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Opioide beim Pferden?

Diskutiere Opioide beim Pferden? im Innere / Organische Erkrankungen Forum; Hier mal ein Thema für unsre Medizinisch verbildeten : ich weiß, dass während mancher OP durchaus Opioide zur Schmerzdämmung auch beim Pferd...

  1. Semmel

    Semmel Gesperrt

    Hier mal ein Thema für unsre Medizinisch verbildeten :

    ich weiß, dass während mancher OP durchaus Opioide zur Schmerzdämmung auch beim Pferd eingesetzt werden, aber kein Mensch verwendet das hinterher, z.B. als Dauermedikation. Obwohl sowas ja eigentlich wesentlich weniger Nebenwirkungen gerade im gastrointestinalen Bereich hätte (die Frage ist sicher, inwieweit man ein bekifftes Pferd hätte ;) aber das gälte es dann ahlt herauszufinden?)

    Nur, warum wird das nienicht gemacht???? :reflect:

    Gibts dazu irgendwelche randomisierten Studien über Sinn und/oder Unsinn? Wirkts einfach nicht? anders? Oder liegts am Preis?

    Würde mich jetzt echt mal interessieren
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hallo Semmel,

    bei welchen Indikationen würdest Du es denn anwenden wollen?

    Opiate haben übrigens sehr wohl gastrointestinale Auswirkungen - längerzeitiger Gebrauch von Opioiden bedingt eine Verlangsamung der Darmtätigkeit bis hin zu (paralytischen) Darmverschlüssen.
    Beim Pferd sicher noch gefährlicher als beim Menschen, oder?

    Außerdem haben die (Neben-)Wirkungen der Bewußtseinseintrübung und Atemdepression beim Fluchttier Pferd sicher auch nochmal andere Aspekte als beim Mensch, meinst nicht auch?

    Letzter Punkt: Soweit ich weiß, enthalten fast alle "Pferde-Schmerzmittel" gleichzeitig einen Entzündungshemmer. (Ob das sinnvoll ist oder nicht, ist sicher eine andere Frage.) Das sind / haben Opiate nicht.

    Und: Opiate fallen oft unter das BtM-Gesetz. Vielleicht ist das in der Veterinärmedizin dann auch nochmal "verkomplizierend"?


    Soweit meine Gedanken dazu. ;)


    LG, Charly
     
    gabi gefällt das.
  3. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Opioide werden als dauermedikament in der schmerztherapie eingesetzt. Kriegt man so einen hübschen Ausweis, dass man nicht bei jeder verkehrskontrolle den Lappen abgibt.

    Ich denke bei Pferden ist es einfach zu teuer und hat beim Tier ggf Nebenwirkungen die es beim Menschen nicht gibt.
     
  4. Semmel

    Semmel Gesperrt

    deshalb hätt ich ja grunsätzlich gern mal fundiertere Meienungen dazu.

    Die Verstopfungstendenz kann man hervorragend regulieren, die Atemdepression müßte man eben erst mal eruieren, inwieweit ...ist schließlich nur ein "kann" kein "muß", die Bewußseinsbeeinflussung.. da käme es sicher auchdrauf an, herauszufinden, ob Tiere die gleichen Rezeptoren haben, ob Opioide da überhaupt andocken..

    Ich grüble da gradd halt drüber, weil ich selbst inzwischen mit einem sehr niedrigen Opioid meine Schmerzen deutlich mehr im Griff habe und mir damit eben NICHT de Nieren und die Leber und den Magen ruiniere.

    Und mein alter Mann z.b.braucht für Lebensqualität halt inzwischen niedrig dosiert Schmerzmittel und die gehen definitiv heftig auf den Magen etc... das geht also nur eine Weile gut. Darum überlege ich eben gerade, was spräche für eine opioidbasierte Schmerzmedikation im Endstadium eines Pferdes? (immer vorausgesetzt, dass es medizinisch vertretbar ist. Und es gibt da sehr unterschiedliche Produkte, die man diesbezüglich sicher mal untersuchen könnte).
     
    melisse gefällt das.
     
  5. Semmel

    Semmel Gesperrt

    vielleicht könnte GillianCo als Tierärtzin mal was dazu beitragen? *quengel*

    Meine Tierärztin hat sich gewunden.. offensichtlich hat das noch nie wer probiert?

    Und teuer ist relativ
     
  6. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Totkranke bekommen die halt auch. Der Suchtfaktor ist nun mal da, deshalb werden die sehr zurückhaltend verordnet.
    Beim Tier stellt sich dann halt die Frage ob das nicht der Punkt ist an dem man es gehen lässt. Der Mensch muss ja aushalten bis zum Schluss.
     
    Kuschelkiwi und Kigali gefällt das.
  7. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Ich denke das größte Hemmnis ist in erster Linie unser Gesetz. Wahrscheinlich wäre es ansonsten problemlos möglich.
    Nimmst du opiate musst du zu einem schnerztherapeuten. Du musst Buch führen, etc. So ein opiat ist eine Droge, da tut man sich schwer es an Menschen zu geben, an Tiere mit der Gefahr dass es doch ein Mensch nimmt wird es nicht raus zu geben sein.
     
    Charly K. und Semmel gefällt das.
  8. Semmel

    Semmel Gesperrt

    also ganz konkret in meinem Fall des alten Mannes: nein. Da stellt sich die Frage Einschläfern grad noch absolut nicht. Ich würde allerdings etws präferrieren, was wie gesagt weniger Leber und Magen angreift, dabei aber das wahrlich lebenslustige alte Tier einfach von diesen lästigen Schmerzen her etwas abdeckelt, die Arthrosen im fortgeschrittenen Stadium nunmal bedingen. Deshalb einschläfern.. nein. Hatten das ja erst kürzlich durch.. die TA hat die Einschläferungsspritze gleich wieder eingepackt, weil der einfach noch nicht soweit ist.

    (und das muß auch nicht diskutiert werden! Ich geh da absolut NULL blauäugig dran!)
     
  9. Semmel

    Semmel Gesperrt

    Terrorschaf, das wären dann aber wirtschaftliche, moralische oder sonstige Einwendungen. In keinster Weise aber medizinisch indizierte. Und DIE würden mich ja brennend interessieren! Gehts überhaupt? Wirkts am Ende nicht?, anders? und wenn ja, hat das schon wer überhaupt mal therapeutisch eingesetzt und mit welche Ergebnis?
     
  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich habe das nicht diskutiert, sondern begründet warum es nicht gemacht wird. Meine Oma und meine Tante haben Opiate bekommen in ihrer Krebserkrankung.
    Weil da war der Suchtfaktor zu vernachlässigen. Wenn jemand eh nur Wochen oder Monate hat.
    Aber die standen damit auch oft neben sich.
    Halte ich bei einem Tier von 600 kg auch nicht für so ungefährlich.
    Dann eben der Missbrauch der Möglich ist.
    Das fängt schon mit der Lagerung in der Apotheke an.
    Und Nebenwirkungen machts eben auch, und das nicht wenig.
    Kiwi weiss das doch aus erster Hand.
    Ach und ja... Die Schmerzen schaltet es auch irgendwann nicht mehr so aus wie erhofft.
    Bei meiner Oma gesehen, nicht schön...
     
    Charly K. gefällt das.
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