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Plötzlich Kleber ??? Stallwechsel

Diskutiere Plötzlich Kleber ??? Stallwechsel im Haltung und Pflege Forum; Hallo ihr lieben, ich habe das Problem, dass mein Wallach das Kleben anfängt. Mein Wallach stand nun 7 Jahre in einem 3er Offenstall mit (s)einer...

  1. Nickchen

    Nickchen Neues Mitglied

    Hallo ihr lieben,
    ich habe das Problem, dass mein Wallach das Kleben anfängt. Mein Wallach stand nun 7 Jahre in einem 3er Offenstall mit (s)einer Stute und einem Wallach.
    Vom ersten Tag an ließen sich alle Pferde unabhängig voneinander trennen zum Putzen, Ausreiten, Anhänger fahren, was auch immer.
    (Das zurückgelassene Pferd war nicht selten auch mal 3 Stunden ganz alleine.)
    Mein Wallach war schon immer Herdenchef, die ganzen sieben Jahre und auch schon vorher an einem anderen Stall.
    Sehr selbstbewusst - ging alleine überall mit mir hin.
    Nun mussten wir den Stall wechseln und er steht in einem 6er Offenstall. (3 davon Stuten - leider gerade rossig)
    Der Stallwechsel war sehr sehr ruhig und angenehm. Er ließ sich am Tag der Ankunft überall anbinden, stand eine Stunde alleine auf einer Weide und machte einen zufriedenen Eindruck. (Fressen, wälzen)
    Auch der erste Ausritt gestaltete sich als ruhig, wenn auch von etwas Wiehern begleitet.
    Nun, nach 10 Tagen im neuen Stall fing er das Kleben an. Alleine anbinden ist zwar noch möglich, aber sehr schwierig geworden. (Schreien, herumhampeln, losrennen beim Auftrensen, usw). Ohne Stick/Gerte nimmt er mich nicht ernst.
    Ich gehe trotzdem jeden Tag mit ihm alleine eine Runde spazieren oder ausreiten.
    Wenn er sich vom Hof weg bewegen soll, beginnt er zu schreien, stehenzubleiben, rückwärts zu laufen, sich umzudrehen und so weiter.
    Ich setze mich dann durch und nach 10 Minuten ist es meistens nicht mehr so schlimm und er ist im Gelände super artig und wiehert nur noch vereinzelt.
    Wir haben dann einen tollen Ausritt am langen Zügel. Circa einen Kilometer bevor wir den Stall wieder erreichen, beginnt er anzutraben /-galoppieren, hibbelig zu werden, zu wiehern usw.
    Ich könnte ihn dann nicht mehr halten.
    Damit sich dies nicht zu stark in seinem Kopf manifestiert, bin ich jetzt die letzten Male, bevor er sich überhaupt aufgeregt hat, einfach abgestiegen und bin diesen Kilometer mit ihm zum Stall zurück gegangen. ( wenn ich merke, dass er unruhig wird, bleibe ich erst noch im Sattel und warte auf einen Moment, indem er wieder sehr ruhig ist. Dann steige ich ab)
    Er macht es seit drei Tagen ganz ganz toll, dass er neben mir zum Stall zurückgeht. Er achtet auf mich, überholt mich nicht und benimmt sich super. Ich lenke ihn auf diesem Stück immer ab, indem ich Lektionen abfrage, ihn dafür belohnen oder ihn auch mal kurz grasen lasse.

    Frage: Würdet ihr das erstmal so fortsetzen oder habt ihr andere Vorschläge?
    Bodenarbeit habe ich jetzt begonnen. Join up als Basis funktioniert gut! Er unterwirft sich nach einigen Minuten, ist dann folgsam und kann sich dann auch besser vom Hof trennen.
     
  2. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Huhu, ich würde es wohl so fortsetzen. Wegen dem Schreien hab ich bei meiner Stute gute Erfahrungen gemacht, wenn man es kurz überbrüllt.

    Wenn es mit dem nebenherlaufen gut klappt, könntest du auch versuchen, ob du ihn von oben so weit beschäftigt bekommst, dass er bei dir bleibt vom Kopf her (Seitengänge, Volten etc.). Oder, wenn er anfängt schneller zu laufen, umdrehen und in die Gegenrichtung laufen lassen. Würde aber nur gut bei Strecken gehen, die man von beiden Seiten erreichen kann.
     
  3. Nickchen

    Nickchen Neues Mitglied

    Danke dir, ja das war auch so meine Intention. Ich hoffe, dass es irgendwann auch von oben klappt und ich ihn gut abgelenkt bekomme und ihn für Dinge, die er gut macht, loben kann. Seitengänge findet er klasse, aber nicht wenn er hektisch ist. .
    Habe für Sa eine Trainerin "bestellt"....mein Pferd ist vom Typ her so, dass er vom Verhalten immer konstant bleibt. Heißt, wenn er sich einmal richtig Blödsinn angewöhnt, dann IST UND BLEIBT es so.
    Dafür ist das bei positiven Dingen aber auch so :)
     
  4. Bumblebee1

    Bumblebee1 Bekanntes Mitglied

    Ich denke auch, du packst das richtig an. Und dass du dir jetzt noch Hilfe dazu holst, ist auf jeden Fall positiv. :astrein:
     
     
  5. Nickchen

    Nickchen Neues Mitglied

    Danke. :)
    Es wusstet mich schon irgendwie sehr, weshalb ich momentan sehr ehrgeizig an das Thema heran gehe. Er war nie ein Kleber und ich war immer stolz darauf, dass ich mit ihm auch alles alleine machen konnte. Dass das jetzt nicht mehr so ist, wurmt mich sehr.

