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Pferde hinterm Haus?

Diskutiere Pferde hinterm Haus? im Haltung und Pflege Forum; Hallo, direkt war zu diesem Thema noch nix dabei! Ich überlege schon länger, ob ich meine Haflingerstute in Eigenregie halten soll, jedoch hat...

  1. Yenna

    Yenna Neues Mitglied

    Hallo, direkt war zu diesem Thema noch nix dabei!

    Ich überlege schon länger, ob ich meine Haflingerstute in Eigenregie halten soll, jedoch hat mich bisher davon abgehalten, dass ich niemanden hatte, der mitmachen wollte. Nun aber hat sich die Situation geändert. Die Stallungen auf unserem Grundstück werden bis spätestens 2011 frei und meine Familie hätte nichts dagegen, wenn das Pferd einziehen würde.

    Da wir allerdings in der Ortsmitte im Wohngebiet wohnen, bin ich mir nicht so sicher, ob das so einfach geht - obwohl mein Nachbar auch 2 Haflinger am Hof hält - allerdings als eingetragene Landwirtschaft. Was meint ihr, wo muss man das erfragen?

    Das Pferd soll natürlich nicht alleine bleiben, deshalb soll dann ein zweiter Haflinger einziehen, als Nachwuchspferd und evtl. ein Shetty.

    Wir hätten, ohne baulich groß etwas ändern zu müssen, allerdings nur Platz für zwei Boxen, die ohne Trennwände als Offenstall (knapp 25 qm) genutzt werden sollen, zur Futterlagerung und für das Sattelzeug wäre auch auch Gebäude vorhanden. Misthaufen dürften wir sicher nicht anlegen, geh zumindest davon aus. Aber die Zwischenlagerung von Mist auf Anhängern ist ja genehmigungsfrei und rund ums Jahr erlaubt. Der gesammte Auslauf (exkl. Stall/Futterlager) wäre etwa 165 - 170 qm groß und soll als Offenstall bzw. Paddock genutzt werden. Diese Fläche bestünde aus einem Schlauch von etwa 5x11 Metern, der sich vor Stall und Futterlager befände und mit Paddockgittern befestigt werden soll, und einem etwa quadratischen Stück von ca. 10,5x10,5 Metern, das eine Sand- und Wälzfläche werden soll.

    Ein Grundstück, das direkt hinter dem jetzigen Stall ist und das nicht bebaut werden darf, könnte als Koppel angemietet/gepachtet werden und würde etwa 700 - 800 qm bieten. Schräg über die Straße gibt es eine ehemalige Kuhwiese, die ebenfalls nicht genutzt wird. Hier könnte ich den Besitzer auch wegen einer Pacht fragen, so kämen nochmal ca. 500 qm hinzu.

    Würden die Flächen von Paddock und Koppel(n) für 2 Haflinger (und ein Shetlandpony) ausreichen?
    Sicher gibt es Pferde, die auf einer wesentlich kleineren Fläche gehalten werden, aber da die Hafis die meiste Zeit dort verbringen würden (meine Stute darf nur wenige Stunden auf die Weide), sollen sie es ja schön haben.

    Das Shetty ist als Beisteller gedacht, da ich meistens lange Strecken allein ins Gelände gehe und dann das Zweitpferd, das auch als Pferd für meine Schwester gedacht ist, die sich sonst keines leisten könnte, stundenlang allein wäre. Ist es unter dem Gesichtspunkt sinnvoll, ein drittes Pferd/Pony zu halten?

    Habt ihr Tipps für mich?
    Danke!
     
  2. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Hallo,

    schau mal, hier hatten wie schon mal ein ähnnliches Thema, wo schon vieles beantwortet wurde, vielleicht hilft es Dir für das erste weiter:

    http://www.reitsportforum.de/showthread.php?t=18526&highlight=Pferd+Haus.

    Ebenso hier die offiziellen Leitlinien:

    "Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten" vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 09. Juni 2009 eingestellt.

    Dort findest Du auch mehr über die Beschaffenheit eines Zaunes unter 3.1.2. ebenso, wie die weitere Haltung aussehen sollte.

    http://www.bmelv.de/cae/servlet/cont...tungPferde.pdf

    Ich würde ruhig mit der Suchfunktion etwas hier durchforsten.

