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Pferdelebensversicherungsknebelverträge

Diskutiere Pferdelebensversicherungsknebelverträge im Versicherungsfragen Forum; Ich erzähle mal ganz kleinlaut eine Geschichte ....! Wir haben eine Stute, die wir von klein auf haben, schlossen bei der Ü-Versicherung eine...

  1. kokusnus

    kokusnus Neues Mitglied

    Ich erzähle mal ganz kleinlaut eine Geschichte ....!
    Wir haben eine Stute, die wir von klein auf haben, schlossen bei der Ü-Versicherung eine Haftpflicht- und Tierlebensversicherung als jährling ab. Wir sollten, wenn die Stute nicht mehr Vielseitigkeit A gehen kann, ca.2800,- Euro erhalten und zahlten dafür jährlich ca. 260,-Euro. Nun hustet die Stute stark und ist bald 16 Jahre alt, haben alles versucht: Ventipulmin, ACC, das Pferd auf Späne gestellt, Heupellets, die Ärzte gaben diverse Antibiotika, machten eine Bronchoskopie, bakterielle Untersuchungen von Schleimproben wurden gemacht, das Pferdchen ist nicht mehr zu reiten. Wir wollten also unsere 2800,- Euro haben. NIX da ! Die Tierklink, in die man sich mit einem so schwer kranken Pferdchen begibt, hat aber auch dem Anschein nach Rezessions - Problemchen und Ihnen fallen Therapievorschläge ein, die uns unsinnig erscheinen. Wir haben schon über 3.000,- Euro „ver-therapiert“. Über ein Jahr geht das nun schon so. Die Versicherung will nicht zahlen und unsere Therapie heisst Wiese und nie mehr Leistungssport, kein tägliches Training mehr , ENDE !
    Wollten nun kündigen und auf das ganze Geld verzichten, 1 Jahr Chemotherapie sagen mir: Streite Dich nicht, kündige diesen Bauernfängervertrag, in den du schon soviel Geld eingezahlt hast (auch in schweren Zeiten) und lerne draus. Aber sie lassen mich nicht gehen, nein Sie bestehen auf weitere Vertragserfüllung.
    Nun erfreuen wir uns unseres Dreijährigen, der die Tage kommen wird. Leider hatten wir ihn ebenfalls als Fohlen dort versichert und man teilte uns schriftlich mit, dass er 2011 erst zu kündigen sei.
    Fazit: Ü-Tierlebensversicherungen sind unsinnig, wenn sie unter 3.000,- Euro sind, wir sollten die wildesten Lungentherapien machen lassen. Bis, dass man uns gehen lassen wird ohne Bezüge, "wie man so schön sagt", müssen wir noch schlappe 800,- Euro Beitrag zahlen.:mad2:

    Grüße an alle Pferdefreunde, lasst bloß die Finger von solchen Versicherungen!:spinny:
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. März 2009
  2. Nike

    Nike Fotowettbewerbssieger Mai ´09

    Ja, das ist Mist. Soweit ich weiß, kann man aber eine Versicherung seit dem 1.1.2009 (?) jährlich kündigen. Da gibt es ein neues Gesetz. Vielleicht kommt ihr doch noch heraus. Erkundige dich mal.
     
  3. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Als "Versicherungsfuzzi" geb ich gleich meinen Senf dazu, aber erst mal schieb ich das Thema in den Versicherungsbereich, wo Smigel als Außendienst-Mensch vielleicht auch noch was dazu sagen kann.
    Zum 01.01.09 traten ein paar Änderungen in Kraft, allerdings betraf das meist nur Verträge, die auch erst ab diesem DAtum abgeschlossen sind. Kann also sein, dass ältere Verträge davon nicht betroffen sind. ICh kenn mich aber in diesem Bereich nicht so aus. Müssen wir also mal hören, was Smigel dazu sagt.

