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Probleme bei der Umstellung (auf Western)

Diskutiere Probleme bei der Umstellung (auf Western) im Westernreiten Forum; Hallo! Ich habe Probleme bei der Umstellung aufs Westernreiten. Ich reite seit ca. 30 Jahren. Die ersten 15 Jahre bin ich dressurmäßig...

  1. Rübe

    Rübe Neues Mitglied

    Hallo!

    Ich habe Probleme bei der Umstellung aufs Westernreiten. Ich reite seit ca. 30 Jahren. Die ersten 15 Jahre bin ich dressurmäßig geritten, danach hatte ich bis vor 6 Jahren hatte ein eigenens Pferd, dieses habe ich in einer Art eigenem Stil geritten, ich ritt mit Westernoutfit, allerdings immer nur auf Snaffle, nie mit Stangengebissen.
    Da ich schon immer ein sehr ängstlicher Reiter war, war es für mich wichtig, ein Pferd zu reiten, dem ich vertraue und das auf die Hilfen reagiert die ich ihm beigebracht habe. Mein Pferd und ich vermischten die beiden Reitweisen, ich nutzte aus beiden Reitweisen Dinge, die mit entgegenkamen und war damit auch sehr zufrieden. Bei Bedarf war es auch möglich, das Pferd richtig Dressur zu reiten (z.B beim Erwerb des bronz. Reitabzeichens) Wir waren keine Turnierreiter, keine Weltmeister und sicherlich hat sich auch im Lauf der Jahre mancher Fehler eingeschlichen. Aber im grossen und ganzen klappte alles gut.
    In den letzten 6 Jahren bin ich nur im Urlaub geritten, ausschliesslich auf braven Tinkern oder ähnlichem im Gelände. Das hat auch gut funktioniert.
    Nun war es aber seit 15 Jahren mein Wunschen, einmal das Westernreiten richtig zu lernen.
    Ich habe mir einen guten Stall in meiner Nähe gesucht und bereits die ersten drei Stunden absolviert.
    Ich reite dort ein gut ausgebildetes Quarter, das sehr fein auf die Hilfen abgestimmt ist und ....komme überhaupt nicht zurecht.
    In der ersten Stunde war ich erstaunt, wie anders dieses Pferd auf meine Hilfen reagiert. Ich war immer der Meinung, dass sich das Westernreiten nur in der Intensität und Häufigkeit der Hilfen unterscheidet, die eine oder andere Kleinigkeit auch anders ist....aber ich hatte das Gefühl, das erste mal auf einem Pferd zu sitzen und kam mir vor wie ein Anfänger. Dieses Gefühl wäre ja nicht so das Problem, wenn ich nicht so ängstlich wäre. Ich hatte das Gefühl, meinem Pferd vollkommen ausgeliefert zu sein...Ich sollte die Zügel zunächst nicht benutzen, es kostete mich so viel Überwindung, dies zu tun. Aber ich tat es. Ich war völlig überrascht, wie anders das WEsternreiten eigentlich ist, hört man doch überall, es sei gar nicht so anders.
    In der zweiten Stunde ging es etwas besser, weil ich sehr konzentriert war, es blieb jedoch die Angst und das Unbehagen.
    In der dritten Stunde...ging nun gar nichts mehr. Das Pferd ist eigentlich sehr brav und eher faul, was mir sehr entgegen kommt. Aber es ist eben sehr fein ausgebildet, ständig passieren Dinge, die ich nicht beeinflussen kann.
    Ich komme mit dem "lenken" nicht klar. Ich kriege keinen runden Zirkel hin. Alles fühlt sich "eckig" an. Der Zirkel wird immer größer oder kleiner, als ich es möchte. Wenn ich über den Zügel nachkorrigieren will, funktioniert es nicht. Das Pferd kann mit meinen Hilfen gar nichts anfangen...dann klappt es wieder ein paar Minuten, sobald man mal tief einatmet, aufschaut oder etwas fragt, fällt das Pferd in Schritt.
    Ausserdem hat mein Pferdchen wohl ein gewisses Programm im Kopf, nachdem wir ein paar Runden im Schritt gegangen sind, kommen ein paar Runden im Trab zum warmwerden. Soweit sogut. In dieser (fpür ihn) Warmreitphase klappt alles gut. Danach meint er aber, nun kommen die höheren Lektionen. Er bekommt bei meinem kleinsten Aus-Versehen-Wackler plötzlich Schub im Trab. Und ich krieg dann Angst. Ich krieg ihn nicht mehr langsamer, erst wenn die nächste Wand kommt, bremst er....
    Gestern war ich echt froh als ich unten war....
    Was soll ich machen? Ist es vielleicht das falsche Pferd für mich? Ist es zu perfekt? Oder bin ich zu blöd? Soll ich aufgeben oder mich durchbeissen? Ich fühle mich wie früher als Kind, da hatte ich auch manchmal Angst vor der Reitstunde, bekam Bauchschmerzen und wollte gar nicht mehr hin....
    Ich möchte aber gerne Westernreiten lernen...was soll ich machen?
    Kennt diese Probleme noch jemand ausser mir?

