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Problem Spaziergang

Diskutiere Problem Spaziergang im Allgemein Forum; Hallo Zusammen, ich habe ein Problem, das ich schon sehr lange versuche in den Griff zu bekommen. Würde mich freuen, wenn Ihr mir vielleicht ein...

  1. RonjasLisa

    RonjasLisa Neues Mitglied

    Hallo Zusammen,

    ich habe ein Problem, das ich schon sehr lange versuche in den Griff zu bekommen. Würde mich freuen, wenn Ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben könntet.

    Mein Pferd ist eine mittlerweile 8 jährige Stute in der Sturm und Drangphase. Ich habe das Pferd seit ca. 2 Jahren. Wir haben in dieser Zeit einiges erreicht und viel miteinander durchgemacht. Sie ist temperamentvoll, womit ich eigentlich relativ gut umgehen kann. Mit anderen Pferden im Gelände haben wir weniger Probleme, auch wenn ein anderes Pferd beim Spazierenlaufen dabei ist, haben wir keine Probleme. Am Hof ist sie absolut kein Problem, man kann alles mit ihr machen und damit meine ich absolut alles. Sie verzeiht einiges, ist Nervenstark.

    Wenn ich jedoch mit der Stute den Hof alleine verlasse, steht sie immer wieder hin, möchte nicht weiter, möchte nicht vom Hof weg. Ich treibe sie an (habe übrigens grundsätzlich Trense und Gerte dabei), dann läuft sie wieder ein paar Schritte, steht wieder hin, ich versuche es ruhig, gebe ihr Zeit, beginne dann mich mehr und mehr mit Bestimmung durchzusetzen. Das Funktioniert.... dann läuft sie...allerdings immernoch seeeeeehr laaaaaaaaaaanngsam. Irgendwann fängt sie an sich einen Punkt zu suchen, woran sie sich mehr oder weniger aufhält. Sie steht dann hin, glotzt, stellt die Ohren, den Schweif, bläht die Nüstern, dann rast sie plötzlich 5 Schritte wieder los, steht wieder hin, wieder das gleiche - gestern war es ein anderer Reiter (von unserem Stall) mit Leuchtjacke und Leuchtdecke - es war nicht dunkel.

    Da sie momentan einen Einschuss hat, dachte ich, ich tu ihr was gutes, wenn ich eine kleine Runde mit ihr laufe. Ich hab mich entschlossen über die Wiese in die entgegengesetzte Richtung des Leuchtdramas zu laufen. In diesen Momentan rennt sie mir über die Schulter - vor mir vorbei und stellt sich so hin, damit sie das, wo sie sich reinsteigert weiterhin sieht. Ich drehe sie bestimmt herum, versuche weiterzulaufen, ich richte sie rückwärts, damit sie merkt, dass sie das nicht soll. Mit der Gerte zeige ich ihr nach ruhigen versuchen an, dass sie mir nicht über die schulter laufen darf, beginne mit dem Dominanztraining - denn ich glaube sie versucht mich so zu dominieren. Am Anfang stehe ich auch gerne mit ihr hin und blicke in die Richtung. Sie stellt sich hin und rennt wieder um mich rum, wie ein aufgescheuchtes Huhn. Dabei kommt es manchmal vor, dass sie so richtig laut prustend abschnaubt - kann das nicht so gut beschreiben, dass ist ein ziemlich schrilles Schnauben - wenn ihr versteht, was ich meine. Sie gehört zu den Pferden, die auch hin und wieder auf der Hinterhand stehen, um sich zu wiedersetzen (sie steigt allerdings nur, wenn kein Reiter auf ihr ist - was mein Glück ist). Wenn ich das eine ganze Weile mit ihr treibe, dann kommt sie irgendwann wieder runter.

    Aber ich muss zugeben, dass sie mich irgendwann so in den wahnsinn treibt, dass ich echt stinkig werde und sie auch mal anschreie oder mal auch etwas mehr mit der Gerte arbeite.

    Ich weiß nicht woran es liegen kann, ich habe mit ihr noch nie etwas schlimmes im Gelände erlebt.

    Könnt ihr mir vielleicht helfen?

    Würd mich freuen.
     