    Viel Spaß!
     
  3. thyra1992

    thyra1992 Inserent

    Nur kurz: +

    1300 qm für 2 Pferde sind doch a´rg wenig um nicht zu sagen, bescheiden wenig, damit kommst Du nicht weit und wäre sogar nicht ganz artgerecht.

    aber in den von Chiara genannten Threads findest du alle Infos.

    Liebe Grüsse, Verena
     
  4. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Die Meinung von Thyra1992 kann ich nicht teilen.
    Ich habe meine drei (ein Welsh Cob, zwei Ponies 110cm+117cm) ebenfalls in Eigenregie in der Nachbarschaft stehen, allerdings nicht in einem Wohngebiet.
    Mein Offenstall ist ca. 30qm groß, der Auslauf davor ca. 50 qm, von dort aus können die Tiere auf eine größere Hoffläche laufen. Hier unterscheidet sich die Auslaufgröße von Yenna.
    Als Weideflächen habe ich drei kleine Stücke, die zusammen kein Hektar bemessen. Im Sommer kommen die Pferde nur halbe Tage auf Weide, also von ca. 8 Uhr morgens bis ca. 14 Uhr mittags. Danach sind sie auf dem Hof und erhalten abends Raufutter und Müsli. Diese Regelung funktioniert sehr gut, weil zuviel Weide nur Rehe und Verfettung bei diesen Rassen verursacht. Die meisten Weiden sind Kuhweiden mit Hochleistungsgräsern, die den Pferden in größeren Mengen nur schaden!
    Der Nachteil bei kleinen Flächen: Sie müssen regelmäßig von den Pferdeäpfeln befreit werden, also alle 3-4 Tage abmisten!
    Ansonsten kann man durchaus Pferde in Haflingergröße auf diese Art und Weise halten!
    Besser, als die Pferde in Boxen versauern zu lassen!
     
     
  5. thyra1992

    thyra1992 Inserent

    @Wanderreiter:

    Wenn Du nicht ganz einen Hektar hast ist das ja auch in Ordnung, aber hier wurde von insgesamt 1.300 qm Weidefläche gesprochen nicht von 1,3 Hektar und somit 13.000 qm.

    Vom befestigten Auslauf rede ich gar nicht die Grösse ist schon in Ordnung :)

    Das ist der grosse Unterschied. Und unser "Vorgarten" am Hof hat 1500 qm und das würde nie im Leben für 3 Pferde , egal welcher Grösse reichen.

    Ich glaube , da bist Du meiner Meinung und hast nur die Zahlen nicht richtig gelesen ? Oder die Threaderstellerin hat sich vertan ?

    Lieen Gruss, Verena
     
  6. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    @Thyra
    Du hast recht, ich habe mir die Größe der Weideflächen nicht richtig vorgestellt.
    Das ist als reine Weidefläche schon recht klein. Man muß auf jeden Fall zufüttern und kann die Tiere nur stundenweise dort laufen lassen.
    Bei nassem Wetter muß man auch damit rechnen, daß die runtergefressenen Stellen matschig werden.
    Es ist also ein gewisses Weidemanagement notwendig!
     
