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Pferd bestrafen?

Diskutiere Pferd bestrafen? im Allgemein Forum; Hallo ihr lieben, ich mach mir jetzt schon so lange gedanken um das thema wann man ein pferd bestrafen darf? Ich selbst bin eigentlich total...

  1. Anja*

    Anja* Neues Mitglied

    Hallo ihr lieben,
    ich mach mir jetzt schon so lange gedanken um das thema wann man ein pferd bestrafen darf? Ich selbst bin eigentlich total dagegen und ich reite nach der devise, fehler ignorieren und die kleinste verbesserung loben. Aber das ist beim reiten, was mache ich im Umgang mit dem Pferd?
    Ich beziehe mich jetzt auf ein Schulpferd bei uns am Hof, das ist total brav beim reiten, nur letzes mal hat es mein pferd angegriffen als ich absteigen wollte, das andere mädchen hat ihn nicht am zühel festgehalten. Tja pferd ist auf die seite gesprungen und es hat mich am oberschenkel erwischt. Ich weiß ja dass pferde nicht bösartig sind und es nicht mich angreifen wollte, nur das hat es ja mit absicht gemacht, darf man ihm dann einen klaps auf das maul geben?
    Anderes Beispiel: Ich hab einer Mitreiterin geholfen, dieses Pferd aufzuhalftern, es ist eben total respektlos. Da kam der Futtereimer, Pferd steckt nase rein mit aller kraft, schleift mich mit und ich krieg ihn nicht mehr raus! Der Stallmeister hat ihn dann am Strick genommen und ihm voll eine verpasst, ich hab keine ahnung ob das richtig war! das pferd tut mir eigentlich voll leid weil es keine bezugsperson hat und eigentlich nichts für den schulbetrieb ist, aber was soll man dagegen machen? Es mag sich ja keiner darum kümmern weil es angeblich so bösartig ist.
    Wann bestraft ihr eure Pferde oder tut ihr es überhaupt?

    Freue mich auf Antworten!:smile:
     
  2. Furina

    Furina Inserent

    Bin definitiv gegen 'Klapse aufs Maul'... Das Risiko, dass das Pferd kopfscheu wird, ist groß!!
    Dagegen halte ich einen "Klaps" (keine Faust, sondern flache Hand!) auf die Schulter oder die Brust für ok. Aber nur in Verbindung mit einer tiefen und lauten Stimme, die das Pferd merken lässt, dass es etwas falsches gemacht hat.
    Zu deinem Problempferd: Ich denke nicht, dass da Bestrafung die richtige Lösung ist. Ein Dominanztraining wohl eher. Es muss akzeptieren, dass der Mensch es aufhalftern darf und dass es nicht rumläuft wie ein irres Pferd.

    Ich selbst bestrafe natürlich auch mein Pferd für Verhalten, die nicht angebracht sind. Hufscharren z.B., aber da reicht ein einfaches, tiefes "NEIN" und sie hört auf.
    Das Leben mit einem Pferd ist kein Gegeneinander sondern ein Miteinander. Wenn ich ein Kind ständig bestrafe und nie lobe, wird es nichts anders kennen. Deswegen halt ich auch mehr von loben, aber ich ignoriere keine Fehler. Mein Pferd tut das auch nicht!!
     
  3. sunny girl bln

    sunny girl bln Inserent

    Das sehe ich auch so. Ein pferd lernt am besten, durch viel loben. aber gerade bei solche dominanz problemen kann man nicht über die fehler hinwegsehen, das wird zu schnell gefährlich. ein pferd darf nicht auf ein anderes losgehen, wenn einer dazwischen steht!!! wenn das auf der koppel passiert und du dazwischen stehst ist das nicht mehr so lustg!::nah:
    Vorallem sollte man das mit stimme machen, oder mal nen kleinen klaps. das ist schon in ordnung, sollte nur nicht oft passieren. und man darf nicht brutal werden! wichtig ist, dass es schnell passiert. und eben mehr über loben als strafen...
     
  4. blue sky 08

    blue sky 08 Inserent

    allso mal ganz erlich mit einen kleinen klaps kommt man bei ein pferd ja nicht wirklich weit oder?für ein pferd ist das keine strafe mehr ein lob.das soll nicht heissen das ich meine pferde schlage aber wenn es mal sein muss gibt es doch schon mal was mit dem strick.ihr müst mal eure pferde auf der koppel beobachten die geben sich auch nicht einen kleinen klaps sondern beissen auch mal richtig zu.und wenn ich auf der koppel stehe und sie beissen sich dan gibt es richtig ärger weill das wirklich sau gefährlich werden kann:1:
     
