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Pferd im Gelände durchgegangen!!! Angst!

Diskutiere Pferd im Gelände durchgegangen!!! Angst! im Allgemein Forum; Hallo! Mir ist heute folgendes passiert: Ich bin mit meiner Reitbeteiligung (21 Jahre, Warmblut) ausgeritten und irgendwann, auf dem Rückweg,...

  1. HeroicStories

    HeroicStories Neues Mitglied

    Hallo!
    Mir ist heute folgendes passiert:
    Ich bin mit meiner Reitbeteiligung (21 Jahre, Warmblut) ausgeritten und irgendwann, auf dem Rückweg, führte uns der Weg an einer rießen Mähmaschine vorbei, die grad auf dem Maisfeld neben uns unterwegs war. Das Pferd ist immer nervöser geworden und als die Mähmaschine (in einiger Entfernung, mind. 30- 40 Meter) an uns vorbeigefahren ist, ist sie total durchgegangen. Sie wurde immer schneller und ich habe sie nicht zum Halten bekommen! :sad: Ich konnte keine Volten reiten, da der Weg zu schmal war. Ich habe zwar die ganze Zeit versucht auf sie einzureden, habe mich tief in den Sattel gesetzt und die Zügel angenommen, doch sie hat mich gar nicht wahrgenommen und ist geradewegs auf eine geteerte Landstraße zugerast, auf der oft Radfahrer und Fußgänger und das ein oder andere Auto unterwegs sind. Dann habe ich (obwohl ich es nicht wollte, da sich das ja auf das Pferd überträgt) wirklich totale Panik bekommen, weil sie auf nichts reagiert hat. Und die Situation war ja wirklich lebensgefährlich! Dann ist sie auf der Straße weitergerast (uns ist zum Glück niemand entgegen gekommen!) und als ich sie dann auf den nächsten Feldweg gelenkt habe (einen den sie nicht kannte) ist sie irgendwann zum Stehen gekommen. Dann bin ich abgestiegen und ich konnte es nicht glauben: Sie wollte sich doch tatsächlich dem Gras unter ihr widmen und tat so, als sei nichts gewesen. Ich stand wirklich total unter Schock! Klar, Pferde sind Fluchttiere, aber gibt es wirklich keinen Weg, wie ich sie hätte durchparieren können?! Das war schließlich wirklich verdammt gefährlich und jetzt habe ich Angst bzw. ich möchte gar nicht mehr mit ihr ins Gelände.
    Hoffe ihr könnt mir helfen.
    Grüßle :)
     
  2. Halli hallo,
    das war sicher ein Schock für euch beide. Klar, darf so etwas eigentlich nicht passieren und ich versteh auch, dass du dich jetzt unwohl fühlst. Aber genau jetzt darfst du nicht aufhören und nicht mehr ausreiten.
    Für mich scheint es so, dass du das Vertrauen verloren hast. Das würde ich erst aufbauen. Fang langsam an mit Bodenarbeit und Schrecktraining( Plastikplane, Tüten, Luftballons und alles was sich bewegt und flattert). Natürlich darfst du sie nicht damit überfordern. Aber wenn du erst anfängst mit ihr Vertauensübungen und Bodenarbeit zu machen, klärt ihr die Rangordnung und stärkt das Vertrauen. ;)
    Dann kannst du auch anfangen, mit ihr spazieren zu gehen und vllt auch ein bisschen dort Schreckttraining zu machen.
    Wenn es einen erfahren bzw gelassenen Reiter im Stall gibt, dann geh doch mit dem ein bisschen ins Gelände.

    Mir ist das mit so einer Maschine auch schon mal passiert, nur hat das Pony, dann ein bisschen gesponnen sonst nichts. Aber da sind die größeren glaube ich auch ein bisschen anders.

    Also Kurzfassung :
    -Schrecktraining
    - Bodenarbeit
    - Spazieren
    - wenn du dich sicher fühlst, langsam anfangen( und die Strecke evtl. auch öfters reiten)

    Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen
    Viel glück und liebe Grüße

    Ps. Merk dir immer: Ausreiten ist wunderschön und passieren kann auch etwas in der Halle :)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. Nov. 2013
  3. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Spencerchen ist mir nach 4 Jahren das erste Mal im Gelände durchgegangen. Und ich bin das erste Mal überhaupt in meinem ganzen Leben im Gelände vom Pferd gefallen. Und mir gings danach einfach nur MIES.

    Ich hatte Angst vorm Ausreiten, vor allem hatte ich Angst vor ALLEM. Ich hab bei jedem Fahrrad, Fußgänger, Mähdrescher, Hochsitz, Baumstamm usw nur drauf gewartet, dass mein Pferd mir wieder durchgeht...

    Also bin ich erstmal viel spazieren gegangen und zwar NICHT an der Stelle vorbei, wo es passiert ist. Das hat Wochen gedauert, bis ich wieder halbwegs gechillt ausreiten konnte und noch einige Wochen mehr, ne eher MONATE, bis ich wieder total entspannt in den Busch bin.

