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Pferd galoppiert im Trab andauernd an

Diskutiere Pferd galoppiert im Trab andauernd an im Allgemein Forum; Hey Leute, bin neu hier. :smile: Tut mir echt Leid, dass der Thread so lang geworden ist, wollte nur alles halbwegs ausführlich erklären. Wäre...

  1. Lillith012210

    Lillith012210 Neues Mitglied

    Hey Leute,

    bin neu hier. :smile: Tut mir echt Leid, dass der Thread so lang geworden ist, wollte nur alles halbwegs ausführlich erklären. Wäre sehr dankbar für Rat.

    Hab mein Pferd nun seit etwa 4 Jahren.
    Bin total glücklich mit ihr. Läuft mir auf Schritt und Tritt nach, kommt mir von der Koppel entgegen, ist verschmust etc.

    Sie war etwa 7 als ich sie bekommen hab und war nicht perfekt ausgebildet, ich jedoch auch nicht.
    Im Moment haben wir einige Probleme beim reiten.

    1.) Das Aufsteigen. Meistens hält jemand gegen, damit sie nicht so viel Gewicht auf einer Seite tragen muss. Aber sie bleibt einfach nicht stehen. Sobald ich den Sattel anfass und Bein in den Bügel geben will marschiert sie los. Nicht böse, aber doch stört es. Ich würd es natürlich auch mit Aufsteighilfe versuchen, doch bei der bleibt sie auch nicht stehen.
    Hat wer eine Idee, wie sich das bessern könnte?

    2.) Sie ist sehr empfindlich im Maul. Doch alle paar Schritte reißt sie ihren Kopf nach unten bis kurz über den Boden. Im Trab stolpert sie dadurch öfters und im Schritt ist es auch nervenaufreibend wenn sie ihren Kopf gerade so halten würde, dass der Kontakt zu den Zügeln perfekt wäre und dann ist wieder alles weg.
    Wie kann ich ihr das abgewöhnen?

    3.) Und das wär auch mein Hauptproblem: Sobald ich sie antraben lasse wird sie Schritt für Schritt schneller und schneller und versucht (egal ob rechte oder linke Hand) immer öfter anzugaloppieren. Durch leichte rechts-links Zügelhilfen lässt sich das ein wenig verbessern oder wenn ich mich langsamer bewege als sie. Aber auf Dauer ist ihr das egal. Die Zügelparaden sind ihr egal, sie galoppiert langsam wie das tollste Dressurpferd los, nur damit sie überhaupt galoppieren kann. Und sobald ich einmal angaloppiert bin und eine, zwei Runden galoppiert ist das ganze noch schlimmer und sie trabt beinahe gar nicht mehr ruhig.

    Ich wäre echt dankbar für Hilfe.

    Lg Lillith
     
  2. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Hey Lillith,

    herzlich willkommen im Forum erstmal !!!

    Ich übernehme mal deine Nummerierung. Ist am einfachsten :1:

    1.) da hilft eigentlich nur üben, üben, üben. Wenn sie los geht - immer wieder zurück auf den Ausgangspunkt! Und zwar SOFORT! Und möglichst: wenn sie nach vorne weg geht. Anhalten. Und dann rückwärts (!) zurück zum Ausgangspunkt.
    Also nach Möglichkeit nicht erst noch eine Volte führen oder sowas.
    Sondern wirklich - sobald da ein Schritt nach vorne geht SOFORT korrigieren! Sofort das Bein zurück stellen lassen.
    Sei konsequent dabei, dann lernt sie das! So anstrengend das die erste Zeit ist - es lohnt sich schon!

    2. und 3.) Die Punkte 2 und 3 fasse ich mal zusammen. Weil ich glaube, dass die Ursachen gleich oder zumindest sehr ähnlich sind.
    Als erstes würde ich tatsächlich mal einen TA oder Osteo drauf schauen lassen!
    Warum?
    Sowohl das Kopf runter reißen als auch das Angaloppieren können Verhaltensweisen sein, um sich zu entlasten!
    Könnten z.B. auf ein Rückenproblem hinweisen.
    (Kopf tief dehnt den Rücken, entlastet damit auch etwas.)
    (Trab ist eine sehr gleichmäßige Gangart. Für Pferde mit zB Rückenproblemen o.ä. manchmal zu gleichmäßig und damit unangenehm. Galopp hingegen hat eine gewisse Schiefe. Dies ist für einige Pferde mit Problemen am Bewegungsapparat häufig einfacher.)

    Natürlich könnte auch sein, dass sie damit einfach durchkommt. Und es "nur" deshalb macht.
    Da würde ich dir schon empfehlen, dass du dir einen RL suchst und regelmäßig in Unterricht gehst mit ihr.

