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Pferd hat plötzlich Panik vor Kühen

Diskutiere Pferd hat plötzlich Panik vor Kühen im Allgemein Forum; Hallo, Wir haben seit drei Monaten ein neues Pferd, mit dem wir soweit auch zufrieden sind. Er ist schon älter und eigentlich sehr zuverlässig...

  1. Tagtraum

    Tagtraum Aktives Mitglied

    Hallo,

    Wir haben seit drei Monaten ein neues Pferd, mit dem wir soweit auch zufrieden sind. Er ist schon älter und eigentlich sehr zuverlässig und soll meiner 16jährigen Schwester als Ausreitpferd dienen. Sie reitet erst seit einem Jahr.

    Es gibt in unserem Ausreitgebiet eine Weide, auf der vier Hochlandrinder stehen. Die Stelle ist leider sehr unübersichtlich. Man steht nach einer Kurve direkt neben dem Zaun und am Ende der Weide führt eine Straße vorbei, die wir immer überqueren.

    Wir sind an dieser Weide schon mehrmals vorbei geritten. Mein Pferd kennt das und ist entspannt. Der Wallach meiner Schwester fand die Rinder bisher gruselig, war aber brav. Letzte Woche sind die Rinder neugierig auf den Zaun zugelaufen, als wir vorbei geritten sind und da sind bei ihm sämtliche Dämme gebrochen. Er ist an uns vorbei gestürmt und Richtung Straße. Meine Schwester konnte ihn Gott sein Dank trotz Weiterstürmens auf dem Grasstreifen parallel zur Straße halten. Er hat sich dann auch fix wieder beruhigt.

    Aber seit diesem Erlebnis geht rindertechnisch gar nichts mehr. Wir sind zu Fuß mit den Pferden hinspaziert - bewaffnet mit Trense und Keksen. Er hat sich trotz behutsamen Vorgehens mehrmals losgerissen. Er stürmt dann in Panik an der Weide vorbei. Kaum hat er sie hinter sich beruhigt er sich auch wieder, aber meine Schwester hat jetzt verständlicherweise ziemliche Angst. Vor allem wegen der Straße. Ich weiß nicht, wie wir das üben können. Mein Pferd war sehr ruhig und hätte ihm Orientierung geboten, ich habe ihn in der Biegung gehalten, bin vor und wieder zurück, näher an die Rinder ran und wieder weg. Hab ihn gucken lassen, aber beschäftigt sobald er sich aufgeregt hat und er hat sich auch immer wieder zwischendurch beruhigt. Aber iwann hat er sich jedes Mal rumgeworfen und Vollgas gegeben. Und das halte ich dann leider nicht. Auch nicht mit Handschuhen. Kenne ich auch so nicht von unseren anderen Pferden.

    Trainer vor Ort habe ich gerade keinen. Haben hier schon einige durch, aber ich glaube für dieses Problem ist keiner von ihnen geeignet. Habe teilweise auch schon nachgefragt und keine hilfreichen Antworten erhalten. Wie würdet ihr das Problem angehen? Klar kann man die Stelle erstmal meiden, aber eine Dauerlösung ist das nicht. Es sind doch nur Kühe und ich will daran arbeiten dass er insgesamt cooler wird.
     
  2. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Das Problem ist dass die Kühe ein Eigenleben haben. Die gehen ggf auf den zi, rennen oder hopsen und er hat Angst.
    Ich würde da wirklich mal gucken ob ich jemanden finde der mit Rindern westernmäßig arbeitet und dahin fahren. Dass er lernt er bewegt die Kuh. Dann ist die Angst gegessen.
    Ansonsten halt grundgehorsam an der Hand, Bodenarbeit, sichere Ausrüstung. Man kann da auch täglich hin pilgern und füttern. Erst weiter weg. Dann näher kommend.
     
    Leo und melisse gefällt das.
  3. Tagtraum

    Tagtraum Aktives Mitglied

    Zu jemandem fahren, wo er Rinder treiben kann ist leider ausgeschlossen. Die Möglichkeit habe ich einfach nicht.

    Hinpilgern und füttern war auch mein erster Gedanke. Aber ich möchte niemanden gefährden, falls er sich doch wieder losreisst und auf die Straße läuft.

    Am Grundgehorsam und Vertrauen arbeiten wir natürlich, obwohl er eigentlich gut erzogen ist.
     
  4. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Geht ihr am Halfter dorthin? Würde er sich mit Trense auch los reißen?

    Ich würde erstmal nur bis dahin gehen, wo er noch ruhig bleibt. Auch wenn das Anfangs einige Meter Entfernung sind. Und das täglich steigern, aber nie an den Punkt kommen lassen wo er Panik bekommt. Quasi seinen Wohlfühlbereich Tag für Tag erweitern.
     
    kaawa gefällt das.
     
  5. Campari77

    Campari77 Aktives Mitglied

    Würde ich wohl auch so versuchen. Kennst Du sonst einen Bauern bei Euch, der Kühe im Stall hält? Dann könntest Du ggf. auch mal dorthin gehen und im Rahmen des geschützten Hofes an die Kühe ran? Also quasi wenn diese nicht wild und frei auf einer Weide galoppieren können. Wenn der Wallach die mal so richtig in Ruhe aus nächster Nähe angucken kann, nimmt ihm das vielleicht etwas seiner Furcht?
     