    Meine Einstellung zu einem Thema hat sich auch vollkommen gewandelt: Früher hab ich immer gesagt, "Probleme muss man vom Sattel aus lösen!". Jetzt ist es so, dass ich absteige, wenn ich anfange, mich unwohl zu fühlen. Spencer vertraut mir am Boden noch mehr als vom Sattel aus, und für mich ist das nun okay und ich kann das akzeptieren. Mir gehts dabei auch besser.

    Die Situationen, in denen ich absteige, sind unterschiedlich, das ist eher nach Gefühl (und passiert auch nur alle 3 Monate mal).

    Obsi.
     
  4. Marli99

    Marli99 Inserent

    Hi,
    ich bin im Sommer von Niko im Gelände gefallen und hab mir das Schlüsselbein gebrochen. Ich war dann lange nicht mehr im Gelände und für Niko war das nach so langer zeit auch aufregend und manchmal erschreckend. Ich habe angefangen spazieren zu gehen und habe mir eine Kleine rund gesucht die ich zuerst spaziert bin und dann immer wieder letztendlich auch im galopp geritten bin. Niko kannte die strecke dann immer besser und war nicht mehr ganz so aufgeregt. inzwischen fange ich wieder mit den normalen Ausreitrunden( 1Std)
    LG
     
     
  5. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Wenn das Vertrauensverhältnis gut genug ist, kannst du mit Spaziergängen anfangen. Zieh dir aber bitte beim Führen Handschuhe an! Ich bevorzuge Kappzaum und einen etwas längeren Strick, weil ich Sorge hätte, daß die Trense reißt oder sich das Pferd im Maul verletzt, falls es theatert.
    Der andere Rat ist : Absteigen, wenn es brenzlig wird! Das dient deiner Sicherheit! In deinem Fall hattest du den Mähdrescher ja rechtzeitig gesehen. In solch einer Situation kannst du rechtzeitig reagieren, absteigen und die Situation entschärfen.
    Ein Tipp zum Beruhigen des Pferdes: BLEIBE RUHIG!!!
    Wenn du glaubst absteigen zu müssen, werde nicht panisch oder hektisch! Pariere durch, sitz ab, und tu so, als ob es die normalste Sache der Welt ist! Rede auch nicht auf das Pferd ein oder versuche es durch Stimme zu beruhigen. Dein Pferd merkt, ob du angespannt bist, ob deine Stimme zittert etc.!!! Deine Körperhaltung MUß Sicherheit und Selbstbewußtsein ausstrahlen.
    Ist dein Pferd an der Hand sicher, folgt es dir und reagiert auf deine Körpersprache? Das muß vorher abgeklärt sein, ansonsten solltest du mit Führübungen und Vertrauensarbeit anfangen.
     
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich denke, dein pferd hatte einen ersten derben schreck udn ist dann aber nicht "durchgegangen" sondern du wusstest nicht die richtigen hilfen zum durchparieren, die man braucht, wenn man ein pferd durchparieren muss, was das grad nicht möchte.
    ein durchgehendes pferd frisst danach nicht sofort. sie war also davor schon bei besinnung.

    den tip mit den volten lese ich oft.

    bedenke: "volte reiten" ist ein anderer wunsch als von dem galopp über den trab in den schritt kommen.
    im rasend schnellen galopp ist ein pferd nicht am bein und an den hilfen. man muss also den galopp erstmal wieder ins ruhige bekommen. bei dem wunsch nach einer volte käme bloß noch mehr zug aufs maul, was noch mehr die widerwehr startet. udn ich denke, du hattest schon so viel druck in deiner hand.

    das ist kene hilfe zur parade aus dem schnellen galopp!
    das mit dem tief in den sattel setzen lese ich oft...

    im schnellen galopp KANN man nur im rücken rumschlagen, wenn man einsitzt.
    das bringt schmerzen des pferdes in den rücken udn das wird im laufe deswegen den rücken noch mehr nach unten wegdrücken. die HH wird abgestellt und das pferd wird noch unkontrollierbarer. ein sogar extra tief einsitzender reiter bringt ihn noch mehr aus dem gleichgwicht und er kann deshalb kaum noch hilfen geben.
    ist ein pferd aus dem takt heraus über tempo, sollte man nicht einsitzen.
    leichter sitz ist hier das mittel zur wahl. um eventuellen üblen situationen vorzugreifen, würde ich nur noch mit kürzeren bügeln ausreiten, damit das pferd in notsituationen nicht noch zusätzlich ein klatschendes reitergesäß ins kreuz bekommt! dafür zuhause den leichten sitz verbessern.

    der zügel ist nur für das vorgeben eines rahmens da, nciht zur temporeduzierung.
    zügelannahmen über das maß heraus blockieren das hinterbein, damit geht ebenfalls der rücken nach unten weg und as pferd ist nicht mehr kontrollierbar.
    zuhause halbe udn ganze paraden verstehen lernen, die wenig mit dem zügel zu tun ahben. hat man es verstanden, ist nach den ersten metern des großen schreckens das pferd wieder an die hilfen stellbar und es kann in ruhe durchpariert werden.

    das ist vor allem die reitertechnik, die ausgefeilt werden müsste.

    ein 2. pferd als begleitung würde euch mehr sicherheit geben, sofern das pferd mit dessen reiter ein ruhepol für euch wären.
     
