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Pensionsstall aufmachen - Fragen und Austausch

Diskutiere Pensionsstall aufmachen - Fragen und Austausch im Haltung und Pflege Forum; Hallo ihr Lieben, ich bin hier neu im Forum und hoffe auf einen netten, ehrlichen und respektvollen Austausch mit euch. Also worum geht's ? Ich...

  1. Ky Ka

    Ky Ka Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,
    ich bin hier neu im Forum und hoffe auf einen netten, ehrlichen und respektvollen Austausch mit euch.

    Also worum geht's ?
    Ich wollte schon immer meinen eigenen Stall haben und meine Pferde selbst organisieren ohne dabei auf eine kleine Stallgemeinschaft zu verzichten.

    Jetzt wurde mir ein Stall angeboten mit 15 Pferdeboxen(Ausbaufähig), 30x50 m großer Paddock als Auslauf, 1,5 ha Weide, 6 ha Pachtland, 18 min Fußweg zur Vereinhalle und zum Vereinsplatz.
    Der Stall befindet sich 35 min Fahrzeit von Frankfurt am Main.

    Bin ich automatisch ein landwirtschaftlicher Betrieb aufgrund der Vieheinheit. Wann bin ich es nicht ?

    Ich kann leider selbst nichts in der Landwirtschaft. Die Bauern dort würden mich mit Heu beliefern und mir bei den Weiden helfen, aber ich rechne Mal lieber so als müsste ich alles zukaufen/machen lassen.

    Jetzt habe ich natürlich super viele Fragen vor allem an diejenigen, die selbst einen Stall haben.
    Wenn ich Dienstleistungen anbiete, dann bin ich ja direkt im gewerblichen Bereich. Was bleibt bei euch netto an Einnahmen über ?
    Welche Steuern kommen genau auf mich zu ? (Ein Termin beim Steuerberater ist aber natürlich schon geplant)

    Ist es sinnvoller an Selbstversorger zu vermieten, da Gewerbe entfällt ? Dafür dürfte ich aber noch nicht Mal Einstreu und Heu bereitstellen oder ?

    Und könnte ich meine Arbeiten als Kleingewerbe zusätzlich anmelden ? Kann man das splitten ?

    Meine (wahrscheinlich nicht noch nicht ganz korrekte Kostenaufstellung) bei 10 Pferden pro Jahr :
    Weidemangement : 10.000
    Strom/Wasser : 3.000
    Strohpallets (40kg pro Woche pro Pferd, 0,26€ pro Kilo) : 5.408
    Mistentsorgung würde von der Firma, der strohpallets übernommen werden
    Pferdehüterversicherung : 1.000
    Tierseuchenkasse: 10
    Hier bin ich schon bei 231€ pro Monat pro Pferd ohne Steuer oder Instandhaltung.

    An was muss ich noch denken ?

    Die Pferde können 24/7 im Sommer raus und im Winter aufs Paddock.
    An dem Grundstück ist Bauland, was ich wahrscheinlich (muss noch abgeklärt werden) zum Bau eines Platzes nutzen könnte.

    Ich würde es nicht gern komplett in Eigenregie machen. Ich möchte eine richtige Stallgemeinschaft. Bei der jeder mitmacht. Ich würde dennoch anbieten wollen, dass ich für 2€ pro Box Miste und 2€ pro Gang rausbringe, aber grundsätzlich würde ich die Aufgaben gerne aufteilen.

    Nur Mal aus Interesse. Was würdet ihr monatlich für solch einen Stall für euer Pferd zahlen ?

    Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen. Berichtet doch sehr gerne Mal, wie ihr es handhabt.
     
