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Pferdeverkauf? Pure Verzweiflung!!

Diskutiere Pferdeverkauf? Pure Verzweiflung!! im Pferde Allgemein Forum; Hallo, ich brauche dringend mal Meinungen und Rat von außerhalb. Ich spiele ständig mit dem Gedanken mein Pferd zu verkaufen. Erst vielleicht...

  1. Keswin1511

    Keswin1511 Neues Mitglied

    Hallo,
    ich brauche dringend mal Meinungen und Rat von außerhalb. Ich spiele ständig mit dem Gedanken mein Pferd zu verkaufen.
    Erst vielleicht erstmal was allgemeines zu uns. Also Mein Pferd ist ein Haflingerwallach und ist 5 Jahre alt. Ich besitze ihn mittlerweile 3 1/2 Jahre, aber kenne ihn seit er ein paar Monate alt ist.
    Ich war als ich ihn gekauft habe allerdings noch keineswegs bereit für ein eigenes Pferd, da ich noch unerfahren war und auch immer noch nicht von erfahren sprechen kann. Daher kann man nicht von einer guten Erziehung eines Jungpferdes sprechen, bis ich vor 2 Jahren den Hof wechselte und dort die nötige Hilfe bekam. Vorher nahm er mich überhaupt nicht wahr, war frech und tat nur das wozu er auch Lust hatte. Nun arbeiten wir seit knapp 1 1/2 Jahren daran zu klären wer der Chef ist. Letztes Jahr war er dann auch schon soweit, dass wir Langzügel mit ihm angefangen haben und ihn dieses Jahr eigentlich einreiten wollten. Allerdings kam alles anders. Nach dem Winter, war alles wieder weg. Er versuchte ständig mir in den Arm zu beißen, zu steigen oder sich loszureißen. Ans Einreiten ist nun zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken und ich bin mir bewusst, dass ich mich momentan eine Gefahr aussetze bei ihm.
    Ich muss zu mir selbst noch sagen, dass ich eine ruhige Person bin, die sehr viel Geduld hat. Jedoch fällt es mir dadurch schwer klar zu sein und energisch an die Sache ranzugehen.
    Nun weiß ich nicht mehr weiter.
    Passen ich und mein Pferd einfach nicht zueinander? Kann ich ihm mit meiner Art, meiner Erfahrung und meinem Umgang gerecht werden? Wäre es vielleicht besser ihn jemanden zu verkaufen, der weiß was zutun ist?
    Ein weiterer Punkt ist dann auch noch die Zeit und das Geld.
    Ich bin noch Schülerin (schreibe nächstes Jahr mein Abitur) und verdiene daher nicht viel Geld. Ich habe um ihn finanzieren zu können zwei Nebenjobs. Somit kann ich den Unterhalt, den Tierarzt, den Hufschmied und all die Sachen bezahlen. Doch wenn ich daran denke, dass das noch lange nicht alles ist, da er auch später die Ausrüstung (zum Beispiel Sattel) braucht. Ich werde nach meinem Abitur noch mindestens 3 Jahre studieren und somit auch noch kein Geld verdienen. Abgesehen davon habe ich Angst, dass ich keine Zeit mehr für ihn finde.
    Was sagt ihr? Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
    Soll ich mich geschlagen geben oder weiter Geduld zeigen und kämpfen?
    Sollen diese Jahre umsonst gewesen sein?
    Allein der Gedanke daran ihn aufzugeben zerreißt mir das Herz :(
     
  2. Tequilla

    Tequilla Inserent

    In dem Zustand verkaufen ist blöd, so wird der zum Wanderpokal.
    Ich würd da erstmal Struktur rein bringen, Du sagst Du hast erfahrene Leute am Stall, lass Dir doch von denen Helfen.
    Was machst Du denn wenn der sich aufführt wie die Axt im Walde?
     
