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Problem beim Anhänher FAHREN, Gleichgewichtsprobleme

Diskutiere Problem beim Anhänher FAHREN, Gleichgewichtsprobleme im Pferdeflüsterer Forum; Hi erstmal alle zusammen, ich habe seit letztes Jahr ein großes Problem mit meinem 12 jährigen Wallach. Er fällt fast um beim Hängerfahren. Ich...

  1. sandrapallo

    sandrapallo Neues Mitglied

    Hi erstmal alle zusammen, ich habe seit letztes Jahr ein großes Problem mit meinem 12 jährigen Wallach. Er fällt fast um beim Hängerfahren. Ich habe ihn seit 8 jahren und bin mit ihm oft schon auf Turnieren gewesen und somit auch Anhänger gefahren, bzw mein
    Vater ist gefahren. Er ist schon immer einwandfrei rein und raus und auch das Fahren war nie ein Problem, er konnte immer das Gleichgewicht halten. Allerdings seit Anfang letztes Jahr kann er keine Rechtskurven mehr stehen. In jeder Kurve hats gerumpelt. Beim 2ten mal fahren letztes Jahr war es schon schlimmer. Ich bin hinterhergefahren und hab es beobachtet. Schon bevor die Kurve losging hat er sich gegen die Außenwand gedrückt (er stand rechts) die hat sich richtig ausgebeult und der hintern war auf einmal dann immer weg, nur noch Ohren zu sehn. Sobald es wieder geradeaus ging stand er wieder. Also wir ankamen hat er gezittert. (Fahrt dauerte nur 10 min) seither sind wir nicht mehr gefahren. Gestern haben wir ihn malwieder eingeladen um das zu testen. Ich habe mich vorne mit hineingestellt um mal zu schauen was er da drinne treibt. Reingengangen ist er auf anhieb das war gar kein Problem. Allerdings hat er sich gleich ganz nach hinten an die Stange gestellt. Mein Vater ist im Schritttempo gefahren aber in jeder Kurve wurde es schlimmer. Wir sind um die Koppeln gefahren nicht auf der öffentlichen Straße. Zu dem was er da drinnen macht : Er drückt sich mit Rumpf und Hals nach rechts und stellt alle beine ganz nach links ins eck und versucht sich so zu verkeilen. So hat er natürlich noch weniger halt und fängt an mit den beinen zu rudern und zu trampeln und liegt dabei fast auf dem Boden. Links dasselbe da drückt er sich dann halt gegen die Trennwand. Er hat mächtig geschwitzt und hatte panische Augen, zum Schluss war es so schlimm das er sich beim geradeausfahren nach einer kleinen Bodenwelle auf den hintern gesetzt hat und wir ihn ausgeladen haben. Selbst beim aussteigen wollte er sich nach rechts drücken. Er hat selbst in der Box dann noch ne weile gezittert. Zum Hänger: Doppel Holzhänger mit Plane, und Trennwand bis zum Boden und Gummimatte auf dem Boden. Mein Schatz hat darin genug platz er ist nur 1,48m groß, der Hänger ist also auch nicht zu Kurz für ihn. Mein Vater ist auch schon immer sehr vorsichtig gefahren und ist immer sehr langsam um die Kurve und hat sogar schon rote Ampeln überfahren damit er nicht abrupt bremsen muss. Früher hat mein Wallach seine Beine immer rechts und links ganz an die Wand gestellt und dann sich so verkeilt und mit dem Rumpf dann immer schön balanciert. Ich weis nicht warum er das jetzt auf einmal nichtmehr macht und was der Auslöser dafür war und auch nicht wie ich das lösen soll :cry: . Ich will zwar nichtmehr auf Turniere gehn aber wenn er mal in die Tierklinik muss oder umziehen dann ist das ja gar nicht mehr möglich. Den Anhänger wollten wir verkaufen aber viele Hänger haben ja nur so eine Stange als Trennwand und da würde er ja dann quer drinliegen. Kann mir irgendjemand helfen?? im anhang ein paar bilder vom hänger als noch alles gut war. hänger.jpg CIMG1203.jpg 878.jpg
     
  2. Raudhetta

    Raudhetta Überlebensanzugtraegerin

    Fragen die mir direkt in den Sinn kommen:
    Sind die Stoßdämpfer vom Hänger in Ordnung?
    Ist er durchgescheckt worden auf Blockaden?