  7. Lysett

    Lysett Inserent

    Huhu,
    gerade ärgert es mich wieder, dass ich Angst im Zusammenhang mit reiten überhaupt nicht nachvollziehen kann.
    Das ärgert mich auch immer sehr bei ägstlichen Reitern bei mir am Stall.
    Ich warte noch darauf, dass das bei mir im Alter evt noch kommt, denn an mangelnden negativen Erfahrungen und Stürzen kann es eigentlich nicht liegen.

    Das hilft dir jetzt natürlich leider überhaupt nicht weiter, aber ich musste es mal geschrieben haben.

    LG Lissi
     
  8. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Putzig...
    Also ein Pferd das wirklich durchgeht hält man durch keine Paraden an, und damit reitet man auch keine Volte.
    Wer meint das das so geht hatte dann entweder gerade das Glück das das Pferd eh gerade anhalten wollte, oder das Pferd war lediglich mal etwas Heftig und ungehorsam.

    Ich würde das hier nicht überbewerten fürs nächste mal, das Pferd ist deswegen kein Durchgänger, aber das Vertrauen des Reiters ist natürlich erst mal weg. Und muss wieder aufgebaut werden.
    Nein, absteigen wenns einem Mulmig wird ist keine Schande. Setzt aber vorraus das man dann auch wieder aufsteigen kann.

    Im Grunde kams ja hier auch nicht plötzlich, du hast nur nicht geschaltet in der Situation, und die ist dann eskaliert.

    Ich wäre übrigens abgestiegen. ;)
     
  9. sasthi

    sasthi Bandenprofi

    Lysett, das kann ich nachvollziehen, dass einem das ärgert, weil man dann auch schlecht Tipps geben kann.

    Liebe TE, ich würde das nächste Mal in so einer Situation auch eher absteigen und ruhig vorbeiführen. Oder den (kontrollierten) Rückzug antreten.
    Was du jetzt machen kannst... deiner Angst nicht die Vorherrschaft geben, sich also nicht hineinsteigern. Ggf. mit Bachblüten bissl arbeiten und es langsam angehen lassen.
     
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich wollte damit zum ausdruck bringen, dass die wenigsten pferde über viele hundert meter "durchgehen". da war ein großer schreck, dem große sätze folgen. danach rennt das pferd unkontroliert weiter, weil falsche hilfen (zügel vermehrt aufnehmen, tief hineinsetzen) gegeben werden.
    in dem moment, wo das pferd diese schrecksekunden passiert ist, kann/muss man wieder versuchen, es an die hilfen zu stellen.

    dies in der reihenfolge wie sonst auch: takt, losgelassenheit, anlehnung. (wobei es zum parieren eigentlich nur das 1. braucht!!)

    zumeist genügt das zurückfinden zum takt. zum richtigen tempo. ein rasendes pferd hat den rücken zu tief, die HH abgestellt und es ist nicht mehr "vor dem reiter" sondern hinter den reiter gezogen (durch zu starke/fehlerhafte zügeleinwirkung.

    zuerst müssen die bewegungen also wieder größer gemacht werden. dies durch bewusstes seitliches schwingen des reiters im leichten sitz. die zügel auf kontakt, die wollen aber nichts bewirken sondern sind so elastisch, wie es dabei nur irgend geht. dann das pferd treiben, um die HH zu aktivieren, die bewegungen größer und damit wieder langsamer zu bekommen, dabei die zügelhand annehmend, da ja mit gefühl getrieben und das becken abgestellt wird. das pferd vor sich bekommen, den widerrist hoch, "in die hand hinein".

    sind die bewegungen wieder groß, dafür aber wieder im richtigen takt, geht dauch das parieren zum trab, nach einiger zeit schritt.

    das ist "reiten können".
    deswegen ist richtig guter dressuruntericht auch für ausritte gold wert!

    natürlich kann man auch absteigen! das gute führen muss aber genau so geübt werden, damit es in solch extremen situationen dann gelingt.
    führen hat hier den nachteil, dass man sehr langsam ist und sich viele pferde besser kontrollieren lassn, wenn man sie zügig wegtraben kann aus der gefahrenzone. bei führen geht das nicht.
    bevor man sich jedoch in panik festzieht, ist dies natürlich ein mittel zur wahl.
    allerdings verbessert es das reiten nicht. ds muss dann trotzdem zuhause geübt werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Nov. 2013
    ShikaChan gefällt das.
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