    Aber als erstes würde ich unbedingt den gesundheitlichen Aspekt abklären lassen!
    Erst wenn abgeklärt ist, dass hoffentlich alles ok ist, würde ich mir überlegen, wie ich das korrigieren kann.
     
  3. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Hallo Lilith.

    Mal so ne Frage, nimmst du Reituntericht? Ich finde es wäre sehr wichtig, so wie sich deine Probleme anhören. Im grunde sind sie alle nicht allzu schlimm, allerdings musst du die schuld wohl bei dir selbst suchen.

    Das du nicht so viel Gewicht auf die Seite ziehen möchtest finde ich sehr sehr löblich. Allerdings ist dazu die Aufsteighilfe am Hilfreichsten....
    Ich habe das mit meiner Jungen Stute so geregelt:
    Generell muss sie (auch beim Putzen) frei stehen. Das setzt viel Geduld und Bodenarbeit voraus. Beim Aufsitzen wird so lange korrigiert, bis sie stehen bleibt. (Geduldsprobe! ) also wenn du aufsteigen möchtest, und dein Pferd geht nach vorne mit links, dann wird der linke Fuß wieder in die Ausgangssituation zurück befordert. Das kann länger dauern oder eben auch nicht.... Das gleiche Muster gilt natürlich auch für nach rechts, zurück und und und.


    Das ist eindeutig ein Sitz Fehler. Du musst mit deinen Gewichts- und Schenkelhilfen das Tempo angeben. Treib in deinem Takt! Nicht in ihrem. Und wenn sie schneller wird, dann sitz dagegen. In deinem Takt weiter treiben! Außerdem könntest du dafür Tempi Unterschiede in der jeweiligen Gangart üben. Allerdings würde ich im Schritt beginnen.

    Wenn Sie also nach dem Galopp wieder unter deinem Hintern davon rennen möchte, dann sitz richtig im Sattel, spann deinen unteren Rücken und die Bauchmuskel an, Treib in deinem Takt und Tempo und lass die Fäuste stehen. Nicht rechts links zupfen. Das ist nicht sehr schön und auch nicht die richtige Art. Wenn sie wieder ruhiger wird, dann lass im Rücken und Bauch auch gleich wieder los, gib in den Händen nach und dann könntest du sie wieder in ein flotteres Tempo schieben. Nur ein paar tritte. Danach gleich wieder Rücken und Bauch anspannen und das Tempo mit dem Sitz raus nehmen.

    Außerdem solltest du wirklich unbedingt Reitunterricht nehmen!!!

    *hui hubsi* Rio, da haben wir uns wohl überschnitten!!! :wink:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Mai 2011
  4. Lillith012210

    Lillith012210 Neues Mitglied

    Dass ich das Problem bei mir suchen muss ist mir durchaus klar (bin natürlich nicht stolz drauf, aber beheben möchte ich die Probleme natürlich trotzdem).

    Ja dann werd ich das mit dem andauernd korrigieren wohl üben,üben,üben.

    Frei stehen ist eigentlich weder beim putzen noch sonst was ein Problem. Ich kann sie unangebunden am Putz- oder Waschplatz stehen lassn, muss ihr zeigen, dass sie mir nicht nachzulaufen hat und sie wartet und freut sich wenn ich wieder da bin.

    Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass das mit dem galoppieren an der Longe ÜBERHAUPT kein Problem ist. Sie geht langsam Trab, normal und schnell, galoppiert ruhig an, etc. .

    Das mit dem gesundheitlichen Aspekt werde ich mir durchaus auch mal ansehen. Glaub ich jedoch eher weniger, da sie (wenn sie will) durchaus schön, lang Trab gehen kann ohne anzugaloppieren (auch mit Reiter). Ich glaub es ist eher weil ich durch Kopf hinunter ziehen den Zügelkontakt verliere und danach ist der Kopf wieder ganz oben. Aber genauso kann sie das auch mal ne Stunde nicht machen oder so.

    Naja ich bin in nem Privatstall und der Besitzer unterrichtet mich schon ab und zu, jedoch hat seine kleine Schwester das Wochenende Turnier und dadurch, dass wir 2 öfters zusammen reiten ist sie eher wichtiger im Moment (versteh ich eigentlich).
    Aber sonst gibt er mir schon ab und zu Unterricht oder korrigiert einige Sachen. Diese Woche hat er sich drauf gesetzt auf sie (15 Minuten) und ja, sie trabte auch SEHR schnell, aber das mit dem Galopp hat er einigermaßen im Griff gehabt und sie war danach verschwitzt wie nur. (Deswegen denk ich das mit dem Gesundheitsproblem auch weniger - weil er sie schon ziemlich schön geritten hat)

    Lg Lillith

    Wär es denn einen Versuch wert sie 4,5 Runden galoppieren zu lassen? Sprich damit sie "sich mal ausgaloppiert". Nicht unbedingt bis sie nicht mehr kann, aber halt mal wieder "darf"..
    Hoff ihr versteht mich. Ich hab galoppieren bis jetzt nämlich immer vermieden, weil sie danach (1, 2 Runden 40x40 Reitplatz) nicht mehr zu halten war.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Mai 2011
     
  5. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Na wenn sie wirklich gesund ist - um so besser!

