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Pferd wieder anreiten nach Pause

Diskutiere Pferd wieder anreiten nach Pause im Allgemein Forum; Hallo, Ich habe mir vor ca. 1 Jahr ein Pferd von der Rennbahn geholt. Mit der Hilfe einer Trainerin haben wir mein Pferd soweit umgeschult, dass...

  1. Fini2701

    Fini2701 Mitglied

    Hallo,
    Ich habe mir vor ca. 1 Jahr ein Pferd von der Rennbahn geholt. Mit der Hilfe einer Trainerin haben wir mein Pferd soweit umgeschult, dass ich entspannt in der Halle Schritt und Trab reiten kann. Jedoch war der Galopp noch sehr Verbesserungswürdig. Auch die Haltung meines Pferdes.

    Nun hatte mein Pferd eine ziemlich lange Pause. Ca. 5 Monate.

    Doch wie trainiere ich mein Pferd jetzt wieder an? So ein Umschulungsprozess dauert doch eigentlich mehrere Jahre. Und durch die Unterbrechung müssen wir ja wieder bei den Grundlagen beginnen.

    Ich werde jetzt anfangen mit Longieren, Bodenarbeit, Joggen etc. Wie lange dauert es bis Konditionen und Muskeln wieder da sind? Ich habe viele verschiedene Artikel und Bücher gelesen. Dort stand das man zwischen 1 und 5 Monate braucht bis die Muskeln wieder da sind. Aber 5 Monate kommen mir doch sehr lang vor. Oder?

    Aber wir geht es dann weiter? Wie beginne ich korrekt mein Pferd wieder auszubilden? Ich möchte mich nicht blind draufsetzen. Da habe ich er was Respekt davor. Ich habe überlegt sie Longieren zulassen während ich mich draufsetzen. Und dann immer weiter verlängern.

    Also z.B. erst 10 min Schritt an der Longe. Später dann ein paar Trabrunden. Wenn das klappt alleine im Schritt usw.

    Habt ihr Ideen bzw. eigene Erfahrungen?

    Zum Schluss noch ein kleines Problem:
    Mein Pferd möchte konsequent nicht in die Dehnungshaltung. Von alleine würde sie nie in die Dehnungshaltung. Ob beim Longieren, egal ob ohne Ausbinder oder lockere Ausbinder. Sie geht mit dem Hals runter. Bis der Hals waagerecht ist. Das war's auch schon. Beim reiten genauso.
    Eine Stallkollegin meinte: "Dann musst du sie halt jeden Tag fest ausbinden."
    Doch das möchte ich absolut nicht und finde es auch nicht gut.

    Ich bin dankbar für jede Antwort.
     
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    dein pferd stand und steht derweil ja hoffentlich auf der weide, deshalb kann man davon ausgehen, dass sie innerhalb von 2 wochen wieder auf einem alten stand von vort der pause wäre. also so, das man eben etwa 1 h normal reiten kann (noch keine wanderritte und keine hochleistung im sportbereich).
    deine vorstellung, wie langsam man aufbauen muss, wirkt extrem übertrieben. du kannst nach 1 woche schon wieder etwas traben und galoppieren und insgesamt etwa eine gute halbe stunde reiten.

    ansonsten glaube ich, dass eure probleme daher rühren, weil du einem schlechten trainer untergekommen bist. diese derzeit bei einen so moderne "dehnungshaltung" ist falsch und nichts schönes fürs pferd, weil es so klingt, als sollst du diese mit deinen händen erreichen und ansonsten hilfszügel nehmen.
    ein hals eines blüters tiefer als die waagerechte ist ebenfalls falsch.
    dein pferd muss ja gucken können wohin es läuft und es muss von der vorhand wegkommen dürfen.
    es scheint, als wenn dein pferd ein lehrmeister für dich ist und dir schon zeigt, wo du falschen leuten vertraust.
    wenn du weiterhin versuchst, den hals und kopf tief zu bekommen, wird sie dies mit rückenschmerzen und unkontrolliertem laufen, ggf panikreaktionen beantworten.
    dass du in deiner ersten zeit zusammen noch nciht zum galopp gekommen bist macht eigentlich schon deutlich, dass deine ratgeber dir da falsches beibrachten.
     
  3. Fini2701

    Fini2701 Mitglied

    Ich glaube ich habe es etwas falsch geschrieben. 1. Ja natürlich stand mein Pferd auf der Weide.
    2. Die Informationen wie lange man braucht um das Pferd wieder zubemuskeln habe ich aus verschiedenen Büchern und Artikeln genommen. Das sind also nicht meine Vorstellungen. Und da mir diese unterschiedlichen Angaben so falsch vorkommen, wollte ich noch Meinungen ja diesem Forum.

    3. Mein Pferd geht trotz arbeiten nicht durchs Genick. Beim reiten arbeite ich mit vielen Übergängen, gebogenen Linien etc. aber mein Pferd gibt nie wirklich nach. Der Hals ist waagerecht. Aber mein Pferd geht nie durchs Genick. Das hat zur Folge das mein Pferd am Hals nicht wirklich aufbaut. Ich möchte auf keinen Fall das mein Pferd hinter der ssenkrechten geht. Ich glaube mein Text war etwas undeutlich formuliert.

