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Pferd steigt und rennt Rückwärts im Gelände

Diskutiere Pferd steigt und rennt Rückwärts im Gelände im Pferdeflüsterer Forum; Hallo zusammen Vielleicht kann mir jemand helfen. Vorab es wurde alles abgeklärt. Zähne sind gemacht, die Osteo wahr auch da und der Sattel ist...

  1. 19marina98

    19marina98 Neues Mitglied

    Hallo zusammen

    Vielleicht kann mir jemand helfen. Vorab es wurde alles abgeklärt. Zähne sind gemacht, die Osteo wahr auch da und der Sattel ist auch angepasst.

    Das Problem ist meine Stute. Sie ist 10 Jahre alt und ein Deutsches Sportpferd. Ich habe sie seit Dezember und ich weis es dauert bis man ein Team ist. Ihr Verhalten empfinde ich aber nicht als normal...

    Es geht vor allem darum wenn wir ausreiten wollen... Es gibt Tage da geht sie ohne Probleme raus und geht ihre Runde. Wir halten die Runden noch klein um sie nicht zu überfordern und wiederholen diese auch oft. Seit 1 Monat hat sie aber angefangen, plötzlich die Hufe in den Boden zu rammen und nicht mehr vorwärts gehen zu wollen. Sie rennt dann richtig Kopflos rückwärts... Auch wenn Autos kommen rennt sie beinahe in die Autos. Egal wer daneben steht, die Person oder das Pferd werden umgerannt. Wenn man dann Treibt fängt sie langsam an zu steigen. Nicht sehr hoch. Aber sie geht vorne ein wenig in die Luft. Wenn man ihr dann eine mit der Gerte gibt, bockt sie. Nach 10 Minuten disskutieren ist es dann auch gut, dann geht sie weiter. Das geht leider immer wieder so auf dem Ausritt... Auch wenn ein anderes Pferd dabei ist... Sobald sie aber merkt das es nachhause geht, geht sie ohne Probleme nach vorne. Ohne ein Zucken. Sporen nützen absolut nichts. Sie ignoriert das einfach. Eine Person am Boden mitzunehmen klappt mal so mal so... Sobald sie merkt das die Person sie am Führstrick hält, hört sie auch auf mit Rückwärts gehen. Versucht es aber trotzdem immer wieder.

    Ich habe meinen Freund auch ein paar mal drauf gesetzt. Er ist Profi im Springreiten und hatte schon viele verschiedene Pferde. Als es bei ihm immer top geklappt hat mit ausreiten, habe ich vor allem ihn ausreiten lassen. Da ich mich einfach zu unsicher gefühlt habe. Jetzt hat sie das gestern aber plötzlich auch bei ihm angefangen. Er war am Ende völlig genervt.

    Wir haben schon versucht, das wir sie auf dem Platz richtig arbeiten und dann eine gemütliche Runde raus gehen zum ausschritten. Hat aber auch nicht geklappt.

    Sie hat jetzt auch angefangen sobald ihre Kumples auf der Weide sind, zu wiehern bis sie fast heisser ist. Sie ist völlig nervös obwohl ich sie nur bereit mache und der Sandplatz ist direkt neben den Weiden. Auch beim ausreiten wiehert sie und schreit sich richtig in Rage. Das ist aber nur wenn die anderen auf der Koppel sind. Wenn alle in der Box sind macht sie das nicht.

    Ich weis mit meinem Pferd leider nicht mehr wirklich weiter...

    Wir gehen schon 1-2x in der Woche in den Unterricht. Sie wird jeden Tag bewegt ausser einen Tag hat sie frei. Sie steht den ganzen Tag draussen und am Abend ist sie in einer Auslaufbox. Sie kriegt nur Heu und ein spezielles Futter ohne Hafer.

    Ach ja wir sind viel spazieren gegangen und da war sie die meiste Zeit wirklich sehr freundlich.
     
  2. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Das ist so ein Klassiker...

    Gründe kann es oftmals viele haben... Die Lösung ist so einfach wie schwer.

    Ich befürchte du hast zu lange falsch reagiert. Anstatt ihr Sicherheit durch souveränität im Umgang zu geben, bist du ängstlich geworden. Da sie es bei deinem Freund erstmal gar nicht versucht hat, ist das Problem vrmtl dein Sitz. Ich befürchte du klemmst und beginnst zu schieben, wenn du spürst, dass sie blockiert. Du reagierst dann in ihrem Muster und sie hat dich rasch zu lesen begonnen.

    Wie du schon selbst merkst, bringt alles nur kurz etwas. Ich würde daher erst mal gar nicht selbst ausreiten und auf dem Platz bleiben. Dort aber auch arbeiten und nicht schonen. Wenn du raus gehen willst, geh spazieren. In strammen Tempo. Versuche dein Pferd zu führen. Sei eine Person, der sie gerne folgt. Sei klar in deinen Aussagen nicht schwammig. Immer im Bewusstsein was du von ihr willst.

    Wenn sie schreit auf dem Reitplatz, dann schau, dass du dich nicht irritieren lässt. Du musst vorwärts wollen, nicht klemmen auf dem Rücken. Das gibt ihr mehr das Gefühl, dass sie Recht hat damit sich unsicher zu fühlen. Evtl hilft es dir auch, die erste Zeit mit jemanden auf dem Platz zu sein. Erst wenn du hier wieder ganz sicher bist würde ich ausreiten. Und dann auch nur mit jemandem, der dich führt. Du musst unbedingt vermeiden wieder in diese Situation zu kommen. Wenn du spürst, dass sie wieder klemmt und rückwärts will, lass nach vorne platz. Trab an! Lass sie die Nase oben halten und den Weg nach vorne finden.

