1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Pferd steigt an der Hand

Diskutiere Pferd steigt an der Hand im Allgemein Forum; Vielleicht kann mir jemand mit ein paar tipps weiterhelfen, denn manchmal bin ich wirklich ratlos wenn mein Pferd wieder einmal völlig aus dem...

  1. cavalière

    cavalière Neues Mitglied

    Vielleicht kann mir jemand mit ein paar tipps weiterhelfen, denn manchmal bin ich wirklich ratlos wenn mein Pferd wieder einmal völlig aus dem nichts zur Seite springt, rückwärts rennt und zu steigen beginnnt. Und mit steigen meine ich nicht ein bisschen rumhüpfen, sondern er steht dann wirklich ein paar sekunden senkrecht und ich kann bloss warten bis er wieder runterkommt und sich wieder beruhigt hat.
    Bis jetzt macht er das auch nur beim Spazieren und nicht beim reiten.
    Ich weiss auch, dass er noch sehr "hengstig" ist weil er viel zu spät kastriert wurde, das zeigt sich öfters auch wenn ich mit Freunden ausreite und Stuten dabei sind. da muss man auch schonmal aufpassen dass er nicht versucht sich aufzudrängen und möglicherweise aufzuspringen. Möglicherweise weiss auch zu diesem Problem jemand etwas zu sagen?
    Im grossen und ganzen ist er wirklich extrem lieb und überhaubt nicht aggressiv. Eher das Gegenteil, er ist richtig verschmust und ein kleiner Charmeur :smile:
     
  2. Das hat nichts mit hengstig oder zu spät gelegt worden zu tun, sondern mit der Erziehung. Sorry, wenn sich das jetzt hart anhört.
    Einen gut erzogenen Hengst kann man auch gefahrlos mit Stuten reiten.
    Wäre schön, wenn Du etwas mehr zu Deinem Pferd und Dir berichten könntest, damit man sich ein Bild machen kann, warum er dieses Verhalten an den Tag legt.
    Also, wie alt, Ausbildungsstand, seit wann gelegt, was arbeitest Du so mit ihm, wie wird er gehalten etc.
    So ohne weitere Infos kanns alles sein, mangelndes Vertrauen, Unerzogenheit, Widersetzlichkeit, Austesten etc
     
  3. cavalière

    cavalière Neues Mitglied

    damit du dir ein etwas genaueres bild machen kannst: er ist jetzt 11 jahre alt, und wir reiten ihn freizeitmässig, ich reite ihn jedoch erst seit ca einem halben Jahr.er kam mit ca 6 von der rennbahn und war da ziemlich reizbar und aggressiv. das ist auch der grund weshalb er nicht kastriert wurde, denn man wollte nicht dass er seinen "ausgeprägten" kampfgeist verliert. Im moment steht er in einem kleinen Reitbetrieb, in einer Auslaufbox, mit regelmässigem Weidegang, da er in grösseren reitställen nicht wirklich runterkommen konnte.
    Ich habe mir auch schon gedacht, dass es einfach sein könnte dass er unterfordert ist. Denn sobald wir etwas machen, was ihn interessiert und ihn fordert kommt er gar nicht erst auf die Gedanken mit dem wegspringen und dem steigen. Eventuell würde das auch aufhören wenn wir ihm das Springen zeigen würden und er dort eventuell eine neue Sache findet die ihn fordert, was denkst du?
    Vielen Dank!
     
  4. Ja, also kann man sagen, dass dieses "hengstige"Verhalten bis zu seinem 6ten Lebensjahr gefördert wurde und quasi belohnt? Da hast Du doch schon zumindest einen Grund, warum er sich so verhält.
    Dann ist das Pferd vermutlich ein Blüter? Also schon mal vom Wesen her so, dass er sich leichter aufplustert?
    Im Endeffekt sind sechs Monate keine Zeit, um so ein Pferd "umzuerziehen". Du musst ihm klar machen, dass dieses Verhalten, was er bis zu seinem 6ten Lebensjahr zeigen sollte, jetzt nicht mehr erwünscht ist.Das dauert seine Zeit und erfordert von Dir Geduld und Konsequenz. Viel lob, wenn er artig ist. Was arbeitet ihr denn so mi dem Pferd bisher? Ob ihm springen liegt, kann man natürlich aus der Ferne schlecht beurteilen, aber Gymnastiksprünge bzw Trabbstangen sind eigentlich für jedes Pferd eine nette Abwechslung, wenn gesundheitlich alles stimmt.
     
