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Pferdekauf/-verkauf: wieviel, wofür und warum?

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Was ist für Euch ein Billigpferd?

  1. unter 1.000 Euro

    11 Stimme(n)
    52,4%
  2. unter 3.000 Euro

    8 Stimme(n)
    38,1%
  3. unter 5.000 Euro

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    9,5%
  4. unter 8.000 Euro

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Diskutiere Pferdekauf/-verkauf: wieviel, wofür und warum? im Pferde Allgemein Forum; Die Preise für Pferde variieren ja extrem, von ein paar Hundert bis Hunderttausend ist eine große Spanne und jeder hat wohl seine eigenen...

  1. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Die Preise für Pferde variieren ja extrem, von ein paar Hundert bis Hunderttausend ist eine große Spanne und jeder hat wohl seine eigenen Erwartungen und Vorstellungen und insgesamt sehe ich zwei große Meinungszweige: Die einen sehen den Aufwand für Zucht, Aufzucht und Ausbildung und möchten noch Gewinn machen, was sie sicher auch verdient haben, die anderen wissen, dass es bei vielen Pferderassen und Mixen eh unmöglich ist, die Kosten reinzuholen und suchen gezielt nach solchen Hobbyprodukten, da sie ihren Ansprüchen durchaus genügen würden.

    Ein Beispiel sind die Haflinger: Einen Freizeit-Haflinger der gesund und geländesicher ist, bekommt man für unter 3.000 Euro, ein Haflingerfohlen für ein paar Hundert und einen Dreijährigen für um die 2.000 Euro und das sind keine schlechten Pferde. Gesund und trittsicher, freundlich und gut aufgezogen. Klar zahlt ein Züchter da drauf, wenn er noch Gewinn machen will, darf er keine Durchschnittshaflinger züchten, sondern muss etwas besonderes bieten. Hier würde er am Markt aber eventuell wieder vorbeizüchten oder die "Nebenprodukte" auf altem Niveau anbieten und da wieder draufzahlen.

    Die Frage ist eben auch, was man bezahlen kann und will. Ich mag auch deutsche Autos, rechne ihnen eine gewisse Qualität an, aber ich kann mir halt keinen neuen Golf oder Audi A4 leisten, oder das Auto hätte um die 15 Jahre auf dem Buckel. So ist es auch bei Pferden.

    Ein gut gezüchteter angerittener Dreijähriger wird bei den deutschen Warmblütern um die 15.000 Euro gehandelt. Mit etwas mehr Wow sind wir schnell beim dreifachen Preis. Ich kann einen angerittenen Dreijährigen mit dem Hintergrund nicht bedienen, müsste also nochmal ein- bis zwei Jahre Beritt hinzurechnen und hätte dann einen Kracher, der fürs Geländeschluffen überqualifiziert oder sogar eben dazu ungeeignet ist. Da kann das Pferd noch so teuer gewesen sein, es ist einfach nicht für mein reiterliches Ziel geeignet.

    Hinzu kommt, dass ich wie viele andere Freizeitreiter eben ein normal verdienender Mensch bin. Kann ich ein ganzes Jahresgehalt für den Kaufpreis eines Tieres verwenden? Drei volle Monatsgehälter sind durchaus vertretbar, finde ich, aber irgendwo muss auch die neue Waschmaschine oder die Autoreparatur, Lebensmittel und Co. bezahlt werden. Pferde sind teuer, aber ist dann die Alternative, dass nur noch Großverdiener reiten können? Das Pferde Prestigeobjekte der reichen Oberklasse waren, hatten wir ja schon mal. Viele Pferderassen sind damals fast ausgestorben und ob es für die Pferde besser war oder für die Wirtschaft, lasse ich mal dahingestellt.

    Dann schaut man sich bei den Geländedümplern um. Das Pferd braucht all das nicht, was es für den Züchter so wertvoll machte, muss weder Spring- noch Dressurbegabung für die höheren Klassen mitbringen und Gangwerk muss bequem und nicht beeindruckend sein. Also kann es eben auch ein übergroßes Pony, ein polnischer Import oder ein Mix sein und die kosten heutzutage eben nicht mehr die Welt. Aber ist das moralisch vertretbar, weil man die deutschen Züchter damit kaputt macht? Sollte man das Reiten den Wohlhabenden überlassen? Sind diese Minderpreisprodukte überhaupt als Reitpferd zu bezeichnen oder sollte man sie lieber als Fleischlieferanten betrachten, wie viele Züchter so abfällig über sie reden?