    Mir scheint entweder kann er sich nicht mehr ausbalanzieren oder aber die Bewegungen des Hängers sind zu stark.
     
  3. sandrapallo

    sandrapallo Neues Mitglied

    Der Hänger ist in Ordung daran liegts net. Wer ist durchgecheckt worden der Häger oder das Pferd? LG
     
  4. Raudhetta

    Raudhetta Überlebensanzugtraegerin

    Ich möchte nicht unhöflich sein, aber wer hat geprüft, dass die Stoßdämpfer funktionieren? Das ist nicht Teil des TÜVs.

    Es kann nur entweder das eine oder das andere sein. Entweder sein Pferd hat Probleme oder aber der Hänger hat einen Defekt. Wenn es nicht der Hänger ist, dann gehört dein Pferd auf Blockaden geprüft.
     
     
  5. sandrapallo

    sandrapallo Neues Mitglied

    Das Pferd wurde erst durchgecheckt. Vor dem letzten TÜV war er in der Werkstatt und wurde allgemein überprüft nicht nur TÜV relevante Sachen. Aber ich werde das nochmal prüfen lassen. Vilt wäre es auch mal gut mit einem anderen Hänger zu fahren
     
  6. Raudhetta

    Raudhetta Überlebensanzugtraegerin

    Wenn ihr zugriff habt auf einen anderen Hänger, dann probiert es mal aus. Um so besser wäre es, wenn es ein nicht baugleicher wäre.
     
  7. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Zu Beginn erst einmal eine Grundsatzfrage:
    Warum stellt ihr das Pferd nach rechts, wenn es alleine transportiert wird?
    Das hat mehrere Nachteile!
    Nachteile, die zu dem jetzt beobachteten Verhalten des Pferdes geführt haben können.
    In Ländern mit Rechtsverkehr gehört ein einzeln transportiertes Pferd nach links.
    Rechtskurven machen sich so weit weniger negativ bemerkbar.
    Außerdem wird so die Woelbung der Fahrbahn ausgeglichen.

    Mein Vorschlag liegt zunächst darin, das Pferd auf die linke Seite zu stellen.
    Die Trennwand wird dann mit Strohballen hinterbaut, damit sie sich nicht durchbiegen oder gar brechen könnte.

    Ein anderer Ansatz wäre es, das Pferd nach links zu stellen, aber die Trennwand hinten breit zu stellen.
    Das schafft die Möglichkeit, dass sich das Pferd diagonal zur Fahrtrichtung stellen und sich besser ausbalancieren kann.
    Wenn dieser Versuch zu gewagt erscheint, dann sollte man versuchen, sich mal einen Anhänger mit Schrägverladung zu leihen oder mieten.
    Solche Anhänger bieten oftmals zusätzlich noch den Vorteil, dass man von hinten einlädt, jedoch nach vorne wieder entlädt.

    Klappt das alles nicht, so verbleibt letztlich nur noch der Transport mittels eines LKW.
     
  8. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich Frage mich auch: Warum steht das Pferd rechts? Aufgrund des Fahrverhaltens gehören Pferde bei Einzeltransporte nach links.
    Wer wissen will warum soll sich mal im einen Autoscooter setzen, einmal links und einmal rechts und Kurven fahren. ;)
    Schon das kann Probleme machen und wäre das erste was ich ändern würde, noch vor der Überprüfung den Hängers.
     
  9. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Liebe sandrapallo,

    ICH DANKE DIR FÜR DIESES THEMA!!! TAUSEND DANK! :applaus:


    Mein Wallach macht genau das Gleiche in den Linkskurven! Also, Treuerhusar, deine Logik klappt nicht. Hab ich selbst schon versucht. Mein Pferd steht auch meistens Rechts. Hab die Seite aber auch schon gewechselt, weil ich es einfach versuchen wollte.

    Chardo ist unterm Sattel sehr ausbalanciert. Geht Lektionen aus den klassen M und S. Ist sicher ausgebildet bis L. Dennoch hat er enorme Schwierigkeiten beim Hänger fahren. Angeblich haben seine Vorbesitzer ihn ohne Trennwand gefahren. Da kann er sich ja aber noch weniger ausbalancieren?!

