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Pferd scheuert sich - Winterekzem? Hilfe!

Diskutiere Pferd scheuert sich - Winterekzem? Hilfe! im Äußere Erkrankungen Forum; Leute, ich bin wirklich verzweifelt! Letztes Herbst begann es, dass meine Stute anfing sich zu scheuern. Kopf, Hals, Brust, Flanken und kleine...

  1. Schnuppe

    Schnuppe Neues Mitglied

    Leute, ich bin wirklich verzweifelt!
    Letztes Herbst begann es, dass meine Stute anfing sich zu scheuern. Kopf, Hals, Brust, Flanken und kleine Stellen auf dem ganzen Körper wurden erst kahl und dann blutig gescheuert. Der Tierarzt tippte auf Pilz. Nach sage und schreibe 5 Spritzen gegen Pilz und ebenso vielen Spritzen, die den Juckreiz stillen sollten, zeigte sich keine Besserung. Haufenweise Salben und Tinkturen folgten (z. B. Equimyl, Sebacil, Wellcare Emulsion, Schwarze Salbe, Leovet Hautöl, und, und, und...) doch alles blieb erfolglos und meine Stute baute rapide ab. Sie verlor viel Gewicht und Muskeln, wurde von Tag zu Tag nackter und immer depressiver, schließlich stellte sie das fressen ein und scheuerte sich nur noch. Sie hatte in dieser Zeit auch 3 Schlundverstopfungen und ich dachte schon, es wäre vorbei. Von September bis in den Mai zog sich dieses Stadium. Dann kam sie aus dem Stall wieder auf die Wiese in die Sonne und wurde von Tag zu Tag gesünder. Damals wurden auch Blut- und Hauptproben genommen: Alle ohne Befund. Keines der anderen 11 Pferde steckte sich an, obwohl sie in direktem Kontakt waren, teils sogar in einer Box zusammen standen. Der Tierarzt war absolut ratlos.

    Nun dachte ich wirklich, es wäre überstanden, ich hab sie wieder aufgepäppelt und fitt bekommen diesen Sommer...

    Seit letzer Woche ist aber wieder alles anders...

    Sie scheuert sich wieder massiv! Die Stellen sind über den ganzen Körper verteilt, sie sind kahl und teils schon blutig, bzw. dick entzündet. Meine Stute wälzt sich sehr oft, weil es wohl juckt, sie beißt sich selbst heftig und kein Ast oder Zaun bleiben ungenutzt zum scheuern, wenn sie in diesem Tempo weitermacht, dann ist sie in spätestens 2 Wochen vollkommen nackt. Wie auch im letztes Jahr bleibt das Langhaar verschont. Es krabbelt nichts auf ihr rum, was man mit bloßem Auge sehen könnte, das Fell ist sehr Schuppig, doch die Stellen sind alle trocken und absolut nicht nässend. Da sie die letzte Pilzimpfung im Mai erhielt, kann es eigentlich kein Pilz sein. Wieder sind alle anderen Pferde unbetroffen, was z. B. Milben auch ausschließen sollte.

    Ich habe wirklich Angst, dass sie wieder so massiv abbaut wie Anfang des Jahres und da sie schon fast 22 ist, dass sie dieses mal die "Kurve" nicht mehr kriegt.

    Hat jemand von euch schon Erfahrungen wie diese gehabt? Ungeklärte Hautkrankheit auf die NICHTS anschlug? Für Ekzem ist es nicht die rechte Jahreszeit und sie ist entwurmt und komplett geimpft, ich brauchte eine schnelle Lösung (bis die Untersuchungsergebnisse da sind wird es wieder einige Tage dauern), sonst sehe ich wirklich schwarz...

