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Pferd und Reiter- Team oder Gegner?

Diskutiere Pferd und Reiter- Team oder Gegner? im Allgemein Forum; Hi! Ich wusste keinen besseren Titel für mein Problem. :no: Nunja es geht um mich und mein Pferd. Ich bin 16 Jahre alt, reite seit 5 Jahren-...

  1. Blackangel

    Blackangel Neues Mitglied

    Hi!

    Ich wusste keinen besseren Titel für mein Problem. :no:
    Nunja es geht um mich und mein Pferd. Ich bin 16 Jahre alt, reite seit 5 Jahren- fast 6 Jahren- in einem Reitverein. Hab davor immer so Ponyreiten gemacht- also nichts besonders oder Gutes... Und ganz am Anfang- ab 5 Jahren voltigieren. Konnte also echt schon viel Erfahrung sammeln. Bin 2 Jahre lang in meinem Verein Schulpferde geritten und hab echt viel und schnell gelernt. Dann hatte ich 2 Jahre eine RB auf einem Warmblutwallach, hab mit diesen mein DRA IV gemacht. Wollte auch das DRA III machen, aber da es dann nie angeboten wurde- ging das halt nicht...
    Nungut nachdem der Reitstallbesitzer alle Pferde aus dem Stall schmiss- die Verträge kündigte, obwohl das nicht ging... musst ich mir was Neues suchen. Zuerst bin ich halt mit RB mit, war aber dann schon im Dezember 07 ab und an bei Proberitten von Pferden. Nachdem ich zweimal Pech hatte mit Pferden- eins wurde mir vor der Nase weggekauft- das andere kam net durch die AKU, kam endlich Carlo Colucci- mein jetztiges Pferd.
    Am 25. März 2008 zog er also bei mir im Pensionsstall ein. Er kam mit 4 Jahren zu mir. Hat einen guten Stammbaum, wobei man ja auch Papieren nicht reiten kann und eine gute Größe für mich. Seither ist verdammt viel passiert. Leider eigentlich nur Negatives. Carlo hat sich erstmal das Auge aufgeschlagen, was einen Monat zum verheilen gebraucht hat. Dann hatte er schlechte Leberwerte, was ca 3 Monate gebraucht hat, bis er einigermaßen wieder fit war. Ja, dann hatte er auch noch Pilz, hat mal 5 Tage lange, wegen einer Kappelei auf der Koppel, gelahmt und im Winter ist er mir dann auch noch aus dem Paddock gesprungen, abgehauen und auf dem Eis ausgerutscht- was erneut einen Monat zum heilen brauchte. Viel Zeit zum Aufbauen oder Ausbilden hatte ich also nicht. Denn im Winter hat er mich auch mal heftig abgebuckelt, sodass ich mich dann auch verletzt hab... Naja und als ich dann endlich mal richtig anfangen konnte, gings einfach gar nicht gut. Ich acker mich jeden Tag von neuem ab und sehe einfach überhaupt keine Erfolge. Jede Stunde ist es dasselbe- erstmal muss er abfragen, wer der Chef ist und erstmal stellt er nur auf stur. Ich kann ihn kaum am Zügel reiten, weil er sich schon alle möglichen Tricks angewöhnt hat und das vorwärts fehlt auch vollkommen. Und keine Panik- ich habe zweimal wöchentlich Beritt auf ihm. Zusätzlich zwei Dressur und eine Springstunde. Longieren und Ausreiten tu ich auch wöchentlich- sodass eigentlich einn guter Plan entstanden ist. Wir machen auch nicht allzuviel, also ist er keineswegs überfordert und auch nicht unterfordert. Meine Bereiterin kommt ganz gut mit ihm klar, wobei sie auch wesentlich größer und kräftiger ist als ich... Leider hat die nie Zeit mir Stunden zu geben, sodass ich wieder ne andere RL für Dressur und nochmal eine andere fürs Springen habe. Die, die mit mir Dressur macht, saß nun auch schon oft auf ihm. Teil sogar anstatt mir... Sie kämpft auch ordentlich mit ihm, schwitzt und stöhnt, ist aber im allgemeinen sehr zufrieden mit ihm. Ich weiß aber jetzt einfach nicht mehr was ich machen soll.
    Meine Mutter, die sich zwar kaum mit Pferden auskennt, aber zwanghaft quasie dazugelernt hat, sagt mir immer wieder, dass es furchbar aussieht, wenn ich Carlo reite. Wenn ich auf anderen Pferden sitzte, kann ich diese schön rund reiten, von hinten nach vorne, habe richtig Spaß und einen guten Sitz. Nur bei meinem eigenen nicht... Und das ist echt deprimierend.
    Um feinere Hilfen zu geben und nicht die Hacken reinbohren zu müssen, benutzen ich Sporen. Aber auch das hilft nur mäßig... Beim Springen ist Carlo gut und das macht mir auch noch einigermaßen viel Spaß. Aber ich kann ja nicht nur springen... Nichtmal ausreiten ist er flott. Nur im Galopp fängt er dann aus purer Laune zu buckeln... Sowas stört mich nicht, aber er könnte dann auch echt mehr vorwärts gehen. Gerte hilft nichts- sogar wenn RL mit Peitsche in Bahn steht und mich quasie longiert ist ihm das Schnuppe. Ist das meine Schuld? Hab ich ihn etwa so flasch geritten- oder gibt es einfach so flegmatische Pferde? Sattel, Hufe, Zähne, Rücken, Beine- alles ok- haben wir alles durchchecken lassen...

