1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Pro und Kontra Kastration??

Diskutiere Pro und Kontra Kastration?? im Pferdezucht Forum; Hallöchen Zusammen,... ich habe einen einjährigen Hengst und frage mich zur Zeit was wohl die beste Zeit wäre ihn legen zu lassen... Habe...

  1. Magic Maverick

    Magic Maverick Neues Mitglied

    Hallöchen Zusammen,...

    ich habe einen einjährigen Hengst und frage mich zur Zeit was wohl die beste Zeit wäre ihn legen zu lassen...
    Habe gehört das Wallache mehr wachsen usw.
    Wer hat dazu Erfahrung gesammelt oder kennt sich damit aus und kann mir sagen in wie weit sich eine Kastration auf das Fohlen auswirkt und in welchem Alter es am besten ist.

    Danke vorab schon mal für eure Hilfe

    Liebe Grüße Sina
     
  2. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Eigentlich wollte ich warten, was sie im anderen Forum schreiben:laugh:

    - Sprich, willst Du züchten, oder zur Körung vorstellen, als Hengst lassen.

    Ist dies nicht der Fall, würd ich mir doppelt und dreifach überlegen, ob Du ihm als Hengst ein artgerechtes Leben bieten kannst.

    Hast Du genügend Erfahrungen und "know how" einen Hengst zu händeln? Gibt es im Umkreis genügend passende Ställe, die auch Dich mit einem Hengst aufnehmen würden, passende Weiden etc. bieten.

    - Ansonsten würde ich jetzt im Herbst, wenn keine Fliegen mehr fliegen, kurz vorm Aufstallen, damit er noch genügend Bewegung hat zum Ablaufen der Wunden, ihn legen lassen.

    Die meisten Doc´s machen das im Herbst auf der Weide, damit keine Fliegen und Stallbakterien ins Spiel kommen und genügend Bewegung gewährleistet wird.

    Um so älter er wird, desto mehr Gefahr läufst Du, daß er mehr und mehr Hengstmanieren bekommt und nicht mehr vergesellschaftet werden kann.

    Ebenso, umso älter sie sind, desto weniger gern kastrieren Tierärzte wegen Komplikationen auf der Weide oder im Stall. Das hieße, Klinik und Mehrkosten neben der Gefahr von steigenden Operationsrisiken.

    Mal eine andere Frage, überlegt man sich das nicht vor/bei dem Kauf?

    Im Zweifel würd ich immer das Gespräch mit dem Tierarzt meines Vertrauens suchen, ob nun persönlich oder telefonisch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juli 2010
  3. Magic Maverick

    Magic Maverick Neues Mitglied

    Momentan steht meiner mit einem weiteren Hengst in seinem Alter auf der Koppel, aber der andere Hengst ist ein Quarter der 1. verkauft werden soll und 2. spätestens nächstes Jahr eingeritten wird.
    Mein kleiner wird aber erst mit 3 englisch Ausgebildet und darum überlege ich ihn kommenden Herbst oder nächstes Frühjahr legen zu lassen. Möchte halt das er schon noch wächst, da ich bei ihm auf das Endmaß hoffe....
    Also legen lassen will ich ihn auf jedenfall frage mich mehr wann der richtige Zeitpunkt ist, weil ich ja gern bisschen von der körperlichen Hengstentwicklung hab aber auch möchte das er noch gut wächst....
     
  4. Lancis

    Lancis Inserent

    Das ist wieder ein Thema zu dem 1000 Leute 2000 Meinungen haben werden:1:

    Viele sagen so lange Hengst wie möglich lassen, wegen der Entwicklung andere sagen legen lassen mit 1 Jahr ändert an der Entwicklung nicht wirklich etwas.
    Wallache wachsen wohl eher in die Höhe, Hengste werden breiter.
    Oft ist es auch eine Sache welche Möglichkeiten man hat den Hengst zu halten oder eben nicht und er daher Wallach werden muß.
    Chiara22 hat Recht: mit zunehmendem Alter ist die Kastration gefährlicher.

    Ich habe nun auch ein Hengstfohlen und wenn er auf der Fohlenschau nicht gearde gewinnt (wovon ich nicht ausgehe:laugh:) wird er auch nächstes Jahr Wallach werden!
     
  5. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    So ist es - 1.000 Leute, 2.000 Meinungen! :1:

    Was allerdings einfach medizinisch FALSCH ist, ist die Annahme, ob ich einen Hengst 1, 2, oder 3jährig legen ließe, würde die Gefahr / das Risiko steigern! :eek2: Das ist schlichtweg Unsinn!
    Von steigendem Risiko kann man bei erwachsenen / gealterten Hengsten sprechen, da ist es dann korrekt - aber ein gesunder 3jähriger hat das gleiche Kastrationsrisiko und wird genauso sicher/unsicher auf der Weide kastriert, wie ein 1jähriger!


    LG, Charly
     
  6. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    @ Charly:
    Wie kommst Du drauf? Hier in Niedersachsen habe ich mit 2 Kliniken und mit der Uniklinik Hannover gesprochen. Ab 3 möchten sie alle in der Klinik kastrieren und zählten auch die Risiken auf.
     