    4. Doch ich bin schon galoppiert. Auch mehrmals. Allerdings habe ich selber Grenzen gezogen. Ich reite nicht allzu lang. Unser erster Galopp war unfreiwillig. Da ist mein Pferd aufgrund meines Fehlers durchgegangen. Danach war das Vertrauen in den Galopp erstmal weg. Dann habe ich es mir zusammen mit meinem Trainer wieder erarbeitet. Erst an der Longe und dann wieder frei. Dann war es Winter. Man hat mir im Rennstall gesagt, dass mein Pferd im Winter etwas schwierig ist da es sehr sehr viel Energie hat.
    Resultat: 30min. durchgehend galoppieren und buckeln an der Longe.
    Das war der Punkt wo ich erstmal nicht galoppiert bin. (Sie war aber in Beritt und wurde auch unter dem Reiter galoppiert). Den was nützt es mir zu galoppieren aber unsicher zu sein. Mir ist es wichtig das alles langsam anzugehen und nichts zu überstürzen.
     
  4. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Fini, wenn Du magst, kann ich (jahrelange Erfahrung mit aktiven Rennpferden und natürlich auch deren Umschulung zum zuverlässigen Reitpferd) Dich ein wenig unterstützen, das sprengt aber den Rahmen so eines Threads und kann besser im einzelnen Dialog per PN oder E-Mail erfolgen.
     
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  5. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Wenn euer Training gut war, muss man nicht wieder bei den Grundlagen beginnen. Man wird das abrufen können was das Pferd verstanden hat. Deshalb würde ich das reiten kurz halten, wegen fehlender Muskulatur, aber trotzdem reiten. Zehn Minuten warm führen, 10-20 Minuten reiten, nochmal führen.
    Ich geh jetzt mal davon aus, dass es ein ganz normales Pferd ist und kein abgeklappertes was nicht mal genug Muskulatur für sich selber hat.

    Beiß dich nicht am Hals fest. Wenn die Muskulatur und ggf gegenarbeitende Muskulatur wie unterhals vorhanden ist, dauert das einfach. Die können den Kopf gar nicht senken. Das zu erzwingen durch runterbinden ist ziemlich gemein, weil tut weh. Das erarbeitet man sich einfach mit der Zeit.
     
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  6. Bumblebee1

    Bumblebee1 Aktives Mitglied

    Wie lange dein Pferd braucht, um dich wieder tragen zu können ohne Schaden zu nehmen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Ich denke schon, dass der Zeitraum zwischen einem und fünf Monaten liegen kann.
    Ich finde, dein Plan hört sich nicht schlecht an. Du kannst ja auch longieren und dich dann ein paar Minuten drauf setzen. Schau dir die Rückenmuskulatur an, streiche mit dem Daumen und Zeigefinger links und rechts entlang der Wirbelsäule, dadurch spürst du auch, wie empfindlich eventuell der Rücken noch ist.
    Aber mit ein paar Minuten machst du wohl nichts verkehrt, es sei denn, das Pferd ist abgemagert und in einem desolaten Zustand. Wenn es aber in gutem Futterzustand ist und auf der Weide war, dann wird es einen Reiter sicher für kurze Zeit tragen können, denn auch dadurch werden ja auch erst die richtigen Muskeln gebildet.
    Und das kannst du dann langsam steigern.
    Sicher würde es aber eurem gegenseitigen Vertrauen auch gut tun, zwichendrin das Training mit spazierengehen zu erweitern, für die Muskelbildung gern auch nach Möglichkeit Berge rauf und runter.

    Zu der Dehnungshaltung und Ausbindern. Wenn du dein Pferd ausbindest und es regt sich auf ( das nehme ich bei einem ehemaligen Galopper doch an), wird es sich dagegen wehren und den Rücken wegdrücken und die falschen Muskeln bilden, so kann es zu einem Unterhals kommen. Wichtig ist, dass das Pferd auch unausgebunden nicht den Kopf nach oben reißt und den Rücken wegdrückt. Und was das "fest ausbinden" , dass deine Stallkollegin da rät, angeht, so würde ich das auf gar keinen Fall machen. Fest ausbinden geht ja so mal gar nicht.
    Wenn es den Kopf waagerecht nach vorn nimmt ( und du schriebst ja, dass es das macht) , ist erstmal alles in Ordnung. Gib ihm den Rahmen, den es sich selber sucht. Halt die Zügel nur in leichter Anlehnung und verkürze nur vorsichtig und frage an, ob es von selbst den Rahmen verkürzen möchte, weil es dann irgendwann von hinten an den Zügel herantritt. Nur so bekommst du eine reelle Anlehnung und später auch Dehnungshaltung. Du hast ja auch einen Trainer dabei. Versuche so wenig wie möglich, mit der Hand einzuwirken.
    Einen Galopper umzutrainieren ist schon eine echte und langwierige Aufgabe.
     
