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Pferd arbeitet gegen mich

Diskutiere Pferd arbeitet gegen mich im Allgemein Forum; Hallo, Vor ca einem Jahr habe ich mir ein Pferd gekauft. Da ich noch nicht so lange reite, habe ich sie anfangs zusätzlich in Beritt gegeben. Von...

  1. Fini2701

    Fini2701 Mitglied

    Hallo,

    Vor ca einem Jahr habe ich mir ein Pferd gekauft. Da ich noch nicht so lange reite, habe ich sie anfangs zusätzlich in Beritt gegeben. Von Februar bis Juli dieses Jahres stand sie auf einem Gestüt.
    Seit ca zweieinhalb Monaten ist sie nun wieder bei mir. Ich habe durch Longieren, Bodenarbeit und spazieren versucht, langsam wieder Kondition aufzubauen und sie wieder an den Alltag zu gewöhnen.
    Vor ca einem Monat habe ich mich dann das erste mal wieder in den Sattel gesetzt. ( während sie weg war habe ich mehrmals in der Woche Unterricht genommen mit einem Schulpferd)
    Ich war total begeistert. Sie hat einfach so toll mitgemacht. Früher wollte sie nie wirklich in die Anlehnung gehen und es sehr giraffig rumgelaufen. Und als ich das erste mal wieder drauf saß hat sie sich durch eine feinste Verbindung durchs Genick reiten lassen.
    Ich habe am Anfang nur 30 Minuten gemacht.
    Ich bin die ersten drei oder vier Mal alleine geritten. Dann wollte ich mit ihr Reitunterricht nehmen. Dieser hat über eine Stunde gedauert. Sie hat ca. 35 Minuten richtig toll mit mir gearbeitet. Doch dann kam der Punkt wo sie angefangen hat gegen mich zu arbeiten. Sie hat angefangen rückwärts zu laufen statt vorwärts. Hat ihren Kopf nach außen gedreht und hat sich nicht mehr vorwärts bekommen lassen. Ich wollte dann schon aufhören als es noch gut lief aber durfte nicht.
    Am nächsten Tag war es genau dasselbe und meine Reitlehrerin hat sich 10 Minuten aufs Pferd gesetzt.

    Nun zu meinem eigentlichen Problem:
    Ich saß gestern wieder auf dem Pferd. Ich bin am Anfang 10 Minuten Schritt gegangen wo ich viele Handwechsel geritten bin sowie Zirkel und gebogenen Linien. Auch im Trab lies sie sich super reiten. Sie ist total weich und brauche nur ganz feine Hilfen. Sie reagiert sehr gut auf meine Schenkelhilfen und arbeitet gut mit. Sie geht in Anlehnung und lässt sich einfach toll arbeiten.
    Ich habe ca 25 Minuten mit ihr gearbeitet. (10min Schritt + 15 min. Trab) ich versuche viele Übergänge einzubauen, wechsle öfters die Hand und reite Bahnfiguren wie Zirkel, aus der Ecke kehrt etc.
    Nach 25 Minuten habe ich eine längere Schritt Pause gemacht. Sie immer mal wieder angehalten um auch solche einfachen Dinge abzufragen. Und dann kam der Punkt wo sie angefangen hat gegen mich zu arbeiten. Ich wollte sie an reiten und sie ist nach hinten gegangen. Ich habe die Zügel locker gelassen und siehst trotzdem nach hinten gegangen. Dann habe ich sie doch vorwärts bekommen und wollte im Schritt einen Zirkel gehen.
    Ich war auf einem Zirkel mit zwei offenen Seiten. Dann hat sie angefangen zu verwerfen. Sie hat den Kopf nach außen gedreht aber den Kopf schräg. Und läuft dann nach innen weg. Hier sind dann alle meine Hilfen die ich über das Bein gebe total egal. Sie guckt einfach nach außen und arbeitet nicht mehr mit.
    Bewusst habe ich nichts verändert wie vor 25 Minuten. Es lief ja die ganze Zeit richtig gut und so muss ich ja nichts verändern.
    Ich weiß einfach nicht wieso sie auf einmal dann gegen mich arbeitet.
    Ich versuche ihre Woche abwechslungsreich zu gestalten. Ich reite höchstens viermal und Longieren, mache Bodenarbeit, gehe ich spazieren oder sie hat einen Tag frei.
    Ich verstehe einfach nicht wieso sie sich dann so fest macht und nicht mehr richtig reiten lässt. Am Anfang dachte ich es liegt darin dass sie noch nicht viel Kondition hat und sich nicht so lange konzentrieren kann. Aber selbst auf das Anhalten reagiert sie nicht mehr. Da macht sie sich fest und will einfach weitergehen. Und das ist nun wirklich keine schwere Aufgabe.