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    irgendetwas mit "dominanz" sehe ich da nicht.

    das wichtigste sehe ich darin: sie muss lernen, nur zu dir hin zu schauen und sich an dir zu orientieren. das bedeutet, dass du ganz klar in deinen anweisungen sein musst und du fortwährend darauf zu achten hast.

    bereits hier: DU beobachtest SIE. nicht SIE beobachtet DICH!

    mach ihr das nicht zum vorwurf, denn wenn man dies nicht konsequent einfordert, dann ist es keine selbstverständlichkeit für ein pferd.
    es gibt kein automatisches richtiges handeln für ein pferd zusammen mit dem menschen, man muss das gewünschte verhalten erst antrainieren.


    warte nciht erst ab, was SIE machen möchte. DU musst zuerst von ihr das gewünschte fordern. in diesem fall: sie soll nur zu dir schauen!

    wieder hast DU SIE beobachtet.

    jetz hast du richig agiert, auch wenn deine hilfengebung eigentlich zu spät kam. du hast sie herumgedreht.
    jetzt aber: "ich versuche, weiterzulaufen" nicht: "ich verlange, dass sie mich anguckt und treibe sie vorwärts!"
    du musst ihr deutlich sagen (mithilfe von treiben), dass sie mitkommen soll!

    jetzt denkst du falsch! du sagst ihr nicht per treiben, dass sie mitkommen soll, du "vesrsuchtest" lediglichs elbst, trotz ihr am strick weiter vorwärts zu kommen. nun misslingt das vorwärts gehen, also entscheidest du dich um, indem du rückwärts gehst. das macht für das pferd keinen sinn. zuerst hast du zu wenig augenmerk auf das vorwärts treiben, dann bleibst du nciht dabei sondern änderst deine richtung. da warst du inkonsequent!

    was soll sie nicht? ich nehme an, du meisnt, sie soll nciht stehen bleiben, wenn du voräwrts gehst. ind er situation war das für das pferd aber nciht verständlich. beim pferd kam nur an: "mensch geht nach vorne weg, und wenn ich stehen bleibe, kommt der mensch wieder auf mich zu und lässt mcih rückwärts gehen."

    was hast du da gemacht? ich nehme an, du hast sie mit der gerte an die schulter getickt, damit sie vor dir wegweicht, dich nicht mehr halb abdrängt. gegebenen faölls wäre es sinnvoller gewesen, sie zu dir mit den zügeln nach innen zu stellen und die gerte höchsterns beim mangelnden vorwärts einzusetzen. denn indem du die schulter wegtreibst, tust du wieder eins: ihr sagen, dass sie sich nicht zu sehr an dir orientieren soll!

    das verstehe ich absolut nicht. was hast du da getan? udn warum? warum solte dich dein pferd dominieren wolen, weil es woanders hinstarrt?
    wichtig ist: DU musst ihr sagen, was SIE tun soll.
    siehe oben: das hast du nur in einem moment bei dieser situation getan: als du sie "bestimmt herumgedreht" hast!

    für das pferd kam so nur eins an: "wenn etwas kommt, was furcht einflößt (diser leuchtmensch), dann kommt noch mehr ärer auf mich zu! dann wird mein mensch ärgerlich!"

    da wieder: DU orientierst dich "gerne" an IHR!
    warum sollte es also für sie falsch sein, wenn sie für sich udn dich guckt?
    warum ist es einen moment richtigm,d ass sie hinguckt und stehen bleibt, warum später nicht mehr?

    da beobachtest DU wieder SIE!

    vemrutlich, weil zug auf den zügel kommt. es ist dann eher ihr schmerz, ihr unwohlsein, ihr wegwollen aus der situation mit dem ärger mit dir. weder ein "sich wiedersetzen", denn dafür müsstest du ihr ja sagem, was sie tun soll.

    immer wenn du sagst, WAS sie tun soll, befolgt sie deine anweisungen offensichtlich, egal wie zornig sie ist.
    du ziehst sie zu dir rum: sie tut es. du richtest sie rückwärts: sie tut es.

