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Pferdekauf ja oder nein?

Diskutiere Pferdekauf ja oder nein? im Pferde Allgemein Forum; Hallo ihr, einfach mal als Denkanstoß für mich: Was sind eure Argumente für bzw. gegen einen Pferdekauf? Und an die berufstätigen...

  1. Kat83

    Kat83 Inserent

    Hallo ihr,

    einfach mal als Denkanstoß für mich: Was sind eure Argumente für bzw. gegen einen Pferdekauf? Und an die berufstätigen Pferdebesitzer: Wie managt ihr das, habt ihr dank flexibler Arbeitszeiten usw. genug Zeit, eine RB, Stehtage?

    Hintergrund der Frage ist natürlich meine eigene Schwierigkeit, mich zu entscheiden, ob ich nun will oder nicht. Ahnung habe ich so gut wie keine, bisher nur Reitunterricht und in letzter Zeit auch nur unregelmäßig, Niveau in Deutschland nicht einmal E. Zeit habe ich auch nur wenig weil Vollzeitjob mit blöden Arbeitszeiten und auch noch Fernstudium (das allerdings mehr hobbymäßig). Und vor allem habe ich bei der Vorstellung, ich kaufe mir ein Pferd, total Schiß, weil ich momentan zwar sehr gut verdiene, dies aber wahrscheinlich nicht von allzu langer Dauer sein wird - mein Traumjob ist nicht so gut bezahlt wie das hier. Und weil ich sowieso immer am Zweifeln bin und immer den Haken suche - wenn man lange genug sucht, findet man den natürlich auch.
     
  2. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Tja, ich habe beide Seiten kennengelernt. Zuerst war ich 4 jahre in der Reitschule, dann haben meine Eltern uns ein Haffi geschenkt. Später kam dann noch ein Hannoveraner dazu. Die Pferde habe ich dann verkauft, als ich in der Ausbildung und kurz vor meinem Studium war. So wusste ich aber schonmal, dass ein eigenes Pferd viel Zeit, hohe Kosten und viel Verantwortung bedeutet. Ich hatte aber immer eine RB für mein Pferd als Entlastung, was ich bei meinem Lütten jetzt aber nicht haben möchte.

    Nun bin ich seit ca. 10 Jahren Reitbeteiligung und habe die Nase gestrichen voll. Es nervt mich einfach, dass ich mich ständig nach dem Besi richten muss und auf seine Vorgaben teils gar keinen Einfluss habe bzw. meine Wünsche, Gedanken und Ideen immer dipolmatisch rüber bringen muss. Ich kann halt doch nicht komplett tun und lassen, was ich will, sondern muss alles mit dem Besi abstimmen. Diese merken dann teils nicht, dass der Sattel nicht passt, sie zu sehr am Pferd rumziehen und es dadurch schwer reitbar ist oder dass das Pferd Blockaden hat. Wenn es mein Pferd wäre, könnte ich mich um das alles kümmern. Das nervt mich so langsam richtig, weswegen ich mir nun endlich wieder ein Pferd gekauft habe (der kommt im April zu mir, ist jetzt noch zu jung).

    Zeitlich funktioniert das auch. Ich mache halt um 17/18h Feierabend und fahre danach in den Stall. Das geht problemlos.

    Eine RB hat natürlich auch Vorteile. Man hat halt fast ein eigenes Pferd, kann tüdeln, reiten etc., aber halt auch einfach mal sagen "Ich habe heute keine Zeit." oder "Ich fahre für 3 Wochen in den Urlaub." Das ist mit dem eigenen Pferd schwieriger. Und die TA-Kosten, Schmied etc. muss man als RB auch nicht tragen. Ich nehme diese ganzen Nachteile aber gerne in Kauf :wink:
     
  3. Schnuffel

    Schnuffel Guest

    Dafür spräche für mich in erster Linie die "Freiheit", die du als RB oder Reitschüler eben nicht hast. Heißt, du kannst dann reiten, wann du willst, tun, was du willst. Das wiederum allerdings ist auch ein Nachteil- du MUSST das Pferd bewegen, du MUSST hin.
    Je nach Haltungsform heißt das evtl. auch jeden Tag hin, egal ob du krank bist, keine Lust hast oder sonstwas.

    Du hast die Kosten, Versicherung, Schmied, TA, Stall etc.

