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Pferd hasst Hallenarbeit und galoppiert falsch

Diskutiere Pferd hasst Hallenarbeit und galoppiert falsch im Allgemein Forum; Hey, nachdem ich ja nun schon etwas länger abstinent war, möchte ich mich erneut mit einer mir sehr wichtigen Frage an Euch wenden: Mein...

  1. Kleines Ich

    Kleines Ich Neues Mitglied

    Hey,

    nachdem ich ja nun schon etwas länger abstinent war, möchte ich mich erneut mit einer mir sehr wichtigen Frage an Euch wenden:

    Mein Pferdchen wurde im Gelände angeritten und kennt Halle und Co. nun erst seit 8 Monaten, wobei wir da mehr Bodenarbeit gemacht hatten (was früher in den alten Ställen kaum möglich war).
    Jedenfalls, er wird nach dem LK gearbeitet und trabt mittlerweile am Kappzaum in Dehnungshaltung, schön aktiv.

    Nun wollten wir das, aufgrund eines kleinen Turniers im Ort, auch aktiv auf das Reiten übertragen (ich reite lieber im Gelände, Halle/Platz finde ich leider sehr.. einengend und langweilig).
    Da merkte ich, dass er linke Hand nicht richtig anspringt. Immer Außengalopp.

    Es probierten sich mehrere Reiter, Fazit: Steif.
    Zahnarzt, Osteopath, alles da. Nun ist er "Grundsaniert".
    Osteo war Ende Juli, Zahnarzt vor 9 Tagen.
    Sattel ist neu, Lederbaum, paßt.

    Jedenfalls sollte ich dann mit Ausbindern longieren, dies tat ich, mit Dreieckern. Er lehnte sich dort nicht an, lief aber wie üblich v/a.
    Galoppieren klappte auch gut, er sprang beide Hände korrekt an. Gegen das Rennen nach dem Galopp hatte ich eine schräge Stange und eine Bodenstange gegenüber auf dem Zirkel liegen, Galopp nach der Schrägstange bis zur Bodenstange, und umgekehrt, damit er flüssig weitertrabt, alles wundervoll.
    Dann, mit einem Mal, Vollbremsung, Kopf im Nacken, Dreiecker auf Vollspannung (obwohl lang!) und ein Pferd, das sich im Maul rumzerrt. Hatte Longe Gott sei Dank am Kappzaum.
    Dies tat er nur auf der linken Hand, immer wieder. Ohne Ausbinder tat er es auch, da trieb ich ihn aber mit der Peitsche mal aktiv vorwärts und er ließ es bleiben.
    Am nächsten Tag machte er das auch rechte Hand.
    Daher longierte ich nur noch ohne..

    Gestern war dann unser erster Reittag wieder.
    Es war grausig. Beim probeweise longieren mit Sattel + Kappzaum v/a... beim reiten die Katastrophe: Hirschen, glotzen, jedem Pferd nachwollen, abkürzen, rennen, beim angaloppieren linke Hand schmiss er den Kopf wirklich extrem hoch (Martingal...? Wär dafür grad echt eine Idee...) und war wieder im Außengalopp. Rechte Hand lief er dafür richtig angenehm, aufrecht durch den Zirkel und wollte garnicht mehr aufhören.
    Das ist also das EINZIGE was besser war.
    Bin dann frustriert ins Gelände, wo er schwungvoll vorwärts galoppierte (schätze aber Rechtsgalopp).

    Ich verstehe einfach nicht, wo das Problem liegt. Ich probiere schon viel, andere mit, aber linke Hand unterm Reiter geht garnicht im Galopp.
    Entlastungssitz, Außenstellung, Innenstellung, mehr zurücklehnen, mit der Gerte antouchieren, über Stange und dann..
    Ich mein, man merkt, Halle findet er langweilig, läuft unmotiviert herum, egal was ich einbaue, im Gelände gehts dann flockig vorwärts.