    werde nicht stinkig zu ihr sondern arbeite an dir.
    sie tut nur das, was du ihr sagst. udn wenn du ihr nichts sagst, dann tut sie das, was sie tun möchte. das ist sozusagen menschlich! ;)
     
  3. A-n-n-a-

    A-n-n-a- Inserent

    hi,

    ich musste beim lesen etwas schmunzeln, denn ich kann dich sehr gut verstehen! hab/hatte genau das gleiche mit meinem pferd.
    das was ulrike geschrieben hat finde ich total super und geb ihr zu 100% recht!

    versuche mittlerweile immer die aufmerksamkeit von meinem pferd zu haben einfach nur mit tempo wechel mal schneller mal langsamer mal ganz stehen bleiben. und wenn er doch nervös wird und einen auf wilden hengst macht :) dann beginne ich (spätestens dann!) einfach mit bodenarbeit und verlage von ihm kruppeherein und schulterherein in realtiv schnellen wechseln. dabei gehts mir dann auch nicht wirklich wie sauber er es macht sondern ich will ihn einach nur wieder zu 100% beschäftigen und damit gehts eig. sehr gut.
     
  4. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Dein Pferd versucht nicht, Dich "zu dominieren" - sie ist einfach ein Kleber! :wink:

    Da hilft nur absolute Entschlossenheit, Du mußt ihr als Führungskraft Sicherheit geben, und in ganz kleinen Schritten üben - immer einen Meter mehr weg vom Hof ohne Begleitung anderer Pferde.

    Du mußt ihr zeigen, daß Du etwas ganz sicher möchtest (weg vom Hof ohne andere Pferde), und daß sie bei Dir sicher ist, Dir folgen kann!

    Und dann einfach üben, üben, üben, in ganz kleinen Einheiten, und immer aufhören, BEVOR sie sich so aufspult - und die kleineren Fisimatenten einfach ignorieren, tänzeln und Co., einfach entschlossen vorwärts. :yes:


    Ulrikes Detail-Anleitung finde ich ebenfalls sehr gut. :smile:



    LG, Charly
     
     
  5. RonjasLisa

    RonjasLisa Neues Mitglied

    Ihr sagt das alle so easy - das find ich toll!

    Wie kann ich ihr Sicherheit geben? Wie kann ich ihr zeigen, dass sie mir zu 100% vertrauen kann. Wir waren schon so oft spazieren und jedes Mal ist dieses Theater. Bis wir zurückgehen - dann ist sie zufrieden. Sie weiß eigentlich, dass ich sie immer und immer wieder zu Hof zurückbringe und ihr nie irgendwas böses wollen würde.

    Habe mir auch schon überlegt, ob es daran liegt, weil sie Leitstute ist. Das sie deshalb so ist - son aufpasser...

    Wenn du die Leute am Hof siehst, die laufen mit ihren gechillten Pferden los mit dem Stallhalfterchen und gut is und ich muss immer in voller Montur Trense, Gerte blablabla....

    Anfangs konnte ich nichtmal das Ortsschild passieren... Mittlerweile kommen wir schon weiter, aber wie soll ich sie antreiben von vorne... ich muss zurücklaufen um sie mit der Gerte antippen zu können.

    Ich bin irgendwie Ratlos - ich versuchs mit Horsemanship auf einer kleinen Koppel mit Dominanztraining, jedes mal ist es ihr zu blöd und sie wandern an den Rand und frisst oder springt durch den Zaun, haut ab. Sie will mir nicht gehorchen... Und seit zwei Jahren laufen wir von der Koppel und jedes Mal versucht sie an dem einen Gebüsch zu fressen.... jedes Mal muss ich sie daran vorbeibringen....ich bin so genervt.^^

    Wie bringe ich sie dazu mich zu beobachten? Ich glaub ich könnt n Handstand machen und mit dem Hintern fliegen fangen... das würd die nicht interessiern o.O
     
  6. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Du, eigentlich hast Du genau diese Fragen bereits 2011 gestellt, und sehr gute Antworten erhalten:

    http://www.reitsportforum.de/pferdefluesterer/22713-massives-dominanzproblem-vertrauen.html


    Meiner Meinung nach ist "Dominanztraining" kein Training, was man speziell macht - wie einen Tag Dressur, einen Tag Springen, einen Tag Zirkus,... - sondern einfach das Auftreten, was man seinem Pferd jeden Tag und in JEDER SEKUNDE (wenn man noch so ungefestigt ist als Team, dürfen da keine Fehler passieren!) entgegenbringt.