    Was meint ihr könnte ich es noch tun? Oder hab ich doch einfach ein falsches, unpassendes Pferd und wir raufen uns nie zusammen?

    LG
     
  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Das hört sich echt nicht so toll an..
    Du sagst, du hast ihn 4-jährig bekommen? Wie weit war er denn zu dem Zeitpunkt reittechnisch? War er da gerade erst angeritten oder ging er schon längere Zeit unterm Sattel?

    Ich denk, nach diesen ganzen Pausen und Rückschlägen ist er vllt einfach noch ein bisschen überfordert mit allem, bzw kann er ja vom Ausbildungsstand eigentlich gar nicht sooo weit sein, wenn ihr - wie du sagst - eigentlich nie zum trainieren gekommen seit?
    Wie lange reitest du ihn denn nun schon wirklich regelmäßig, ohne Verletzungspausen dazwischen?

    Spontan würd ich sagen: Gib euch noch ein bisschen Zeit, wenns dressurlich nicht klappt, macht irgendwas anderes und probiers ohne Zwang und Druck in ein paar Monaten wieder mit dem "richtigen reiten".
    Dieses "nicht vorwärts gehen" und klemmen usw könnten auch einfach nur Balanceprobleme oder ähnliches sein. Vllt braucht der noch ne Weile.
    Wie alt ist er denn jetzt? Kann auch sein, dass er grad nen Wachstumsschub durchmacht und daher bisschen schlapp und träge ist, das kommt bei den Jungspunden ja öfter mal vor.. ;)
     
  3. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hallo Blackangel,


    ich kann Deinen Frust gut nachvollziehen - wenn das Reiten auf dem eigenen Pferd keinen Spaß macht...

    Ich persönlich finde, daß es keine Schande ist, wenn man sich von dem eigenen Pferd trennt, weil es einfach gar nicht paßt - vorausgesetzt, man sucht in aller Ruhe ein wirklich gutes Zuhause für den (ehemaligen) Partner.


    Aber: Bei Dir hab ich jetzt nach dem ersten Lesen noch ein paar Gedanken, woran es bei Euch hapern könnte...

