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Ponyhof als Zwei- oder Dreiklassengesellschaft? PB vs. RB vs. RS?

Diskutiere Ponyhof als Zwei- oder Dreiklassengesellschaft? PB vs. RB vs. RS? im Allgemein Forum; Seltsamer Titel, aber ich hoffe doch Aussagekräftig! Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, nimmt bei uns die Zahl der Reitschüler stetig zu....

  1. Lynne

    Lynne Bekanntes Mitglied

    Seltsamer Titel, aber ich hoffe doch Aussagekräftig!

    Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, nimmt bei uns die Zahl der Reitschüler stetig zu.
    Als es noch ein paar waren und man die alle recht gut kannte und die auch immer schön brav aufgeräumt haben, war die Stimmung eine andere bei uns als sie Aktuell ist. Die PBs sind zunehmend generbt von den Reitschülern, ihrem Benehmen und ihrem Chaos.
    In einem anderem Fred schrieb neulich auch jemand sowas wie "wäre ich nicht nur eine RB, hätten die Leute anders reagiert". Da es bei uns nur eine RB gibt, fehlt mir da die Erfahrung.

    Wie ist das bei euch? Nerven euch die Horden von Kindern oder findet ihr sie gut?
    Gibt es bei euch Reiter die RBs als nicht vollwertig wahrnehmen? Oder werdet ihr als RB nicht richtig ernst genommen?

    Erzählt mal!
     
  2. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Für mich mit den ständig neuen jungen Pferden gehen Reitschüler gar nicht. Es fehlt ihnen einfach das Verständnis, das nicht alle Pferde so sind wie die Ponys, die man für sie sorgsam nach Eignung als Schulpferd aussucht. Wenn Kinder anwesend sind, mag ich kaum reiten, zu groß die Gefahr, die von denen ausgeht.

    Und das heißt nicht, dass ich die nicht mag. Ich hatte ja selbst schon ganz viele. Sie brauchen nur eben ihren eigenen Raum zum Spielen, Schreien und unachtsam sein. Wie sie sich zwischen dem Privatpferden zu benehmen haben, muss ihnen die verantwortliche Person (Reitlehrer, Stallbesitzer...) beibringen und darauf achten, dass sich dran gehalten wird.

    Auch das Aufräumen, finde ich, liegt in der Verantwortung der zuständigen Person. Der Hof wird erst verlassen, wenn alles an seinem Platz ist. Da muss man halt mal daneben stehen bleiben, bis alle alles verräumt haben.

    Mit den Kindern die eigene Pferde haben, hat man das Problem zwar auch, da wären dann die Eltern in der Pflicht. Man kann aber auch die rumliegenden Sachen einfach immer in den Müll werfen, dann werden die es irgendwann leid, alles neu kaufen zu müssen. Wir hatten mal eine eigens dafür angelegte Mülltonne, da kamen nur Sachen rein, die rumlagen. Man konnte sein Zeug also noch wieder rausholen, wenn man es doch vermisste.
     
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  3. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Bei uns gibt es keine reitschüler, nur RB und PB.
    Teilweise blicke ich da aber gar nicht durch, weil RB öfters mit dem Pferd was macht, wie PB. Teilweise hab ich das erst spät gecheckt, wenn dann in einer Unterhaltung kam: "das kann ich ja aber leider nicht entscheiden.." "Was ? Wieso?"
    Generell finde ich die RB sind meistens netter und freundlicher, nehmen mehr Rücksicht und sind umsichtiger wie so mancher PB.
    Reitschüler hatten wir am Stall davor, die die oft da waren kannte man. Viele Mädels waren aber sehr unsicher und hatten Respekt oder ein bisschen Angst vor den PB. Wenn die was liegen gelassen haben, hat man es bei Bedarf zur Seite geräumt, hielt sich aber in Grenzen. Die lebten so ein bisschen in ihrer wendy- ponyhofwelt, das war schon süß.
     
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  4. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    So einen richtigen Hof mit RS und PBs in einem Stall hatte ich noch nicht. Komischerweise haben die Schulpferde immer einen extra Stalltrakt, damit die RS nicht bei den Privatpferden rumturnen.
    Das drückt aber die Abstufung gut aus, RBs gab es eigentlich nicht.

    Im Sommer hatte die Reitschule einen extra Platz, im Winter sind sie entweder ins Gelände gegangen oder waren 2-3 x pro Woche in der Halle.
     
