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"Notbremse"

Diskutiere "Notbremse" im Allgemein Forum; Damit der andere Thread nicht zu sehr OT wird! Kennst du die Notbremse? Du nimmst einen Zügel kurz und "ziehst "den Kopf zur seite,deine...

  1. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Damit der andere Thread nicht zu sehr OT wird!

    Ich (wir) haben auch Erfahrung mit der „Notbremse“

    Es ist ca 5-6 Jahre her, wir hatten eine RB für Chacco, waren ständig dabei, erklärten ihr alles, alles schien gut zu sein. Es klappte!
    Zu dem Zeitpunkt bauten wir gerade unser Haus um, wir waren froh, nicht mehr ständig dabei sein zu müssen. Natürlich erkundigten wir uns immer, wie es läuft, angeblich war alles gut.
    Bis sie uns einen Abend anrief und uns sagte, sie wolle Chacco nicht mehr reiten, er würde stehen bleiben und keinen Schritt weiter gehen.
    Wir trafen uns am nächsten Tag mit der Dame, sie machte Chacco fertig, ging auf den Platz, Chacco ging bis zur Hälfte der langen Seite und parkte. Kam sie nur minimal mit dem Bein, stieg Chacco. Nicht besonders hoch aber dennoch. Mein Mann setzte sich auf sein Pferd und Chacco lief. Ich setzte mich drauf, Chacco lief.
    Da mein Mann viel am Haus arbeitete, ritt ich Chacco die nächsten Tage. Es gab keine Probleme.
    Nach ca 6 mal reiten, blieb er plötzlich stehen. Versuchte ich ihn weiter zu treiben, ging er hoch. Da ich keine Angst hatte, wurde ich deutlicher, mit dem Erfolg, das Chacco immer höher stieg.
    Ich rief meinen Mann, Chacco sah ihn und er lief.
    Ich machte nichts anderes als zuvor, nur die Anwesenheit meines Mannes, veranlasste Chacco zu laufen.
    Während der nächsten Tage veränderte sich sein verhalten nicht. Ritt ich allein, blieb er irgendwann einfach stehen :( war mein Mann in der Nähe, lief er.
    Da mein Mann mir auch keine wirklichen Tipps geben konnte (er sah die Probleme nicht, wenn er da war, lief Chacco) gab ich auf.
    Ab dem Zeitpunkt ritt nur noch mein Mann sein Pferd. Nach ca 4 Wochen, begann Chacco auch bei ihm damit, einfach stehen zu bleiben. Allerdings konnte mein Mann ihn erst immer weiter reiten. Irgendwann aber, lies sich Chacco auch von meinem Mann nicht mehr zum weitergehen bewegen und stieg.
    Die Ursachenforschung begann.
    Wir ließen einen Tierarzt kommen, der Osto war da, der Sattler, selbst einen „Knochenbrecher“ hatten wir an Chacco.
    Wir tauschten den Westernsattel gegen einen Englichsattel, tauschen Gebisse, zäumten ihn gebisslos, stellten ihn 3 Monate auf die Weide, machten Bodenarbeit.......nichts half :( egal wo man Chacco versuchte zu reiten, (Halle, Platz, Gelände) nach wenigen Metern blieb er stehen und stieg.
    Da wir gesundheitliche Probleme ausschließen konnten, wussten, das der Sattel passt etc. beschloss mein Mann, Kay Wienrich (Bundestrainer Reining) den er schon lange kennt und der zu dem Zeitpunkt in Schwalmtal (ein paar Orte weiter) wohnte, um Hilfe zu bitten. Kay kam, setzte sich auf Chacco und dieser blieb stehen. Auf leichtem Druck, stieg er :( Kay ließ sich davon nicht beeindrucken und machte mehr Druck, Chacco stieg durch. :(
    Keine Chance :(
    Da wir wirklich ALLES versucht hatten, kam nun die „NOTBREMSE“ zum Einsatz. Mein Mann ritt (wollte reiten) Chacco, er blieb stehen, auf leichtem Schenkeldruck, hüpfte Chocco (stieg an) mein Mann griff ans Gebiss und zog Chaccos Nase ganz langsam bis kurz vors Knie. Chacco drehte sich einmal um die eigene Achse. Als er wieder gerade stand, ließ mein Mann den Zügel locker und trieb Chacco minimal an, Chacco lief!!!!!!!
    3(!) volle Runden um den Reitplatz! So viel war er monatelang nicht unter einem Reiter gelaufen. Dann blieb er stehen, mein Mann fragte an, keine Reaktion also wiederholte er die Notbremse. Und Chacco lief.
    Seit dem ist er NIE wieder stehen geblieben. Zumindest nicht bei einem Reiter, der weiß was er tut. Bei Anfängern versucht er es mal, da aber nie ein Anfänger mit ihm allein sein wird, bleibt er zwar stehen, steigt aber nicht sondern wartet auf korrekte Hilfen, dann läuft er weiter.