    Viele Grüße
    Rübe
     
  2. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Umstellungsprobleme sind völlig normal. Die Frage die ich mir stelle ist: Was sagt denn dein Reitlehrer? Der ist doch dazu da es dir von beginn an zu erklären.
    Englischreiten und Westernreiten unterscheiden sich in vielen Dingen. Gewichtshilfen, Beinhilfen etc.
    Vieles ist völlig gegensätzlich zueinander in beiden reitweisen.

    Lass dir das Westernreiten von deinem RL von NULL erklären und die Zügel brauchst du eigentlich anfangs gar nicht g* Evtl in den Sauren Apfel beißen und 2-3 Einzelstunden nehmen zu beginn.

    Ich wollte auch immer anfangs mit den Zügeln nachkorregieren etc. Da wurden sie mir entfernt und ich musste 2 Stunden ohne Zügel reiten. Danach hatte ichs kapiert ;)

    Sollte dein RL dir da nicht geziehlt helfen können suche dir am besten nen anderen.

    Egal welche Reitweise. Ich HASSE diese betreuten reitstunden die sich unterricht nennen.
    Denn Unterricht heist unterrichten. Nicht nur ein Pferd zur verfügung stellen und anwesend sein.
     
  3. Rübe

    Rübe Neues Mitglied

    Huhu,

    tja, also ich habe ja schon Einzelstunden, was anderes gibt es dort gar nicht und deswegen habe ich diesen Trainer auch ausgesucht. Der Reitlehrer steht eigentlich die ganze Zeit da und erklärt und gibt sich voll viel Mühe mit mir. Er ist nett und verständnissvoll....aber ich kann ihm gar nicht richtig zuhören, weil ich mich so konzentrieren muss auf die vielen ungewohnten Hilfen die ich geben bzw nicht mehr geben muss und ständig fährt mir die Angst dazwischen. Dann ist meine Kondition nicht so sonderlich gut, nach 6-7 Runden Trab geht mir die Puste aus und ich fange an zu schwitzen...

    Ohne Zügel???? Ich glaube da falle ich dann schon vor lauter Angst vom Pferd, weil ich so verkrampft bin. Ich habe ja quasi zwei Probleme, die Umstellung UND die Angst.