  2. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Ich weiss nicht, ob es hierzu einen Unterschied zwischen privilegierten und nicht privilegierten Landwirten gibt aber zumindest für das eine musst du wohl einen erheblichen Anteil deines Futters selbst generieren - was bei dir ja komplett entfallen würde; Ulrike weiss da sicher Näheres.
    Ich glaube, es gibt da auch Standard Berechnungen, wieviel Pferde als Mindestgrösse für einen rentablen Pensionsbetrieb anzunehmen sind und das sind eher deutlich mehr als 15 -da gibt es aber wohl auch spezialisierte Berater.
     
  3. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Das wird ein Bankrott-Kriterium sein.
    Das wird dann kaum jemand wollen - oder nicht viel für bezahlen.
    Ist dann eher Rentner- / Rekonvaleszenzstall.
    (Oder kann man den Weg gut, auch flott, reiten?)

    Wenn Du selbst zumindest einen gut drainierten, beleuchteten Platz auf dem „Bauland“ errichten darfst und finanziell kannst, sähe ich das Projekt schon eher realistischer.


    Da Du eher eine „Gemeinschaft“ möchtest, lies Dich mal schlau zu Haltergemeinschaft - @Kigali könnte dazu auch Tips geben.


    LG, Charly

    Was ist denn mit Heu?

    Was mit technischem Gerät? Ist das in „Weidemanagement“ enthalten?

    Was ist mit Baumaßnahmen wie Platz, Mistplatte, Stallsanierung,...?

    Sanitäre Anlagen, ggf. Stübchen und deren Beheizung für die Besitzer / Reiter?

    Was ist mit anderen Versicherungen? Haftpflicht, Krankenversicherung für Dich (teuer!!!), Berufsunfähigkeit für Dich, Sozialversicherung, Rentenrücklagen?

    Was ist, wenn Du ausfällst - Kosten für Ersatz?

    Was ist mit Weiterbildungen für Dich?

    Und ggf. Behörden-Gebühren für Anerkennungen, Abnahmen, Genehmigungen etc.

    Aus meiner Sicht ist das noch (!) eine absolute Milchmädchenrechnung, sorry. ;)


    LG, Charly


    [Sorry für Doppelpost, gerne zusammenfügen, Danke.]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. Okt. 2020
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    was ist da der unterschied?
    sind das jetzt 7,5 ha weide für derzeit 15 pferde?

    und im winter muss die weide komplett zu sein und da laufen 15 pferde auf 30x50?
     
  5. Kigali

    Kigali Sternchenreiter Mitarbeiter

    Ich kann dir sagen, du wirst NICHTS verdienen!

    Wir hatten 9 Jahre einen Stall-
    - 15 Paddockboxen
    - knapp 3 ha Weide
    - 1 ha Gemeinschaftspaddocks
    - neuer Reitplatz
    - Roundpen
    - großes, voll ausgebautes Stübchen
    - 20 x 35 Halle
    - Solarium
    - Sattelkammer
    - neues (Luxus) WC
    - eigener BJJ (Reitplatzplaner)
    - eigener kleiner Trecker
    - Bobcat

    Pacht: 1350 €
    + Versicherungen
    + Strom
    + Wartung und Instandsetzungskosten
    + Benzin
    + Gas (Heizung Stübchen u. WC)
    + (+-) 1 Rundballen Stroh je Pferd
    + (+-) 1 Rundballen Heu je Pferd

    Bei uns musste keiner etwas verdienen, Selbstkostenpreis lag bei 260 €
    Kraftfutter musste jeder selbst besorgen, Frühdienste wurden nach Absprache gemacht. Zwischenzeitlich hatten wir diverse Mister (Pferde füttern, raus bringen, misten) 50 € wenn gemistet wurde, 20 € wenn nur gefüttert und raus gebracht wurde.
    Erfahrungsgemäß wird der Job schnell wieder an den Nagel gehangen. Zuverlässige Leute finden ist schwer, meist machen die das nur, bis sie einen besseren Job haben, andere sehen das "schnelle, leicht verdiente Geld" hören aber schnell auf, wenn sie merken, so leicht ist das Geld nicht verdient.

