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Offenstall- für jedes Pferd geeignet?

Diskutiere Offenstall- für jedes Pferd geeignet? im Haltung und Pflege Forum; Hallo, hab schon die Suchfunktion benutzt, da ich dachte wir hätten so ein Thema schon mal gehabt. Hab aber nix gefunden. Falls jemand es findet...

  1. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hallo,
    hab schon die Suchfunktion benutzt, da ich dachte wir hätten so ein Thema schon mal gehabt. Hab aber nix gefunden. Falls jemand es findet bitte sagen, dann kann man das zusammenfügen.
    Also...
    am Wochenende werde ich mit meinem Pferd umziehen. Der neue Stall ist mit 3 Hufeisen (cavallo) ausgezeichnet und bietet folgende Haltungsformen zur Auswahl:
    - Boxen mit tägl. 4 Stunden Weidegang (Stroh oder Späne)
    - Offenstall mit tägl. 4 Stunden Weidegang (Stroh)
    - im Sommer ganztags Koppelhaltung (auch über Nacht)

    Mein Pferd hat jetzt die letzten 2 Jahre Box mit 4 Stunden Koppel gehabt. Da ich relativ in Stadtnähe wohne, war das leider die beste Haltungsform zur Auswahl.
    Davor hatte er eine riesige Box, ganztags Weide, im Sommer ca. 4 Monate Tag und Nacht Koppel.
    Mein Pferd (Wallach) ist 22 Jahre alt und eigentlich sehr unkompliziert mit anderen (nicht übermässig dominant oder so).
    Leider braucht er eigentlich Späneeinstreu (jedenfalls bei Boxenhaltung), weil er eine empfindliche Lunge hat. Das Problem haben wir aber so ziemlich gut im Griff, er hustet eigentlich nie (nur bei Pollenflug etwas).
    Nun würde ich ihn gerne im Offenstall unterbringen (3er,4er,oder 5er Gruppe), da ich das eigentlich schon länger gerne für ihn hätte.
    Allerdings weiß ich jetzt nicht, ob sich die Stroheinstreu durch die offene Haltung so verhält, dass er ohne Probleme drauf stehen kann.
    Der Offenstall ist zu einer Seite komplett offen, das Dach ist ca. 10 m hoch, also luftig ist es da wirklich.
    Hat jem. Erfahrung mit so einer Umstellung?
    Also erstmal kommt er sowieso in eine Box auf Späne, dann fang ich an ihn ans Stroh als Futter zu gewöhnen und dann kommt er erstmal stundenweise mit in den Offenstall.
    Meint ihr es ist gut ein älteres, Boxenhaltung gewöhntes Pferd noch umzustellen? Hab mal in einer Pferdezeitschrift einen Bericht gelesen, dass viele ältere Pferde damit Probleme haben und stark abbauen.
    Das macht mir irgendwie Sorgen. Aber ich will natürlich, dass er die artgerechteste Haltung bekommt.
    Im Sommer würde er die Sommerkoppel bekommen, egal welche Haltung ansonsten.
    Was meint ihr dazu? Besonders die Offenstallerfahrenen...
    LG
     
  2. midnight69

    midnight69 Inserent

    Hallo Gromit,hatte meine Stute auch früher in der Boxenhaltung stehen,bin dann voriges Jahr in einen Offenstall um gezogen(meine Stute ist 21Jahre).Sie stand vorher auch auf Sägespäne und jetzt auf Stroh,wo sie aber keine Probleme mit dem Staub bekommen hat da der Stall nur an drei Seiten zu ist.Das Problem wenn Pferde im Offenstall abbaut liegt vielleicht daran das sie in der Rangordnung ziemlich weit unten stehen und nicht genügend Futter abbekommen,wir machen immer mehrer Haufen,das jeder die Möglichkeit hat in Ruhe zu fressen!:1:
    Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen!!
     
  3. Schnuffel

    Schnuffel Guest

    Pauschalt lässt sich das nicht beantworten. Ich kann dir lediglich berichten, dass eine Freundin von mir den selben Fall hatte wie du und ihre Stute (26 Jahre alt!) im letzten Jahr in einem Offenstall umgestellt hat. Die Stute hatte damit keinerlei Probleme- weder mit den anderen Pferden, noch mit dem Stroh im STall.
     
  4. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Vielen Dank!
    Das beruhigt mich schonmal etwas. Meine Nerven liegen nämlich deswegen etwas blank. Bin mir unsicher ob es die richtige Entscheidung war zu wechseln. Wenigstens könnte ich dann Stallintern die gleichen Bedingungen wie vorher kriegen, trotzdem hab ich irgendwie Angst, dass mein Pferd den Umzug schlecht verkraftet...
    LG
     
  5. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Gromit,

    [Kurze Bemerkung: Ich dachte auch, wir hatten das Thema schonmal - werds mal suchen, vielleicht kann ichs finden.]