    1) Du reitest ziemlich leistungsorientiert - Dressur, Springen, Beritt, Training.
    Dein Pferd ist jetzt 5 und das erste Jahr im wirklichen Training, oder? Dadurch, daß er so oft "ausgefallen" ist...
    Auch, wenn Du schreibst, er sei nicht überfordert - für mich hört sich das durchaus so an, als KÖNNTE es so sein.
    Gerade das "Büffelige", "Phlegmatische" spricht für mich dafür, das habe ich oft bei überforderten Jungpferden gesehen / gespürt. Natürlich kann es auch ein Charakterzug sein - aber eben auch Überforderung.
    Kannst Du die Trainings etwas "einkochen"? Einmal in der Woche Springen, einmal Dressur, einmal Longieren oder Beritt, und den Rest der Woche "tüddeln"?
    Momentan hast Du ja 7 Blöcke, oder? 2x Beritt, 2x Dressur, 1x Springen, 1x Longieren, 1x Ausreiten.
    Ein Pausentag ist für einen 5jährigen sicher gut!

    2) Wie wird er denn gehalten?
    Hat er genügend Auslauf / Kumpels / Freiraum, um abzuschalten, zu entspannen?

    3) Wie wäre es, wenn Du neben dem "strengen" Programm mal neue Erfolgserlebnisse für Euch beide schaffst?
    Bodenarbeit, Zirzensik, Badeausritte, mal ein Lehrgang, Massagen,... - einfach mal abseits der reinen Leistung arbeiten.
    Das hätte noch den Nebeneffekt, daß...

    4) ... er nicht mehr jede Stunde abfragt, wer der Chef ist - stimmts am Boden, seid ihr dort ein TEAM, wird sich das auch auf das Reiten auswirken.
    Lerne, ihn zu verstehen - und er versteht besser, was Du willst. Dann könnt ihr auch gemeinsam kämpfen und siegen!


    ...Dann könntest Du in einem Jahr immer noch schauen, ob ihr nicht passt, oder, ob ihr einfach noch keine Gelegenheit hattet, zu passen. :1:


    Joa, mein Senf. :1:


    LG, Charly


    EDIT: Lore war schneller! :wink:
     
  4. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Ich kann Charly K. und Lorelai nur zustimmen. Gib euch beiden mehr Zeit und auch Freiraum.

    In welcher Haltungsform steht er denn? Hat er viel Koppelgang oder steht er vielleicht sogar im Offenstall?

    Mich würde auch noch interessieren wie er sich grundsätzlich dir gegenüber verhält? Hast du sonst keine Probleme mit ihm? Bspw. beim Putzen, Führen ect.?
     
     
  5. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Also erstmal vorab, zur Aufmunterung: von so einem nicht ganz so einfachen Pferd kannst wesentlich mehr lernen als von einem "Selbstläufer" :yes:
    Also Kopf hoch! Auch wenn`s schwierig ist :wink:

    Ist er gesundheitlich fit? Hast mal Blut untersuchen lassen?

    Wenn du ihn frei laufen läßt, Koppel, Halle oder sonstwo, wie ist er dann? Läuft er da gerne und rennt sich auch mal aus? Oder ist er da auch eher zäh und träge?

    Hat er täglich freien Auslauf?

    Möglichst mit Artgenossen gemeinsam?

    Wie ist`s um seine Kondition bestellt? Vielleicht wäre das auch erstmal ein Ansatz? Erstmal mehr Kondition aufbauen. Denn vielleicht liegts nicht am Wollen, sondern am Können.

    Um so mehr Kondition er aufbaut. Um so leichter fällt ihm natürlich auch, was du von ihm forderst.

    Man darf immer nicht vergessen, dass ein Pferd das ja nicht macht, nur um dich zu ärgern. Sondern dass es irgendeinen Grund gibt, warum.
    Klar, die testen auch mal aus, was Sache ist. Ist ja völlig normal. Aber so wie du das hier beschreibst denk ich ganz spontan an irgendeinen körperlichen Mangel.

