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Orthopädischer Beschlag-Barfuß

Diskutiere Orthopädischer Beschlag-Barfuß im Haltung und Pflege Forum; Hoffe auf Hilfe! Zur Vorgeschichte: Pferd lief früher immer Barfuß, vor etwa acht Jahren dann Diagnose Hufrollendegeneration, zwar gerade mal...

  1. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Hoffe auf Hilfe!

    Zur Vorgeschichte: Pferd lief früher immer Barfuß, vor etwa acht Jahren dann Diagnose Hufrollendegeneration, zwar gerade mal Röntgenklasse I, aber Pferd lief sehr schlecht, also Orthopädische Beschläge. Eiereisen mit ausgeprägter Zehenrichtung, kurze Zehe, Luwexeinlagen, in ganz schlechten Zeiten Luwexkeile.
    Nach und nach kamen immer mehr Arthrosen aufgrund ihrer Fehlstellungen und Fettleibigkeit hinzu: Hufknorpelverknöcherung, Schale. Vor drei Jahren aufgrund eines Koppelunfalls dann Spat auf einem Hinterbein, letztes Jahr aus selbem Grund Spat auf dem anderen Hinterbein. Seit dem ersten Spatbein auch hinten Eisen (Otto-Normal-Eisen), seit dem letzten Spatbein diese mit Keileinlagen.

    Meine Stute lief etwa acht Jahre hervorragend mit ihren orthopädischen Beschlägen, war normal reitbar (lange Schrittphase vorab, kein Springen). Seit letztem Jahr aber als das letzte Bein dann auch noch Spat bekam, geht´s langsam aber sicher schlechter.
    Seit den letzten zwei Beschlagsterminen braucht sie tagelang um sich von diesen zu erholen. Problem ist das lange Beugen beim aufhalten, sie mag das jeweils betreffende Bein danach gar nicht mehr durchtreten. Seit selbiger Zeit verschlechtert sich auch der Huf vorne rechts wieder, die Tracht die die letzten Jahre echt gut war wird flacher, der Huf wird insgesamt kleiner.
    Dazu kommt eine Feselträgerursprungsgeschichte die wir seit vier Wochen am laufen haben (vorne links).

    Na ja, und irgendwie ist es als sitze mir ein Furz quer, ich bin von den Beschlägen nicht mehr wirklich überzeugt, aber wie es ohne gehen soll ist mir auch nicht wirklich klar. Fakt ist das ich mich entscheiden muß was ich jetzt mache, und würde mich deshalb über Erfahrungsberichte/ Tipps freuen.

    Danke schon mal vorab! Regina
     
  2. DieIsi

    DieIsi Neues Mitglied

    Hallo...

    werd heut abend mal meinen Mann anhauen (Schmied), er macht viele solcher Beschläge und unsere beiden Rentner leiden unter ähnlichen Symptomen, allerdings hat einer beide Hufrollen vorn positiv und Arthorose in eigentlich allen Gelenken und der andere hat in beiden Hinterbeinen Spat.
    Also wir habens nicht alles an einem Pferd...*g*
    Aber ich frag mal nach...

    lg erstmal

    DieIsi
     
  3. DieIsi

    DieIsi Neues Mitglied

    Hi,
    also, Mann gefragt, der braucht weitere Daten:
    Wie alt ist dein Pferd?
    Was willst du noch damit machen, bzw. wird es noch geritten, wenn ja, wie? Oder soll es nur noch schmerzfrei auf der Wiese stehen?

    Außerdem sollte dein Pferd, wenn es hinten Spat hat, beim Beschlagen nicht mehr so weit nach oben genommen werden vom Bein her. Jeder Schmied kann auch 10 cm über der Erde beschlagen und das Bein in mehreren Phasen immer wieder absetzen...

    erstmal lg DieIsi
     
  4. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Hallo!

    Pferd ist 20, seit einem Jahr nicht mehr geritten, soll nur noch schmerzfrei auf Koppel mit nem festen ebenfalls "Gehbehinderten" Kumpel selben Alters und Temperaments können.

    Und ja, wir können überall ein Häckchen dran machen..:twitcy:

    Das mit der tieferen Aufhalterei haben wir schon probiert, bleibt auch immer noch das aufnageln (hatte ich noch nicht geschrieben, findet sie auch immer schlimmer), das sich ja leider nicht vermeiden läßt..,dazu gibt sie mir auch bei kurzen Intervallen die Hinterbeine nachm zweiten mal aufheben nicht mehr freiwillig. Hufe auskratzen und alles im normalen Zeitrahmen ist iO, aber mehrmals hinten hochnehmen sagt se nene.

    Habe schon überlegt vor dem und nach dem Beschlagen Equipalazone zu geben, aber DIE Lösung kann das auch nicht sein.

    Hoffe ich habe nichts vergessen und Danke schonmal!
     
  5. Also, mein TA hat damals gemeint, das HRE auch gut barhuf durch Stellungskorrektur behandelt werden kann. Indem der Schmied den Huf steiler stellt und die Zehe kürzt um das Abrollen zu erleichtern.
    Bisher konnte das auch jeder Schmied so nacharbeiten.
    Ob man das jetzt nach jahrelangem Beschlag noch umstellen kann weiss ich leider auch nicht. Mitunter leiden ja schon gesunde Pferde unter einer Umstellung von Eisen auf Barhuf.
    Bei einem Pferd in dem Alter hätte ich keine Sorgen mehr, Equipalazone zu geben, um die Auswirkungen des Beschlagens in Grenzen zu halten.
    Zumindest, wenn sich keine andere Alternativ finden lässt.
     