    Ich kann also sagen, wir haben gute Erfahrungen mit der „Notbremse“ gemacht.
    Allerdings sollte man die „Notbremse“ nicht leichtfertig einsetzen. Sie ist alles andere als angenehm fürs Pferd sollte von daher wirklich nur eingesetzt werden, wenn man genau weiß, das das Pferd gesund ist, das der Sattel passt.... und auch nur, wenn nichts anderes mehr hilft.
     
  2. Pony Heinrich

    Pony Heinrich Inserent

    hm.. ich find halt man muss alles der situation anpassen... auch die notbremse kan man abmildern indem man versucht eine volte zu reiten und das Pferd somit zu bremsen... wobei ganz im ernt, wenn mein Pferd grad dabei ist unkontrolliert auf eine straße zuzubrettern und es für mich und andere Personen gefährlich wird.. in dem moment ist es mir ziemlich egal wie ich das Pferd halte.. ob mit notbremse, riegeln oder rollkur..weil das was anschließend ist viiieeell viiieell schlimmer und tut mit sicherheit auch mehr weh..
     
  3. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Keine Frage! Wenn egal auf welchem Pferd ich sitzen würde (meine eigenen oder fremde) wenn das Pferd durchgeht und Richtung Straße läuft, würde ich versuchen, zu bremsen, egal wie!
    Nur, ob ich dann unbedingt die „Notbremse“ nutzen würde???? puh, ich glaube, bei einem durchgehenden Pferd liegt man dann ganz schnell samt Pferd auf der Nase :(
     
  4. Pony Heinrich

    Pony Heinrich Inserent

    hm was nicht schlecht ist, wenn man das Pferd versucht quer zu stellen... dann hat man nicht gleich den hinfall effekt und hat auch auf schmalen wegen eine chance..
     
     
  5. Halloauchhier

    Halloauchhier Gesperrt

    Das kommt immer auf den individuellen Fall an.
    Pauschal kann man das gar nicht festmachen.

    Auf dem Reitplatz sehe ich das so gefährlich nicht.
    Aber hätte ich sowas bei meinem 1,78 m sich windendem Riesen zwischen Stacheldraht und Graben angewendet, wären wir wohl beide zu Fall gekommen.
    Meiner war auf dem Reitplatz ein Selbstläufer, nahezu von jedem reitbar. Derkonnte alle Lektionen. Logisch, als ehemaliges M DR Pferd.
    Leider war die Kehrseite, das er beim Vorbesitzer in der Box stand und das Gelände nicht kannte.
    Und mich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht so lange.
    Deswegen dachte ich, es würde mit Profireitern besser klappen.
    Aber auch mit denen ging er nur rückwärts und seitwärts EGAL ob da Zäune, Büsche, Gräben oder Mauern waren.
    Auch der Herdentrieb nutzte gar nichts, weil er einfach nicht hinterher ging beim ausreiten.
    Also dachte ich mir: Alles auf Anfang. Schnapp ihn dir, zeige ihm seine neue Welt in Ruhe.
    Das habe ich dann auch gemacht, überwiegend alleine, dann mal mit anderen.
    Mit diesen anderen sind wir dann zu kleinen " Pudding - Schritt -Ritten " gestartet, haben das dann ausgeweitet.
    Aber eher wegen der Sicherheit, falls er mal wieder meint rückwärts im Graben verschwinden zu müssen.
    Das machte er aber nicht mehr.
    Man konnte ganz alleine mit ihm raus gehen, er zeigte sich neugierig, zwar nicht so motiviert wie auf dem Reitplatz, aber immerhin.
    Schonend, mit viiiiel Geduld und Ruhe hatte ich es nach einem Jahr geschafft.
     