    Daher hier die Frage an Euch:

    Was für ein Pferd würdet ihr wollen (welche Anforderungen stellt ihr), wo würdet ihr suchen und für welchen Preis?
    Was habt ihr gekauft für welchen Preis und mit welchen Einschränkungen oder welchen Extras?

    Ich z.B. suche derzeit ein Pferd, das viel Gewicht tragen kann, ruhig und gelassen im Gelände geht und freundlich und cool ist. Rasse oder nicht ist egal, Gangwerk sollte bequem sein und Scheuen, Buckeln oder Steigen Fremdworte sein.
    Mein Limit sind 5.000 Euro (was mal 10.000 Mark waren).

    Gekauft habe ich bisher immer deutsche Warmblüter mit Papieren und guter Abstammung für erschreckend wenig Geld.

    1. M.: Rheinländer, 12jährig, L-platziert, kleine AKU inkl. Zubehör für 6.900 DM, geländesicher, gewichtsträger, nett, freundlich, anfangs neigte er zum durchgehen, war leicht zu korrigieren
    2. W.: Westfale, 4-jährig, roh, Doppelveranlagung, Wahnsinnsgänge, freundlich, Krankheit zeigte sich erst nach einem halben Jahr, AKU ohne Befund für 4.000 inseriert, gekauft für 1.562 DM
    3. F.: Westfale, 18-jährig, Verlasspferd, ehem. Reitbeteiliung, 1 Euro
    4. G.: Hannoveraner, 10-jährig, prämierte Hauptstammbuchstute, geländesicher, gesund, Traumpferd, AKU ohne Befund, 4.000 Euro
    5. P.: Zweibrücker, 18-jährig, Verlasspferd, Zahnprobleme, Virusinfektion, vernachlässigt, 800 Euro

    Die Pferde sind kaum vergleichbar, aber in ihrer Eignung, einfach locker durchs Gelände zu gehen, waren sie bis auf den 4-jährigen lange Jahre zu gebrauchen.

    Das waren alles "Billigpferde", wenn man den Preisvorstellungen vieler glaubt, trotz sehr guter Abstammung und teils sehr gutem Exterieur und Interieur. Daher würde mich mal interessieren, wie teuer Eure Pferde sein durften, was ihr wolltet und warum ihr immer ein hochpreisiges Pferd vom Züchter, ein niedrigpreisiges vom Hobbyzüchter oder ein sonstiges Pferd wählen würdet und warum.
     
  2. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Billigpferde gibt es nicht. Billig hat so ein Geschmäckle von nutzlos. Wenn jemand mit dem absetzer für 1000, dem hafi für 2000 oder dem 0815 wb für 3000 zufrieden ist, dann ist das doch ok.
    Will ich etwas besonderes, sei es abstammung, Farbe,Gang, können, muss ich eben mehr zahlen.
    Reicht es mir einfach nur um den Block zu dümpeln kann das auch ein Pferd für 2,3 tausend erfüllen.
     
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  3. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Da fehlt unter 100€ :lol:
    Ich hab meine ja nicht gesucht, 100€ und 400€ bezahlt. Für mich sind das keine Billigpferde. Ich pfeif aber auch auf Zuchten, solange das Pferd gesund und Reitbar ist.

    Kommt ja, wie du schon sagst, auf die eigenen Anforderungen drauf an.
     
  4. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Wobei ich mit den "Billig"-Haflingern sehr viel Spaß hatte. Die sind einfach lustig, pfiffig und man muss die echt auf seine Seite kriegen (zudem werden die bei 24Stunden Weide gern krank und fett). Aber ich habe mit Hafis schon Reiterspiele gemacht (ist toll, wenn man schnell wieder drauf kommt, weil die nicht so hoch sind) und das erste Pferd nach meinem Reitunfall war ein Haflinger, der mir so viel Sicherheit gab, dass ich nach fünf Minuten wieder durch die Halle galoppiert bin. Die sind nicht faul, nicht blöd und nicht unbequem, trittsicher und lassen sich sogar Fahren. Schade, dass sie das Billigflair haben, andererseits würde ich aber trotzdem jemandem keinen Hafi für 10.000 Euro abkaufen. Wisst ihr, was ich meine? Ich bin überzeugt, dass der Hafi ein tolles Pferd ist, aber die 10.000 kann ich trotzdem nicht bezahlen und würde es bei einem Hafi halt dreimal nicht.
     