    Aber warum reißt er nun, nachdem alles wieder ok ist, den Kopf so hoch?
    Das hat er vorher nie getan..
     
  2. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Hallo Kleines Ich,

    Wie alt ist denn dein Pferd (oder hab ich das überlesen)?

    Hat der Osteo denn irgendwas zu bemängeln gehabt?
     
  3. Kleines Ich

    Kleines Ich Neues Mitglied

    Er ist 7, angeritten wurde er mit fast 5.

    Osteo sagte, blockierte Hüfte, dadurch kürzertreten und verspannen des Rückens (er war dort sehr empfindlich, ging förmlich in die Knie... allerdings war er beim reiten immer super artig, BIS auf das falsche angaloppieren).
    Außerdem war der Kiefermuskel durch das Zahnproblem (Haken jeweils am 1. und letzten Zahn, sodass der Kiefer fest war) verspannt.

    Die Osteo meinte außerdem, er hätte zu viele Muskeln an den Schultern, er würde sich zu sehr mit der Vorhand vorziehen.. davon habe ich aber bisher nie ws gehört.

    Im Schnitt reite ich 3-4x die Woche, davon eigentlich immer Gelände, viel Berge, unterschiedliche Böden, Gewässer, viel Trab, Galopp, ansonsten meist 1-2x noch longieren, Bodenarbeit (Freiheitsdressur) und Zirzenische Lektionen.

    Er konnte vor der Osteopathischen Behandlung den Rücken garnicht richtig "hoch" machen (Sie hat am Po langgestrichen, darauf senkte er den Po und wölbte den Rücken).
    Das macht er jetzt super gut, ist schon fast gruselig :twitcy:

    Ansonsten arbeite ich grad am Kappzaum wieder vermehrt am Schulterherein auf gerader Linie (dank LK kam das ja vermehrt durchs übertreten auf der gebogenen Linie).

    Schenkelweichen läuft er im Schritt und Trab so gut, das unsere Dressur-Reiter-Kompanie schon verlegen guckt.. aber Galopp?
    Wird schon getuschelt, scheiß Pferd, kann nichtmal galoppieren.. *sfz*
     
  4. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Die Halle ist enger und kleiner als das Gelände. Da fällt es so manchem Pferd dann doch schwer, sich richtig auszubalancieren, wenn es das nicht kennt. Pferde werden gerne eilig, weil sie ihrer Balance hinterher rennen, oder weil sie sich der Lastaufnahme entziehen. Es klingt mir so danach irgendwie ...
     
     
  5. Kleines Ich

    Kleines Ich Neues Mitglied

    Das dachte ich auch. Aber auf unserem Platz (hatten 2009 für 7 Wochen einen klitzekleinen Reitplatz mit 15x30m ca.) klappte es damals auch.
    Außerdem rennt er nicht, er galoppiert selbst im Außengalopp ruhig und gesetzt, hat sogar teilweise beim Traben angefangen, Zeitlupenartig zu galoppieren, aber eben Außengalopp.
    Wäre es ein Problem mit dem Gleichgewicht, müsste er das ja doch auch auf der rechten Hand haben, oder? Denn da lief er, wie beschrieben, so sauber wie nie zuvor.

    Und was mir auch aufgefallen ist:
    Wir haben 2 Hallen. Eine ganz große (60er), die ist hell und offen, und eine kleine (ca. 40er, auf jedenfall auch viel schmaler), die ist recht düster und geschlossen. Aber dort galoppiert er allgemein besser, als in der großen Halle.

    Und das alles, das verstehe ich nicht.
    Ich werde heute beim Ausritt mit einer Freundin explizit daran arbeiten, aktiv den Linksgalopp zu fordern, bin mir nicht sicher, meine aber, im Gelände würde er auch lieber Rechtsgalopp zeigen.

    Wie sollte ich es am besten mit diesem heftigen Kopfschnacken unterbinden?
    Es ist wirklich krass außerhalb dem Maß, was man kennt, ein richtig aktives "hochreißen" bis es nicht weiter geht. Mit Dreieckszügeln knallt er sich ins Maul, stoppt und steigt und rennt rückwärts, wegen dem Schmerz, das will ich nicht. Hilft da ein Martingal?
     