  6. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    Den grundsätzliche Ansatz die Kühe in Ruhe angucken lassen und positiv besetzen durch Leckerli, finde ich gut. Würde ich auch so machen. Ich denke nur, dass ihr dabei zu schnell vorgegangen seid und ihn damit überfordert habt. Ich würde es weiterhin damit versuchen, dabei aber darauf achten, dass ihr einen Abstand einhaltet, bei dem das Pferd sich noch wohlfühlt und dann schrittweise ganz langsam den Abstand verringern.

    "Kühe schubsen" wäre natürlich auch noch eine prima Idee, schade wenn das bei euch nicht geht. Wobei man ja vielleicht mal den Bauern fragen könnte, dem die Rinder bei euch gehören? Vielleicht gibt es neben der Weide, wo die Rinder jetzt draufstehen noch eine zweite, auf der man (ggf. mit freilaufendem Pferd) üben könnte und mehr Sicherheit hätte, weil eingezäunt (vorausgesetzt es handelt sich nicht um Stacheldraht)?
     
  7. Jule124

    Jule124 Mitglied

    Gibt es in der Nähe vielleicht noch eine andere Kuhweide? Das mit der Straße finde ich ziemlich gefährlich. Wäre gut, wenn es vielleicht eine einsichtigere Kuhwiese geben würde, wo ihr euch von weiterer Entfernung langsam rantasten könnt. Meiner hat auch Panik vor Kühen und noch schlimmer sind Schafe. Wenn Sie weiter weg sind gehts aber wenn die am Zaun stehen geht mein Pferd da nur bretthart Piaffierend vorbei. Er ist kein 'Wegrenner' er regt sich auch tierisch auf aber eher nach 'oben'. Ist schwierig, ich habs auch immerwieder geübt, und es ist nicht soooo viel besser geworden. Ich weiß nicht ob die Tierchen fürs Pferd komisch riechen oder so. Ich glaube bei den Schafen ists einfach diese sich bewegende Masse. Das Problem mit den Kühen haben echt viele...
    Ich würde wie gesagt versuchen ne Kuhweide zu finden, die von weiter weg einsehbar ist, das Pferd von weit weg schauen lassen, wenn er brav ist, loben und den Druck wegnehmen... also weggehen, nächstes mal etwas näher ran gehen. Immer nur soweit, wie er es 'aushalten' kann, dann wieder Druck weg, loben.
     
    kaawa gefällt das.
  8. Tagtraum

    Tagtraum Aktives Mitglied

    Seinen Wohlfühlbereich vergrößern ist auch mein Ansatz, allerdings fand ich es extrem schwierig bei ihm den Punkt zu erkennen, an dem er kippt. Wir standen z.B. schon in der Mitte der Gruselstrecke, die Rinder am Zaun neben uns. Er hatte den Kopf gesenkt, hat angefangen abzukauen, ich hab ihn gekrault, da bewegte sich eine Kuh (langsam) und er stürzte panisch los. Ich war sehr gelassen in der Situation, habe sicher keine Nervösität übertragen.

    Normalerweise gehen wir mit Halfter spazieren. Ich hatte aber zur Sicherheit die Trense dran und konnte ihn trotzdem nicht halten.

    Es gibt hier nicht viele Kühe und ich wüßte keinen einzigen Bauern, der die im Stall hält. Nur Weidehaltung. Und ihn zu Hochlandrindern auf die Weide werfen wäre vermutlich nicht die beste Idee... (die Möglichkeit bestünde ^^). Auf ne Weide neben Kühe stellen geht erst wieder auf der Sommerweide, da kann ich mich mit den Bauern absprechen.

    Mir ist grad eingefallen, dass der Gehorsam an der Hand generell zu wünschen übrig lässt. Es gab vorher schon eine Situation, in der er sich losgerissen hatte. Meine Mutter hat zwei unserer Pferde auf die Weide gebracht und ich hab die beiden anderen noch zu Ende fressen lassen und wollte dann nachkommen. Da ist er auch panisch hinterhergefetzt (obwohl sein Lieblingspferd noch bei uns war). Damals habe ich ihm dann auch die Trense drauf gepackt und bin mehrmals hin und zurück gelaufen. Er ist piaffierend neben mir her... dauerte recht lange bis er sich abgeregt hat, aber zuletzt war er entspannt.

    Edit: nein, es gibt keine Weide, an der man besser üben könnte, weil das Problem eben nur bei den Hochlandrindern existiert. Davon haben wir hier nur zwei Herden und die andere steht noch ungünstiger.
     
  9. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Wurden ja schon gute Tipps gegeben. Was mir noch einfällt, ich würde den da mit dem ruhigen Pferd grasen lassen, garnicht die Aufmerksamkeit zu sehr auf die Kühe lenken, die sind halt zufällig auch da.
     
  10. Jule124

    Jule124 Mitglied

    hmmm.. aber anscheinend findet er die Kühe ja nur so richtig blöd, wenn die sich bewegen. Sonst geht er ja entspannt ran. Das finde ich ja schonmal gut. Kann man da irgendwie mit Leckerlie ansetzen? Wenn die sich anfangen zu bewegen, sofort mit Leckerlie ablenken? Oder wird der da so richtig kopflos und passt auf nix mehr auf?
     
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