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  5. Butterblume :))

    Butterblume :)) Inserent

    Ich finde nicht das man das alles so pauschal bestimmen kann.... Also was deine Umfrage betrifft....
    Wenn ich ein reinrassiges Sportpferd für 3000 Euro kaufe ist es ein "billigpferd".... Kaufe ich ein Freizeit und Kinder Pony für 3000€ nicht unbedingt.... Das heißt für mich nicht das das Pferd an sich geringer wertzuschätzen ist....
    Ich hab schon ne genaue Vorstellung was für ein Pferd ich möchte wenn ich erwachsen bin und ich denke da werd ich ne Weile sparen müssen bevor ich mir das leisten kann.....
    Ich würde trotzdem auch nicht weniger als 2000 ausgeben egal für welches Pferd ( also ich gehe hier von einem gesunden gerittenen und nicht uraltem Pferd aus) einfach aus "schlechten" Erfahrungen heraus.... Einfach weil ich denke wenn ein Pferd weniger gekostet hat als das hat man sich nicht sonderlich bemüht um seine Ausbildung und Aufzucht....
     
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  6. Ich wollte ein vielseitiges, im gehobenen Hobbybereich nutzbares Pferd mit einer artgerechten Aufzucht zu einem günstigen Preis, keinesfalls von einem Händler.
    Meine Wahl fiel deshalb auf einen Ungarn, im Gestüt geboren mit gezielter Anpaarung (kein Weideunfall), auf der Puzta aufgewachsen.
    Der Preis war sehr günstig (1800 Euro für einen angerittenen 6jährigen, gut, das Benzingeld kann man noch dazurechnen, da selbst geholt). In Ungarn kostet die Pferdeaufzucht "nichts", deshalb sind die Preise niedrig. Und ich hatte eine Freundin, die Beziehungen zu diesem Gestüt hat und der ungarischen Sprache mächtig ist.
    Die Auswahl unter den Pferden dort war, da Gestüt, sehr groß, deshalb hat sich meiner Meinung nach auch die weite Fahrt gelohnt.
     
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  7. Lynne

    Lynne Bekanntes Mitglied

    Ich kaufe momentan nur preisgünstige Pferde.
    Weil ich ja noch studiere und insofern, fände ich ich schon unangebracht, mir da ein Kracherli für viel Geld in den Stall zu stellen und nebenbei noch normal das Bafög zu kassieren.
    Als ich vor 6 Jahren gesucht habe, wollte ich ein zuverlässiges Zottelpony das mich durch den Busch trägt. Und das sicher und gemütlich. Ich hätte dafür bis zu 3000 € ausgegeben. Dabei wären mir Abstammung und mögliche (kleinere) Extreriuerfehler egal gewesen. Ich wollte halt nur auf gar keinen Fall einen Haflinger und es sollte nicht älter sein als 15! Die Auswahl war dabei gar nicht so klein, wie ich gedacht habe.
    Geworden ist es dann ein tempramentvolles, kaum gerittenes Halbblut. Gekostet hat das liebe Tier 700 €.
     
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  8. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eben die Grenze für "billig" und "teuer" sehr unterschiedlich gesetzt wird. Als ich letztens erwähnte, dass ich ein Pferd für 7.000 Euro anschauen wollte, hat man mich gefragt, ob ich zuviel Geld habe. Klar, bei meinen Ansprüchen reicht mein gesetzter Rahmen wahrscheinlich durchaus. Hier im Hobbybereich kenne ich keinen, der sein Pferd oder Pony oberhalb dieser Grenze fürs Buschdümpeln gekauft hat.
     
  9. espe

    espe Inserent

    Ich finde "Billigpferd" hat nix mit dem Preis zu tun. Sondern mit der "Qualität" des Pferdes. Und wie man die definiert mag Ansichtssache sein.

    Meine hat ein Vermögen gekostet damals. Also für uns und für vergleichbare Pferde war das ein Vermögen. Und trotzdem fällt sie für mich definitiv unter "Billigpferd". Ich kenne andere Pferde, die waren fast geschenkt und die sind großartig. Und wir haben ein Pferd im Stall das echt teuer war, weil es von einem angeblich ach-so-guten Züchter kommt und dass ich wesentlich "schlechter" finde als all die Billigpferde die wir im Stall haben zusammen.

    Also, ich finde, Preis sagt gar nix.
     
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  10. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Ich gehöre ja zu den Leuten, die billig fälschlicherweise mit preisgünstig gleichsetzen.
    Und ein gesundes Pferd unter 3000 ist dann für mich billig. Allerdings hat von meinen auch nur eines mehr gekostet.
     
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