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Pferd steigt und rennt rückwärts im Gelände

Diskutiere Pferd steigt und rennt rückwärts im Gelände im Pferdeflüsterer Forum; Hallo zusammen, ich habe seit 2 Wochen ein Problem mit meinem Pferd und hoffe, dass hier jemand evtl. sinnvolle Tipps hat :) Mein Pferdchen ist...

  1. AS200385

    AS200385 Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich habe seit 2 Wochen ein Problem mit meinem Pferd und hoffe, dass hier jemand evtl. sinnvolle Tipps hat :)
    Mein Pferdchen ist ein Hannoveraner und 20 Jahre alt. Schon immer war er nicht ganz knusper in der Birne ;) Er hat Vollblut mit drin und ist generell sehr schreckhaft und ein kleiner Schisser! Er bockt auch gerne mal los (vor allem im Winter), aber mittlerweile ist das dem Alter sei Dank tatsächlich selten geworden :)
    Aber jetzt mal zum Problem: ich war vor 2 Wochen mit 'ner Freundin ausreiten im Wald auf Wegen und Strecken, die er in- und auswendig kennt. Aber plötzlich wollte er nicht mehr weiter laufen und ist nur noch rückwärts gerannt und gestiegen. Also nicht arg hoch aber so halb vorne hoch halt. Das hat er schon immer ab und zu mal gemacht, aber normalerweise beruhigt er sich wenn das andere Pferd mutig voraus läuft und geht dann mit. Im Zweifelsfall, wenn es doch mal gar nicht ging oder das andere Pferd auch nicht laufen wollte, half immer Absteigen, Stück laufen, dann wieder drauf. Diesmal nicht. Nachdem ich wieder oben war ging das ganze von vorne los. Wir haben es echt eine Weile versucht. Erfolglos. Das Problem bei ihm ist, sobald ich das Treiben anfange oder mit den Sporen komme, rennt er erst recht rückwärts und steigt noch mehr. Komm ich mit der Gerte, fängt er das Bocken an. Dann geht es nur noch im Wechsel vorne und hinten hoch. Ein Stück in "meine" Richtung rückwärts laufen funktioniert. Aber sobald ich wieder umdrehe gleiches Spiel. Kopf nach innen Richtung Knie stellen funktioniert auch nicht, da er dann nur noch über die Schulter seitwärts weg rennt. Und das Problem ist, dass er es immer an Stellen macht, wo es echt gefährlich wird irgendwann weil entweder Gräben an den Seiten sind oder Autos parken oder Baumstämme/Geäst rum liegt etc. So dass ich es nie wirklich durchziehen kann und am Ende absteig und halt ewig laufen muss bis wir zu 'nem Weg, der wieder Richtung Heimat geht. Dann geht's wieder. Daher kam er jetzt halt leider auch paar Mal damit durch, also zumindest hat er mich zum Absteigen gebracht damit. In seine Richtung bin ich nie, wenigstens zu Fuß in meine Richtung....;)
    Wie gesagt, das war vor 2 Wochen. Zwischendrin war ich dann mal alleine auf dem Feld, das ging gut. Und nochmal mit 'ner Freundin im Wald, das ging auch ohne Probleme. Heute war dann wieder Horror-Ausritt angesagt. Waren ne größere Runde und er hat es wieder voll durchgezogen. Steigen, bocken, rückwärts und seitwärts rennen. Keine Chance. Irgendwann ist meine Freundin abgestiegen und hat mich quasi geführt, damit er mich nicht jedes Mal zum Absteigen kriegt. Das ging. Zumindest bis zur nächsten Eskalation. Irgendwie haben wir dann auch die überstanden und kaum waren wir Richtung Heimat, ist er wieder gelaufen als wär nie was gewesen...
    Ich war echt fix und fertig nach dem Ritt heute und mit den Nerven völlig runter. Ich kenn ihn so einfach nicht und frage mich, warum er plötzlich mit 20 Jahren aus dem Nichts so ne Scheiße anfängt? Evtl. wird er ja dement oder so? ;)

    So ich hoffe irgendjemand liest diesen mega langen Text auch und noch mehr hoffe ich, dass mir jemand helfen kann :)

    Ach ja, in der Halle macht er das übrigens überhaupt nicht. Nur im Gelände.