  6. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    @Leo: mit steiler Tracht und kurzer Zehe steht sie auch auf den Eisen, das soll natürlich auch Barhuf so bleiben, bzw. vorne rechts wieder so werden.
    Da meine Stute eine Bomben-Hufqualität hat (festes Horn, dicke Sohle, vernünftiger Strahl) habe ich für uns entschieden die Eisen runterzunehmen. Ich hoffe das ich ihr damit nichts schlechtes antue und besser auf aktuelle Bedürfnisse wie jetzt mit dem Fesselträgerschaden reagieren kann. Sollte sie nicht ohne Beschläge zurecht kommen kann ich dies ja sofort wieder ändern (lassen), nur wenn ich es gar nciht probiere werde ich es auch nicht rausbekommen. Drückt mir die Daumen das es meiner alten Puppe guttut! Und Danke für die Ratschläge!!
     
  7. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Hallo ihr Lieben!

    Wollte mal meine bis jetzt gemachten Erfahrungen schildern: seit Montag sind die Eisen alle ab, leider allerdings nicht so wie ich mir das vorgestellt habe.
    Trotz telephonischer Absprache wollte der Schmied ihr vorne unbedingt weiter Eisen anfertigen, und zwar neue. Obwohl die "alten" erst sechs Wochen alt und die Falz noch völlig iO und nicht mal die die Nagelköpfe weg, aber gut.
    Ich jedenfalls drauf bestanden das alles runter kommt, er mir prophezeit das ich ihn sowieso in spätestens einer Woche anrufe wegen neuer Eisen, weil die Stute nicht mehr krauchen könne.
    Er sichtlich sauer (da hätte ich das Unterfangen im Rückblick abrechen sollen...), reißt die Eisen runter und macht die Hufe mit Hauklinge (hat er seit Jahren nicht mehr benutzt weil Stuti das so wehtut wegen der Schläge/Vibration) kurz,schneidet den Strahl aus und alles mit der Feile rund und meint nur noch Eisen könnten aber sowieso erstmal nicht rauf weil die Hufe so kurz sind.
    Ich, wieso das denn, warum machste denn n Barhuf kürzer als wenn da ein Eisen raufkommt? Da hat sie ja gar nichts zum zusetzen! Ja passiert schon mal das man mehr wegnimmt als man wollte. Aha.
    Ob´s wohl daran liegt das der Verdienst schlagartig von 160 auf 25 Euro gesunken ist?
    Jedenfalls hab ich, wohlerzogen wie ich bin, den Mund gehalten und bezahlt und mir als der Schmied weg war, noch mal in Ruhe die Hufe angeschaut.

    Leiderleider habe ich von dem Desaster keine Photos gemacht. War wohl zu paralysiert vom Anblick: Tragrand so kurz das sie nur auf der Sohle stand, Sohlenhorn im vorderen Drittel als Wulst, so das es ordentlich Druck auf die Hufbeinspitzte kommen mußte, ein Abrollen war so auch nicht möglich, weil sie so bei jedem Schritt schön auf die Trachten knallte.

    Tierarzt angerufen und Problem geschildert, Order bekommen bis auf Tragrandniveau die Sohle abzutragen. Halbe Stunde später war er da, hat die Hände überm Kopf zusammengeschlagen noch ein bischen was weggenommen (wußte ja nicht wieviel ich noch wegnehmen kann bis das Blut spritzt...), für den Fall der Fälle Equi dagelassen und schön beobachten.

    Und zu beobachten gibt es trotz bedenklich kurzer Hufe und Fesselträgerschaden nur schönes: Stuti galoppiert ohne äußeren Anlass freiwillig und fröhlich über Koppel, läuft flüssig und fast taktklar durch die Gegend und gibt mir freiwillig alle vier Beine, auch die Spatbeinchen!!!:yes::spinny::wub:

    Fazit bis jetzt ist also das ich das mal besser früher gemacht hätte, nur das Vorgehen hätte für Stuti wirklich optimal sein sollen.
    Aber wer rechnet nach zehn Jahren Vertrauen in den Schmied schon mit sowas...

    Bissel lang, aber musste sein!
     
  8. Hazira

    Hazira offizielle ironische Forums-Klobürste

    na das klingt aber alles sehr erbaulich :)
    wollen wir mal hoffen das das auch so bleibt und du nen guten neuen schmied findest ;)
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Raketenerna,

    mensch, das ist wirklich eine tolle Nachricht! :smile:

    Ich bin ja heimlicher absoluter Barhuf-Verfechter :1: - weiß aber natürlich auch, daß bei krankhaften Veränderungen oder Schmerzen auch mal Beschlag sein muß.
    Umso mehr freut mich Deine (bis jetzt - *toi toi toi*) Erfolgsgeschichte!
    Ich drücke beide Daumen für Euch!

    Falls Du jetzt darüber nachdenkst, den "Hufheini" zu wechseln - guck mal unter www.difho.de nach - dort findest Du eine Liste sehr guter Hufmenschen; hier im Forum kannst Du auch Thomas anschreiben - er hat persönliche Kontakte und empfiehlt gern weiter, wenn Du ihm schreibst, wo Du herkommst.


    Liebe Grüße,
    Charly
     
  10. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Danke! Hoffe auch das es so weitergeht...

    @Charly: Ob ich darüber nachdenke den zu wechseln? Der kommt nach so einem Vertrauensbruch garantiert nicht mehr an mein Pferd, auch wenn ich die letzten 10 Jahre auf den geschworen habe... Und ans nächste auch nicht.

    DIFHO würde ich schon in Erwägung ziehen, aber im schönen nördlichen Berlin-Brandenburg verbreitet leider ,laut bisheriger Recherche, keiner dieser Garde seine Künste.

    Wenn jemand eine Empfehlung hat würde ich mich über eine PN sehr freuen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Sep. 2008
Thema: Orthopädischer Beschlag-Barfuß