    LG, Charly
     
  7. RonjasLisa

    RonjasLisa Neues Mitglied

    Nur, dass es seither unter dem Sattel beim Reiten im Gelände und auf dem Platz funktioniert... nur beim Spazieren nicht.
     
  8. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Aber die "Wurzel des Übels" ist doch dieselbe - sie vertraut Dir nicht, traut Dir nicht zu, sie ohne Pferde-Herden-Kumpel durch die Welt zu führen... :wink:


    LG, Charly
     
  9. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Ich denke, dein Pferd ist unsicher. Du gibst ihr nicht genug Sicherheit, gibst ihr keine klaren Anweisungen. (hat Ulrike gut beschrieben)

    Es ruhig angehen zu lassen, ist immer gut! Nur, darfst Du sie nicht FRAGEN, ob sie weiter gehen mag, Du hast das Sagen, sie hat zu tun, was Du von ihr verlangst.
    Oftmals werden solche Pferde dann auch noch bestärkt, in dem man sie „beruhigt“ mit „braves Mädchen, dir passiert nichts“ usw. bestärkst Du sie nur. Das Pferd versteht die Worte nicht, es achtet nur auf den Ton und der ist in solchen Situationen meist flüsternd bis ängstlich (weil man ja weiß, was als nächstes passieren kann)

    Das Problem mit dem Fressen beim von der Weide holen, kenne ich :(
    Als ich damals meinen Hafi bekommen habe, war er 16 Jahre alt und roh. Er tat was er wollte, egal ob jemand am Strick hing oder nicht :(
    Ich bin kein „Püppchen“, hatte aber keine Chance, ihn am fressen zu hindern :( er zog den Kopf runter, machte sich steif und fraß, egal wie lange ich am Strick o. Halfter versuchte ihn hochzuziehen. Selbst mit Kette fraß er einfach weiter.
    Irgendwann platzte mir der Kragen, ich holte ihn von der Weide und er hatte nur fressen im Kopf, als er wieder den Kopf runter nahm, brüllte ich ein scharfes NEIN und trat zu.
    Natürlich nicht feste, und schon überhaupt nicht mit voller Wucht aber immerhin so fest, das er es merkte. Seit dem hat er begriffen, das wenn er am Strick ist, ICH oder wer auch immer ihn hat, das Sagen hat.

    Damit will ich nicht sagen das Du dein Pferd treten sollst, ich will damit lediglich sagen, es funktioniert, wenn man dem Pferd deutlich „sagt“ was gewünscht wird.
     
  10. RonjasLisa

    RonjasLisa Neues Mitglied

    Hi Sonja,

    ja...ich habe auch deutliche Lobe schon hinter mir...auch schreie, auch brüller, auch Geduld, das einzige, das ich als Erfolg sehe ist, dass ich sie irgendwann runterbekomme.... aber eigentlich will ich nichtmal, dass sie sich so hochschaukelt, das treibt mich in den Wahnsinn. Vor einer Weile waren wir ausreiten, allein, hat gut geklappt - trainiere dann gerne auch im Wald mit ihr über Baumstämme, Ästchen etc. Aber sobald irgendwo ein anderes, fremdes Pferd läuft, würde sie dem am liebsten hinterherrennen um zu gucken, wer das ist. Einfach nur glotzen.... da waren dann zwei araberle vom Nachbars hof, da steht die hin, glotzt und am liebsten wär sie hingaloppiert zum glotzen.... als hätte sie nicht alle Tassen im Schrank!

    Keine Ahnung, ich glaub ich muss mal meinen Trainer fragen, ob er mich mal von weitem beobachten kann und mir dann sagt, was richtig und was falsch ist... Es ist immer wieder etwas problematisch jemand völlig fremden sowas zu schildern...(also für mich zumindest), weil der sich meist gar nicht so gut reinversetzen kann und das Pferd auch nicht kennt.
     
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