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Pferd ging im Gelände durch - seit dem Probleme

Diskutiere Pferd ging im Gelände durch - seit dem Probleme im Allgemein Forum; Hallo zusammen :) Ich habe schon etwas länger eine RB auf einer 10 jährigen Halbblutstute. Die Stute hat viel Temperament, ist manchmal sehr...

  1. minula

    minula Neues Mitglied

    Hallo zusammen :)

    Ich habe schon etwas länger eine RB auf einer 10 jährigen Halbblutstute. Die Stute hat viel Temperament, ist manchmal sehr eigensinnig und testet ihre Reiter stark aus. Als ich die RB angenommen habe, hatte ich die Hoffnung dass ich damit schon fertig werde und wir uns nach und nach einspielen werden. Und anfangs lief es auch gar nicht mal so schlecht. Doch dann ist sie mit mir aus heiterem Himmel im Gelände durchgegangen und hat erst wieder beim Stall halt gemacht (wir waren jedoch eh noch nicht weit vom Stall entfernt). Das wollte ich ihr eigentlich nicht durchgehen lassen und deswegen bin ich wieder los geritten, obwohl ich schon ziemlich aufgelöst war. Schlussendlich hat sie das gleiche dann nochmal abgezogen, weshalb ich dann abgestiegen bin und sie lediglich auf dem Platz "Korrektur" geritten bin.

    Seit dem hat sie aber glaube ich gemerkt, dass sie mit der Nummer ganz gut durchkommt bei mir. Vor dem Vorfall wollte sie im Gelände auch öfters mal umdrehen und wieder zurück. Aber da lies sie sich noch ganz gut händeln und nach ein paar Volten und ein bisschen Geduld war man wieder auf Kurs. Aber seit diesem Vorfall macht sie öfters einfach Kehrtwenden, trabt an und wird nur noch schneller, je mehr ich versuche sie durch eine Volte wieder zurück zu treiben. Sie lässt mich also komplett verhungern und ich fühle mich immer ein bisschen ausgeliefert. Das einzige was mir dann übrig bleibt, ist ruhig bleiben und durchparieren. Sobald das geklappt hat, versuche ich sie dann wieder in die andere Richtung zu treiben. Sie wehrt sich dann immer extrem gegen die Biegung, weshalb ich immer das Gefühl habe, dass ich sie nur wenden kann, wenn ich die Zügel extrem kurz nehme und ihr extrem im Maul reiße. Andernfalls reißt sie mir die Zügel einfach aus der Hand und trabt wieder an. Je energischer ich werde, desto schneller wird sie. Ich fühle mich dann furchtbar, dass ich sie so reite, aber anders funktioniert es in dem Moment überhaupt nicht (und manchmal funktioniert ja nicht mal das).

    Auf dem Platz habe ich dann ab und zu das gegenteilige Problem: Sobald sie irgendwann keine Lust mehr hat, lässt sie sich nicht mehr antraben und bleibt irgendwann komplett stehen. Da hilft dann rein gar nichts - kein vehementes Treiben, keine Gerte und auch nicht das Erheben der Stimme.

    Sie nimmt mich also überhaupt nicht für voll. Wie kann ich das ändern und wie soll ich in den Situationen reagieren?

    Ich reite zwar schon seit meiner frühesten Kindheit, aber derartige Probleme hatte ich nie und es war für mich auch immer nur ein Hobby was nebenher lief. Dementsprechend bin ich wahrscheinlich auch keine besonders gute Reiterin.

    Ich würde mich sehr über Ratschläge freuen!
     
  2. Wuzel

    Wuzel Mitglied

    Hallo minula,

    erstmal willkommen hier im Forum :)

    Darf ich Dir einige Fragen stellen? Wie lange reitest Du die Stute schon?
    Macht sie die Spirenzien auch bei dem/der Besitzer/in? Die wären für mich die ersten Ansprechpartner, wenn ich mit einer RB Probleme hätte.
    Manchmal muß man sich selbe gegenüber auch ehrlich sein und es für den Tag gut sein lassen. Ich bin auch der Meinung, das man mir nicht auf der Nase rumtanzen sollte, aber wenn ich selbst einen Puls von 180 habe, nutzt es nichts - verschieben ist besser als verschlimmbessern.
    Zur Platzarbeit - die gleiche Frage : wie verhält sie sich unter dem/der Besitzer/in?
     
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  3. minula

    minula Neues Mitglied

    Danke :)


    Ich reite die Stute seit einem knappen halben Jahr.
    Dass sie im Gelände ab und zu mal umdrehen möchte, macht sie tatsächlich bei jedem, also auch mal bei der Besitzerin. Aber bei ihr hat sich das dann mit einer Volte erledigt und dann gehts sofort weiter. Dass sie so energisch gegen den Reiter ankämpft und sogar in den Trab fällt, macht sie tatsächlich nur bei mir. Sie ist auch vorher noch nie mit einem Reiter durchgegangen.