    Schon vor der Linkskurve, drückt er den Hintern ganz nach unten, in der Linkskurve dann ist vom Hintern nichts mehr zu sehen, er "krabbelt" die Seitenwand hoch und hat sich dabei auch schon verletzt. Der hüpft da super drin rum! Echt erschreckend.

    Besser wurde es, wenn wir die Linkskurven deutlicher ausgefahren haben, und auch gaaaanz langsam gefahren sind. Oder einfach immer während der Kurve abbremsten, so dass er sich keine Zeit zum "hüpfen" nehmen konnte und stehen musste. Einfach anders beschäftigt war. Mittlerweile bin ich schon soweit, dass ich gar nicht mehr mit ihm fahren möchte! Ich wäre super froh, wenn mir jemand einen Tip hätte, wie man das in den Griff bekommen kann.
     
  10. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Das mit der linken Seite ist keine Theorie.
    Das ist angewandte Praxis aus einigen 100.000km mit Pferden im Schlepp.

    So ist die Fahrbahn zur Mitte hin gewölbt, um bei Regen das Wasser nach außen abzuleiten.
    Rechtskurven sind naturgemäß schärfer als Linkskurve.
    Das gilt besonders für das Abbiegen.

    Auch habe ich nicht gesagt, die Trennwand ganz heraus zu nehmen.
    Wird diese diagonal gestellt, kann sich das Pferd immer noch daran anlehnen.
    Auch möchte ich in diesem Zusammenhang auf Filmmaterial verweisen, dass von einem führenden deutschen Hersteller für Pferdetransporter gedreht und auf Messen gezeigt wurde:
    Hier wurden zwei Pferde auf einen Anhänger gestellt, ohne diese anzubinden.
    Außerdem wurde die Trennwand weggelassen.
    Das Verhalten der Pferde wurde dann von einem folgenden Fahrzeug aus gefilmt.
    Nach nur kurzer Fahrtstrecke stellten sich beide Pferde diagonal zu Fahrtrichtung.
    Völlig selbständig.

    Auch kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, dass die Pferde bei Schrägverladung bedeutend ruhiger stehen.
    Bedingt durch die Tatsache, dass ich die letzten knapp 5 Jahre ein entsprechendes Fahrzeug genutzt habe.
    Jedoch "nur" für rund 60.000km, darunter aber auch mal so gute 2.500km am Stück.
    In dem Fall jedoch mit Pferden, die noch nie zuvor verladen worden waren.

    Bevor die Frage aufkommt, ich bin im Besitz des entsprechenden Befähigungsnachweises!

    Trotz dieser Erfahrung verfügt mein neuer Transporter nicht mehr über die Diagonalverladung.
    Für die Pferde gibt es nichts komfortableres.
    Aber vom Handling her ist diese Art der Unterbringung nicht optimal.

    Auch geht es hier um Lösungsvorschläge.
    DAS eine Patentrezept wird es wie so oft auch hier nicht geben.
    Zu allererst ist eigentlich Ursachenforschung angesagt.
    Weiss man, wo das jetzt beobachtete Verhalten herrührt, kann man eigentlich erst zielgerichtet therapieren.

    Ob das aber in solch einem Fall machbar ist, die Ursache zu finden?
    Da reicht es ja eigentlich schon, nur ein einziges mal in einer Kurve durch ein Schlagloch gepoltert zu sein.
    Das muss man im Zugfahrzeug noch nicht einmal mitbekommen haben.

    In der Kurve wird nicht gebremst.
    Eigentlich auch nicht davor.
    In der Regel sollte es genügen, vor der Kurve lediglich das Gas wegzunehmen und die Motorbremse zu nutzen.
    Du schreibst doch selber, dass Dein Pferd ruhig stehen bleibt, wenn
    a.) Das Tempo deutlich reduziert
    und
    b.) Die Kurve deutlich ausgefahren wird.
    Somit hast Du doch schon den Lösungsansatz für Dein Problem.
    Dann handele auch danach!
    Fahre halt noch langsamer.
    Wenn es sein muss, im Schrittempo!
    Das gilt ganz besonders für das Abbiegen.
    Beschleunigt wird erst, wenn das gesamte Gespann wieder gerade "steht" und nicht nur das Zugfahrzeug.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Okt. 2013
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