    UND- was mich persönlich am ehesten abschreckt: Die Verantwortung. Ich denk immer schon 10mal nach, wenn die Besitzerin meiner RB im Urlaub ist: Es gewittert- hol ich sie rein? Deck ich den alten Schimmel ein, damit der Rücken warm bleibt? Stecke ich die Weide heute weiter oder reichts noch einen Tag? Pony hat ne Wunde, nur auswaschen, Salbe drauf? Und wann hol ich den Tierarzt?

    Die Besitzerin meiner RB meint, sie würde mir ohne zu zögern ihr Pferd anvertrauen und wenn Mono mal verkauft würde, würde sie ihn mir ganz sicher geben und mir das alles zutrauen. Aber ich bin ganz ehrlich- ICH hätte Sorgen es nicht zu schaffen.

    Hast du dich denn schonmal nach einer Reitbeteiligung umgeguckt? Muss es denn ein eigenes Pferd sofort sein?

    Blackbeauty sagt sie hätte viel Pech mit ihren RB gehabt. Klar, passiert öfter. Ich erlebe das Gegenteil. Seit fast 10 Jahren reite ich auf meiner RB. Und bin zufrieden. Ich habe ziemlich alle Freiheiten, klar auch Pflichten. Aber insgesamt ist es einfach nur schön. Und- billiger:wink:
     
  4. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Wie wäre es mit einer Reitbeteiligung für Dich erst einmal zum Ausprobieren. Wenn Du nur unregelmäßig Reistunden nimmst, lernst Du so besser den Alltag kennen wenn Du regelmäßig zum Pferd mußt, egal wie das Wetter ist oder was auch für ein Streß ist, da Du die Tage einhalten mußt. Überlebst Du ein Jahr, denke ich, hast Du eine bessere Entscheidungshilfe. Und ich find es allemal besser als sich jetzt ein Pferd anzuschaffen um dann zu merken, daß ist nicht mein Ding und es wieder zu verkaufen. Denn wir sprechen hier ja nicht von einem Tennisschläger oder einer Golfausrüstung. Also genau eine Zwischenlösung erst einmal vielleicht anvisieren.
     
     
  5. Kat83

    Kat83 Inserent

    Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich in Belgien wohne und dort Reitbeteiligungen nicht ganz so üblich sind wie in Deutschland. Es geht auch nicht darum, ob ich vorher eine RB suche oder nicht, denn ich würde gerne eine RB nehmen, sollte es hier sowas geben. Es geht mir auch nicht darum, morgen ein Pferd zu kaufen (überspitzt gesagt). Ich möchte nur gerne von euch hören, warum ihr euch so oder anders entschieden habt. ;)

    Edit: Für die nähere Zukunft steht sowieso erstmal wieder regelmässiger Unterricht an - das war zwischendurch leider aus verschiedenen Gründen nicht möglich, wobei der unregelmässige Unterricht deutlich besser war als der regelmässige, den ich vorher in Frankreich hatte.
     
  6. thyra1992

    thyra1992 Inserent

    Ich habe mich für !! ein eigenes Pferd entschieden, weil ich machn kann was ich will. Keiner schimpft, wenn ich mal nur betüddel, oder Tage auf der Wiese stehen lasse.
    Kurz und bündig, die eigene Entscheidungsfreiheit , die ich habe, wenn das Pferd mir gehört.

    Das finanzielle "Risiko" habe ich nie in Betracht gezogen (ich weiss, ist nicht so toll) aber da ich alle meine Tíere als Kindersatz habe, ist es für mich auch nie ein Opfer gewesen oder hat Überwindung gekostet, wenn ich mal arbeitslos war, auf private Dinge zu verzichten, sondern eher an die Viecher zu denken.

    Ausserdem wohne ich glücklicherweise in einer Gegend, in der man jederzeit die Möglichkeit hat von der teuren VP in Eigenregie mit eigener Weide ( 1 Hektar nur 100 Euro Pacht im Jahr ) umzuschwenken. Das habe ich nämlich machen müssen, als ich arbeitslos war.
    Naja und jetzt haben wir eh den eigenen Hof und es sind mittlerweile 3 eigene :laugh:

    Ich sehe das immer sehr praktisch und sage immer, wenn man will, geht das alles :laugh:

    So, dies waren nun meine Beweg- und Entscheidungsgründe :1:

    Viel Glück bei der Wahl der für Dich richtigen Entscheidung :yes:

    Liebe Grüsse, Verena
     
  7. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    in deiner Situation würde ich wahrscheinlich noch abwarten.
    Ich hatte mein Pferd auch erst sehr lange als RB. Und es hat mich genervt wegen jedem Pups um Erlaubnis zu fragen und frustriert zu sein, weil die Besitzer sch... gebaut haben mit "meinem" Pferd. Im Prinzip haben die sich nämlich schlecht gekümmert (die Besitzer während des letzten Jahres bevor ich ihn kaufte) und wollten nur Spass und ich hab die Verantwortung übernommen.
    Vor der Verantwortung hatte ich nie Angst, einfach weil ich sowieso jeden Tag zum Pferd gehen möchte. Man muss sich halt einen zuverlässigen Stallbetreiber suchen und sich sicher sein können, dass Pferd Futter und Weide tgl. sieht, dann ist das alles nur halb so wild.
    Mit dem Geld: ich geb nicht viel für mich aus, das ging bis jetzt immer (als Schüler, Azubi und jetzt Student) ohne das mir meine Eltern helfen mussten. Aber das muss man natürlich für sich selbst heraus finden.
    LG
     
  8. Peachez*

    Peachez* Inserent

    ich denke es kommt auch drauf an, wieviel zeit man bereit ist zu "opfern". es gibt viele, die sind jeden tag bei ihrem pferd, trotz vollzeitjob und kinder (bei uns im stall jedenfalls). da muss man halt genau planen und sich die zeit richtig einteilen. dann gibt es die andere seite, diejenigen, die sich eine RB für ihr pferd suchen um wenigstens noch etwas freizeit zu haben oder auch kein problem damit haben ihr pferd ein paar mal in der woche einfach nur auf der weide zu lassen.
    die besi meiner rb war gleich anfangs 2 wochen im urlaub und ich hab mich 3x die woche ums pferd gekümmert. da hatte ich auch ein bißchen panik vor der verantwortung, wusste aber auch dass sich noch andere leute ums pferd kümmern und ich die jederzeit fragen kann. momentan wäre ich aber auch nicht bereit, diese große verantwortung für ein eigenes pferd zu übernehmen. das kommt denke ich mit der routine. irgendwann weiß man einfach, was man in bestimmten situationen zu tun hat.

    mein eindruck ist immer, jeder der ein pferd haben möchte - egal mit welchem job und eventueller familie o.ä. - schafft es irgendwie auch. nur bestimmte sachen, wie ein teilzeitjob (zeitlich gesehen) oder aber ein spitzengehalt (finanziell gesehen), machen das thema pferd um einiges "leichter".
     
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Ich hab mein eigenes Pferd in VP stehen. Da kann ich aber auch mal bedenkenlos einen Tag nicht hin fahren. hab mit meinen Miteinstallerinnen eh den Deal, dass jeder nach den Pferden der andren mitguckt und weiss, sobald was nicht ok ist, kommt ein Anruf oder ne SMS. Das Ganze nur, weil ich halt 50 km zum Stall fahre und da mal ein Tag die Woche sein muss, wo ich noch einkaufen und Wohnung putzen kann.
    Ansonsten wär ich eh rund um die Uhr am Stall, wenns nach mir ginge.
    Ich hab flexible Arbeitszeiten, aber die meisten anderen nicht und fast alle kommen immer relativ spät. Das ist bei uns am Stall ok und wenn halt wer erst um 22 h kommt, dann ist das so. Die übrigen Pferde dösen dann eh weiter.Man muss ja dann nicht auch noch Radio einschalten und riesig rumlärmen. Da sind schon alle vernünftig.
    Viel hängt also von einer guten Unterkunft für Dein Pferd ab. Hast Du einen zuverlässigen SB, das Pferd kommt tagsüber raus und du weisst, es wird auch nach ihm geschaut, wenn Du mal nciht kannst, dann kannst Du Dir auch dann ein Pferd kaufen, wenn deine Arbeitszeiten nicht immer so toll sind.
    Ich finds gut, dass ich selber entscheide, wann ich den Tierarzt rufe, wie oft und wer mein Pferd reitet usw Aber ich würd auch dazu raten, wenn Du bisher vornehmlich Reitunterrichterfahrungen hast, versuch erst einmal ne RB zu bekommen und schau, ob dir das ganze Drumherum nicht zu viel wird.
     
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    dasgefühl war es damals (1986), was mir keinen zweifel ließ als zu sagen: ich kauf mir jetzt ein eigenes pony!
    dieses gefühl ist durch nichts zu ersetzen.
    sicher kann der tod oder andere unglücke einem dieses pferd wieder nehmen, aber es ist etwas ganz anderes fürs herz.
     
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