    Woran könnte das liegen und was kann ich tun um sie wieder zu motivieren? Wenn sie gut läuft arbeite ich viel mit Stimmen Lob und lobe sie auch nach guten Phasen ausgiebig. Meistens höre ich auch auf wenn es richtig gut läuft. Dann bin ich motiviert und sie motiviert. Doch seit ein paar Wochen tritt das immer häufiger auf.

    Bevor sie auf dem Gestüt war hat sie sich nie verworfen. Auch als ich die ersten drei Mal allein geritten bin ist das nicht aufgetreten.
    Ich möchte mit einer feinen Verbindung reiten und nicht durch Druck mein Pferd nach unten bekommen. Wenn ich merke dass mein Pferd nach der Reitstunde und zufrieden ist bin ich auch nicht glücklich.
    Meine Reitlehrerin reitet mit viel Druck. Das Pferd geht bei ihr zwar durchs Genick, aber es wird mit sehr sehr sehr viel Druck geritten.

    Was kann ich tun wenn woran kann es liegen?
     
  2. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Geh doch mal ins Fitnessstudio und trainier an einem Gerät über den Punkt hinaus den dein Körper leisten kann. Und spür mal was deine Muskeln dazu sagen.

    Und such dir dringend einen anderen Reitlehrer.
     
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  3. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Warum ist sie denn dann Deine Reitlehrerin?

    Wie alt ist Deine Stute?

    Als allererste Maßnahme würde ich an Deiner Stelle das Reiten dann beenden, wenn es gut läuft.
    Dann reitest Du eben nicht 25 Minuten, sondern hörst nach 22 Minuten auf.

    Und versuche, das Reiten abwechslungsreicher zu gestalten - 10 Minuten am Stück Schritt und 15 Minuten am Stück Trab empfinde ich als nicht so zielführend.


    LG, Charly
     
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  4. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Was ich gerade nicht ganz verstehe, ist, wieso du deine Stute nach dem Beritt erstmal stehen gelassen hast? Und wieso musste sie Kondition ausbauen?

    Meistens ist es ganz gut, da erstmal anzusetzen nach dem Beritt. In die Pause schicken kann immer noch gut sein, wenn man sich selbst mit seinem Pferd eingefuchst hat.

    Ansonsten bin ich bei den anderen. Höre dann auf, wenn es gut mit ihr läuft und lass sie nicht über die Uhr drehen. Das kann sie wohl muskulär noch gar nicht leisten. Und längere Schrittpausen zwischendurch sind meiner Erfahrung nach eher kontraproduktiv, das Pferd denkt, es wird jetzt nur noch ein bisschen trocken geritten und viele mögen es dann nicht so gerne, noch ernsthaft gearbeitet zu werden.
     
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  5. Schokokeks

    Schokokeks Bekanntes Mitglied

    Du kannst auch nur 30 min Unterricht nehmen. Ich würde auch mal andere rl testen.
     