  7. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Hallo Fini2701,

    Deine Fragen sind von vielen Faktoren abhängig.

    Wie lange es dauert bis wieder gut aufgemuskelt ist hängt zum einen davon ab, wie stark abgemuskelt das Pferd ist, zum anderen warum es abgemuskelt hat (nur einfach Reitpause oder aber krankheitsbedingte Pause), wie die Haltungsbedingungen in den letzten 5 Monaten waren und aktuell sind (ergo die tägliche Eigenbewegung) und dann natürlich davon, wie gut Du selber das Pferd aufmuskeln kannst. Da Muskeln allerdings sowieso mindestens 6 Wochen benötigen, bis das erste Wachstum sichtbar wird, kann ein Monat schonmal überhaupt nicht klappen.

    Weiter zur Frage, wie man aufbauen sollte. Kommt ebenfalls drauf an, wie stark abgemuskelt ist. Wie schaut die Oberlinie aktuell aus, ist sie tragfähig? Falls ja, würde ich persönlich (weil ich aufmuskeln besser von oben kann) direkt mit dem Reiten beginnen; ist die Muskulatur nicht tragfähig, würde ich mich da aktuell auch keine 10 Minuten draufsetzen. Und halt egal ob vom Boden oder unter dem Sattel von Anfang an angepasst an Kraft und Kondition des Pferdes.

    Beim antrainieren wirst dann feststellen, dass das bereits erlernte nur aufgefrischt werden muss oder nicht mal das. Pferde vergessen nicht so leicht. Ergo eigentlich nach Auffrischung angepasst weiter ausgebildet werden kann. Das am besten mit Hilfe einer Person, die ihr Handwerk versteht.

    Was Hals/Kopf betrifft: Der landet im Laufe einer guten Ausbildung ohne Handeinwirkung oder Ausbinderei und Gefummel von ganz alleine da wo er letztlich "hinsoll". Ergo ist das das letzte, was mich aktuell interessieren würde, Hauptsache es hirscht nicht rum, aber Halsung in der Waagrechten ist doch optimal.
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    das pferd hat das gros seiner muskeln nicht verloren, sondern es hatte die muskulatur, die es ihm ermöglichte, sich 24h in bewegung zu halten. es war nicht krank und musste stehen, nicht wahr?

    pferde in den anfangsstadien der grundausbildung haben auch noch keine wirkliche "reitpferdemuskulatur", also von der muskulatur, die sich von der des weidepferdes mit sozialkontakten und lauffläche bedeutend unterscheidet. also: wenn ein pferd noch nicht alle GGA mit reiter beherrscht und noch nicht im takt und losgelassen (geschweige denn in anlehnung) geht, dann hat es auch noch keine relevante muskulatur.
    ergo hat es diese in 5 monaten auch nicht verloren.

    andrew nicholson (der bekannte eventingreiter aus neuseeland, der in england lebt) lässt seinen spitzenpferden übrigens zwischen mitte oktober und januar total pause, indem er sie 24h auf weide hat, und trotzdem gehen sie im märz wieder die erste internationale prüfung. dies so als anmerkung dazu, wie lange es braucht, um wieder sportpferdemuskulatur auf höchstem niveau entstehen zu lassen.

    [​IMG]
    22.05.

    [​IMG]
    22.07.

    hier 2 fotos aus dem privatbestand. ein pony, was auf weide und offenstall zwischen september und anfang mai totale pause hatte. also er wurde nicht einmal longiert, konnte aber so viel laufen, wie er wollte.

    anfang mai wurde das training wieder aufgenommen, die erste springprüfung auf turnier hatte er ende mai. seit mitte/ ende juni ist er quasi wieder "der alte" von vor der pause.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. Juli 2019
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  9. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Warum hast du dir eigentlich einen Ex Galopper gekauft, wenn du da so dermaßen Respekt vor hast?
    Einfacher wird es damit ja nicht gerade....

    Wie schnell ein Pferd aufmuskelt ist auch Individuell.
    Wie schnell ein Pferd Muskeln verliert, auch.
    Daher kommt dieser angegebene Wert.

    Bei einem Galopper würde ich eh davon ausgehen, der hatte andere Muskelpartien ausgeprägt als ein Reitpferd, da bauen sich die Muskeln dann quasi um.
    Daher wohl auch die Haltung vom Hals, die ich gar nicht weiter beachten würde, so lange der nicht dabei den Rücken weg drückt und so.
     
    Charly K. und ulrike twice gefällt das.
  10. Fini2701

    Fini2701 Mitglied

    Ich finde schon das man ein gesundes Maß an Respekt haben sollte. Ein Ex-Galopper ist nicht mit einem normalen Reitpferd zu vergleichen.
    Ich habe keine Angst im Umgang mit ihr. Nur vor dem Galopp habe ich Respekt. Nach dem ich mehrere Male unten lag ist das glaube ich verständlich.
     
    emmaxx gefällt das.
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