    (P.S. Natürlich werde ich gleich morgen einen Tierarzt rufen und den erneut eine Hautprobe nehmen lassen, doch ich bin für jede Idee dankbar die ihr habt)
     
  2. senta

    senta Inserent

    Wenn sie Ekzemer ist wäre es blöde Sache!Es gibt Zusatzfutter für solche Sache! Kannst aber vielleicht mal an der hömopatischen Seite denken!
    Hoffe nur das es nicht diese Stute ist mit der Du decken willst!
     
  3. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter



    Hallo Schnuppe,

    das "klassische" Sommerekzem ist ja eher internistischer Ursache - ihm liegt ja die allergische Reaktion auf Fremdeiweiße (hauptsächlich Kriebelmücken, manchmal aber auch andere Insekten) zugrunde.
    Da Deine sich aber den ganzen Sommer nicht gescheuert hat (oder???), wird sie kein "klassischer Ekzemer" sein - denn dann wäre es längst durch die fliegenden Insekten in den warmen Monaten ausgelöst worden.

    Dennoch ist Deine Idee des "Winterekzem" vielleicht gar nicht so schlecht - sie könnte allergisch reagieren auf etwas, was bei Euch nur im Herbst/Winter vorkommt/gegeben wird.

    Überleg mal genau:
    - Anderer Stall/Box im Winter? (Lacke etc.)
    - Anderes Futter?
    - Mineralfutter???
    - Silage?
    - Einstreu?
    - Pflanzen auf der Weide?
    - Kontaktallergie?
    - Scheren / Eindecken??? Regendecke? Abschwitzdecke? Waschmittel / Stoff???

    Das alles und noch viel mehr könnten Ursachen sein.

    Ist denn bereits ein (Blut-)Allergietest gemacht worden? Ist per Blutabnahme zwar teuer, aber auf weit über 100 Auslöser möglich. Würde ich auf jeden Fall machen, klingt für mich sehr nach einer "Ursache von innen", respektive Allergie.


    In aller Eile LG,
    Charly
     
  4. Musical

    Musical Neues Mitglied

    Ich würde auch auf Allergie tippen.
    Die können auch mit dem Alter auftreten. Es muß also gar nichts verändert worden sein.
    Was ein junges Tier noch wegsteckt, kann für ein älteres nicht mehr zu verkraften sein.
    Wenn Du die Möglichkeit hast, wechsel probehalber den Stall.
    Stell Dir vor, dein Pferd ist gegen den verwendeten Holzschutz allergisch und scheuert sich ständig an eben diesen.
    Oder Spritzmittel für Getreide. Pferd reagiert auf die Einstreu (auch Späne) und wäzt sich auf Grund des entstehenden Juckreizes darin.
    Vielleicht kannst du deinem Pferd etwas zur Unterstützung des Immunsysthens geben.
    Auch ein Überangebot an Nährstoffen kann zu Hautproblemen führen.
     
     
  5. Schnuppe

    Schnuppe Neues Mitglied

    Nein, den ganzen Sommer über scheuert sie sich kein bisschen, es fängt erst im Herbst an. Es gibt keine neue Ausrüstung und keine neuen Waschmittel, keine neue Umgebung... Sie steht im Offenstall und auch da wurde absolut gar nichts verändert, wir haben und schon das Hirn zermartert, doch niemandem fällt etwas ein. Sie beginnt einfach irgendwann und hört irgendwann im späten Frühjahr wieder auf.

    Ein Allergietest wurde gemacht, er war ohne besondere Befunde, sie sei nur allergisch auf Milben und Haarlinge und son Krabbelzeug, das aber per Hautprobe als Auslöser ausgeschlossen wurde.

    Ich werde diese Woche eine Hautstanzbiopsie machen lassen, wenn das nicht hilft Großes Blutbild, wenn das nicht hilft nochmal Allergietest...
     
  6. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Hmm...Was mir spontan dazu einfällt: Wir hatten mal ein Pony am Stall, das das auch hatte. Immer im Winter. Hat angefangen mit dem Fellwechsel zum Winterfell und hat wieder aufgehört mit dem Fellwechsel zum Sommerfell - also zu den selben Zeiten wie bei dir jetzt. Und auch das Pony hat das Langhaar komplett in Ruhe gelassen. Also weder an der Mähne noch am Schweif hat der geschubbelt, nur überall anders halt.