  7. Catherin

    Catherin Inserent

    Nein, ein früh gelegter Hengst ergibt keinen grösseren Wallach. Das ist ein langgehegter Irrtum.
    Bleibt ein Hengst ein Hengst, dann wächst dieser in verschiedenen Schüben bis zu seinem 7. Lebensjahr einschliesslich. Die Exterieurunterschiede im Vergleich Hengst/Wallach sind - neben den beim Hengst intakten Genitalien - zum einen die Halslinie und zum anderen die Länge der Röhren.
    Da sich beim Wallach im weiteren Wachstum die Röhren verlängern, führte dies wahrscheinlich zu der Annahme, dass Wallache grösser werden.
    Die Verlängerung der Röhren und die schwächere Ausprägung der Hals(ober)linien gibt dem Wallach einen gewissen Stutenausdruck.

    Über den genauen Zeitpunkt, wann ein Hengst, der als Reitwallach Karriere machen soll, gelegt werden soll, gibt es unterschiedliche Auffassungen und Intentionen, da es unterschiedliche Vorlieben gibt.
    Je später ein Hengst kastriert wird, desto mehr Hengstausdruck im Exterieur wird er behalten.
    Oftmals entscheidet aber auch die Entwicklung des Interieurs darüber, wann der Zeitpunkt des Legens gekommen ist, nämlich dann, wenn ein Hengst frühreif und flegelig wird.
    Je eher Hormone mit im Spiel sind, desto schneller reifen die äusseren Genitalien, also die Hoden. Wartet man zu lange, wird das kniffelige oder schwierige Arbeit für den TA und es kann auch das Risiko auf Komplikationen aufgrund der Kastration erhöhen.

    Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass eine Kastration für alle Beteiligten am Einfachsten und am wenigsten komplationsbehaftet ist, wenn der Hengst zwischen 1 und 2 Jahren alt ist und die Hoden bereits genügend entwickelt.

    P.S.: Auch die Zeit im Jahr sollte bedacht werden. Eine Kastration bietet sich immer im Frühjahr oder Herbst an, wenn das Wetter weder zu warm noch zu kalt ist und nicht zuviel Ungeziefer rumfliegt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juli 2010
  8. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.


    Hallo Chiara,

    das finde ich erstaunlich!

    Die Risiken einer Kastration bestehen ja hauptsächlich aus 2 Faktoren:
    1) Blutungsgefahr Hoden,
    2) Narkoserisiko (wie bei allen Narkosen - Kreislauf, Atmung).

    Vermehrte Blutung...
    KÖNNTE ich mir bei einem 3jährigen im Vergleich zum 1jährigen VIELLEICHT noch vorstellen - weiter entwickelt, also mehr Blutung.

    Narkoserisiko - hat ein 3jähriger absolut genauso, wie ein 1jähriger, wenn beide gesund sind! Ich könnte mir hier null Unterschied erklären!

    Zudem habe ich mehrere Kastrationen, alle Hengste waren 3 und älter, als absolut komplikationslos, bei verschiedenen TAs in verschiedenen Regionen, nicht in der Klinik, sondern am Stall erlebt...

    Ich würde mich freuen, wenn Du mir erklären könntest, WARUM das Risiko bei einem 3jährigen größer sein soll - das interessiert mich jetzt wirklich!


    LG, Charly


    P.S.: Zudem widersprichst Du mir gar nicht - Du sprichst von Kastrationen AB 3 Jahren, ich von denen 1-3 Jahren. :1:
     
  9. Dann scheinen diesem Irrtum aber noch etliche Tierärzte zu unterliegen.
    Durch die Kastration wird die Hormonausschüttung unterbunden und, so erklärte es mir mal mein Tierarzt, das Hormon, welches das Wachstum reguliert halt auch und dadurch kann es dazu kommen, dass ein früh gelegter Wallach noch einen Schub mehr macht, als das gleiche Pferd als Hengst noch gemacht hätte.

    Scheint mir auch eine plausible Erklärung zu sein.


    Ich persönlich, würde wenn möglich, eine Kastration eh in der Klinik vornehmen lassen, weil es dort einfach am hygienischsten ist.
     
  10. Catherin

    Catherin Inserent

    Sorry, es gibt auch genügend Tierärzte, die immer noch behaupten, dass Hufrehe durch zuviel Eiweiss ausgelöst wird....
    Dabei sind Zuckerverbindungen und Eiweiss doch ein kleiner Unterschied.

    Es gibt immer noch genügend Tierärzte, die Nervenquetschungen im Schulterbereich für unheilbar halten - ich habe das lebende Beispiel für den Gegenbeweis zuhause und es buckelt über die Wiese.

    Und wo wäre da die Logik? Würde ja bedeuten, dass Stuten grundsätzlich grösser werden müssten als Hengste und dass Hengste grundsätzlich alle kurzbeinig scheinen müssten. Dem ist aber nicht so.
    Kann beim Jährling die Grösse ziemlich genau vorhersagen anhand des Zigeunermasses. Lasse ich solch ein Pferd zweijährig legen, wird er immer noch das zuvor kalkulierte Mass erreichen. Ich habe noch nie den Fall gehabt, dass ein Pferd aufgrund frühen Legens 5-10 cm an Höhenwachstum gewinnt (und das ist in etwa dieser Differenzbereich, um den es nach alter Mär geht).
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Juli 2010
Die Seite wird geladen...

Pro und Kontra Kastration?? - Ähnliche Themen

Pro und Kontra *eigene Wiese*
Pro und Kontra *eigene Wiese* im Forum Haltung und Pflege
Hengstverhalten nach Kastration
Hengstverhalten nach Kastration im Forum Pferde Allgemein
Immunologische Kastration
Immunologische Kastration im Forum Sonstiges
Kastration
Kastration im Forum Sonstiges
Kastration
Kastration im Forum Sonstiges
Thema: Pro und Kontra Kastration??