    Ich bin ja vielleicht ein ziemlich radikaler Verfechter dieser und ähnlicher - in meinen Augen artgerechten - Haltungsformen :1: - aber ich weiß auch, daß es tatsächlich (sehr wenige!) Pferde gibt, die sich in einem Offenstall nicht wohlfühlen und nach dem "Herden-Auslauf" die Ruhe ihrer Box bevorzugen. - Um Deine Titel-Frage kurz und knapp zu beantworten.

    Das scheint ja aber nicht so ganz der Hintergrund Deiner Frage zu sein, oder?
    Dich scheint eher das Alter deines Pferdes und die Einstreu zu sorgen, oder?
    Dazu habe ich zunächst mal eine Frage: Offenstall mit 4h Weidegang?! Ein Offenstall definiert sich doch gerade so, daß die Pferde jederzeit und frei wählbar Zugang zu "draußen" haben. Wie also ist das gemeint???
    Ist es so, daß der Offenstall auf einen Paddock führt, und die Pferde nur 4h auf eine Gras-Wiese kommen?
    Oder ist es vielmehr ein Laufstall, der wie "mehrere große Boxen in einem" funktioniert und ohne freien Zugang nach draußen konzipiert ist?
    Bei letzterem würde ich - wegen der Strohempfindlichkeit Deines Pferdes (!) - vom Laufstall abraten.
    Ist es aber so, daß der Offenstall IMMER Zugang nach draußen gewährt und ja auch mindestens eine offene Seite/Tür hat, würde ich es, ehrlich gesagt, auf den Versuch ankommen lassen!

    Denn Offenstallhaltung bietet gerade auch 'älteren' Pferden viele Vorteile:
    1) Die Sozialisierung mit anderen, ggf. auch jüngeren Pferden hält sie (geistig-sozial und körperlich) fit.
    2) Durch die freie, stetige Bewegungswahl haben Arthrosen/"angelaufene Beine" u.ä. weniger Chancen.
    3) Dadurch bleibt auch eine gewisse Grundkondition erhalten (Wandern zu Heu/Wasser/Gras ist notwendig!), was auch fürs Herz-Kreislauf-System nicht nachteilig ist. :wink:

    Was das Wohlbefinden deines Wallachs angeht, würde ich mir nicht allzuviel Sorgen um die Umstellung machen - da er ja "unkompliziert herdentauglich" und gern bei Artgenossen ist, wie Du schreibst, scheint er ja nicht der ganz zu Anfang geschilderte "Boxen-Zurückzieh-Typus" von Pferd zu sein - oder?
    Allerdings hätt ich noch ein paar Tips/Aspekte, die so eine Umstellung vielleicht etwas erleichtern:
    Ich finde Dein Konzept der langsamen Gewöhnung sehr gut!
    - Aspekt 1: Pferde-Gruppen sollten nach Möglichkeit aus einer geraden Anzahl Pferden bestehen - so ergeben sich Freundschafts-Paarungen (die so angedacht sind in einer Pferde-Herden-Struktur) leichter.
    Tip 1: Schau also, daß Du ihn in die 3er- oder 5er-Gruppe bekommst, falls das möglich ist.
    - Aspekt 2: Das Abmagern.
    Frage/Tip 2: Haben die Pferde den ganzen Tag Raufutter (nicht NUR Stroh! Ungesund! Auch Heu!) zur freien Verfügung? Das wäre ideal! Außerdem kannst Du ja anfangs durchaus in einer Box/in der Stallgasse angebunden füttern - so hat er dabei seine Ruhe. Natürlich ist eine Umstellung der Umgebung UND Herde erstmal Streß fürs Pferd, was sich auch am Futterzustand zeigen kann. Aber so wirds leichter.
    Wenn Du merkst, daß er deutlich abbaut, informier Dich vielleicht jetzt schon über "Aufbau"-Futter, das Du ihm dann sofort füttern kannst - oder erhöhe die Menge.
    - Tip 3: Bachblüten und Co.! Mag Ansichtssache sein - aber vielleicht findest Du ein Mittelchen, mit dem Du Deinem Pferd den Umstellungs-Streß nicht nehmen, aber erleichtern kannst.


    Fazit: Ich würde es auf jeden Fall versuchen, denn Dein Pferd scheint ja nicht unbedingt ein "Risiko-Kandidat" (fürs Scheitern) zu sein. Allerdings solltest Du mit dem SB klären, daß er sofort wieder in die Box wechseln kann, wenn er doch husten sollte, oder zu sehr abbaut.

    Hoffe, das war ein wenig hilfreich.

    Gruß, Charly
     
  6. Binapa

    Binapa Inserent

    Meine steht auch im Offenstall.
    Bei uns ist es so geregelt, dass sie angebunden werden zum Fressen für ca 10min (Kraftfutter) und Heu wird auf viele Häufchen verteilt, so hat jedes Pferd seinen eigenen Haufen und sie wandern während des fressens mal zu den einen mal zu den anderen Haufen- dadurch fressen sie viel langsamer als ihre "Kollegen" in den Boxen nebenan.

    Wir haben einfach die erfahrung gemacht das es in unserer 4-er Gruppe zu streßig ist für die Pferde sie beim Fressen nicht anzubinden.
     