    Dann kann ich nur immer wieder sagen, entweder hat man einen richtig guten Außendienstmitarbeiter (Makler oder Agentur) der einem den Umfang der Versicherung erklären kann oder man liest sich das "Kleingedruckte"selber aufmerksam durch.
    Ich persönlich hab wirklich nur die nötigsten Versicherungen, weil sich viele für mich einfach nicht lohnen...
    Naja, ich verschieb jetzt mal und vielleicht gibt es ja noch einen klugen Tipp von Smigel für Dich.
     
  4. kokusnus

    kokusnus Neues Mitglied

    danke,danke !!!! :notworthy:
     
     
  5. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst

    Der kluuuuge Smigel - hach, Balsam für meine geschundene Seele... :laugh:


    So, dann mal grad zu Nike: Deine Antwort war nur halb richtig. Es gibt seit 01.01.2008 eine neue Fassung des VVG, welche seit dem 01.01.2009 voll greift. Seit dem sind nur noch Verträge mit einer maximalen Laufzeit von 3 Jahren zulässig. :1:

    @ kokusnuss: Tja, was soll ich dazu sagen? Du als Kunde willst doch auch nicht "von heute auf morgen" aus einem Vertrag rausfliegen? Wieso sollten die Dich plötzlich aus einem Vertrag rauslassen, wo vorher bestimmte Kündigungsfristen (die es im Übrigen überall gibt) vereinbart wurden? Es ist m. E. höchst unfair, erst einen Vertrag mit beiderseitigen Rechten und Pflichten abzuschließen und sich dann erst über die eigenen Pflichten zu informieren und dann über den anderen Vertragspartner herzuziehen. Sorry, aber das ist meine Meinung. Ich kann ja auch nicht einen Mietvertrag abschließen und dann den Vermieter verteufeln, weil er so ein A*rsch ist und nun glatt Miete verlangt....! :wub: Sorry, aber sowas geht nicht - und das sage ich nicht aus meiner kaufmännischen Sichtweise, sondern aus der rein menschlichen. Wenn ich "A" sage, dann muss ich auch dabei bleiben und die Konsequenzen ziehen / ertragen. OK, soviel zu meinen "unsachlichen" geistigen Ergüssen, zurück zu den Fakten:

    Im LV-Bereich zahlt der Versicherer nunmal nur bei Tod - und "nebenbei" bei Unbrauchbarkeit. Letzteres ist allerdings oft schwer definierbar, eventl. hilft hier ein Gang zum Rechtsanwalt, um die Sache wirklich zu klären?

    Zu guter Letzt: Wofür schließt ihr eine Pferde-LV ab? Seit ihr auf die Pferde finanziell angewiesen? Nein? Dann ist die LV im Endeffekt doch völlig sinnlos. Schließ lieber eine sinnvolle BU für Dich ab oder tu was für Deine Altersvorsorge - das sind wesentlich wichtigere Brandherde statt sowas!! Auch eine OP-Versicherung wäre immer noch sinnvoller (fürs Pferd).

    Ich habe im Bestand von deutlich über 1.000 Kunden nur EINE Kundin, wo ich dem Wunsch nach einer Pferde-LV nachgekommen bin, weil sie diesen Vertrag wirklich brauchen kann. Auch hier hat sich der "Fall der Fälle" konkretisiert, das Pferd musste eingeschläfert werden. Da bei sowas die Zustimmung des Versicherers vorliegen muss (außer bei ganz akuten Notfällen, die sofortige Euthanasierung erfordern), hab ich die "Ü-Versicherung" sofort mit ins Boot geholt und die haben vorzüglich reagiert. Die Sache war vom rein versicherungstechnischen Bereich her ratz-fatz erledigt und überdies wurde die Kundin auch noch menschlich in höchst lobenswerter Weise gestützt. Ich war da echt höchst zufrieden - wenn man vom traurigen Hintergrund der Sache mal absieht.