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  6. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Dein "eigentliches Problem" ist deine Reitlehrerin. Hast du ihr vorher gesagt, dass dein Pferd noch nicht so lange im Training ist und du bisher maximal ca. 30 Minuten am Stück gearbeitet hast? Falls sie das wusste, nimm nie wieder Unterricht bei ihr. Falls sie es nicht wiusste, dann sage es ihr und warte ab, ob die nächste Einheit besser verläuft. Falls nicht, beende die "Stunde", sobald du in einen Konflikt mit dem Pferd gedrängt wirst. Es ist keine leichte Sache, einen Ausbilder zu finden, der zu dir und deinem Pferd passt, das kann auch länger dauern, weil du mehrere Versuche machen musst. Behalte im Kopf, dass du selbst die Verantwortung für dein Pferd trägst und allein den Schaden hast, wenn etwas nicht gut läuft. Deshalb beendest du alles genau dann, wann du willst. Diese Stärke musst du aufbringen, wenn du möchtest, dass dein Pferd dir auf Dauer folgen mag.
     
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  7. Torin

    Torin Aktives Mitglied

    Dazu kann man leider nicht wirklich etwas sagen, ohne Dich und Dein Pferd live zu sehen.
    Es kann sein, dass Dein Pferd tatsächlich nach ca. 30 Minuten mit der Kraft am Ende ist und deshalb wehrig wird, weil Du mehr verlangst als es zur Zeit leisten kann. Wobei ich mir das zugegebenermaßen nicht so recht vorstellen kann, weil die Beschreibung Deiner Trabeinheit sich jetzt nicht besonders anstrengend und kraftraubend liest. Falls es sich aber doch so verhält, solltest Du Rücksicht auf Dein Pferd nehmen und die Einheit beenden bevor es dem Pferd zuviel wird.
    Die andere Möglichkeit ist, dass Dein Pferd die längere Schrittpause am langen Zügel als Ende der Reiteinheit verinnerlicht hat und sozusagen dann selbst bestimmt, dass mit Reiten/Arbeiten Schluss ist. Auf das Phänomenen trifft man bei Schulpferden häufiger mal. In dem Fall solltest Du allerdings darüber weg reiten bis Dein Pferd sich wieder kooperativ zeigt - und dann erst die Reiteinheit beenden.
    Um heraus zu finden, um welchen Fall es sich bei euch handelt, könntest Du Deine RL fragen. Oder Dich an einen anderen erfahrenen Pferdemenschen Deines Vertrauens wenden und den bitten, sich euer Problem einmal anzusehen.
     
  8. Huhn306

    Huhn306 Aktives Mitglied

    Warum hast du bei jemandem Unterricht, der völlig gegen dich arbeitet, also mit sehr viel Druck reitet? Warum nimmst du Unterricht bei so jemandem? Ein Reitlehrer kann doch auch nur das vermitteln, was er/sie selbst macht. Will ich fein reiten, suche ich mir ja jetzt auch keinen Reitlehrer, der grundsätzlich 30kg in jeder Hand hat. Macht ja überhaupt keinen Sinn.
    Da solltest du also als erstes ansetzen - denn nicht dein Pferd arbeitet gegen dich, sondern deine Reitlehrerin.
    Jemand gutes sollte übrigens auch erkennen, wann ein Pferd nicht mehr leisten kann. Ob das nach 10, 20, 30, 40, 60, 70 oder 80 Minuten ist, steht auf einem anderen Stern. Dein Pferd kann das wohl muskulär als auch vom Kopf her noch nicht länger leisten - da nun dagegen zu arbeiten und das Pferd zu überfordern zeigt nicht gerade von gutem Unterricht.

    Ich denke, dann wird sich dein "Problem" auch erledigen, da bin ich voll bei den anderen.
     
    Luki gefällt das.
  9. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

  10. Fini2701

    Fini2701 Mitglied

    Sie hat teilweise viel Energie und sie jeden 2. Tag an die Longe hängen damit sie dort rumbocken kann will ich auch nicht.

    10 min Schritt zum aufwärmen sehe ich schon als nötig an. Und ich trabe auch keine 15 min am Stück. Wie gesagt... viele Übergänge

    Ich bin sie währendessen auch geritten. Nur ist sie dann aufs Gestüt.

    Wenn sie an der Longe hängt und zu viel Energie hat, dann galoppiert sie ü. 30 min am Stück und lässt sich auch nicht mehr für Schritt gehen begeistern.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Okt. 2019
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