     
  5. Butterblume :))

    Butterblume :)) Inserent

    Bei uns sieht das so aus
    10-12 Schulpferde und damit schon eine größere Reitschule

    Ein Ehepaar hat 5 Pferde und ein Ehepaar hat 2 Pferde. Die lassen sich wenig blicken, halten sich eh für was besonderes und schauen rb's, Reitschüler oder normalsterbliche PBs nichtmal an.
    Zwei der Pferde haben eine RB die sind beide nett!

    2 normale PBs nett und zurückhaltend, bin mit beiden gut befreundet. Die sind von den Kindern nicht genervt in der Regel

    1 PB die gleichzeitig vollzeit im Stall arbeitet (als RL ), dh die arrangiert sich mit den Kindern eh.... Ihr Pferd hat ne RB, die ist ganz okay, ich seh sie nie weil sie immer sehr spät kommt. Die kriegt daher die Reitschüler meist auch nicht mit.

    Und dann gibts noch mich mit den beiden. Mich stören die Schüler nicht. Die haben halt ihre eigene Sattelkammer, die privatpferde-Sachen sind woanders untergebracht. Ihren Dreck oder so lassen die nie liegen, weil die Chefin und Besitzerin der Schulpferde da super streng ist. Die hält immer alles sehr ordentlich.
    Da ich ja auch Mitarbeiterin bin dort, meine voltis habe, in den Ferienkursen Reitunterricht gebe und hin und wieder Vertretung mache kenne ich 85% der Kinder beim Namen und hab ein guten Draht zu denen!
    Mich stören sie nicht... Mir ist es so Lieber.... Lieber die 10 Schulpferde +Schüler als 10 privat Pferde mit nervenden Besitzern.
    Je weniger PBs im Stall, desto weniger gezicke und Geläster!
     
  6. Bei uns gibt es diese Mehrere-Klassen-Gesellschaft eher bezogen auf Ahnung vom Pferd haben, mit anpacken, wenn was zu tun ist, nicht nur körperlich präsent sein.

    Naturgemäß haben Reitkinder noch weniger Ahnung. Unter diesen gibt es aber welche, die sind einfach "da", wenn sie da sind, sind hilfsbereit, stellen interessierte Fragen und wollen dazulernen.
    Andere bekommen den Mund nicht mal zu einem Gruß auf.
    Die erste Gruppe hat logischerweise einen viel besseren Stand als die zweite.

    Auch bei den RB und und in geringerem Maß bei den PB gibt es diese Unterschiede.
    Wer sich kümmert, mitverantwortlich fühlt und beteiligt, hilfsbereit ist, ohne sich aber ungefragt einzumischen, gehört eher zur "oberen Klasse".
     
  7. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Ich tu mich ebenfalls mit Reitschülern schwer.
    Da gibt es die tobenden U14 jährigen und die gackernden Ü14 jährigen und die Kombination aus beiden am frühen Nachmittag hat dazu geführt, dass ich bevorzugt ab 18 Uhr im Stall auflaufe.
    Bei uns gestaltet sich der Reitunterricht relativ frei, es ist also nicht so, dass d'accord stündlich 7 junge Mädchen der Gruppe davor auf dem Fuße folgen, Pferde übernehmen und für die Reitstunde darauf schon die nächsten 7 Mädels bereit stehen, sondern es findet etwa 1 Schulstunde am Tag auf den hofeigenen Pferden statt. Dem kann man also recht gut aus dem Weg gehen. Aber weil es eben so "frei" läuft, dürfen die Mädels dann auch die Pferde schon 45 Minuten vorher aus der Box ziehen, etwas spazieren gehen oder zu dritt um ein Pferd stehen und gemeinsam ausgiebig putzen etc.
    Und da merkt man dann halt einfach, dass jegliches Verständnis für ein Pferd fehlt, dass noch nicht so abgeklärt ist wie das Schuli, oder auch nicht für Einsteller, für die das eigene Pferd "Ruhezone" ist und nicht Halli Galli, Quietsch und Kreischfestival. Zwei Putzen, die dritte hat keine Lust auf bürsten, also steht sie da und schlägt den Putzplatz hoch und runter Rad. Eine steht beim Pferd, die anderen sollen etwas aus dem Schrank der Schulis holen und kommen mit einem Affenzahn quietschend zurück zum Putzplatz gerannt und schrein "Da war eine Spiiiinne!". Neues Fohlen am Stall, Schulpony wird geputzt, mit einem mal wird gesagt "Pass mal bitte kurz auf!" und die Mädels rennen zur Weide mit dem Fohlen und lassen sich daraufhin eine gute halbe Stunde nicht mehr blicken und das Schuli steht da und wickelt sich den Strick gelangweilt drei Mal um den Kopf.
    Für die ist das halt pur "Spaß", richtige Pflicht daraus erkennen sie im Umgang mit dem Pferd denke ich nicht und weil alles ulkig und Ponyhof ist, denken die halt oft auch einfach nicht weiter als von der Wand zur Tapete.
    Dem weiche ich nun mittlerweile bewusst aus, denn ich bin halt einfach niemand der da dann die Kinder zusammenstaucht. Da fühle ich mich nie berechtigt zu (obwohl der ein oder andere Einsteller da dann doch mal laut wird, weil wieder mal Pylonen und Stangen auf dem Platz liegen gelassen wurde, obwohl es eindeutig den Schülern zuzuordnen war) und gehe solchen Situationen deshalb lieber komplett aus dem Weg.
    Die RB dagegen sind bei uns meist Ü18, Verantwortungsbewusste Mädels, die sich kaum von den Besitzern unterscheiden.
     
