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Pferd anlongieren / Kein Galopp?

Diskutiere Pferd anlongieren / Kein Galopp? im Bodenarbeit Forum; Hallo, wie steht ihr dazu ein Pferd vor dem Anreiten an der Longe zu galoppieren? Da gehen die Meinungen ja weit auseinander. Wg. Balance...

  1. Maui

    Maui Mitglied

    Hallo,

    wie steht ihr dazu ein Pferd vor dem Anreiten an der Longe zu galoppieren?

    Da gehen die Meinungen ja weit auseinander. Wg. Balance etc.

    Da ich mit meinem Kleinen jetzt anfange zu longieren kam die Frage auf. Ich werde ihn bald mit Dreieckern ausbinden. Wie handhabt ihr ein Training am Anfang?

    LG, Maui
     
  2. Raudhetta

    Raudhetta Überlebensanzugtraegerin

    Was, wie, wo?
    Wie alt ist das Pferd, welcher Ausbildungsstand hat es?
    Verstehe ich das richtig, dass es noch roh ist? Wenn ja, würde ich ein Teufel tun und es mit Dreieckern ausbinden und dann longieren. Du nimmst ihn damit doch alle Möglichkeiten sich in Balance zu halten.
     
  3. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    So verkehrt ist diese Herangehensweise nicht.
    Wenn man das junge Pferd entsprechend seinem Ausbildungsstand allmählich (das ist wichtig!) vorne "einfängt", spricht nichts dagegen.

    Nur wäre mein bevorzugtes Hilfsmittel da kein Dreiecksausbinder, egal welcher Bauart. Denn da müssen diese so lang geschnallt werden, damit das Pferd nicht hinein treten kann.
    Gerade bei den Dreiecksausbindern ist aufgrund der Art der Verschnallung diese Gefahr besonders hoch.
    Daher bevorzuge ich da die guten, alten, mit dem Gummiring.

    Zur eigentlichen Frage:
    Ich habe vor urdenklichen Zeiten mal gelernt, ein junges Pferd erst dann zu galoppieren, wenn es den Galopp von sich aus anbietet.
    Gerade bei der Arbeit an der Longe ist das besonders wichtig, da die Fliehkräfte aufgrund der ständigen Jreislinie recht hoch werden können.

    Fällt Dein Pferd von sich aus in den Galopp, dann integriere den in Deine Arbeit.
    Kreuz- und Außengalopp sollten jedoch korrigiert werden.
    Ruhig, aber bestimmt.
    Wenn das mal zwei Runden dauert, oder drei, ist das kein Beinbruch.
    Aber nicht rundenlang im falschen Galopp laufen lassen.

    Bietet das Pferd den Galopp nicht an, dann warte ab.
    Der kommt von ganz alleine.
     
  4. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Ich versteh nicht, wie ein Pferd in einen Dreiecker rein treten soll. Nimmt das Pferd den Kopf tief(er), verkürzt sich der untere Schenkel des Dreiecks und der obere verlängert sich. Da hängt doch nie was durch?

    Ich hab bei meinem damals angefangen in einem 20x20 Viereck, mit wenigen Minuten. Als Dermot das mit dem Kreisverkehr verstanden hat, bin ich direkt auf den Freiplatz und hatte da 40x60 zur Verfügung, die ich auch genutzt habe - große gebogene Linie, keine Bande zum "Anlehnen" und dadurch die Möglichkeit, das Grundtempo zu erhalten, weil das Pferd sich nicht wegen "Zaun" und "Kurve" zurück nehmen musste.

    Dadurch war Dermot auch relativ zügig soweit im Gleichgewicht, dass ich auch mit Dreieckern arbeiten konnte um Dermot langsam an die Anlehnung heran führen zu können.

    Das Pferd war und ist übrigens immer "leicht" in der Anlehnung und bekam viel Lob fürs Geradegerichtet-Sein. Der hat quasi keine "Lieblingshand".