  7. Talou

    Talou Inserent

    Also, mir persönlich wäre die Fläche definitiv zu klein.
    Wenn man die Richtlinie 3*WH² für die Berechnung der Stallfläche zu Grunde legt: für die beiden Haflinger (angenommenes Stckm. 1,45 m) 2 * 6,3 m² + 1 Shetty (angenommenes Stckm. 1,0 m) = 3 m², käme man auf insgesamt gut 15 m², das würde also schon ausreichen, aber meiner persönlichen Erfahrung nach reicht das nicht aus.
    Ich habe überdachte Fläche von 7 * 9 = 63 m² für 2 Norweger und 2 Reitponys und selbst da schicken die Norweger teilweise die Reitponys raus, in den meisten Fällen liegen / stehen alle einträchtig beisammen, aber bei den momentanen Witterungsverhältnissen und kaum Möglichkeit mal Energie loszuwerden, sinkt die Laune und steigen die Nickeligkeiten in der ansonsten wirklich absolut harmonischen Gruppe...
    Auslauffläche (nur befestigte) sind bei mir 700 m², dazu mind. das Dreifache noch mal als Winterweide (die allerdings in Teilbereichen echt matschig ist, trotz regelmäßiger Weidepflege). Ich finde es reicht als Auslauffläche definitiv nicht aus, wenn die Pferde gerade mal 10 m (oder falls der Schlauch sich längs an das quadratische Stück anschließt 20 m) laufen können. Das ist gerade mal soviel wie eine kurze Seite einer normalen Reitbahn, das reicht nicht aus, um mal aufgestaute Energie loszuwerden. Wenn Du die Weiden auch im Winter öffnest, werden sie wahrscheinlich matschig und zertreten und dort wird im Sommer nicht viel wachsen - gut kann man durch Zufütterung lösen. Besteht denn ein direkter Zugang vom Offenstall zur Weide? Sonst müsste das Rein- und Rausstellen ja organisiert werden?
    Hast Du die Möglichkeit in der Nähe Reitplatz oder -halle mit zu nutzen?
    Wo und wie soll denn gefüttert werden. Es muss ja gewährleistet sein, dass alle Ponys ans Rauhfutter gelangen?
    Schlussendlich: ich finde es nicht gut, ein Shetty nur als Gesellschaft zu halten. Die brauchen auch (Kopf-)Arbeit und Beschäftigung. Außerdem kostet so ein Shetty nicht sooooooo viel weniger als ein anderes Pony, benötigt schließlich auch Wurmkuren, Schmied und Impfungen...
    Wer kümmert sich, wenn Du mal nicht kannst etc.? Viele offene Fragen, aber dazu wirst Du bestimmt über die Recherche hier im Forum einiges gelesen haben...
    Du hast Dir sicherlich Gedanken gemacht, aber für mich ist das in der Form kein schlüssiges Konzept.
    (Grundsätzlich (mit mehr Platz) ist die Haltung in Eigenregie toll, wenn man für den Notfall jemanden hat der einspringt etc.)
     
  8. Streifenpony

    Streifenpony Inserent

    Ich muss mich da anschließen, Shettys sind sehr intelligente Ponys und sie nur als Beisteller zu halten ist ihnen gegenüber nicht Fair.

    Im Prinzip kannst du ein Pferd auch mal alleine lassen. Eine Freundin die Ihre hinterm Haus hat musste eines operieren lassen und die Andere blieb 3 Tage brav alleine.

    Eine Andere Freundin sagte es lohne sich nicht die Pferde hinterm Haus zu halten, weil man grad im Winter fast nicht zum Reiten kommt weil mann nur mit saubermachen zu tun hat und es sich Preislich nicht viel gibt.
    Sorry, falls jemand andere Erfahrungen gemacht hat.
     
  9. grettir

    grettir **Pferdebetüddelerin**

    Hi Yenna!

    Wie hast du dich denn jetzt entschieden? Wirst du es machen, oder nicht?

    Also meine langjährige RB stand bei den Besis am Hof. War ein Hof mitten zwischen Feldern und Wäldern. Haben einen riesigen Offenstall, mit verschiedenen Trink- und Fressplätzen gehabt, damit geleistet war, dass auch die rangbiedrigen Tiere was abbekamen. Kraftfutter wurde nur in den Fressständern gefüttert, damit jedes Pferd in Ruhe fressen kann.
    Zusätzlich gab es zwei Innenbereiche, mit Gummimatten, die zum liegen und als Wetterschutz genutzt wurde.
    Und auch einen großen Sandpaddock, auf dem es verschiedene Bereiche gabe. Ein Sandhaufen zum wälzen, eine andere Ecke mit anderem Grund usw. Also für Abwechslung wurde bestens gesorgt.
    Von diesem Paddock der mind. 60 qm groß ist gehen alle Weiden ab, ca. 5 hektar. Und noch der gepflasterte Auslauf vorm Stall ist ca. 25 qm und der Stall 40 qm.

    Die Pferd haben sich in diesem Stall sehr sehr wohl gefühlt, und ich denke, man sollte Ihnen auch die Chance geben, dass sie genügend Auslauf bekommen, egal bei welchem Wetter. ZUdem sollten auch an die rangniederen Tiere gedacht werden, da es für diese nicht schön ist, wenn sie nur auf der "Flucht" sind.
     
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