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  8. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Richtig!

    Wir haben hier mehrere PB, die sich regelrecht auf die RB stürzen und denen ungefragt RU geben oder sie dauernd kritisieren. Lustigerweise sind das selbst die absoluten nixkönner, die sich dann aber trauen sich einzumischen, weil es ja nur RB sind und die unter ihnen stehen. Das nervt so...
     
  9. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Ich kenne es noch von früher, dass man als RB plötzlich einen Besen in der Hand hatte und wahlweise von Stallbesi oder fremden PB dazu aufgefordert wurde, mal sauber zu machen, man müsse ja nichts zahlen.

    Die Besis "unserer" Pferde wurden dann irgendwann ungemütlich , und haben ggü denen geäussert, dass aber sie bezahlen, und ihre Mädels deshalb nicht den Dreck von fremden wegräumen müssen.
    Und ggü dem Stallbesi dann noch, dass man auch gehen könne, wenn die Mädels stören. Da das eine Gruppe mit acht Pferden war, war danach Ruhe.

    Bei uns sind nur die Kinder, die wir selbst reinlassen, ich finde das quirlige Leben schön, muss aber auch keine Jungpferde ausbilden, und unsere haben auch keine Probleme damit, wenn es mal lauter ist.

    Ich schreite nur ein, wenn ich das Gefühl habe, dass sie sich und/oder Pferde / Ponys gefährden.
     
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  10. Lynne

    Lynne Bekanntes Mitglied

    Wir haben nur eine RB am Hof. Süße 15, freundlich und immer in Begleitung der Mama. Die PB ist sehr streng. (Trense liegen gelassen? Zwei Wochen Reitverbot!) die ist nicht das Problem. die ist lieb und höflich.

    Es ist eher wie bei Kiwi. Horden von hirnlosen die nur Mist im Kopf haben und zu viele Freiheiten und keinen Verantwortlicher der da immer hinter steht bis sie es können.

    Das Mädel vorgestern zu Beispiel das immer vor der Wiese hin und her rannte um ein cooles Foto zu machen. Pferd natürlich immer hinterher und nass geschwitzt.
    Ein Mädel wollte neulich mit dem Pferd aus der Halle. Bandentür gerade so weit auf, dass der Kopf vom Pferd durchpasste. Dann Tür so weit aufgemacht das Pferd mit Sattel gerade so durchpasste.
    Ein Mädel hat Dreicker montiert beim Satteln. Sattel lag schon aufm Pony. Die Dreicker wurden ordentlich aufm Boden ausgebreitet, der Sattelgurt zugemacht und dann erst die Dinger am Hals fest gemacht.
    Ein anderes Mädel lässt ihr Pferd seelenruhig mitten in der Halle alleien stehen um ihre Wasserflasche auf die Bande zu stellen.
    Zwei kleine Mädchen sind über drei Wochen immer kreischend in den Hallenvorraum gerannt gekommen.
    Das nur ein paar Beispiele. Bei 4/5 Fällen bin ich dann mal laut richtig geworden.
    Die Benutzung eines Besens und eines Mistboys wird von Woche zu Woche vergessen.
    Das sind die Sachen die mich sauer machen und die mich gelehrt haben RS nicht zu mögen. Bei uns vielleicht ein Sonderfall.
    Das die immer giggeln und lachen und sich die Haare flechten, nerven mich zwar, sind aber das geringere Problem.
     
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