    Viele Grüße
     
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    auch wenn es auf em platz nicht auftritt: mit 20 wäre es nicht ungewöhnlich, wenn der sattel, der immer passte, jetzt nicht mehr passt. (vielleicht benutzt du fürs ausreiten ja auch deinen springsattel?) der widerrist kommt mehr heraus, der rückenmuskel baut ab - jetzt grad zum ausklang des langen winters.

    dann drückt es bei bestimmten bodenverhältnissen, ist unangenehm und dein pferd zeigt dir das mit seinem unwillen an.
    lass mal bitte den sattel nachschauen.

    allgemein ist jedes reiten undd jeder reitunterricht förderlich, der zur realen kontrolle über dein pferd weiterhilft.
    dies sind gerade hälse und ein gewicht in deiner hand, bei dem du das maul deutlich spürst.
    alle methoden, die ein pferd seitlich im hals biegsam und auch der hand weich lassen, sind n.m.m. dafür ungeeignet, auch wenn deren vertreter noch so sehr meinen, dass es zur kontrolle verhilft.

    so was ist zb ein tipp aus einer falschen richtung reiten.

    allgemein: du wirst dein pferd ja schon länger haben und deshalb sollte es schon lange dein freund sein. nimm bei dir nicht die ratschläge vor ort an, die dir sagen, dass du dein pferd beherrschen können sollst, wo eben mit druck dein pferd bezwungen wird.
    such dir dort vor ort die hilfe, die einerseits die grundbedingungen wie gesundheit und sattelpassform checkt und dann dir zur besseren reittechnik verhilft.
     
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  3. Anschi

    Anschi Aktives Mitglied

    Dein Pferd ist nicht mehr das neueste Modell. Bei Villy tauchten ungefähr in diesem Alter Probleme auf, wenn er über Schatten/dunkle Flecke gehen sollte. Die Augen lassen in diesem Alter langsam nach. Da dein Pferd eher ängstlich ist, reagiert er dann auf Gegendruck extrem. Zähne und Rücken/Sattel würde ich auch überprüfen lassen. Gerade die reiferen Pferde klemmen sich mal was im Rücken ein, da die Muskularur abbaut. Halte doch einfach mal Rücksprache mit dem Tierarzt. Viel Glück bei der Problemlösung.
     
    Charly K., Elchhexe und PAweide gefällt das.
  4. AS200385

    AS200385 Neues Mitglied

    Danke für Eure Antworten. Er hat zwei Sättel und beide passen. Lasse ich regelmäßig anschauen. Zähne werden auch regelmäßig kontrolliert. Außerdem würde es ja dann beim reiten in der Halle und beim Springen etc auch Probleme geben. Als sein alter springsattel nicht mehr gepasst hat hat er das durch klemmiges laufen gezeigt. Sein aktueller hat extrem viel Platz am widerrist, wurde von 3 Sattlern angeschaut und alle haben in freigegeben :) komisch ist ja auch dass er es nur an den Wegen macht, die nicht Richtung Heimat gehen. So als hätte er einfach keine Lust. Und ja auch nicht immer. Der vorletzte Ausritt war komplett problemlos und das waren zum Teil die gleichen Wege wie gestern.
    Ich nehme übrigens regelmäßig Reitunterricht und da haben wir solche Probleme noch nie gehabt.
    Augen und Rücken werde ich mal prüfen lassen. Wollte eh schon länger mal wieder ne Ostheopatin holen. Allerdings glaube ich eigentlich nicht dass es was gesundheitliches ist, da ich denke, dass er es dann überall und immer machen würde...und er gesundheitliche Probleme eigentlich anders zeigt.
    Das mit nach innen zum Knie stellen war in dem Moment auch nur eine Notlösung. Hab halt alles versucht um ihn wieder vorwärts zu bekommen :)
     
     
  5. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Vermutlich hat er keine Lust?
    Das ist etwas das man Pferden nicht absprechen sollte.
     
    espe, Melli130 und Flauschball gefällt das.
  6. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Was ist deine erste Reaktion, wenn er das andeutet?

    Ich habe manchmal ein ähnlich es Problem, weiß aber, dass es zu 95% an mir liegt, die anderen 5% sind der Tatsache geschuldet, dass er ein wenig klebt, wenn er alleine raus soll.

    Ein komplette Selbstanalyse ergab für mich:
    Pferd war an einer Stelle seltsam, weil z.B. alleine draussen.
    Das nächste Mal an gleicher Stelle , mit anderem Pferd, erwarte ich trotzdem unbewusst eine Reaktion vom Pferd . Pferd merkt dieses, und stockt. Und dann, das ist bei mir eindeutig das Problem, nehme ich unbewusst die Zügel ein wenig an, kippe leicht nach vorne und bewege mein Pferd unbeabsichtigt dazu, rückwärts zu gehen. Da steht dann z.B. ein anderes Pferd, das man nicht rammen will, ein Baum, ein Graben.