  6. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Also zum Thema Außengalopp:

    Meine Junge Stute hat sich zu Beginn auch sehr schwer getan. Sie ist noch nicht richtig ausbalanciert und natürlich noch nicht richtig gerade gerichtet. Auch sie hat am anfang den Kopf hoch gerissen und ist falsch angaloppiert. Zum richtigen Angaloppieren helfen ein paar Tricks. Du könntest vor dem Angaloppieren ein paar Takte im Schulterherein fordern. Das muss ja nicht 100 % korrekt sein, kann er ja vermutlich noch nicht, aber so sind die Beine schon mal halbwegs in der Richtigen Position um den Korrekten Sprung in den Handgalopp zu wagen. Generell könntest du darauf achten, eher in der Ecke oder zur geschlossenen Zirkelseite an zu galoppieren. Oder du machst vorab eine Volte im Trab und drückst ihn daraus sacht in den Galopp. Achte extrem darauf, wirklich nur Schenkel und Gewichtshilfen ein zu setzen, dass er dir von der Hand weg kommt.
    Wenn er dann den Kopf hoch nimmt, würd ich das mal versuchen zu ignorieren. Vorerst!!! Halte ihn aktiv an Bein und Gewicht und treib die Galoppsprünge ganz akkurat raus.
    Sollte das auch nicht wirken kenn ich noch was anderes, was mir sehr geholfen hat. Lass ihn doch mal auf dem Zirkel im Außengalopp. Das ist für die Pferde meist anstrengender. Da lässt du ihn mal ne halbe Runde im Außengalopp, parierst KURZ durch, und gibts gleich wieder die Galopphilfe. Zu 98% Springen die Pferde dann korrekt an. Dann kannst du ihn fleißig mit Stimme loben!

    Bei der Longenarbeit würde ich einfach sehr viele Übergänge gehen lassen. Häufiges angaloppiern, nicht zu viel Kringel am Stück galoppieren lassen. Und immer ganz fleißig loben, wenn mal ein schöner dabei war. Geduld ist da das Zauberwort. Ich denke er ist einfach noch nicht ausbalanciert oder in sich noch etwas schief.... Im Gelände, das hat Beauty ja schon gesagt, muss er sich noch lange nicht so tragen wie bei der Arbeit an der Longe oder in der Halle. Da muss man einfach daran arbeiten.

    Ich weiß ja nicht, ob du mit oder ohne Hilfszügel reitest, aber ein Martingal kann bestimmt nicht schaden. Du solltest allerdings auch beim Reiten vermehrt darauf achten, aktiv mit dem Bein und den Gewichsthilfen zu reiten. Je weniger Handeinwirkung desto besser. Bei meiner Stute war diese Kopfsache hauptsächlich von demjenigen, der sie angeritten hat. Sie mag das überhaupt nicht, wenn man zu viel Handeinwirkung hat.... Und abstrafen fürs Kopfschlagen geht nach hinten los. Dann eher ignorieren und gleich fleißig weiter gehen lassen. Dabei darfst du natürlich nicht den Richtigen Moment verpassen. Sprich, direkt nach dem Übergang schön fleißig weiter schicken. Dann kann er eigentlich gar nicht übermäßig den Kopf nach oben reißen.
    Kannte er denn die Dreiecker schon? Vlt. kennt er sie ja nicht? Hast du es mal mit nem Gummi versucht? Was macht er denn, wenn du ihn ganz ohne Ausbinder und nur mit Kappzaum longierst? Ist es da auch so schlimm?


