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Pferd finanzieren im Studium, wer machts?

Diskutiere Pferd finanzieren im Studium, wer machts? im Allgemein Forum; Vielen Dank für Eure Antworten. Ich kenne von meinen Mitstudenten leider nur einen, der ein Pferd hat; der bekommt das gut hin, aber deswegen habe...

  1. rocher

    rocher Neues Mitglied

    Vielen Dank für Eure Antworten.
    Ich kenne von meinen Mitstudenten leider nur einen, der ein Pferd hat; der bekommt das gut hin, aber deswegen habe ich hier noch gefragt. Ich kann auch schlecht einschätzen, inwiefern Ihr euch mit dem Thema Medizin/Studium auskennt; nicht böse gemeint, aber ich höre von vielen Unbeteiligten, dass man bei Medizin den ganzen Tag mit Lernen beschäftigt wäre. Ich glaube nach 3 Jahren Studium kann ich zumindest einschätzen, wie viel Zeit ich für die Uni brauche und wie viel fürs Pferd übrig bleiben würde. Zumal ich auch der Meinung bin, dass ein Pferd mit genügend Auslauf nicht jeden Tag geritten werden muss.

    Wie viel Geld würdet Ihr denn monatlich für ein Pferd rechnen?
    In den 300 Euro sind Box, Futter, komplette Anlagennutzung (und Gelände) und Rausstellen/Reinholen inbegriffen. Reitunterricht ist bei einem Trainer ebenfalls inclusive, bei der anderen Trainerin 7 Euro. Auch hatte ich gehofft, dass ein junges Pferd erstmal ohne Vollbeschlag auskommen kann, auch wenn ich weiß, dass sich das ändern kann. Für größere TA-Geschichten wäre auch mehr als nur 1000 Euro auf dem Konto.

    Zum den Thema, dass ich noch jung bin, sich alles ändern kann, ich nicht weiß wohin mich mein Weg führt;
    Gibt es einen passenden Zeitpunkt zum Pferdekauf? Wer kann denn sicher sagen, wie sein Leben in den nächsten 20 Jahren aussehen wird? Vielleicht hat jemand ein konkretes Beispiel für einen Lebenswandel, in dem ein Pferd keinen Platz mehr hat? Ich kann mir das bei mir einfach nicht richtig vorstellen, auch Pubertät, Partys usw. haben meine Einstellung nie geändert.

    Ach, das ist schon eine schwierige Entscheidung.. *seufz*

    Andere RB ist kein Thema. Einerseits würde das ja an der stark eingeschränkten Entscheidungsfreiheit nichts ändern, andererseits würde ich erstmal gerne an diesem Stall bleiben und wenn man hier ein "besseres" RB-Pferd findet, hängen da Besitzer dran, die 100 Euro dafür wollen, dass man mit dem Pferd 2 mal pro Woche im Dressurunterricht reitet.
     
  2. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Beschlag ist doch unter normalen Umständen selten nötig. Beim Pferdekauf kann man ja auch darauf achten, dass die Beine grade sind. Auch wegen der Sehnen und Gelenke tut man eh gut daran, wenn man lange ein gesundes, belastbares Pferd haben will. Ändern sollte sich das dann auch eigentlich nicht mehr, grade ist grade. Lediglich bei Abnutzung oder Turnierzeugs könnten Eisen dann doch nötig werden, obwohl keine Korrektur der Füße nötig ist.
    Ausschneiden kostet hier um die 25€, Eisen vorne ab 50€, rundum ab 80€, alles mit Luft nach oben. Beschlagen sind die meisten etwa alle 6-8 Wochen dran, ohne Eisen kann es auch mal länger dauern.
    Tierarzt ist nicht viel, wenn das Pferd nichts hat. Impfung halbjährlich kostet mich 50€ pro. Mal Zähne machen ist meist um die 100€, aber wirklich notwendig ist das meiner Meinung nach oft auch nur alle paar Jahre. Krankheiten und Verletzungen sind unmöglich kalkulierbar.
    Unterricht ist eher teurer, etwa 30-40€ pro Stunde. Kann man sich teilen oder nur eine halbe Stunde reiten, bzw. Springstunden sind eh in der Gruppe.

    Für Ausrüstung gebe ich weit mehr aus als ich müsste, weil ich es so schön finde. Unterm Strich kann man aber eigentlich entweder einmal was Gutes kaufen und das hält ein Pferdeleben lang, oder man kauft öfter mal was günstiges. Arm macht einen das in der Regel auch nicht.
     
  3. aquarell

    aquarell Inserent

    da ich doch einige Medizinstudenten kenne, kann ich ganz gut einschätzen wie viel Zeit einem bleibt. In den ersten 6 Semestern mag das noch gehen, aber er wird nicht weniger vom Stoff und die Zeit wird knapper.

    zu dem Preis: für 300.- bekommt man hier kaum noch einen vernünftigen Stall. Die Boxenpreise liegen hier bei ca 400.- - 500.-.
    Ich habe da noch Glück, weil ich die Anlage in der Nachbarschaft nutzen darf und unsere Pferde am Haus habe.