     
  5. Shiraa

    Shiraa Inserent

    Ich schließe mich bluesky an: wenn der Leitstute irgendwas nicht passt, dann beißt und tritt sie auch heftig zu, um das untergeordnete Pferd darauf hinzuweisen, dass an dieser Stelle Schluss ist. Außerdem sind Pferde nicht ganz so zimperlich wie Menschen: beobachtet mal, wie sehr ein Pferd zubeißt, wenn es sich selbst einfach nur kratzt... Das heißt nun in konsequenz nicht, dass man das Pferd mit der Peitsche/Gerte verprügeln soll oder gar darf! Denn auch Furina hat Recht, man muss immer bedenken, dass sich Pferde solche Dinge natürlich einprägen und somit scheuen könnten. Außerdem: was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem andren zu!
    Man kann aber auch manchmal mit Tricks arbeiten. Wir hatten einen Hafi, der jedem in die flache Hand biss, der ihm ein Leckerli geben wollte. Es war schrecklich. Meine Oma sagte, ich solle ihm eine heiße Kartoffel hinhalten. Das habe ich gemacht... Resultat: beim ersten Mal das übliche Verhalten, bei der zweiten Kartoffel war er wesentlich vorsichtiger und die dritte (war eine kalte) tastete er vorsichtig mit der Lippe ab, bevor er sie sich nahm. Er biss nie wieder in irgendeine Hand... der gleiche Hafi wollte auch keine Hufe geben - er zerrte den Huf weg. Ein Schlag mit der flachen Hand in seine Seite und ein lautes "Hey" beendeten auch das - und ich glaube nicht, dass ihm das weh tat - er bekam nur einen Schreck (ähnlich wie ein Hund, den man mit einer Zeitung "schlägt" - von Schmerzen kann ja hier nun wirklich keine Rede sein)
     
  6. Tamara

    Tamara Inserent

    Jeden Tag hat ein Schulpferd einen anderen Reiter. Woher soll es wissen,d as es stehenbleiben soll, wenn der eine es durchgehen lässt, der andere einen leichten Klaps (also einen Streichler fürs Pferd) und der nächste dem Pferd einen richtigen mit der Gerte gibt?
    Das Pferd weiß nicht was es soll, denn immer zeigt der Reiter ein anderes Verhalten.
    Logisch, wenn dir jemand eine Ohrfeige verpassen würde, dann würdest du auch zurückspringen.
    Nein. Wofür willst du das Tier strafen ?
    Wenn du in einer Schlange mit Flip-flops an den Füßen steht , dein Vordermann tritt dir auf die Zehe und du springst deshalb dem Hintermann auf die Füße, was meist du , wie doof du gucken würdest, wenn dir der Vordermann, der dir auf den Fuß gelatscht ist , nochmal eine verpassen würde, weil du dem hinter dir stehenden auf den Fuß gesprungen bist.
    Das macht keinen Sinn.
    Geb lieber dem Mädel, was nicht in der Lage war , die Zügel festzuhalten einen mit, denn die ist schuld, nicht das Pferd.
    In dem Fall schon, denn auch wenn der Futtereimer kommt, darf das Pferd dich nicht umrennen oder hinterherschleifen. Wenn du dann nicht Grenzen aufzeigst, dann wird es immer schlimmer.
    Das Problem bei schulperden ist nur, das da jeden Tag andere rummachen, die immer anders reagieren.
     
  7. Lind

    Lind Inserent

    Wir haben ehrlich gesagt gar keine so großen Probleme mit den Pferden, weil sie ziemlich genau wissen, was die dürfen und was nicht.

    Bei mir ist aber die Regel ganz einfach: Wenn das Pferd mit gegenüber respektlos ist oder mich angreift, dann gibts eine vor den Latz. Da bin ich auch nicht zimperlich. Ich strafe aber nie, wenn das Pferd nichts dafür kann oder sich erschrickt. Strafe gibts wirklich nur bei Respektlosigkeit gegenüber mir.
    Guck dir mal an, wie Pferde miteinander umgehen. Der Ranghöhere droht kurz und wenn der Rangniedrige dann nicht reagiert knallts - und oft nicht zu wenig. Wenn der Rangniedrige aber auf die Drohung reagiert, dann passiert gar nichts.
    So ist das bei mir auch. Ich drohe und wenn das Pferd nicht reagiert, dann gibts schon mal einen kräftigen Klapps oder einen Stups mit dem Fuß.
    Das ist eigentlich sowieso ein guter "Trick", wenn das Pferd beim führen nicht genug Abstand hält. Da treten ranghöhere Pferde ja sofort nach dem Rangniedrigen. Wenn man das als Mensch mal gemacht hat (es reicht ein Tritt, den die Pferde spüren, keiner der verletzt!) und man hebt beim nächsten mal das Bein an halten die Pferde auch schon Abstand.

    Ich bin überhaupt der Meinung, dass Loben besser als Strafen ist. Wenn ich aber Strafe, dann rasch, kurz und nicht zu zimperlich. Strafen, die das Pferd nur abhärten, aber nicht wirken, kann man bleiben lassen. Damit macht man das Pferd nur noch respektloser.

    Wie hart man bei den einzelnen Pferden sein muss, wo ein Klapps nötig ist oder wo auch ein scharfes Wort reicht, ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich.
    Ich hab eine Stute, die reagiert auf ein scharfes Wort (noch) gar nicht richtig. Da ist meistens erstmal ein Klapps nötig - aber man merkt bei ihr schon, dass sie aufmerksamer wird und dass sie scheller und besser reagiert.
    Meinen Wallach hingegen darf ich nicht mal scharf anreden. Da ist ein leises, bestimmtes Nein schon fast zu viel, weil er sehr sensibel reagiert.