    Wobei auch das Weiterlaufen beim Aufsitzen ein weiterer Hinweis sein KÖNNTE, dass da doch etwas zwickt und zwackt.
    Zumal du ja schreibst, dass sie eigentlich diesbezüglich ganz gut erzogen ist. Und beim Putzen etc. problemlos steht.

    Wenn sie dieses Verhalten nicht immer zeigt und manchmal durchaus auch schön im Trab bleibt - heißt das leider noch lange nicht, dass wirklich alles in Ordnung ist.

    Es muss nichts sein. Aber ich finde schon, dass man VOR der Korrektur wissen sollte, dass tatsächlich nichts ist.

    Vielleicht hast du ja sogar mal ein kleines Video?!? Denn wenn man den Bewegungsablauf sieht, kann mans schon wesentlich besser beurteilen.

    Übrigens, wenn sie bei dem Stallbesitzer "geschwitzt hat wie nie" und sie im Trab "SEHR schnell" war - ist das für mich eigentlich ein ganz deutlicher Hinweis auf extremen Stress!
    Nicht unbedingt auf gute Arbeit...

    Aber, wie gesagt, auch das kann und will ich NICHT beurteilen :nah:
    Nur, wenn ich das lese, kommt mir das natürlich schon sofort in den Sinn...

    Neben gesundheitlichen Ursachen kommen mir auch sofort Dinge wie Balanceprobleme, Muskelprobleme, mangelnde/noch nicht ausreichende Muskulatur etc. in den Sinn.
    Und natürlich, dass deine Stute "einfach" gelernt hat, dass sie damit ganz gut durch kommt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Mai 2011
  6. Lillith012210

    Lillith012210 Neues Mitglied

    Video hab ich leider keins, tut mir Leid.

    Natürlich kann es sein, dass sie Rückenprobleme hat. Kann ich denn das irgendwie auf Warscheinlichkeit prüfen bevor der TA kommt??

    Z.B. Mit den Händen an der Wirbelsäule entlang oder ähnliches??

    Danke :smile:
     
  7. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Generell ja, aber denkst du, dass es recht sinnvoll ist, wenn du das tust? Weist du denn wie viel Druck du ausüben darfst um das zu testen?

    So was kostet nicht viel. Du kannst deinen TA ja einfach mal darüber Informieren, und wenn er das nächste mal in der Nähe ist, kann er drauf schauen.

    Hattest du schon mal einen Osteopathen da?

    An der Longe wird es vermutlich weniger ein Problem sein, da du dich dann voll und ganz auf deinen Sitz und deine Hilfengebung konzentrieren kannst. Das ist natürlich in der Bahn schwerer.
     
  8. Duifje

    Duifje Inserent

    Jap so habe ich es mit meinem auch gemacht...wenn er stand gabs die ersten male ein Leckerli und Lob von oben...allerdings hat er nicht jedes mal ein Leckerli bekommen, damit er sich nicht angewöhnen konnte das dies immer so ist.. inzwischen kann ich die Zügel beim aufsteigen auf den Hals legen und er bleibt brav an der Aufstieghilfe stehen ohne sich zu bewegen :) Dauert eben nur etwas
     
  9. Lillith012210

    Lillith012210 Neues Mitglied

    Sind ja schöne Aussichten, dass das mit dem Aufsteigen hinzubekommen ist. :biggrin:

    Und ja, du hast wohl recht, dass ich das lieber lassen sollte. Osteopathen hatte ich noch nicht da, nein.

    Aber wie gesagt, trotz allem kommt es mir eher so vor als macht sie es um den Zügeln "zu entkommen".

    Ich werd heut mal fragen, soweit ich weiß ist der Tierarzt heute oder morgen im Reitstall, da ein Pferd geimpft werden muss für ein Turnier. Fühlt der sowas denn eher schnell oder dauert diese Untersuchuchung länger?

    LG Lillith
     
  10. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Sollte wirklich was an der Wirbelsäule sein, fühlt der das recht schnell.

    Das Problem ist dabei, dass sie dir auf dem Zügel liegt. Das kannst du ändern, in dem du (wie ich oben schon geschrieben habe) sie dir mehr ans Bein holst. Tempiunterschiede, Übergänge usw.
     
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