    Unter Umständen kann das schlichtweg ein Mineral- oder Vitaminmangel sein. Oder wirklich Konditionsschwäche. Noch nicht genügend Muskeln. Etc etc etc.

    Evtl auch noch größere Probleme mit Losgelassenheit. Mit Lockerheit. Mit der Balance.

    Und nicht zu letzt: nicht jeder Mensch ist Hochleistungssportler. Und ebensowenig jedes Pferd.
     
  6. Blackangel

    Blackangel Neues Mitglied

    Hi ihr alle!

    Erstmal ganz dicken Dank für die schnellen Antworten.

    Mhm... erstmal zum Überfordern. Also nein, ich bin keine Reiterin, die voll auf Druck geht und Turnier anstrebt. Ja.. später vielleicht mal 2 im Jahr, halt auch DRA III nachholen. Aber das hat alle Zeit der Welt. Es ist mir egal- ob ich nächstes Jahr oder in 5 Jahren das Abzeichen mache. Und ich vergleiche gerne meinen mit anderen Jungpferden und da ist er noch einer von denen, die wenig gestrizt werden.
    Seit ich eine neue Dressurlehrerin habe, habe ich erstmal lernen müssen ihn ran zu nehmen. Sonst war ich echt beim Reiten gern mal lockerr, entspannter, weniger... Hab ihn mit etwas längeren Zügel vorwärts- abwärts laufen lassen.
    Als er zu mir kam, war er angeritten, aber schon sehr gut. Er hatte ein gutes Gleichgewicht im Vergleich zu anderen Jungpferden, konnte schon etwas springen, kannte die grundsätzlichen Reiterhilfen... Wurde alt, um einen guten Verkaufseindruck zu machen, etwas zu hoch geritten für sein Alter. Aber das kann man ja auch gut ändern.
    Und Kondition hat er auch sehr viel. Und ich reite auch niemals länger wie eine Stunde dressurmäßig. Springen ist meist so ne halbe/ dreiviertel Stunde und da sind wir auch zu zweit, was heißt, dass er immer wieder schöne Pausen hat.
    Im Gelände sind wir auch schon baden gegangen, sodass der da seinen Spaß haben darf.
    Mhm... in der Dressur mache ich halt jetzt alle GGA und Schenkelweichen, damit er den Schnekel besser annimmt. Eigentlich ist das eine bescheuerte Übung, weil ja kaum Vorwärts drinnen ist, aber meine RL meint, dass er den Schnekel akzeptieren muss und das diese Übung gut ist, dass er in der Hüfte lockerer wird.
    Ich hatte schon den Tierarzt der, der alles untersucht hat. Auch mit den Hufen und dem Sattel ist alles in Ordnung. Zudem bekommt er noch Zusatzfutter. Einmal "Struktur Energetikum" und dann noch "Dragees" und noch so ein Aufbaufutter. Natürlich bekommt er auch Saftfutter...
    Er kommt täglich auf die Koppel- derzeit halbtags und dann noch auf den Paddock, weil die Koppelsaison leider spät anfing und die sich erst noch an das Grad gewöhnen müssen... Er steht mit einer Gruppe von 7 Pferden draußen, mit denen er immer auch gut spielt. Also kann es das wohl auch nicht sein. Ach so- er steht in einer Außenbox.
    Mhm... ansonsten, beim Longieren ist es meist so, dass man die Bremse finden muss, aber auch nicht immer. ^^ Wenn man ihn laufen lässt, wälzt er sich und steht dann meist etwas dämlich in der Gegend rum. Wenn man dann zu ihm geht, läuft er mir schon auch nach- aber immer den kürzesten Weg nehmend ^^
    Im Gelände kommt es mir so vor, dass er immer träumt, dann irgendwann kurz aufwacht- ganz dämlich guckt, weil er nicht weiß wo er ist und dann wieder träumt ^^
    Ja... so siehts aus. Ich hatte auch mal eine Frau da, mit der ich so nen Monat nur Pferdeverhalten gemacht habe- Bodenarbeit und sowas. Hat aber nichts gebracht. Im Umgang ist er super lieb. Er kommt immer sofort, wenn ich ihn rufe. Folgt mir überall hin, bleibt brav stehen, zieht nicht, stößt nicht- nichts. Er kann auch ganz alleine wo stehen bleiben und warten, alles kein Problem. Ein kleiner Clown ist er halt ganz gern- wenn man vor seiner Box steht und ihn nicht beachtet, schmeißt er mit Dingen um sich. :D