    P.S: Die Fotos sehen gar nicht so schlecht aus. Die Halsbemuskelung schaut ganz ordentlich aus. In so fern würd ich einfach mal so ein paar Sachen versuchen und den Mut nicht aufgeben. BEkommst du Reitunterricht oder hast die Möglichkeit dazu???? Das wäre bestimmt ganz sinnig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Aug. 2011
  7. entchaen

    entchaen Neues Mitglied

    mein wallach ist anfangs auch immer links gallopiert und mit der halle hatte ich ähnliche probleme ich bin dann vermährt auf der linken hand geritten und habe das schenkelweichen geübt auch linke hand schenkelweichen rechts in der halle habe ich ihn oft freilaufen lassen und ihn auf der rechten hand galoppieren lassen (mit peitsche getrieben) immer wenn er falsch angaloppiert ist habe ich ihn mit stimme parriert und ihn erneut angalopieren lassen bis es richtig war dann habe ich gelobt ihm ein leckerli gegeben und das training beendet bei mir hat das gut geklappt
    ich hoffe ich konnte helfen:smile:
     
  8. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Fotos? Wo?
     
  9. Kleines Ich

    Kleines Ich Neues Mitglied

    Hey,

    danke für deine ausführliche Antwort.

    Zum Dreiecker:
    Kannte er, haben wir früher schonmal dran gehabt, aber mich hat das arg gestört.
    Das heftige Hochschnaken mit dem Kopf (was weitaus höher geht aus waagerechte vom Gefühl!) hatte er zu Beginn nicht gemacht, lief gut im Galopp.

    Auf der geschlossenen kurzen Zirkelseite war 1 Stange, am Boden. gegenüber, auf der offenen Zirkelseite, war ein Hindernisständer mit Stange, die hatte an der höchsten Stelle halbe Cavaletti-Höhe.
    Es lief einfach wunderbar, mit Nennung seines Namens und "Gaa..." sprang er schon mit der Stange in den Galopp und wundervoll die halbe Zirkelseite durch..
    Nur dann, mit einem Mal, dieses hochschnaken.

    Das machte er dann auch ohne Ausbinder. Er bleib ja dabei immer stehen, riss den Kopf immer weiter hoch und ging rückwärts etc.
    Ohne Ausbinder war aber da naütrlich KEIN Widerstand, sodass ich ihn dann am Kappzaum mit der Peitsche am Po anwedelte und ihn konsequent weiter trieb.
    Danach habe ich die Ausbinder wieder rein gemacht, aber so lang, dass er, egal was er an Verrenkungen anstellt, keinen Widerstand bekommt.
    Da hatte ers gelassen.

    Am nächsten Tag longierte ich ohne Stangen, und mit dem ersten Galopp (diesmal rechte Hand zuerst) dasselbe Spiel, mit Einwickeln in die Longe. Hab die wieder lang gemacht, er tat es trotzdem einige Male, weitergetrieben, er hat's gelassen.

    Gestern, beim reiten, hatte ich die Zügel relativ anstehen, da er gestern so blamabel bescheiden lief, ständig den anderen hinterher wollte, aus der Spur kam, dass ich mich ganz hilflos fühlte ohne etwas in der Hand, er ignorierte ja auch den inneren Schenkel derbst.
    Nichtmal Volten klappten.

    Ich hab gestern das angaloppieren sowohl im entlastenden Sitz, als auch "etwas nach hinten gelehnt" (übertrieben ausgedrückt) probiert. Andere Dinge waren nicht drin, zuviel Verkehr in der Halle.

    Edit: Fotos sind im Longen-Bilder-Thread. Vom longieren eben, bei der Aufwärmphase.

    Beim Freilaufen klappt Galopptechnisch in der Halle GARnichts. Er springt dann nicht ordentlich durch, sondern macht nur einen 1-Takt-Galopp, hüpft also mit allen Vieren gleichzeitig. Auf durchparieren reagiert er da auch sehr intensiv. Leider hab ich mir das selbst eingebrockt, so haben wir früher nämlich oft "gespielt".

    [​IMG]

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    Zuletzt bearbeitet: 12. Aug. 2011
  10. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Beim Zeigt her eure Pferde und euch bei der Longenarbeit!
     
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