    Ich hatte gehört, dass man das Pferd nicht überreden sollte, weiterzugehen, wenn es nicht vom Hof will.
    Man soll so weit gehen, wie es sich wohlfühlt und dann zum Stall zurückgehen.
    Dies dann immer wiederholen, sodass die Strecke immer länger wird, ich habe allerdings Angst, dass er mir dann auf der Nase herumtanzen, weshalb ich ihn quasi dazu zwinge, weiterzugehen.
    Sobald wir einen Kilometer entfernt sind, ist auch alles in bester Ordnung und er ist echt lieb. Kann dann auch überall blockieren, und er bleibt im Arbeitstempo.
    Ich hatte das Problem nie, deshalb finde ich das jetzt schwierig
     
  6. Belle

    Belle Bekanntes Mitglied

    Das wäre für mich die erste Baustelle an der ich arbeiten würde. Und zwar so beharrlich bis es klappt, das er ruhig steht und sich auftrensen lässt.
     
  7. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Dein Wallach scheint sich als neuer Herdenchef zu etablieren bzw. erhebt Anspruch auf die Stuten. Natürlich will er seine Stuten nicht verlassen und macht Theater. Es wird sich sicher mit der Zeit legen, wenn sich die Situation in der Herde stabilisiert hat.
     
    Rotkäppchen und melisse gefällt das.
  8. Nickchen

    Nickchen Neues Mitglied

    @Belle ; ja, das ist soooo nervig und ich kenne es einfach nicht von ihm:(
    Aber mir gehen die Ideen aus.
    Ich binde ihn jeden Tag an, manchmal auch zweimal, wenn er lieb steht, bekommt er auch dort sein Kraftfutter.
    Sobald dies allerdings leer ist, fängt das tänzeln wieder an.
    Ich lasse mich natürlich nicht durch ihn bewegen. Also umrennen tut er mich nicht, da hat er zuviel Respekt. Aber ich reiche ihm da einfach nicht, die Herde fehlt ihm, sogar wenn sie in Sichtweite ist. Dann auch noch schlimmer. Wenn er keine Pferde sieht geht es eigentlich.

    Wenn ich ihn die ganze Zeit beschäftige, das heißt irgendwelche Sachen Abfrage, die ihr dann gut macht und er dafür ein Leckerchen bekommt, dann geht es.
    Sobald er meine Aufmerksamkeit nicht mehr hat, dreht er völlig ab.
    Bestraft habe ich ihn für das Gehampel noch nicht, da er mich nicht umrennt.

    @Wanderreiter ; jaaa
    Er war noch fünf Tagen schon direkt Chef, worüber ich nicht gerade erfreut war.
    Wenn ich ihn anbinde und die Pferde sind nicht in Sichtweite, geht es eigentlich. Wendy Pferde nebenan auf dem Paddock stehen, dann geht es überhaupt nicht.
    Er hat dann wirklich Angst, dass ihm die Stuten abspenstig gemacht. Ich habe gelesen, dass man auf keinen Fall beruhigend auf das Pferd ein reden soll, weil dies wie ein Lob wirkt.
    Und er ist ja auch nicht ängstlich, sondern total aufmüpfig. Er scharrt auf dem Betonboden herum und tänzelt um mich herum. Mich umlaufen tut er nicht.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. Nov. 2019
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Schöner Verschreiber. :biggrin:

    Ihr seid jetzt erst seit ca. 2 Wochen im neuen Stall - habe ich das richtig gelesen?
    Dann würde ich gar nicht aktiv daran arbeiten (Unfälle / Wegrennen natürlich vermeiden), sondern ihm einfach ein paar Wochen Zeit geben.
    Er muß sich seiner Herde und Position ja erst sicher werden. ;)


    LG, Charly
     
    melisse, Barrie, Lorelai und 3 anderen gefällt das.
  10. Belle

    Belle Bekanntes Mitglied

    Ich würde ihn zur Zeit nicht richtig anbinden, den Strick nur locker durch den Ring ziehen. Fängt er das Hampeln an, Strick nehmen und eine Volte mit ihm laufen, so das er seine Nervosität in Bewegung umwandeln kann. Erneut wieder an seinen Platz stellen, ist er ruhig - Keks und loben. Fängt er wieder an unruhig zu werden gleiches Spiel wie oben.
    Du musst beharrlich sein. Lass nicht zu das sich die Situation aufschaukelt.

    Hat er das gut gemacht, nicht noch die nächste Aktion mit Spaziergängen starten. Er hat Feierabend und darf zu seiner Herde und sich dort erstmal richtig einleben.

    So würde ich persönlich vorgehen.
     
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