  6. hafigirly

    hafigirly Gesperrt

    Hallo
    Es sollte um.Gottes Willen nicht den Eindruck machen,das ich die Notbremse einfach so.einsetze.
    Nein ich habe vieles Monate lang versucht,und nix ging,man konnte die nicht mehr drehen,Sie steckte den Kopf zwischen die Beine und ging im.Schritt heim,auch wenn es unwahrscheinlich klingt,man konnte nix machen.
    Ich habe das nicht einfach so gemacht,sondern in Absprache mit der Trainerin.
    Spazieren und auf dem Platz reiten half nicht,da war Sie brav.
    Nach den zwei ausritten war es gut,mittlerweile ist Sie mit Stimme durchzuparieren,geht alle ga am langen Zügel,Training habe ich einmal die Woche und werde immer ru nehmen,da es für uns beide wichtig ist.
    Nie wieder würde ich alleine rum doktern,das hätte fast unsere Beziehung zerstört.
    Das wollt ich noch hier lassen
     
  7. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Im Notfall iat jeder Griff erlaubt- das ist ein Spruch, den man beim Fahren lernt, beim Reiten sehe ich es ähnlich.
    Bevor das Pferd durchgeht, reite ich lieber im Kreis, bis ich wieder durchkomme. Manche lenken ihr Pferd ja auch in der Halle gegen die Bande, wenn es unkrontrolliert wird.

    Aber es kann auch Kehrseiten geben: Mein Alter stellte auch gerne stur und bog einfach ab, bevorzugt nach links. Machte man dann eine Linkswendung, lief er immer weiter im Kreis, erst mit einer Rechtswendung(da reichte aber eine einfache, kein Kreiseln) kam man dann durch. Ich denke, dass er von der Vorbesitzerin immer Linksherum gelenkt wurde, wenn er störisch war, und sich dann angewöhnt hat , immer weiter zu kreiseln, also rate ich zu ernormer Vorsicht mit solchen Mitteln.
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich kann nur nochmal wiederholen: niemals ist das pferd schuld

    beschriebenes ist ein ausdruck des pferdes, wenn es nicht gut genug geritten wird. es zeigt: etwas stimmt da nicht. das geschieht i.a.r. nicht absichtich vom reiter, aber es passiert.
    es ist nicht fair, das pferd dann klein zu machen damit es wieder funktioniert.

    mir würde es wesentlich passender erscheinen, am reiter zu arbeiten. was er falsch macht.
    anstatt an der psyche des pferdes zu drehen, dass es doch wieder mitmacht, obwohl der reiter bei seinem fehler bleibt.

    krankheit, haltungsmängel udn unpassendes sattelzeug außen vor gelassen. frühere reiter ebenso.
    aber dann sollte das pferd erst recht nicht funktionieren müssen.
     