    Im Grunde ist es eine schwere und doch leichte Korrektur. Wichtig ist dabei aber, dass du bei dir ansetzt und nicht bei ihr. Ich bin mir sicher, dass sie eigentlich ganz genau weiß was sie will.
     
  3. aquarell

    aquarell Inserent

    Für mich hört sich das an, als würde dein Pferd am Stall kleben.

    Das macht mein einer auch gerne, rennt rückwärts, reagiert nicht mehr auf´s Bein. Andere Pferde dabei sind auch keine Lösung. Wenn wir viel ausreiten, geht sein Getue langsam weg, geht er nur ab und ins Gelände, blockiert er wieder. Ab einer gewissen Distanz zum Stall geht es dann problemlos. In fremden Gelände überhaupt kein Problem.

    An der Hand hat er dies auch schon gezeigt, da wurde er noch gar nicht geritten.

    Am besten geht es, wenn wir einen Stallkumpel mitnehmen. Dann kann er sofort überall lang gehen, mit fremden Pferden geht er nicht weiter.
     
    Brigitte100 und ulrike twice gefällt das.
  4. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Wir haben Ende März. Wenn du sie seit Dezember hast und das Verhalten seit 4 Wochen andauert, ist die Sachlage eigentlich ganz klar! Dein Pferd ist völlig verunsichert! Es ist seit kurzem in neuer Umgebung, neue Artgenossen, neue Menschen, neue Routine. Du selbstbbist noch relativ unerfahren, und ein Pferd merkt das!
    Ich würde das Ausreiten zunächst komplett einstellen. Gehe täglich zu deinem Pferd, tüddel rum, putze, longiere oder mach irgendwelche Stangenarbeit. Führ-und Gehorsamsübungen sind gut, Arbeit vom Boden aus. Reiten ohne Druck, erst mal nur kennenlernen! Erst wenn hier eine harmonische Zusammenarbeit entstanden ist, und eine vertrauensvolle Beziehung besteht, solltest du ans Ausreiten denken.
    Dein Pferd wird mit dir mitgehen, wenn es dich gut genug kennt und ihr ein Team geworden seit!
     
  5. aquarell

    aquarell Inserent

    @Wanderreiter :
    das Problem ist aber nicht nur die kurze Zeit, in der die Besitzerin ihr Pferd, denn bei ihrem Freund macht sie es nun auch.
    Daher sieht das für mich nach Kleben am Stall aus. Und da braucht es viel Geduld bis es leidlich klappt.
     
    Brigitte100 gefällt das.
  6. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Hat sie aber auch schon versucht.
     
  7. Tagtraum

    Tagtraum Aktives Mitglied

    Beim Spazierengehen ist sie brav? Dann würde ich jedes Mal wenn sie spinnt absteigen und führen, bis sie sich beruhigt hat und dann wieder aufsteigen. Hat bei meinem vor einem Jahr gekauftem Pferd super funktioniert und war auch nur das erste halbe Jahr notwendig. Jetzt geht sie überall mit mir hin.

    Sie muss halt erstmal lernen, dass du auf sie aufpasst und sie nicht allein ist.
     
  8. aquarell

    aquarell Inserent

    eben, für die Stute sind die anderen Pferde ja noch eher fremd. Meiner hat ja von Geburt an seine feste Herde. Und mit einen von denen geht es dann rel. gut, mit allen anderen Pferden geht er nicht mit.
     
    Brigitte100 gefällt das.
  9. Barrie

    Barrie Inserent

    Eine Einstellerin bei uns hat nach dem Tod ihres Pferdes eine 14jährige Stute gekauft, die bis dahin in ihrem gewohnten Geländer super brav war. Bei uns ging es nach ca 2 Wochen so los wie von dir beschrieben. Gechillte Ausritte mit den beiden Hunden war nicht. Geholfen hat: Besitzerin hat andlich angefangen, "echt" reiten zu lernen, geht jetzt 1mal die Woche in den Unterricht, übt auch aml in der Halle (vorher "was soll ich n der Halle, langweilig"), Beritt durch eine sehr gute junge Frau, die ein Turnierpferd (western) bei uns stehen hat, regelmäßige Bewegung durch eine andere gut reitende RB. Und Stute und Besitzerin haben endlich einen draht zueinander gefunden, es heißt nicht mehr "die ist eine Enttäuschung, die ist blöd, die ist nicht so wie.....ihr XYZ. Sie hat vergessen, daß sie uns erzählt hat, daß sie von XYZ die ersten Jahre sehr oft geflogen ist....
    Also nur Mut und geh es auf allen Ebenen an. Ich seh es als Kleben im übrigen...
    Barrie
     
  10. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    @aquarell
    Aber auch der „gute“ Reiter ist für das Pferd völlig unbekannt! Wenn das Pferd wenig selbstsicher ist und nun auch noch in ungewohnter Umgebung, dann ist das Können des Reiters nicht so relevant.
    Wenn die Besitzerin sich viel mit dem Tier beschäftigt und auch reitet/Unterricht erhält, wird das Vertrauen gestärkt! Dann klappt das Ausreiten mit der Zeit von ganz allein! Man muß nur Geduld haben, eine Eigenschaft, die unter jungen Leuten nicht sehr weit verbreitet ist!
     
    ruffian und Tagtraum gefällt das.
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