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  3. Kornblume89

    Kornblume89 Aktives Mitglied

    Gibt es einen Grund, warum nach dem Winter alles vorher erarbeitete wieder weg war? Habt ihr nicht mehr so viel wie vorher mit ihm arbeiten können?
    Weil es klingt ja so, als ob ihr auf einem guten Weg wart? Lass Dich nicht von eurem Rückschritt entmutigen und trainiere (wieder?) weiter fleissig mit Hilfe der erfahrenen Leute bei Dir auf dem Hof. Du hattest doch schon einiges geschafft also gib jetzt nicht auf. Kämpf Dich Dir und Deinem Pferd zuliebe da jetzt nochmal durch, zumindest bis die Grund Erziehung sitzt. Und dann kannst Du immer noch schauen ob Du ihn behalten magst/kannst oder nicht. Aber jetzt aufgeben und verkaufen kann aus Deinem Pferd, wie @Tequilla schon schrieb schnell einen Wanderpokal machen.
    Gib nicht auf, nimm die Herausforderung an und kämpfe. Mit etwas Hilfe von erfahrenen Leuten schaffst Du das bestimmt. Nicht aufgeben. :mx8:
     
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  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Wenn man es richtig macht ist nach ein paar Monaten auch nicht alles wieder weg und es dauert auch keine anderthalb Jahre um zu klären wer das sagen hat.
    Von daher glaube ich das diese Hilfe letztendlich keine war.
    Das Problem ist jetzt natürlich das da ein fünfjähriger steht der nichts kann und dazu noch beisst, steigt, und sich nicht führen lässt.
    Wert: Da kann man wohl froh sein wenn sich das jemand für 500 Euro antut und da Zeit und Mühe investiert.
    Mir wurde so ein Hafi zweijährig mal für 150 angeboten...
    Wenn du den abgeben willst sieh zu das du jemanden findest der kompetent ist und nicht nur sagt das er es ist.
    Das du das noch in den Griff bekommst ohne dabei Geld in deine eigene Ausbildung zu stecken glaube ich nicht, und wie du schon sagst, auf die nächsten Jahre wirst du wenig Geld und wenig Zeit haben, jetzt ist das Alter noch passend um den ungeritten unterzubringen, in fünf Jahren wird das noch mal um einiges schwerer werden.



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  5. Wuscheli

    Wuscheli Korrektur-Schüler

    Sehr schwierig. Haflinger sind Ponys, die gut mit natürlichen Autoritäten können. Zumindest die, die ich kenne. Er wird deine Unsicherheit merken und damit überhaupt nicht umgehen können. Er wird angewiesen sein auf ganz klare Ansagen. Wenn er nun wieder anfängt, richtig blöd zu werden, ist die Frage, wie er sich benehmen wird, wenn du reitest.
    Ein 5jähriges Pferd braucht nicht später einen Sattel, sondern jetzt. Warum habt ihr dieses Frühjahr nicht begonnen zu reiten? Ist kein Trainer da, der ihn reiten kann?
    Wo wurde er über den Winter gehalten? Ist er blöd geworden wegen Bewegungsmangel?
    Was soll die Langzügelarbeit bewirken?
    Ich denke, er wird auch merken, dass er bei dir nicht safe ist. Die Angst, es nicht zu schaffen, die Zweifel, ihn zu behalten, machen euer Verhältnis nicht besser. Der Geldmangel stresst dich und auch ihn, und was tust du, wenn größere Ausgaben nötig sind? Zwei Nebenjobs binden haufenweise Zeit und Energie, die du eigentlich in ihn stecken solltest. Und das nur, um ihn zu halten?
    Ich selbst würde in deiner Situation definitiv orakeln. Soll heissen, ich täte der Welt kund, dass er jemand neues sucht, und schauen, wer kommt. Vielleicht ist "sein Deckel" dabei, dann kannst du ihn guten Gewissens und bestimmt auch erleichtert ziehen lassen, wenn nicht, musst du dich eh selbst weiter bemühen..
    Alles Gute!
    PS: und in der Zwischenzeit würde ich in Form von einer Herde auf mindestens 3 Hektar Land dafür sorgen, dass er genügend Bewegung hat, und würde ihm den A... versohlen, wenn er mir in den Arm beisst oder sich nicht wenigstens höflich verhält.
     