     
  5. cavalière

    cavalière Neues Mitglied

    Ja ich denke es wurde indirekt belohnt, weil es ja erwünscht war. Und unterstützt wurde das ganze natürlich, indem viele andere Pferde im Stall wo er vorher trainiert wurde genauso aufbrausend waren.
    Und ja das ist richtig, er ist ein Blüter, ein engl.Vollblut. Ich würde seine leichte Reizbarkeit auch absolut tolerieren aber es ist bei ihm sehr schwierig einzuschätzen da er oft grundlos einfach beginnt herumzuspringen mit dem kopf schlägt und dann steigt, ausser natürlich er langweilt sich wirklich aber dann muss ich wirklich versuchen mit ihm irgendetwas zu üben oder zu unternehmen das ihm spass macht und versuchen auf diese weise seine Unart loszuwerden...
     
  6. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    am besten du bestrafst ihn fürs steigen, indem du ihn danach sofort seitwärts gehen lässt, bzw. ihn um die Vorhand schickst (falls das seitwärts nicht klappt). Wenn du in brenzligen Situationen bist und glaubst, dass er gleich hoch geht kannst du das auch schon vorbeugend machen. Durch das seitwärts werden die lateralen Muskeln verlängert/ bzw. verkürzt (andere Seite) und so kann er sich nicht auf die HH stellen.
    So hab ich das bis jetzt immer bei jungen Hengsten gemacht, die sich aufspielen mussten weil ein anderer Hengst/ Stute in der Nähe waren. Danach immer loben dafür dass er die Lektion so brav gemacht hat.
    LG
     
  7. cavalière

    cavalière Neues Mitglied

    Vielen Dank!
    ich werde das auf jeden Fall versuchen, das mit dem vorbeugend könnte schwierig werden, da er immer so abrupt wegspringt und wenn ich ihn da um seine Vorhand schicken wollte, müsste ich mich ja annährend neben ihn stellen und da weicht er einfach zurück und steigt dann. aber ich werde das ausprobieren und vielleicht werde ich es irgendwann auch mal vorbeugen können!
    Lg
     
  8. kraeg

    kraeg Inserent

    Hallo cavalière,

    vor einiger Zeit sollte ich mit einem Vollblut-Wallach ein Verladetraining machen, der ebenfalls an der Hand stieg.

    Meine Methode sind Seilwellen, die ich jeweils für einige Sekunden einsetze, um danach dem Pferd Gelegenheit zu geben, wieder "herunterzukommen". Das hat bisher immer schnell und anhaltend funktioniert. Dabei ist klar, dass ein steigendes Pferd immer eine Gefahr für den Führenden (später den Reitenden), für sich selbst, für andere Tiere, Menschen und Sachen ist und dass man ein solches Verhalten nicht mit gutem Zureden und Leckerlis abstellen kann!

    Daher muss sich die Korrektur-Methode an dieser Heftigkeit des Widersatzes orientieren - selbstverständlich ohne das Tier zu verletzen. Und genauso selbstverständlich beginne ich immer mit geringer Energie, die ich nur bei Bedarf erhöhe, und ich bin nie ärgerlich über das Pferd sondern immer ruhig und kontrolliert.

    Die Methode geht folgendermaßen: Im Roundpen oder auf einem kleinen Reitplatz trägt das Pferd ein stabiles, gut sitzendes Knotenhalfter, an dem ein ca. 3,50 m langer schwerer Führstrick mit einem kräftigen Karabinerhaken (für 400 kg Zugkraft) befestigt ist. Wenn das Pferd steigt rufe ich ihm zuerst als Warnung ein "NEIN" zu, um ihm die Chance zu geben, damit aufzuhören.

    Nimmt es diese Chance nicht wahr, schicke ich für etwa 3-5 sec zunächst sanfte Seilwellen zum Halfter und damit seinem Kopf, wobei der Karabinerhaken den kräftigen Unterkiefer trifft. Sinn der Sache ist, dem Pferd das Gefühl zu geben, dass der Mensch "genauso groß ist wie es selbst" und trotz seines Steigens an seinen Kopf greifen kann. Nach den paar Sekunden beende ich die Seilwellen und schaue, ob das Pferd wieder auf alle vier Hufe kommt.

    Tut es das, dann gehe ich zu ihm, lobe es mit ruhiger Stimme und langen ruhigen Streichelstrichen. Bleibt es oben, dann folgen die nächsten Seilwellen, wieder für 3-5 sec aber etwas kräftiger. Dann folgt wieder die Pause zum "runterkommen" usw.