    Ein Patentrezept wie man reagieren sollte, gibt es meiner Meinung nach nicht. Man muss auf jedes Pferd eingehen und es muss auch zu einem selbst passen.
    Wichtig ist aber, dass man seine Linie konsequent durchzieht.

    Ich hab mir meiner - sicher sehr strengen und nicht grad zimperlichen - Methode gute Erfahrung gemacht. Die Pferde akzeptieren mich, sie wissen genau was sie dürfen und was sie nicht dürfen. Ich bin ihr Chef, sie vertrauen mir und reagieren auf ganz kleine Zeichen. Bei unseren erwachsenen Pferden wüsst ich gar nicht, wann ich das letzte mal mehr als mit einem bestimmten Nein hätte strafen müssen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Mai 2007
  8. Anja*

    Anja* Neues Mitglied

    Hallo, das verwundert mich jetzt wenn ihr euer pferd bestraft wenn es mit anderen pferden kämpft, ich mein das ist doch ein natürlicher trieb das kann man doch gar ned bestrafen, und wenn dann machen sie weiter wenn man wieder weg ist. Aber was bringt es mir wenn ich das pferd bestrafe und es dann beim nächsten mal angst vor mir hat, ist das ein entspanntes miteinander? Bestraft ihr eure Pferde auch beim reiten wenn sie eine lektion überhaupt nicht ausführen wollen oder macht ihr druck?

    Danke schon mal für die antworten!
     
  9. Lind

    Lind Inserent

    Es hat dich niemand geschrieben, dass er sein Pferd bestraft, wenn es mir anderen kämpft. Stell ich mir auch sehr schwierig vor. Da erwischt man die Pferde ja meistens nicht - und überhaupt würd ich mir Gedanken über die Herdenzusammensetzung machen, wenn es andauernd zu Rangeleien in der Herde kommen würde.

    Da verwechselst du was! Ein Pferd bekommt durch Strafen, die auf ein unerwünschtes Verhalten folgen und die in einem pferdegerechten (also in einem Maße, in dem auch ranghöhere Pferde strafen) nicht ängstlich. Das ist natürlich für sie und sie akzeptieren es. Sie akzeptieren dann auch, dass du der Ranghöhere bist. (Der Ranghöhere wird man aber nicht nur, indem man das Pferd bestraft. Das muss klar sein. Da gehört viel mehr dazu, aber eben auch, dass man das Pferd in seine Schranken weißt.) Der Ranghöhere bietet immer Sicherheit und da fühlen sie sich wohl und sind entspannt.
    Von unseren Pferden hat mit Sicherheit keines vor mir Angst. Dazu gehen sie viel zu viel auf mich zu und legen sich auch im Auslauf hin und schlafen, obwohl ich da bin und miste.
    Anders sieht es mit Sicherheit aus, wenn man ein Pferd verprügelt oder völlig ohne Zusammenhang straft.

    Nein. Es gibt immer zwei Möglichkeiten, warum ein Pferd eine Übung nicht macht.
    1. Es ist nicht motiviert.
    2. Es kann nicht (weil es nicht verstanden hat, was es machen soll, weil es Schmerzen hat...)

    Für keines dieser Dinge brauche ich ein Pferd bestrafen. Ich muss daran arbeiten.
    Druck ist so eine Sache - Druck erzeugt meistens Gegendruck.

    Wenn ein Pferd eine Lektion nicht machen will, dann geh ich ein paar Schritte zurück, fang mit den Grundlagen an. Taste mich langsam ran und wenns sein muss, dann lass ich das Pferd auch erstmal nicht aus, bis es wenigstens einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat und lobe es dann.
    Aber Zwang und Druck bringt meistens nichts.
     
    Laurinchen gefällt das.
  10. Laurinchen

    Laurinchen Sieger Bildwettbewerb Januar

    Ich strafe immer bei grober Respektlosigkeit oder einem Angriff vom Pferd. Also, zB so Situationen, Pferd versucht einen anzurempeln oder so Geschichten. Allerdings sollte man die "Grundregeln" beim Bestrafen nie brechen.
    1. Schnell sein. Also in 1-3 Sekunden nach der Tat. Ansonsten versteht das Pferd den Zusammenhang zwischen AKtion und Strafe nicht.
    2. Passende Strafe für die Tat und das Pferd finden. Kein hochsensibles Pferd bei einer kleinen Respektlosigkeit sofort treten o.Ä.
    3. Danach sofort wieder die allgemeine freundliche EInstellung zum Pferd deutlich machen.
    4. Nur dann strafen, wenn man sich sicher ist, dass das Pferd den Zusammenhang zwischen seiner Aktion und der Strafe versteht.
    Bei den meisten Pferden straft man lieber einmal zuwenig, als einmal zuviel.
     
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