    Also versuche ich, durch vermehrtes Treiben das Pferd ins Vorwäts zu bekommen, nehme aber versehentlich noch mehr die Zügel an, und Pferd sucht die Flucht nach oben und steigt ( bei uns nur angedeutet)
    Mein Fehler liegt hier eindeutig darin, dass ich in einer solchen Situation keine deutlich Vorwärts treibende Hilfe
    gebe.
    Der Einsatz einer Gerte als treibende Hilfe( nicht als Strafe) wirkt jedoch, und Pferd läuft vorwärts.

    Meist kann ich diese Situationen vermeiden, indem ich gezielt versuche, einfach unverändert weiter zu Reiten, einen Punkt dort fixieren wo ich hin will.
    Evtl versuche ich schon 100 m oder noch mehr vorher mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, aber niemals direkt an dieser Stelle .

    Keine Ahnung, ob dir das weiter hilft, ich weiß ja nicht, ob dein Problem ähnlich gelagert ist, und ob meine Erklärung verständlich ist.

    Edit: Grad fällt mir noch ein: Du schreibst, er kennt die Wege gut?

    Vielleicht zu gut? Vielleicht braucht er neue Herausforderungen?
    Seit wir in letzter Zeit durch einen Bach, einen steilen Berg runter und durch einen fremden Ort geritten sind gab es gar keine Diskussion mehr.
     
  7. AS200385

    AS200385 Neues Mitglied

    Das blöde ist dass man es bei ihm überhaupt nicht vorhersehen kann. Gestern war es gar kein Problem an der Stelle wo es beim letzten mal ein Problem war. Dafür an einer komplett anderen Stelle. Er bleibt dann einfach ohne Vorankündigung abrupt stehen und reisst den Kopf hoch. Meine erste Reaktion ist dann erstmal Beine zu und vorwärts treiben. Dann geht er vorne hoch und rennt rückwärts. Zügel nehm ich vermutlich in der Situation automatisch kürzer. Aber zwischendurch lass ich sie immer wieder locker und versuch ihn zu beruhigen. Je mehr ich treibe um so schlimmer wird es. Er macht dann richtige pirouetten auf der Hinterhand. Hab auch schon versucht mich bewusst nach hinten zu lehnen um ihm das rückwärts laufen zu erschweren. Auch ohne Erfolg. Gerte und sporen machen auch alles nur noch schlimmer (s. o.). Gestern ist meine Freundin mal drauf. Sie reitet besser als ich und hatte ganz lange ne steigende Stute. Auch sie kam nicht durch. Genau das gleiche Spiel.
    Normal ist es bei ihm an fremden Wegen eigentlich nur schlimmer und er glotzt alles an und bleibt dauernd stehen
    Ich kenn ihn halt so gar nicht wieder. Normal reiten wir entspannt am langen Zügel überall zusammen hin :( und wenn er mal zögert kann ich ihn meistens schnell überzeugen. Vor allem wenn das zweite Pferd voraus geht. Das ist ihm aber grade irgendwie alles scheißegal
    P.s. er klebt normal so gar nicht an anderen Pferden. Wenn ich alleine mit ihm draußen bin klappt es immer gut
     
  8. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Ich wette, der zeigt es lange davor an! Achte mal drauf, ich glaube, der kriecht vorher schon mit dem Kopf Richtung brust, kropft sich auf und reisst dann erst hoch
     
    Elchhexe, satine und Charly K. gefällt das.
  9. AS200385

    AS200385 Neues Mitglied

    Nein tut er nicht. Dann würde ich es ja merken ;) er läuft entspannt am langen Zügel und zack geht s los
     
  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Das geht halt aprupt da los wo er weiß das es den Weg lang nach Hause geht. Der will nicht den weiteren Weg gehen.
    Wenn er das früher nicht gemacht hat würde ich mich halt fragen warum er seine Einstellung dazu geändert hat.
    Er wird ja einen Grund haben.
    Das kann sonstwas sein, angefangen bei Hufen die im Gelände unangenehm drücken weil meinetwegen etwas kurz, oder weil er meint das ihn die Runden in dem Alter jetzt zu anstrengend werden.
     
    Lorelai, honey.79, PAweide und 2 anderen gefällt das.
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