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Pferd entzieht sich meinen Hilfen

Diskutiere Pferd entzieht sich meinen Hilfen im Dressur Forum; Hallihallo, Ich reite seit einem halben Jahr ein neues Pferd und habe einige Probleme mit diesem. Unser größtes Problem ist das "lenken", sprich...

  1. docquendt

    docquendt Neues Mitglied

    Hallihallo,
    Ich reite seit einem halben Jahr ein neues Pferd und habe einige Probleme mit diesem.

    Unser größtes Problem ist das "lenken", sprich gebe ich die Hilfen für das abbiegen auf den Zirkel z.B, dann reagiert es oft nicht. Da man den Fehler nicht beim Pferd suchen soll, suche ich ihn also bei mir. Aber soweit mache ich prinzipiell alles richtig. Ich lege den Schenkel verwahrend hinter den Gurt, drücke mit dem inneren Zügel Schwämmchen, begrenze mit dem äußeren Zügel und drehe meine Schulter leicht nach innen um mein Gewicht zu verlagern. Aber es rennt stur gradaus. Dann wurde mir gesagt ich solle mal übertrieben mit dem inneren Zügel in die gewünschte Richtung "ziehen", also nach innen "ausholen" (nicht reißen!) und sofort lockerlassen sobald es in die Richtung geht. Das klappt auch nur bedingt.

    Ich reite mittlerweile erstmal nur stupide mehrere Bahnen im Trab, weil sobald er aufgewärmt ist geht das alles 1000x besser und er reagiert dann auch viel feiner. Aber ich hätte gerne das von Anfang an dabei ist und vorallem das wir auch mal aus dem Schritt antraben können ohne das er ausbricht und ich einen verkleinerten Zirkel reiten muss.

    Habt ihr Tipps für mich (und das Pferd)?
     
  2. murphilu

    murphilu Bekanntes Mitglied

    Hallo docquendt, später am Morgen werden sich bestimmt qualifiziertere Leute melden und dir Tips und Anleitung geben. Ich will nur auch mal anmerken, was die Fehlersuche betrifft. Nicht immer ist der Reiter Schuld, auch wenn das die beliebteste Meinung ist. Es gibt Pferde, die Sachen einfahc nicht gelernt haben. Auch unter Bereitern gibt's Leute, die Pferde schnell schnell einreiten, damit das mit dem Weiterverkauf schnell geht und die Basics werden nicht beachtet.
    Für solche Art Probleme gibt es, mmn immer mehrere Komponenten. Der Reiterfehler, unpassende Ausrüstung, köperliche/medizinische Aspekte und ganz einfach fehlende Ausbildung. Die wenigsten Reiter können 100% perfekt reiten und die wenigsten Pferde erwarten das, behaupte ich. Aber wenn Pferd nicht gelernt hat, wie es damit umgehen soll/kann/muss, geht's halt nicht. Daher behaupte ich jetzt mal ganz krass, in deinem Fall, ohne irgendwas zu wissen. Für mich klingt das so, als hättest du da ein Pferd, das einfach gar nicht weiß, wie man Kreise geht. Das ist für Pferde, ist ja bekannt, nicht selbstverständlich. Da ist Basisarbeit gefragt. Pferd muss lernen was Stellung und Biegung bedeutet, es muss lernen auf einem Kreis die innere Schulter anzuheben, mit dem inneren Hinterbein unterzutreten und überhaupt verstehen, warum da einer am Mundwinkel rummacht und was das eigentlich heißen soll.
    Ich ducke mich jetzt mal weg, und du erzähl doch einfach noch ein bisschen von dem Pferd. Ists ein Schulpferd, eine Reitbeteiligung? Wie alt ist es, wer reitet es noch, wie wurde es bisher beritten. etc.
     
    Barrie und RioNegro gefällt das.
  3. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    kurz: such dir anderen unterricht! ;)

    nach der klassischen reitlehre ist einwirkung am inneren zügel unkorrekt. man drückt für eine richtungsänderung keine schwämchen am inneren zügel aus....
    der weg wird frei weg über die schulter nach außen. erst recht dann, wenn du dort jetzt noch mehr einwirken sollst.
    jeder zug am inneren zügel blockiert das untertreten des inneren hinterbeins. es dann somit nicht mehr last aufnehmen, wie dein pferd es aber für wendungen bräuchte.
    drehst du deine schulter nach "innen" (du meinst "zurück"?) knickst du vermutlich mit der inneren hüfte ein und dein gesäß wird nach außen zeigen.

    ein pferd ist stets spiegelbild seines reiters.

    dein pferrd zeigt dir, dsss du keine hilfen für eine erfolgreiche wendung gibst.

    über kurz oder lang braucht du einen trainer, der dir hilft.

    dass du so seltsame tips aus deinem umfeld bekommst - also dass du noch mehr innen ziehen sollst - spricht dafür, dass ihr da einen RL-mangel habt.
    auch, dass
    auch so was spricht für eine kontra-pferd-einstellung, die von einer erfahrenen person umgeletiet werden sollte.
    ist das ein verein bei euch da? könntest du dich an jemanden wenden mit der bitte, das RL-angebot aufzustocken,sodasss die reitausbildung mit erfolg gekräönt werden könnte?
    jeden monat so viel geld fürs pferd und dann keine gescheite hilfe ist ärgerlich.
     
    baobap gefällt das.
  4. aquarell

    aquarell Inserent

    probiere mal den inneren Bügel mehr auszutreten und gleichzeitig die innere Hüfte vor zu nehmen. Dazu dann auch wie Du schon geschrieben hast, den Oberkörper nach innen drehen.