    Kurzum: Wegen einem Einzelfall kann ich einen Versicherer schlecht übern grünen Klee loben - ebensowenig kann man ihn wegen einem Einzelfall nierdermetzeln (schon garnicht bei einer solch fragwürdigen Sachlage!!). Klar, Euer Fall ist ärgerlich. Mein Rat ist und bleibt daher: Lasst es Euch von der "Ü" nochmal genau erklären, geht ggfs. noch zum RA und geht die Sache mit ihm durch. Vielleicht klärt es sich dabei schon oder aber wird vom Gericht geklärt werden müssen.


    LG

    Dennis
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2009
  6. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst

    Kleiner Nachtrag:

    Kokusnuss hat sich per PN bei mir gemeldet und sich über meinen "Angriff" beklagt.

    Aufgrund der in der PN dargebotenen Höflichkeit und Sachlichkeit, weiß ich nun, welche Gewichtung der obigen Aussage zuzumessen ist.

    MEINES ERACHTENS nach (und diesen Eindruck hatte ich schon beim ersten Lesen des Beitrags, lange bevor die PNs kamen) möchte Kokosnuss nichts anderes gelten lassen als ihre / seine Sicht der Dinge. Andere Meinungen sind "Angriff". Da ich davon ausgehen muss, dass er / sie genauso unreflektiert über die "Ü" urteilt, möchte ich diesen Thread schließen.

    Ich habe nichts gegen eine objektive (und auch kontroverse) Diskussion, ich erwünsche mir jedoch, dass ein gewisses Mindestmaß an Niveau (in welcher Form auch immer) gewahrt bleibt. Dazu zählt auch die sachliche Korrektheit.

    Falls jemand noch Fragen hat oder etwas dazu sagen möchte: Haut in die Tasten! Ich werde ansonsten ab heute Abend den Thread dicht machen, um Euch vor weiteren polemischen bzw. irreführenden (Falsch-) Aussagen zu schützen. Ich weiß, mein Heldenmut kennt keine Grenzen - erspart Euch das Lob. :laugh:


    LG

    Dennis
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2009
  7. kokusnus

    kokusnus Neues Mitglied

    klar, dass ein versicherungsvertreter solch ein vernichtendes urteil hier nicht stehen lassen kann.
    deshalb muss es wohl weg .... !
    solche versicherungen sind unsinnig @ pferdefreunde.:rolleyes2:
     
  8. La Paz

    La Paz Inserent

    Als meine Eltern mir damals das erste Pferd kauften, fragten wir jemanden was für Versicherungen wir brauchen. Diese Person besitzt seit Jahren Pferden und geht im Turniersport und hat Pferde, die sich ein Ottonormalverbraucher wohl nie leisten würde. Ich hatte ein einfaches Pony, damals 13 Jahre und gekostet hatte uns das Tier 2000€ oder waren es DM? Ich weiß es net mehr. Die Person zählte uns auf was es für Versicherungen gibt und hat uns den Sinn dahinter erklärt. Sie selber sagte damals genauso wie Smigel, dass es absolter Blödsinn ist diese abzuschließen sólange man nicht von dem Pferd lebt und es nur die wenigsten Pferde haben. Meistens erst wirklich sehr teure Pferde und selbst da sind es wenige.

    Ich persönlich hätte sowieso nie eine LV für ein Pferd abgeschlossen und ich habe auch eins ein sehr teures Pferd im Stall stehen gehabt. Aber für mich ist das einfach ein Hobby, auch wenn ich Sport gegangen bin, da ist alles was versichert werden muss versichert, alles andere was es da noch an Angebot gibt nicht. Man muss sich finde ich im klaren sein, dass ein Pferd nun mal "unbrauchbar" werden kann. Zumindest dass es für die Zwecke für die eines gekauft wurde nicht mehr brauchbar ist.
    Zudem finde ich es sehr komisch, dass du, wenn das Pferd noch Jährling ist, eine LV abschließen kannst, wo drin sein soll, dass das Pferd wenn es keine Vielseitigkeit A mehr gehen kann, euch eine entsprechende Summe ausgezahlt wird. In dem Alter weiß man ja nicht einmal ob sich das Pferd dafür überhaupt eignet oder ob es vorher schon "hin" ist, sodass es mit drei Jahren gar nicht geritten werden kann. Glaube kaum dass Versicherungen sich darauf einlassen, wenn sie gar nicht wissen, wofür das Pferd eins taugt? Smigel ich bitte da umfachlichen Rat.