    Ich hatte ja auch mal studiert, wenn auch nicht Medizin. Und ich weiß wie wenig Zeit einem in den höheren Semestern blieb. Zu Beginn war das auch alles gut, ich war viel zu hause und manche Tage nur für 2- 4 Stunden an der Uni. Aber ab dem 7. Sem. war das dann vorbei, dann war man oft von morgens bis abends an der Uni. Und danach waren noch Berichte zu schreiben oder Praktika vor zu bereiten.
    Für ein eigenes Pferd fehlte mir die zeit und für eine RB auch.
     
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  4. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Vor allem wirds bei Dir, wenn Du die Staatsexamen dann mal hinter Dir hast, nicht direkt besser. Da wird nochmal sehr viel Einsatz für sehr wenig Kohle von Dir gefordert.
    Deswegen würd ich auch eher abraten. Es wird deutlich besser, wenn Du das hinter Dir hast, warum nicht dann ein eigenes Pferd?
     
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  5. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich würde denken, wenn sie schon drei Jahre studiert, ist ihr der Umfang doch bekannt. Und wenn man Eltern hat, die notfalls einspringen... Ich seh das alles nicht so eng. Irgendeinen Weg gibt es immer. Und wenn nur die ein Pferd hätte, die auf jeden Fall bis an dessen Lebensende gesichert haben, dass sich nichts ändern wird, hätte ich keins. Ich bin 32 und mein Pferd 4. Könnte sein, dass ich den mit 52 noch habe. Woher soll ich denn jetzt schon wissen, wie viele Umzüge, Krankheiten, Schwangerschaften, Pleiten, Lebenswandel und Umstände mich bis dahin noch erwarten.
     
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  6. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Ja Horsti, dann weiß man es nicht, aber bei der TE kann man es abschätzen. Sind ja auch nur noch ein par Jahre.
    Im Endeffekt muss eh jeder selber wissen was er tut, ich würds nicht tun. :biggrin:
     
  7. blue sky

    blue sky Inserent

    Ich hab mein Pony während des Studiums gekauft. Ich wollte nur dieses Pony (kannte ihn seit seiner Geburt) und er sollte plötzlich verkauft werden, also hab ich es einfach getan. Mittlerweile hab ich das Pony 10 Jahre, er ist mit mir 700km durch Deutschland gezogen, mein Leben ist völlig anders gekommen, als ich es während des Studiums erwartet habe - aber das Pony ist immer noch da und schaut mich jeden Tag beim Füttern fröhlich an :)

    Du lebst jetzt :)
     
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  8. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    If I wrote down a hundred things,
    That I thought that I could do,
    By the time that I was 67.

    Would there be another list,
    Of 99 things that I missed,
    Just because I had a fear of failing?

    (c) Jose Vanders - Man On Wire


    Ich finde, es klingt soweit ganz gut kalkuliert.
    Bin auch eher der Typ "Machen", wenn man einen Wunsch hat.
    Und, solange man sich nicht völlig blauäugig in die Sache stürzt.

    Je stressiger es wird, desto eher braucht man einen Ausgleich.
    So sehe ich das.
    Mag sein, dass es manche egoistisch finden, wenn man sich dann ein Lebewesen als Ausgleich hinstellt, aber solange das Lebewesen Artgenossen, Bewegung, Witterungsschutz und Futter / Wasser vorfindet, ist es ein recht zufriedenes Lebewesen.
    In so einem Fall wie hier muss man eben echt gucken, dass man einen guten Stall findet, wo man auch in Stressphasen weiß, dass jemand nach dem Tier schaut und Ahnung hat, falls was sein sollte.

    Deswegen würde ich mir da bei der Suche schon Zeit nehmen, falls man noch nichts im Hinterkopf hat.
    Und dann hören, was der Bauch so sagt.

    Und logisch, wenn das Pferd paar Wochen für sich gewesen ist, aus dem "Training" raus, muss man es wieder anschieben und kann nicht direkt Karacho los legen, aber das wird ja, denke ich, klar sein.

    Also, ich würde tendenziell so jetzt sagen, dass es geht, im Studium.
    Unter den genannten Voraussetzungen.
    Und ich geh' halt mal automatisch davon aus, dass man das dann auch wirklich will und dann eben mit den Abstrichen leben kann, ohne sich dabei schlecht zu fühlen.
    Wenn man sich deswegen schlecht fühlt, war's ja nämlich nicht die richtige Entscheidung.
     
    *FrogFace* und GilianCo gefällt das.
  9. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Ich für meinen Teil schätze, das beurteilen zu können - Tiermedizin wird zumindest nicht weniger aufwändig sein

    Wäge es ab - gucke, wie viele Eventualitäten Du abdecken kannst mit Eltern und Freunden, und dann entscheide. Ich bin (leider? Zum Glück?) auch mehr so der Macher, auch wenn es manches mal nicht so vernünftig ist...

    via Firefox Mini
     
  10. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    sorry doppelt
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Sep. 2017
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