    Das kann man ganz gut alleine auch üben, in dem man versucht ohne Zügel sein Pferd von der Bande weg zu bewegen und über die Diagonal zu wechseln, geht auch aus dem Zirkel wechseln. Wichtig dabei nicht in der Hüfte einknicken.
     
  5. Ich_1234

    Ich_1234 Neues Mitglied

    Hey:)
    Wie alt ist denn dein Pferdechen?
    Reiten ihn auch andere Leute mit? Und macht er es bei Ihnen auch, oder nur bei dir?
    Hat er es beim Ausprobieren auch gemacht? Also schon bei seinen vorherigen Besitzern?

    Denke das wären noch ein paar hilfreiche fragen :)
    Lg
     
  6. docquendt

    docquendt Neues Mitglied

    Also, der gute ist 16 und meine Reitbeteiligung. Die Besitzerin reitet ihn ebenfalls, ob er es bei ihr macht weiß ich ehrlich gesagt nicht, da sie halt am Stall ist wenn ich njicht kann und andersrum. Den Tip mit dem "ziehen" des inneren Zügels als Richtungsweisung kam übrigens von ihr. Sie meinte das er auch die Reitbeteiligungen davor gerne getestet hat. Wir hatten noch einige andere Probleme die mittlerweile aber behoben sind, sowas wie Hufe auskratzen etc. Das mit dem Schwämmchen drücken habe ich auch von der Besitzerin (hat mir am Anfang Unterricht gegegeben). Sie hat das Pferd in jungen Jahren mit 3 gekauft und ich denke das sie ihn deswegen auch viel mitausgebildet hat, weswegen ich mir von ihren Tips eigentlich viel erhofft habe. Das Pferd wird eher freizeitmäßig geritten, stand auf grund einer Sehnenverletzung ne ganze Weile bzw. durfte nur Schritt geritten werden. Im Schritt reagiert er superfein auf alles, manchmal sogar auf meine Gedanken (wenn ich mir denke jetzt ein Zirkel und dann biegt er plötzlich auf einen perfekten Zirkel), aber sobal wir traben wollen ist das alles vorbei. Das Pferd ist übrigens halbblind.
     
  7. Melli130

    Melli130 Fuchsfurminator


    Hmmm, schlagt mich, aber ich würde dahinter Arthrose vermuten:

    Pferd möchte nicht in die Wendung gehen- vielleicht Schmerzen auf gebogener Linie?
    Probleme nach Aufwärmphase deutlich reduziert- spricht deutlich für ein "sich einlaufen"
    Pferd ist 16- naja, da kommt schonmal das ein oder andere Zipperlein durch.

    Wie lange reitest du ihn warm, bevor ihr mit der Lösungsphase beginnt?
    Wie sieht deine Lösungsphase denn aus?
     
    GilianCo gefällt das.
  8. Anschi

    Anschi Aktives Mitglied

    Passt der Sattel, sind die Zähne und der Rücken in Ordnung? Wie ist das Pferd ausgebildet? Mein erstes Pferd war 9 Jahre alt und nur im Gelände bewegt, als sie zu mir kam. Dressur? kannte sie nicht - war ihr wurscht. Also hieß es nach Ausrüstungs- und Gesundheitskontrolle einfach bei Null zu beginnen und dem Tier klar machen, was sie sollte. Auch ein nicht passender Beschlag macht dem Pferd die Arbeit nicht eben leichter.
     
  9. murphilu

    murphilu Bekanntes Mitglied

    Es wäre wichtig, liebe Docquendt, wenn du der Besitzerin noch ein paar Fragen dazu stellen würdest, denn das ist nicht viel. Im Raum steht immernoch die Frage nach der genauen Ausbildung/Ausbildugnsstand, de rAusrüstung und dem Gesundheitscheck. Wie lange ist die Sehnenverletzung her, wie wurde danach aufgebaut. Was wurde aus den anderen Reitbeteiligungen? Schau doch der Besi auch mal beim Reiten zu, denn wäre auch spannend zu wissen, wie sie ihn reitet. Im Moment kann es noch wirklich alles sein. Meine Stute kann übrigens auch nicht gescheit laufen wenn es -3 grad hat, wie zur Zeit und es dauert gute 20 Minuten, bis sie sich normal bewegen kann. Auf welchem reiterlichen Stand bist du denn selbst? Es gibt Pferde, die machen ihre Aufgaben auch nur dann gescheit, wenn sie merken, dass ein Reiter drauf sitzt, der das auch wirklich verlangt und durchsetzen - ich hasse dieses Wort - zu können.
     
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    es wird hier für wendungen am inneren zügel eingewirkt. und als einzige idee stand im raum, die einwirkung am inneren zügel zuverstärken, ebenso scheint nach außen anstatt nach innen gesesssen zu werden.

    das pferd macht also genau das, was von ihm verlangt wird und mitnichten entzieht es sich den hilfen. es setzt die ihm gegebenen hilfen korrekt um.

    falsche hilfen verkehrt geben wird nur zur widerwehr bzw verspannungen des pferdes führen.

    das, was geändert werden muss sind die hilfen. dies am besten unter aufsicht eines geeigneten RL. denn alleine ist es schwierig.
     
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