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  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    du hast offenschtlich arg "ins klo gegriffen" und dir nicht gerade professionelle berater gesucht....
    stell dir mal vor, du trittst in die arbeitswelt ein und dir begegnet ein mann bzw eine frau, die dich anstarrt und sagt: "ich bin dein chef!" - und dies 1,5 jahre lang!!!!!
    sobald er/sie dir begegnet, sagt er/sie wieder: "ich bin dein CHEF!" - jedesmal lauter.

    du wolltest das gar nicht hören, sondern eigentlich nur hören, was du heute arbeiten solltest. der chef (oder ich bleib jetzt mal bei der weiblichen form), wendet dir den rücken zu, zieht die schultern hoch und geht nach vorne weg. dabei bemerkst du zu spät, dass sie dich am gürtel gepackt hat und dich hinterherschleift. das ist unangenehm. du brüllst sie an: "was tun sie da mit mir? das tut weh! wo soll ch überhaupt hin? reden sie dochmit mir!!!!" die frau dreht dich finster zu dir um und brüllt ebenfalls: "Ich bin deine chefin!" sie starrt dich an und drückt dich rückwärts. du findest die frau schräg udn verstehst nicht was du tun sollst. nach dem 5. versuch hast du allerspätestens nie wieder bock, das weib zu sehen. ggf. kommst du auf finstere gedanken, wie du der schrecklichen frau auch mal wehtun kannst....
    auf diesen weg kommst du nicht mal irgendwann wo an, dabei wolltest du eigentlich ursprünglich mal in die kaufmännische abteilung eingewiesen werden. du hast von freunden gehört, dass das spaß machen soll.

    du hast jetzt 2 möglichkeiten: du wechselst die firma und hoffst auf einen chef mit verstand. oder aber du bleibst und mit glück bekommt deine chefin jemand an ihre hand, der/die ihr beibringt, wie man seine arbeitskräfte schult. der ganze betrieb muss umstruturiert werden. deine chefin muss alle handgrife neu lernen. dabei wird die chefin merken, dass all das, was sie bisher getan hat, totaler murks war. das kommt daher, dass zuvor mal ein BDSM-foltersknecht die firma gelenkt hat. der hatte nur ahnung davon, mitarbeiter zu quälen, von kaufmännischer struktur und denken hatte er aber null plan. an den hat sich deine chefin mal orientiert, weil der ihr versprochen hat, dass seine sklaven super funktionieren - und deine chefin hat ihm geglaubt.
    das problem: du hättest schon mal einen tüchtigen psychischen knacks weg.

    was ich mit der metapher sagen will?
    keinem pferd macht es spaß, nicht auf augenhöhe freudig mitabreiten zu dürfen. dafür musst du technische fähigkeiten erlernen.
    nicht ER muss geschult werden sondern DU.

    du bist natürlich kein schüler eines sadistischen foltersknechts. die leute, die dir gesagt haben, dass man chef seinmuss, haben sogar nett gelächelt.

    es klingt aber so, als durfte dein pferd nicht lange jungpferd sein in größerer herde - immer sollte er "erzogen" werden ohne dass zeitgleich vermittelt werden konnte, was überhaupt gerade von ihm erwartet wird.

    inzwischen hast du dein pferd gefährlich gemacht. weil du falsche berater hattest.

    ich würde entweder dringend den ort und den/die berater wechseln oder dein pferd abgeben.