    Auch die Probleme auf dem Platz hat ihre Besitzerin nicht, weeshalb sie mir auch nur schwer Tipps geben kann. Wenn ich reite und sie dabei ist, braucht sie nur den Finger leicht krümen und die Stute "gehorcht" dann auch, wenn ich drauf sitze. Aber sie kann ja schlecht immer daneben stehen. Und man muss dazu sagen, dass es auf dem Platz nicht immer so schlimm läuft. Es gibt auch Tage an denen sie gut mitarbeitet. Und diese Problemchen auf dem Platz haben sonst auch andere mit der Stute (Schwester der Besitzerin, die auch öfter reitet; andere Reiterin aus dem Stall). Somit bin ich immerhin damit nicht ganz alleine.

    Ich finde einfach nichts schlimmer als ein Pferd, dass einen einfach unterbuttert. Und mir fällt es auch sehr schwer nach so einer "Niederlage" abzusteigen. Da lass ich in der Regel nicht locker, bis sie eben doch noch nachgegeben hat. Und ich glaube nach wie vor, dass es ein Fehler war abzusteigen, nachdem sie damals durchgegangen ist :(
     
  4. Noone

    Noone Mitglied

    Nimmst Du Unterricht mit ihr?
     
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  5. minula

    minula Neues Mitglied

    Nein, ich nehme keinen Unterricht. Dass das sinnvoll wäre, ist gar keine Frage. Ich könnte es mir bloß einfach nicht leisten.
     
  6. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Ich würde sagen das läuft darauf hinaus, dass du mit ihr Unterricht nehmen musst. Je früher desto besser.
    Falls dir das zu teuer ist, würde ich ein anderes RB Pferd suchen, was eben brav ist und nicht den Reiter ständig testet.
     
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  7. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Das Pferd ist ein Fluchttier. Mit dem geistigen Potential und der Logikfähigkeit eines Fluchttieres. Es will dich nicht testen. Es buttert dich auch nicht unter. Es versteht nicht, was du von ihm willst, du kannst ihm aufgrund deiner vermutlich zu widersprüchlichen körperlich-willentlichen Kommunikation die Sicherheit nicht geben, die es braucht, um alleine mit dir vom Stall wegzugehen. Es hat Angst, es fühlt sich unwohl und alleine und du kannst ihm nicht helfen. Im schlimmsten Fall verursachst du selbst große Anteile seiner Unsicherheit durch deine Unberechenbarkeit.

    Achte auf dein Pferd, horche hinein, tu Dinge mit ihm, die ihr in Ruhe und Souveränität schafft. Kämpfe nicht gegen den blöden Bock, sondern hilf dem ängstlichen Tier.

    Oder suche dir ein selbstbewussteres Pferd, das seine Wege kennt, sich nicht so leicht beeindrucken lässt und dich wieder mit heimbringt.
     
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  8. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    In meinen Augen ist das kleben.
    Das Problem sehe ich eher darin, das durchgehen ist nur die Folge davon und hat nichts mit Fluchttier zu tun.
    Die entzieht sich damit einfach und hat gemerkt das es bei diesem Reiter funktioniert.
    Ist jetzt halt die Frage ob es am Reiterlichen Niveau liegt, oder ob das Pferd halt such noch unrittig ist.
    Da die das bei jedem zumindest versucht, tippe ich auf unrittig.
    Da sollte Unterricht tatsächlich helfen.

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  9. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Von mir auch noch ein Willkommen hier. :)

    Es kann Angst sein, aber es kann genauso gut sein, dass die Stute sich einfach denkt: Daheim warten Futter, Entspannung und Freunde, was soll ich mit dir hier dumm durch den Wald schlappen?

    Manche Pferde sind nett und spielen ihre körperliche Überlegenheit nicht aus, auch wenn der Mensch keine klaren Signale gibt, andere eben schon.

    Für uns ist es Entspannung, für den Energiesparer Pferd ist es wohl öfter mal vollkommen unlogisch, was wir uns so alles ausdenken. Alles Dinge, die Kraft und Energie kosten.
    Wir machen uns also erstmal selten beliebt.

    Die Stute scheint auf jeden Fall charakterstark zu sein und ein halbes Jahr ist ehrlich gesagt noch keine so lange Zeit.

    Aber ich glaube, jetzt ist so der Punkt, wo du dich entscheiden müsstest.

    Ob dir die Stute es wert ist und die Besitzerin dich darin unterstützt, euch gemeinsam durchzukämpfen (das können Jahre werden, bis man sich richtig aufeinander eingeschossen hat). Und Unterricht wäre wahrscheinlich eine große Hilfe.
    Oder ob du das Gefühl hast, dass es generell zwischen euch einfach nicht passt.