    Außerdem ich bitte dich, das Pferd wird 16. Erwartest du allen ernstes das das Pferd mit 16 noch voll gesund und einsatzfähig ist wie ein 8jähriges Pferd was im Turniersport geritten wird? Ich weiß ja nicht wie die Stute über Jahre verteilt gelaufen ist, aber wenn sie wirklich voll eingesetzt wurde würd ich sie auch in dem Alter aus den Stresssituationen, die nun mal ein Turnier mit sich bringt rausnehmen. Kannte mal ein Pferd, das lief im Sport, war nicht so alt wie deine Stute und wurde schwer krank. Man fand aber keine Ursache. Bis man diesem Pferd lange Ruhe gönnte, merkte man dass es bei ihm vom Kopf her war, denn er wurde wieder ganz gesund. Das Pferd signalisierte selber und hiermit ist schluss. Ich würde auf grund des Alters des Pferdes kein aufheben drum machen, denn ein Pferd was im Leistungssport lief, wird meistens eh mit 15 schon aus dem Sport genommen.
     
  9. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst


    Wo ist hier ein Versicherungsvertreter???? Ich seh keinen...?!

    :laugh::laugh::laugh:

    Anstatt dummes Zeug zu plappern, würde es uns alle wohl viel eher interessieren, WIESO genau aus Deiner Sicht diese Versicherung sooooo schlimm ist.

    Ich mache nun mal genau das, was Du mir vorwirfst: Ich greife Dich mal an. Pass auf: KOKUSNUS PLAPPERT MÜLL. Und solange Du nichts Vernüntiges in diesem Thread von Dir gibst, bleibt das hier stehen. Sobald der erste Satz von Dir fällt, der einen Funken Intelligenz beweist, werde ich den Satz löschen. Das ist doch mal was, oder?

    LG und gute Nacht

    Dennis
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. März 2009
  10. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    So, dann schreib ich doch auch noch mal rasch was.
    Ich habs ja eingangs schon mal angeschnitten.
    Ich les mir auch nicht bei jedem Vertrag das Kleingedruckte durch, aber wenn ich dann hinterher ne unangenehme Überraschung erlebe, dann ist das doch meine Schuld und nicht die des Vertragspartners.

    Klar ist Versicherungsfachjargon nicht immer leicht verständlich, deswegen ist es ja so wichtig, dass man sich einen versierten Berater dazu nimmt, der einem den Sachverhalt erklären kann.
    Wenn ich das nicht mache und mich selber nicht belese, kann ich auch nicht der Versicherung dafür die Schuld geben. so einfach ist das.
    Und diese dummen Sprüche a la
    find ich sowas von zu kotzen. Die hör ich immer von den Leuten, die zu dumm oder zu oberflächlich waren, sich ihre Unterlagen ausreichend durchzulesen und dann anrufen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Du UNTERSCHREIBST bei Vertragsabschluß, dass Du die Versicherungsbedingungen ausgehändigt bekommen und zur Kenntnis genommen hast. Wenn Du die Unterlagen dann doch nicht durchliest, wer ist dann schuld ????
    Hier den Smigel anzugreifen, der sich noch bemüht, den Sachverhalt zu erläutern und sogar erklärt, warum eine solche Versicherung für den Normalen Pferdehalter nicht unbedingt sinnvoll ist halte ich für absolut daneben.
     
Thema: Pferdelebensversicherungsknebelverträge