  9. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Liebe Ulrike, ich gebe dir vollkommen Recht, niemals hat das Pferd Schuld! Und es überlegt sich sicherlich nicht, ab heute laufe ich kleinen Meter mehr...
    Natürlich sind wir davon überzeugt, das die RB einiges verbockt hat und erst den Mund auf gemacht hat, als es zu spät war.
    Dennoch mussten wir handeln.
    Wir haben alles in allem über ein Jahr alles versucht. Haben ihm über 3 Monate Pause gegeben, haben TA, Osteo und Sattler am Pferd gehabt. Haben monatelang Bodenarbeit gemacht.... Sobald einer in den Sattel stieg, (beim satteln, aufsteigen etc. zeigte er keinerlei Unwohlsein / wehrte sich nicht) ging er 15 – 20 Meter und blieb stehen. Egal was versucht wurde, er ging (ohne das ihn jemand führte) keinen Schritt weiter.
    Longiren oder führen ließ er sich mit Reiter problemlos. Das auch, wenn der Longenführer passiv blieb.
    Sobald er frei laufen sollte, blieb er stehen und stieg beim minimalen Versuch ihn vorwärts zu treiben.
    Wir sprechen nicht von irgendwelchen Lektionen, wir sprechen von 15 – 20 Metern Schritt.
    Selbst ein Profi (Kay Wienrich – Bundestrainer, weltweit unzählige Siege) hatte keine Chance.
    Was hättest Du getan?
    Was wir getan haben, habe ich beschrieben, alternativ (war auch eine Überlegung) wollte mein Mann Chacco auf die Weide stellen und die Reitklamotten an den Nagel hängen.
    Als gefragter Trainer hat er im übrigen keinen Unterricht mehr gegeben. Oton, wenn ich mein eigenes Pferd nicht reiten kann, gebe ich keinen Unterricht!

    Zusammen gefasst, das Pferd war und ist gesund, Sattel + weiteres Zubehör passte / war angepasst, es machte keine Probleme im Umgang, wurde optimal gehalten, hat nichts böses in seinem Leben erfahren.
    Für uns gab es nur zwei Möglichkeiten, das Pferd mit knapp 10 Jahren, gesund in Rente schicken oder einmal richtig durchgreifen.
    Natürlich ist es nicht schön, wenn man ein Pferd dazu zwingt, um die eigene Achse zu laufen, aber es ist auch nicht schön, wenn das Pferd seinen Reiter in Lebensgefahr bringt.(ein steigendes Pferd ist in meinen Augen lebensgefährlich)

    Vielleicht sollte ich dazu schreiben, Chacco hat ein Gedächtnis wie ein Elefant :) einmal gelerntes vergisst er nicht.
    Er wurde mit gut 3 Jahren angeritten, danach sollte er noch einen Sommer auf die Weide. Das nächste Jahr, wurde er regelmäßig geritten und zeigte sich sehr gelehrig. Beherrscht außer den klassischen Westernlektionen, Seitengänge, fliegende Wechsel...
    Geritten wurde er ab seinem 6 Lebensjahr, beruflich bedingt, ehr selten. Jedoch waren alle Lektionen jeder Zeit abrufbar. Natürlich springt er ohne Training keine Einerwechsel, muss er auch nicht.
    So schön das ist, das einmal gelerntes auf ewig sitzt, so unangenehm ist das bei unerwünschten Sachen :) weiß er einmal wie eine Tür aufgeht, ist keine Tür mehr vor ihm sicher.
    Ich denke, Chacco ist bei der RB damit durchgekommen. Ist er stehen geblieben, war Feierabend. Bei mir ist er damit ebenfalls durchgekommen. Also versuchte er es irgendwann auch bei meinem Mann....
     
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    dann hätte ich das reiten des jeweiligen reiters analysiert.

    aus der beschreibung entnehme ich, das ihr wohl western reitet. ich kann nur klassisch-FN-vielseitigkeit, daher aus der richtung den tipp:

    zuerst nur an der longe reiten lassen,. den longenführer NICHT passiv werden lassen. das pferd kaum schritt gehen lassen, viel freien weiten vorwärts trab. den reiter nciht einsitzen lassen sondern nur entlasten sitzen lassen. die zügel auf kontakt, aber nicht die nase runterbekommen wollen.
    nur der gleichmäßige kontakt.
    schrtt vermeiden, weil das pferd probleme mit der tragkraft zu haben schien, sondern stattdessen tragkraft aus der schubkraft entwickeln: im freien trab.
    den longenführer nur noch so tun lassen, als wenn er was mit der longe macht (also durchhängend) und nur zum treiben den longenführer haben. niemals zum treiben den po doller rein! daraus ganze bahn entwickeln udn somit den longenführer wegen des zügigen tempos fordern.
    schließlich die longe abnehmen und den longenführer nur noch zum treiben nehmen. möglichst viel entlastend bleibend, kürzere bügel,


    schritt ist sehr ungeeignet dabei
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2013
Thema: "Notbremse"