    Ich habe jetzt seit 14 / 15 Jahren RB's an 4 Pferden gehabt und davon war nur ein Pferd dabei, das ein, von Tag 1 an, total umgänglicher Menschenfreund war.

    Der war ehrlich gesagt grottig ausgebildet worden und konnte nicht viel und das, was er konnte, war falsch antrainiert bzw. nicht richtig gefördert worden.
    Hat etwas gedauert, ihn aus dem falsch gelernten Bewegungsmuster zu bekommen.

    Aber das war so ein Herzchen, der einfach riesen Interesse an Menschen hatte, dass man mit dem total flott ohne Probleme alles machen konnte.
    Der wirkte immer fröhlich, gut gelaunt und hat nichts hinterfragt.

    Die anderen Pferde hatten alle so ihre Gewohnheiten und pferdigen Ansichten, die den Anfang mitunter sehr schwierig gestaltet haben.

    Meine jetzige RB (seit 8 Jahren) ist auch ein Pferd, das sich seiner Kraft und Fähigkeiten sehr genau bewusst ist und wenn der zu etwas keine Lust hat, dann lässt er einen völlig verhungern. Laut werden, Gerte, Sporen, das verschlimmert die Situation nur, weil er dann sagt: Leck mich doch, kleiner Mensch - und dann einfach abdampft (reißt sich los oder legt sich aufs Gebiss und startet durch) oder sogar richtig grantig wird.

    Da er alleine im Gelände schon immer die größten Probleme machte, konnte ich keinen Unterricht damit nehmen, denn sobald jemand nebenher lief oder ein anderes Pferd dabei war, war er das gechillteste Tier und ist so ziemlich überall hin gegangen.
    Also war es ein Probieren und Lernen über Jahre, mit dem Thema umzugehen.

    Ich würde im jetzigen Zustand überhaupt nicht mehr alleine ausreiten, sondern erstmal nur Dinge machen, von denen du weißt, dass sie klappen bzw. vielleicht entdeckst du sogar (mithilfe der Besi) neue Dinge, die der Stute Spaß machen.
    Ich hab die ersten Jahre sehr viele unterschiedliche Kurse gemacht, alles vom Boden aus.
    Hab Reitstunden genommen.
    Hab das Pferd besser kennen gelernt.

    Bin dann nach und nach, wenn ich mal ein gutes Gefühl hatte, immer wieder kleine Runden alleine raus gegangen.
    Irgendwann kennt man das Pferd so gut, dass man aus 200 m Entfernung schon sagen kann: Ah, heute ist er / sie gut drauf und hat einen langen Geduldsfaden, da können wir es wagen.

    Oder: Okay, heute bleiben wir besser am Hof und machen was, das uns leicht fällt.
    Oder man putzt halt nur und verbringt etwas Zeit und hakt den Tag ab.

    Es wird immer wieder Rückschläge oder Momente geben, in denen es schwieriger wird, aber man lernt, die Situationen frühzeitig abzuschätzen und vor allem lernt man, damit umzugehen, ohne selbst Stress zu bekommen.

    Diese Kämpfe, die ihr da gerade führt, bringen überhaupt nichts, denn die Stute lernt nichts daraus, du bist total frustriert und schlimmstenfalls setzt sie dich irgendwann noch unschön ab, oder sie verletzt sich selbst dabei. Du wirst immer den kürzeren ziehen, wenn das Pferd auf etwas keine Lust hat. Warum auch immer es dann weg will.

    Tut mir leid, dass der Text jetzt so lange geworden ist. Du bist auf jeden Fall nicht alleine mit dem Problem und das ist nichts, dass man mal eben so schnell nebenbei beheben kann.

    Aber wenn du Lust und vor allem die Geduld hast, wirst du dir von der Stute wahrscheinlich für den Rest deines Reiterlebens extrem viel mitnehmen können und sicher auch sehr viele gute Eigenschaften finden, die das Pferd eben zu etwas besonderem machen. :)


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  10. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Herzlich willkommen hier auch und sorry, wärst du meine rb...das mit dem wild rumziehen im Gebiss! Ich würde dir erstmal den Marsch blasen!

    Und deiner besi auch gleich!

    Man kann keine rb so alleine lassen, dass mein Pony dann für leiden muss!

    Geht für mich null! Kannst du jetzt echt nix für! Zum teil! Dann nimm Unterricht mit dem pferd, oder, was ich für Pflicht halte, frag die Besitzerin!Pflicht von ihr! Nicht deine!
    ich persönlich...möchte eine gute rb!
     
    Princess of Diamond gefällt das.
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