    Zu den Pausetagen- das habe ich mal versucht, aber dann ist er am nächsten Tag steif und noch fauler. Also er braucht dieses stetige bewegen irgendwie. ...
    Im Winter, als eben auch leider Koppeln gesperrt waren, hatte er so 1,5 Monate voll die Phase des Buckelns und Durchdrehens. Ganz komisch... Also er kanns- denn an der Longe zeigt er teils auch hengstiges Verhalten. Nur wie bekomm ich ihn beim Reiten auch dahin?

    Also konstant reite ich ihn nun sein Januar etwa. Zuvor eben immer mit diesen Krankheitspausen.

    *seufz* Ich weiß echt nicht weiter. So viel hab ich ja schon versucht... Nur mit Stimme reiten, Pausen machen, zurückstufen...
    Im Grunde ist es total dämlich so viel versucht zu haben, aber man macht das einfach, wenn man nicht weiter weiß.

    LG
     
  7. gagamaus

    gagamaus Neues Mitglied

    statt schenkelweichen würde ich dir eher zu schulterherein raten weil beim schenkelweichen tritt dass pferd an seinem schwerpunkt vorbei.
    sonst kann ich dir net viel helfen da kenn ich mich zu wenig aus- leider
    l.g.
     
  8. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    ich find das Schenkelweichen gar nicht verkehrt. Im Gegenteil.

    Um wirklich dir Reaktion auf den Schenkel zu trainieren und zu verfeinern.

    Wobei das ja Schulterherein etc. nicht ausschließt ;-)

    Sag mal, wie läuft er denn im Schritt? Taktrein? Oder zeigt er da evtl Taktunreinheiten wennst die Zügel aufnimmst?

    Gut, er scheint ja insgesamt eher ein ruhigerer Typ zu sein.

    Von daher wird er wahrscheinlich nie ein Vonalleinläufer werden :wink:

    Aber wichtig ist halt, dass du auf keinen Fall anfängst, ständig mehr und mehr zu treiben und zu drücken.
    Sondern darauf zu bestehen, dass er sofort zu reagieren hat, wenn dein Schenkel kommt.

    Das klingt jetzt hart, aber letztendlich muss der Respekt vor deinem Schenkel größer sein als die "Faulheit".

    Das heißt im Klartext, dass du lieber bei mangelnder Reaktion einmal ordentlich den Schenkel einsetzen solltest - und dann wieder so, als ob nichts war (JEDE Reaktion darauf nach vorne SOFORT LOBEN!!!! auch wenn`s ein Sprung nach vorne ist!) weiter reiten.

    Auf keinen Fall immer mehr und mehr treiben und treiben und treiben. Das bringt meist gar nichts! Oder sogar den gegenteiligen Effekt.

    Wie stellt er sich denn beim Schenkelweichen an? Sortiert er die Beine gut? Reagiert er gut auf deine Hilfen?

    Wie sieht`s mit kleineren Tempowechseln aus? (also nicht Mitteltrab oder so, aber mal bißchen verlängern und wieder verkürzen...)

    Kannst du ihn gut sitzen?

    Wenn er an der Longe besser vorwärts läuft gibts eigentlich spontan 2 Möglichkeiten:
    entweder dort hat er einfach mehr Respekt vor deinen Kommandos oder der Reiter blockiert ihn in der Vorwärtsbewegung und bremst ihn dadurch aus.