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Vielen Dank Charlie!
    Ja der Stall ist folgendermaßen gemacht, ca 20m breit (1 Abteilung) mit Fressgittern zur Stallgasse abgetrennt, dann ca.10 m überdachter Bereich, Betonboden. Dann ca. 5 m unüberdachter Betonboden und nochmal 10-15m Sandboden. Eingestreut ist nur vor den Fressständen. Also direkten Zugang zur Wiesenkoppel haben sie so nicht. Im Prinzip ist es auch kein Laufstall, da Futter und Wasser an einem Ort angeboten werden.
    Zusätzlich zu den 4h regulärem Weidegang kann man sein Pferd auch noch selbstständig auf kleinere Weideparzellen stellen, muss dann aber selbst das rein- und rausbringen übernehmen.
    LG
     
  8. IdontKnow

    IdontKnow Inserent

    hey Du,
    mein altes Pferd stand auch im Offenstall, hatte ihn erst ein Jahr lang in einer normalen Box gehalten und als er 5 J. alt wurde, war ein Platz im Offenstall frei und ich habe gewechselt. Es klappte alles sehr gut und er fühlte sich dort auch sehr wohl... nur weswegen ich meinen neuen dort nicht reingestellt habe ist der Grund, dass die einen unüberdachten Paddock hatten wo sie jederzeit drauf gehen konnten *man konnte dort nichts absperren* wenn es z. B. geregnet hat etc. so standen die Pferde im Regen auch draußen und da zog es richtig, im Winter waren die Decken klatschnass usw. eine Erkältung gab es jedoch nie, bei keinem der Pferde... aber die waren auch alle etwas jünger bsp. alle unter 10 J. die anderen 2 standen auch schon jahrelang dort und der andere war auch 4 J. erst alt...

    ich habe auch gehört dass man bei älteren pferden damit aufpassen sollte... wie ist er denn ansonsten so?Ist er eher anfällig kriegt er schnell mal ein schnupfen usw.??
     
  9. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    leider hat sich das mit dem Offenstall erstmal erledigt...
    Es gibt zwar mehrere Gruppen dort, aber irgendwie scheint mein Senior da nirgends rein zu passen. Eine mögliche Gruppe wäre ein Wallach mit 2 Stuten gewesen. Leider war der Wallach und eine Stute beschlagen hinten, ausserdem wollte der Wallach schon auf der Koppel meinen absolut nicht in der Nähe der Stuten haben- im beengteren Offenstall hätte das bestimmt nicht geklappt. Gruppe 2 waren zwei Wallache, mit denen er sich auf der Koppel super verstand, allerdings nicht im Stall. Der eine hat ihn gleich mal mit aufgerissenem Maul durch den Zaun gejagt. Dieses Pferd ist leider extrem futterneidisch und auch noch Rangniedrigster von den beiden.
    Blöd war auch, dass meiner sich überhaupt nicht gewehrt hat, einfach nur den Schweif zwischen die Pobacken und nix wie weg.
    Jetzt steht er erst mal weiterhin in einer Box... naja ich bleib auf jeden Fall vor Ort und beobachte die Lage. Optimal wäre wenn ein Offenstall komplett frei wird und er mit einem anderen Wallach komplett neu anfangen kann.
    Ansonsten ist die Anlage der Traum, ich kann bei Regen komplett drinnen bleiben und reiten, hab eine Waschbox drinnen, tolle Sattelkammer... und das beste egal wie viel es regnet ich muss durch keinen Knietiefen Schlamm durch.
    LG
     
  10. Ramira

    Ramira Inserent

    Hallo,

    ich habe meine Stute auch letztes jahr umgestellt von Boxenhaltung tägl 8 Std Wiese im Winter und ca 12 Std im Sommer. Ich habe richtige Bedenken gehabt, da sie eher eine "Meme" is, bei dem ersten Regentropfen stand sie letztes Jahr am Gatter und wollte rein, wenn es uselig war mußte man Sie raus ziehen, schlafen im Liegen damals Nie und nimmer vom verhalten her rotz der langen Wiesenzeit ziemlich unausgelastet irgendwie "angepinkelt etwas" ihr stand punkt damals lieber mehr drinne als wie draussen....

    Heute, kann ich 100% sagen das es das beste ist für jedes Pferd. Ich sehe es an meiner Stute. Sie hat sich um 180 G gedreht. Sie schläft heute mehr draussen an der frischen Luft wie drinne, alleine das sie nun keine Gitter mehr vor der Nase hat ist ein Grund für mich das reine Boxenhaltung nicht mehr in Frage kommt. Nun kann sie selbst entscheiden ob sie drinne sein möchte oder doch lieber draussen. Sie fühlt sich Pudelwohl und ist sowas von ausgeglischen der Hammer....

    Das selbe mit einem Quater, der is nun auch seid ca 3 Monaten in unserem Offenstall. Kannte das Vorher auch nicht und fühlt sich Pudelwohl..... Selbe wie bei meiner...:1:
     
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