    Den Galopp hat er irgendwann angeboten, das hab ich angenommen, aber anfangs nie mehr als ein paar Galopp Sprünge, um da bloß nix kaputt zu machen.

    Der Galopp auf der gebogenen Linie erfordert schon viel Kraft, Konzentration und Gleichgewicht. Ich hab es bevorzugt, die ersten Galopps im Gelände auf gerader, leicht ansteigender Strecke zu reiten. Mit meinem jetzigen Korrekturpferd übrigens auch ;)


    Obsi.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dez. 2014
     
  5. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Doch Obsi,
    wenn die so lang eingestellt werden, daß das Pferd das "Gebiss gerade so eben erreichen kann" hängen die Dreiecker durch.

    Hier geht es ja erst einmal darum, das Pferd damit vertraut zu machen, daß Druck auf die Laden kommen kann.
    Da sind die Ausbinder im Prinzip viel zu lang verschnallt.
    Verkürzt werden die erst mit weiter fortschreitendem Ausbildungsstand.
    Ganz allmählich.
     
  6. satine

    satine Inserent

    Ich habe auch schon ein Pferd aus Dreieckern rausschneiden dürfen; allerdings keine Remonte, sondern eine zickige ältere Lady die der Ansicht war buckeln zu müssen und dabei (wie auch immer) nach vorne oben Auszutreten. Die Wahrscheinlichkeit ist bei einem jungen Pferd sehr gering, denn die haben ganz andere Probleme auf der Kreislinie.

    Im Optimalfall sehe ich das mit dem Galopp an der Longe so, dass das Pferd diesen zuletzt lernt. Und zwar erst dann, wenn es auch unter dem Reiter schon halbwegs in der Balance ist.
    Aber Achtung: mir geht es dabei rein um den Galopp auf der Kreislinie!
    Das Kommando "Galopp" habe ich vorher schon beim Freilauf und durch die Bodenarbeit "installiert".

    Zum Ausbinden: beim rohen Pferd durchaus sinnvoll, da es sich so daran gewöhnen kann, dass das Gebiss auch zukünftig nicht nur tot im Maul liegt. Kann man natürlich auch über die Arbeit an der Hand erreichen, welche ich NACH dem Ausbinder einsetze um das Pferd auf die "Feinheiten" einzustellen.
     
  7. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Husar, du verwendest Wienerzügel, Obsi denkt an Deieckszügel, die nur seitlich verschnallt werden.
    Die Wiener laufen ja zwischen den Beinen zum Gurt. Ich verwende sie sehr gerne, kommt aber auch auf das Pferd an.
     
  8. satine

    satine Inserent

    Hab ich jetzt einen Knoten im Hirn?
    Dreiecker: Gabel läuft zwischen den Vorderbeinen durch, dann durch den Gebissring, wird am Longiergurt oder Sattel festgemacht und läuft dann wieder zurück zum einstellen.

    Laufer-/Wienerzügel: vom mittleren Ring des Longiergurt durch das Gebiss und wird am obersten Ring wieder befestigt.
     
  9. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ich rede von Dreieckszügeln.
    Ich meine Dreieckszügel.
    Da besteht dieses Problem nämlich auch.
    Ganz einfach deswegen, weil der Befestigungspunkt selbst bei seitlicher Befestigung unterhalb des Drehpunktes der HWS liegt. Deswegen werden die Ausbinder auch länger, sobald sich das Pferd nach vorwärts- abwärts ans Gebiss herandehnt.
    Das will man eigentlich auch haben.
    So lernt das Pferd nämlich, daß das sich nach abwärts strecken eine positive Wirkung hat, da dadurch der Druck auf die Laden verringert wird.

    Bindet man aber von vorneherein "in der Länge passend aus", so läuft man Gefahr, daßmsich das Pferd aufrollt, um dem Druck auf den Laden zu entgehen.
     
  10. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Habt ihr da mal ein Bild? Wie wird das denn am besten verschnallt?
     
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