    Das würde dann also bedeuten, möglichst auch an Sitz und Balance mit zu arbeiten. Und lieber etwas leichter einzusitzen. Nicht ZU viel Druck mit dem Gewicht zu machen. Gewichtshilfen ja. Aber nicht zu viel Druck.
    Gegebenenfalls zwischendurch einfach mal leichttraben oder leichter SItz galoppieren und dabei mal etwas über Tempo. Um immer wieder Schwung rein zu bekommen.
     
  9. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Was mir noch zusätzlich spontan auffiel: deine Bereiterin hat keine Probleme mit ihm, aber bei dir ist er fest und triebig und du bekommst ihnkaum an den Zügel. Deine Dressur-RL kämpft auch mit ihm ... reitet deine Bereiterin vielleicht zu stark, so dass ihr das nicht nachreiten könnt?
    Du schreibst "... wobei sie auch wesentlich größer und kräftiger ist als ich... " Setzt sie ihre Größe und Kraft dann auch ein? Das hätte nämlich auch leicht die von dir beschriebenen Symptome zur Folge. Eigentlich ist ja die Aufgabe eines Bereiters, ein Pferd so zu reiten, dass der Besitzer es problemlos nachreiten kann.
     
  10. Blackangel

    Blackangel Neues Mitglied

    Hi ihr!

    Nochmal ganz herzlichen Dank für die Antworten!

    Also Schulterherein üben wir auch, aber wichtiger ist uns im Moment das Schnekelweichen, damit er eben auch mal seine Hinterbeine ordentlich unter den Schwerpunkt bringt und Gewicht aufnimmt und auch in der Hüpft richtig schön locker wird.
    Er macht das gar nicht gut- ich kann ihn selbst zum Schenkeltreiben kaum bewegen, weil mir die Kraft, wie auch meine RL sagt, fehlt. Und das ist echt ärgerlich. Wir üben es schon immer und ich lob ihn auch sofort, wenn er was brav macht- aber wie soll ich was nachreiten, wo mir einfach die Kraft fehlt? :(

    Meine Bereiterin ist eigentlich recht fein und ich konnte schon einige Pferde von ihr gut nachreiten. Nur mein eigenes geht nichts... Ich merke keinen Unterschied ob sie 5 Tage zuvor oder nur einen zuvor drauf saß. Was ja eigentlich anders sein sollte, oder?

    Manchmal glaub ich einfach, dass man Carlo echt mit Kraft reiten muss. Was sich doof anhört, weil ich ungern sowas sage. Er wurde von einem Mann angeritten, einem sehr großen- vielleicht hat das damit auch was zu tun?

    Ach so.. noch zu den Fragen, ob ich ihn gut sitzten kann etc: Naja es geht so. Ich sitze ihn derzeit kaum aus, weil RL halt erstmal das Vorwärts reinbringen will. Wenn ich aber aussitze läuft er meist besser am Zügel und so... Aber das vorwärts ist nicht besser und oft wirds dann recht holprig, wenns mal beim aussitzten da ist...

    Zu den Gangarten. Er hat einen astreinen Schritt. Tritt mindestens 5 Hufbreit über und geht locker- aber nicht immer vorwärts ^^
    Trab ist halt nicht so seine Stärke, weil er einfach auch ein Springpferd ist. Aber auch da läuft er ganz nett....
    Galopp hat er wiederrum einen sehr guten. Ich muss ihn halt noch mehr auf die Hinterhand bekommen, was aber mit Sicherheit mit der Zeit auch kommt.

    Nur frage ich mich, ob ich halt jetzt immer- mein Leben lang- ein faules Pferd habe, oder ob man das auch noch ändern kann. Als ich ihn Probe geritten bin, lief er halt einfach. Nicht zu schnell, nicht zu langsam. Er reagierte gut auf meine Hilfen und hat mich akzeptiert. Mhm... aber klar, da hatte eben auch Vollberitt von einem Mann :(

    LG
     
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