    vermutlich würde ich - so als als idee - versuchen, einen haflingerzüchter anzusprechen, der seine nachzucht selbst ausbildet. den würde ich fragen, ob er interesse daran hat, ihn erst ein jahr zu arbeiten (also wirklich nicht nru 2-3 montate - länger!) um ihn dann zu vermarkten. bei erfolgreichen verkauf kriegst du summe X - irgendwas bei 500 euro. außer, du hast einen guten haflinger und der schaden ist einfach behebbar - dann könnte es auch mehr sein. oder dueinigst dich darauf, dass du monatlich was zahlst - dann könntest du ihn auch zurückhaben, wenn er noch mal für dich geeignet werden sollte.

    bedenke, dass dein pferd von deiner entschedung abhängig ist. er kann nicht "die firma" frei wählen. bei einem pferd, was gefährlich gemachr wurde, ist der schritt zum abgrund (der schlachter bzw der tot) nicht mehr weit.
     
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  7. Maybe12

    Maybe12 Inserent

    Hä? :autsch:
    Vielleicht wäre es für die Userin hilfreich nicht in irgendwelchen wilden Metaphern zu schreiben, wenn schon Bestands-User oft Schwierigkeiten haben, Deinen Worten zu folgen, wenn Du nicht in Metaphern sprichst :bahnhof:

    @Keswin1511
    Hast du denn überhaupt noch Lust,
    Energie und Geld (und natürlich auch Zeit) für Dein Pony aufzuwenden?
    Oder hast du für Dich schon abgeschlossen?

    Bist Du vor dem Kauf von deinem Hafi schon geritten? hattest Du Unterricht?
    Sind die finanziellen Mittel noch vorhanden, um sich langfristig einen Trainer zu leisen, der Dich inkl. Pony schult ?
     
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  8. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Das sind wichtige Überlegungen und diese Fragen würden sich genau so stellen, wenn dein Pferd umgänglich und normal reitbar wäre. Normalerweise hat man als Schüler mehr Zeit für Jobs als im Studium. Ausnahmen gibt es immer, aber willst du dein Studienfach, die Uni und alles andere danach wählen, ob das zur Pferdehaltung passt?

    Ich würde niemandem in deiner Situation zur Pferdehaltung raten, es sei denn, die Eltern sind in der Lage, überdurchschnittlich finanziell zu unterstützen und tragen das Thema "Pferd im Studium" ohne Vorbehalte mit. Ein Pferd, für das ungewöhnlich viel Zeit aufgewendet werden muss scheidet nach meiner Meinung auch dann aus.
     
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  9. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Die Frage ist wohl auch, ob du ihn überhaupt verkaufen kannst...
    Rasse mit Überschussproduktion
    Verzogen und Problematisch bis hin zu gefährlich im Umgang
    Ausser schlechtem Benehmen nichts gelernt
    Warum sollte sich das jemand antun wollen?
    Rohe Jungpferde in nicht verdorben sind bei Hafis auch schon recht günstig.
    Deine Käufer-Zielgruppe bleibt dann quasi nur noch Schleuderpreis-Käufer mit der Hoffnung auf Gewinn bei Weiterverkauf oder selbsternannte Tierretter (eine inhomogene Gruppe mit teilweise recht fragwürdiger Zukunft fürs Pony)
    Die endgültige Entscheidung musst du erst dann treffen, wenn ein wirklich Kaufwilliger vor dir steht...
     
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  10. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Ich würde an deiner Stelle den Buschfunk anwerfen, damit sich herumspricht, dass du dein Pferd in die richtigen Hände günstig abgeben würdest. Das wäre wahrscheinlich für dich und dein Pferd das beste. Noch ist er jung, und kann ein gutes Reitpferd werden. Wenn du selbst da noch lange herumdoktorst, dann ist er irgendwann vielleicht 12, kann noch immer nichts , dann wirst du ihn niemals mehr los.

    Oder aber du nimmt zusätzlich richtig viel Geld in die Hand und gibst ihn in Vollberitt.
     
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