxD Neues Mitglied

    Ich habe mir vor kurzem auch meine Stute gekauft. Beim Vorbesitzer wurde sie nur sporadisch geritten und war sehr schwierig zu händeln. Sie ist ein Warmblut und ich bin vorher meist Hafis geritten. Die Umstellung war fatal! Oft saß ich nach dem Reiten da und hab nur geheult, weil ich mit ihr nicht zurecht kam. Dann hat mir meine Tante klargemacht, dass ich mit ihr nicht so arbeiten kann, wie mit den Hafis. Außerdem habe ich bemerkt, dass ich nicht so viel von ihr verlangen darf, wie ich es bei den anderen Pferden gatan habe!
    Evtl ist dein Problem ein ähnliches... Ich kann dir nur raten nicht aufzugeben und zu versuchen dich auf dein neues Pferd und seine "Macken" einzulassen. Verlange nicht zu viel, denn du kennst es noch zu wenig....
    Es ist auf jeden Fall super, dass die Vorbesitzerin dich unterstützt! Nutz das aus!
    Wünsche dir super viel Glück
    Das wird schon
     
  8. tina1982

    tina1982 Neues Mitglied

    Ich danke euch für Eure ehrlichen und freundlichen Antworten. :joyous:
    Wäre es nur die Sache mit dem Galopp im Gelände würde ich euch zustimmen, dass es am Vertrauensmangel liegt und diesen erst erarbeiten müssen und 3 Monate einfach nicht reichen.
    Ich habe allerdings ein Pferd gesucht, welches auch zügig im Schritt läuft und lange Geländewege liebt und immer neugierig auf den neuen Weg ist. (An der Umwelt interessiert).
    Er hingegen bummelt durch die Weltgeschichte und hat nach einer Stunde keine Lust mehr. (Dies war beim Proberitt nicht so). Jeden Schritt muss ich heraustreiben. Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass sich das ändert. Und ich habe mir ja gerade ein 2. Pferd gekauft damit ich wieder viel im Gelände herumreiten kann.
    Ich stehe wirklich vor einem Dilemma. Immoment kann ich ihn noch abgeben, aber er wächst mir natürlich von Tag zu Tag immer mehr ans Herz, weil er im Umfang einfach ein Schatz und ein Schmuser ist.
    Ich werde mir jetzt noch ein paar Tage Gedanken darüber machen und dann entscheiden...
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Tina,

    wenn er bei der Vorbesitzerin nicht so war, und er erst jetzt diese "Schluffigkeit" hat, würde ich auf jeden Fall erstmal überlegen, woher das kommt! (Denn eigentlich kenne ich kein Pferd, was nicht gerne im Gelände herumschreitet... :wink: )

    Ursachen könnten sein:
    1) Stand er vorher in einer Box, jetzt Offenstall? Die meisten Pferde sind dann erstmal viel "müder"...
    2) Klimawechsel?
    3) Futterumstellung?
    4) Was bekommt er an Futter - ist es an die Bewegung etc. angepasst, braucht er eventuell mehr Kraft und Power?
    (Gerade bei einem Araber ja nicht so unwahrscheinlich.)
    5) Allergie? Pollen? Andere Region?
    6) Muß er erstmal (wieder?) Reitmuskulatur aufbauen?


    Hast Du damals eine AKU machen lassen?

    Auf jeden Fall würde ich jetzt mal ein Blutbild machen lassen, ein großes!


    Und erst dann neu darüber nachdenken, ob Du ihn (in gute Hände) ab- oder zurückgeben möchtest.


    LG, Charly


    P.S.: Wie alt ist er denn???
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Apr. 2012
  10. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    hallo tina,

    noch kurz erwähnt sei, des mit dem "bummeln". wir haben auch nen jungen araber. der geht am platz auch sehr arg triebig. wir haben den letztes jahr dann einfach mehr gearbeitet. klingt komisch ich weiss....aber, davon wurde der kerl wirklich frischer!

    evtl fehlt ihm auch einfach die kondition für längere ritte??

    wollt ich dir nur noch schnell erzählt haben....

    gruss. die faro
     
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