    Letztendlich war es "nur" Juckreiz der Haut, bzw ein Talgdrüsenproblem, das den Juckreiz hervorgerufen hat. Grund war das dicke Fell. Durch das dicke Winterfell kommt weniger Luft an die Haut, die Talgdrüsen verstopfen/trocknen aus, es entsteht Juckreiz. Das Pony hat sich am ganzen Körper geschubbelt und aufgekratzt, hatte dann kahle und auch blutige Stellen.
    Das erklärt auch, dass er sich Mähne und Schweif nicht geschubbelt hat - denn das Langhaar wird ja auch im Winter nicht dicker oder länger, das ist ja immer so. Daher hat es an den Stellen auch nicht gejuckt.
    Geholfen hat - ganz simpel - eine Schur direkt nach dem Fellwechsel (also so Ende September, Anfang Oktober), so dass das Fell halt einfach nicht so dick werden konnte. Der hat zwar über den Winter schon nochmal ein bisschen nachgelegt an Fell, aber halt nicht so dick wie sonst. Damit ging das komplett weg.

    Hilft dir jetzt natürlich nicht viel, weil das bei deinem Pferd ja auch alles mögliche Andere sein kann, aber wollte das nur mal so als "Möglichkeit" aufzeigen - eventuell mal den TA dazu befragen, vllt kann der dir sagen ob das bei deiner in Frage kommt oder nicht.
    Sie steht ja im Offenstall - kriegt sie denn richtig Fell übern Winter?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Okt. 2008
  7. Schnuppe

    Schnuppe Neues Mitglied

    Mit dem Talgdrüsen hatten sie mal Probleme, aber das sah komplett anders aus.

    Da sie schon 21 ist, bekommt sie kein wirklich dickes Winterfell mehr, darum steht sie im Winter auch Nachts im Stall. Ihr Fell wird zwar ein wenig mehr, aber so richtig plüschig wie andere Robustpferde wird sie nicht mehr. Ich sehe ja was der TA heute Abend sagt, der will um 19:30 Uhr kommen.
     
  8. Schnuppe

    Schnuppe Neues Mitglied

    Der Tierarzt hat heute Ivermectin gespritzt, weil er einen Befall von Sarcoptes Milben vermutet. Wenn es nicht anschlägt, dann wird nächste Woche ein Pilztest gemacht. Mal sehen, was das noch alles bringt...
     
  9. Katrin

    Katrin Inserent

    Ich hatte mit meiner Tierheilpraktikerin vor kurzem über einen ähnlichen Fall geredet. Allergie war auch festgestellt worden vom TA.Sie würde in solchen Situationen immer erst eine Darmsanierung machen und dann weiterbehandeln (bioresonanz, Futterumstellung bzw. analyse, denke an Gras, das im Winter anders zusammengesetzt ist als im Sommer, Homöopathische Mittel). Auch nur ein Anreiz, mal in der Richtung zu gucken, vielleicht hilft es ja.
     
  10. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Meine beiden Ponies haben zum Herbst/ Frühjahr auch immer eine Phase, in der sie sich vermehrt scheuern, besonders am Hals.
    Es entstehen Krusten, die Mähne und der Schweif sind sehr schuppig.
    Ich habe den Eindruck, daß es mit dem Stoffwechsel bzw. dem Fellwechsel zusammenhängt.
    Da der Juckreiz nicht extrem stark ist, behandle ich die Ponies mit "Wiemerkämpers Pflegeöl", das den Juckreiz mildert und die Haut geschmeidiger werden läßt.
    Aber in deinem Fall würde ich eine Blutprobe nehmen und evtl. auch den Hormonstatus überprüfen lassen.
     
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