    Unterm Strich kann man von 15 Boxen nicht leben, gleich 2 x nicht, wenn man eine Pacht zahlen muss.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Okt. 2020
    Lorelai, gabi, melisse und 2 anderen gefällt das.
  6. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    @ulrike twice:
    Ich habs so verstanden, daß sie die 1,5 Hektar mit dem Stall kaufen würde und weitere 6 Hektar pachten könnte.

    Ist aber Interpretation, da sie nur schrieb „mir wurde ein Stall angeboten“ - also unklar, ob zum Kauf oder zur Pacht.


    LG, Charly
     
    ulrike twice gefällt das.
  7. Ky Ka

    Ky Ka Neues Mitglied

    Oh, den Heupreis habe ich da komplett vergessen hinzuschreiben, aber in den Gesamtkosten bei 231€ mit eingerechnet.

    0,23 € pro kg bei Bioqualität mit Lieferung (wobei mir es ja gemacht werden würde, natürlich nicht umsonst, aber das berücksichtige ich Mal lieber nicht)
    Ich habe da mit 10 kg pro Pferd pro Tag gerechnet. (auch wenn sie im Sommer 24/7 draußen stehen)

    Sanitäre Anlagen und ein Stündchen sowie Sattelkammer sind vorhanden.

    Ich habe einen normalen Job und und muss meinen Lebensunterhalt nicht von den Einnahmen des Stalls bestreiten. Ich bin unfallversichert, werde eine Pension haben.

    Wenn ich ausfalle, dann muss wohl der Mann ran oder eben die Gemeinschaft. Die es dann ja, wenigstens nach meiner Vorstellung, geben wird.

    Wie oben geschrieben, würde die Mistentsorgung über die Miete eines Containers funktionieren. Bislang ist da ein "normaler" Misthaufen.

    Weiterbildungen würde ich keine machen.

    7 ha wären das für MAXIMAL 15 Pferde. Ich plane aber Mal eher mit 10. Es gibt den Auslauf und noch sperate Winterwiesen.

    Ich hoffe, ich habe alles beantwortet
     
  8. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Zu den Ausgaben und Steuern kann ich nicht viel sagen, nur zu der Arbeit.
    Wir haben zwei eigene Pferde und hatten einen „Einsteller“ in Gemeinschaft. Die beiden haben 1500qm Auslauf, zu dritt hatten sie 2300qm, weil der Reitplatz offen war. Im Sommer auf insgesamt 5 Hektar Weide, verteilt über mehrere.
    Die 1500qm würde ich für maximal 4 Pferde sehen. So können sie sich aus dem Weg gehen, wenn es gerade so besser ist und genug toben.

    Die Arbeit ist nicht zu unterschätzen und für drei Pferde war es schon anstrengend, über 15 möchte ich, wenn ich nebenbei noch (Vollzeit) arbeite, lieber gar nicht nachdenken.
    Auch wenn es eine Gemeinschaft ist, steht man am Ende, wenn jemand krank ist und niemand einspringen kann, doch als SB doof da und kann die eigenen Pläne über den Haufen werfen.
    Wenn die Ernte nicht gut war oder zu wenig, wird es für so viele Pferde auch nicht leicht.
     
  9. Ky Ka

    Ky Ka Neues Mitglied

    Was hast du denn da an Stallmiete genommen, wenn ich jetzt Mal so blöd fragen darf.
     
  10. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Das hatte Kigali geschrieben. ;)
    Selbstkostenpreis 260€.
    War eine Haltergemeinschaft, wenn ich das richtig erinnere.

    Ist aber Niederrhein (gewesen), deutlich günstiger als der Speckgürtel von FfM!
    Du wirst für fast alles mehr bezahlen müssen.

    Hast Du den Stall zum Kauf oder zur Pacht angeboten bekommen?
    Und für was für eine Summe?


    LG, Charly
     
    Kigali gefällt das.
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