    Abgesehen davon, dass auf den Hinterbeinen stehen keine bevorzugte Standweise für Pferde ist, wird der Steiger von den Seilwellen ziemlich schnell genervt und dazu gebracht, sein Verhalten zu ändern, um die unangenehme Antwort auf sein Steigen zu beenden.

    Letztlich ist es eine Diskussion zwischen Pferd und Mensch, ob das Pferd mit seinem Imponiergehabe die Führungsrolle behalten darf oder ob man ihm pferdegerecht vermittelt, die Führungsrolle selbst zu beanspruchen und auch ausfüllen zu können.
     
  9. cavalière

    cavalière Neues Mitglied

    Vielen Dank auch für diesen Beitrag!
    Ich werde mit ihm auf jeden Fall auch öfters im Roundpen arbeiten um auch diesem Problem "Herrin" zu werden, denn die Situationen sind z.T wirklich brenzlig und entweder wird er sich selbst einmal damit verletzen (weil er so heftig hochspringt, dass ich manchmal Angst habe, er überschlägt sich) oder jemand anderen.
    Die Idee mit den Seilwellen scheint mir sehr logisch und ich habe auch das Gefühl, dass er mir einfach oft sagen will "Ich kann viel grösser sein als du, also lass mich tun und lassen was ich will". Deshalb könnte das wirklich funktionieren wenn ich ihm zeige, dass ich ihn auch so noch "erreichen" kann.

    Ich arbeite meistens ohne eine Longe oder in diesem Fall einem schweren Führstrick mit ihm im Roundpen, aber ich werde nun auch einmal versuchen einen Führstrick zu benutzen um ihm in gewisser Weise auch näher zu sein und ihm seine "Dominanz-Spielchen" nicht durchgehen zu lassen.

    Und das mit dem nicht ärgerlich werden, versteht sich von selbst :holiday: denn sobald ich hektisch werde fühlt er sich in seinem Gehabe bestätigt und zeigt mir dass er noch hektischer kann als vorher, das hätte also überhaupt nicht die gewünschte Wirkung.

    Vielen Dank auch für die Links.
     
  10. Osaka

    Osaka Inserent

    Der Paintabsetzer ist beim Absetzen auch mal gestiegen.Das Fohlen war erst eine Nacht alleine in seiner Box neben Osaka.
    Die Paintmama ist mit den Pferdemädchen auf den Reitplatz gegangen und ich wollte Osaka, den Paintabsetzer und das Shetty draußen laufen lassen.Osaka war schon auf dem Paddock. Ich hab dann das Fohlen einzeln geführt.
    In dem Moment steigt das Fohlen und rennt in Panik 2 Galoppsprünge in Richtung Mama. Ich geb eine Parade und es stand. Dann fing es an zu steigen. Ich hab dann ne kleine Parade gegeben am Halfter und dann hat das Fohlen beinahe das Gleichgewicht verloren und wär beinahe hingefallen. Das Fohlen hatte sich erschrocken und ist dann willig und brav mitgekommen zu den anderen Pferden. Das Fohlen hat das dann nie wieder gemacht und hat auch Vertrauen zum Menschen bekommen, will immer gekrault werden etc.
    Es gibt ja gewisse "pferdige" Umstände, die sowas auch auslösen können. Ich denke, ich hab instinktiv richtig gehandelt. Das Fohlen ist jedenfalls jetzt lammfromm und fühlt sich in seiner kleinen Herde wohl. Bald werden dann auch die neuen Geschwisterchen und Halbgeschwisterchen geboren zum Spielen.:biggrin:
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Jan. 2011
Die Seite wird geladen...

Pferd steigt an der Hand - Ähnliche Themen

Pferd geht Rückwärts und steigt
Pferd geht Rückwärts und steigt im Forum Allgemein
Pferd steigt und rennt rückwärts im Gelände
Pferd steigt und rennt rückwärts im Gelände im Forum Pferdeflüsterer
Pferd steigt in Heuraufe und beschädigt sie
Pferd steigt in Heuraufe und beschädigt sie im Forum Pferdeflüsterer
Pferd beißt,steigt,schlägt ab und zu auf der weide,agressiv zum Besi. WAS TUN?
Pferd beißt,steigt,schlägt ab und zu auf der weide,agressiv zum Besi. WAS TUN? im Forum Pferdeflüsterer
pferd steigt plötzlich\ist unberechenbar
pferd steigt plötzlich\ist unberechenbar im Forum Pferdeflüsterer
Thema: Pferd steigt an der Hand