    LG
     
  4. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Hmm das hört sich ja nich entspannt an. :disturbed:
    Red doch mal mit deinem RL. Ich denke er erwartet schon zu viel von dir weil du ja eigentlich schon reiten kannst.
    Frag ihn doch einfach mal ob er dir mal ne halbe stunde oder so richtigen Anfängerunterricht geben kann. Also nur Schritt und die Grundlagen: Losreiten, Anhalten, volten reiten. Denke das würde dir sicher helfen. Und das idealerweise ohne Zügel. Denn die brauchst bei nem Westernpferd dafür nich :biggrin:
     
  5. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Ich habe auch eher das Gefühl, daß du Basisunterricht brauchst. Also tatsächlich erst einmal ohne Trab!
    Bedenklich stimmt mich, daß du so stark auf die Zügel fixiert bist.
    Du weißt ja sicher, daß man sich nicht daran festhalten soll:wink:, aber zum Lenken braucht man sie auch nur sehr wenig bis gar nicht, und zur Tempokontrolle im Schritt ebenfalls nicht.
    Deshalb wäre reines Schritttraining angebracht.
    Dann lernt man das Anreiten und Anhalten im Schritt bei langem Zügel. Dies ist die Grundlektion.
    Danach das saubere Geradeausreiten, nur durch Gewicht und Schenkel kontrolliert (da wird "durch die Länge der Bahn" ein kleines Abenteuer).
    Anfangs kann man auch gut das Geradeausreiten auf dem zweiten oder dritten Hufschlag üben!
    Erst wenn du Kontrolle über deine Gewichtshilfen hast und die Beine besser kontrollieren kannst, kommen gebogene Linien und Zirkel dran.

    Du siehst, du mußt vielleicht doch wieder ganz klein anfangen...

    Parallel dazu könnte eine Sitzschulung an der Longe helfen, deinen Sitz zu verbessern und dir mehr Balancegefühl und Sicherheit zu geben. Dann lernst du wieder, ganz ohne Zügel auf dem Pferd zu sitzen.
     
  6. Binapa

    Binapa Inserent

    Eine bekannte von mir war Jahre lang "Wald und Wiesen Reiter".
    Sie hat sich das Reiten mehr oder weniger nur aus Büchern beigebracht. :orange:

    Sie hatte ein eigenes Pferd mit dem sie sich prima zusammen gewuschtelt hat.
    Sie hatten einfach ihre eigene Kommunikation entwickelt und es hat funktioniert- andere Reiter kamen gar nicht mit den Pferd klar, weil es sie einfach nicht verstanden hat...
    Und trotz ihren "mangelnden" können, mag ich behaupten, dass ihr Pferd besser gymnastiziert usw war als so manch anderes Pferd bei uns im Stall.

    Irgendwann kam bei ihr der Wunsch, "richtig" Reiten zu lernen. :welcoming:

    Sie ging wie Du in Reitstunden und verstand nur Bahnhof weil der RL ein gewisses "können" ja erwartet hat.
    Es war von beiden seiten her diese erwartungshaltung da.
    Sie hatte im Kopf, dass sie Reiten kann und der RL wußte vom früheren eigenen Pferd und hat dementsprechend "hoch" angesetzt, obwohl sie mehrmals sagte, dass sie nicht mitkommt.
    Das hat sich dann ewig so gezogen- sie war frustriert und hat eigentlich nur Rückschritte gemacht. :mad:

    Daraufhin hat sie sich in einer neuen Reitschule angemeldet, und hat sich als absoluten Reitanfänger angemeldet.
    Sie hat lediglich gesagt, dass sie im letzten Urlaub ein paar Strandritte im "Schritt und Trab" gebucht hat um ihre "Sattelfestigkeit" erklären zu können.

    Ja, und die Reitstunde war dann auch so aufgebaut wie sie für einen Anfänger sein sollte- mit Longe, erstmal keine Zügel, Sitzschule, Kreisende Arme, viiiiele erklärungen usw usw der erste Trab war weit weg und vom Galopp erstmal keine Spur.

    Ihr hat es super geholfen, sie würde es jederzeit wieder so machen. Letztes Jahr hat sie ihr IV Abzeichen gemacht und im Frühjahr will sie ihr III Versuchen. :fat:

    Es gehört aber sicher viel Mut, Zeit, Geld dazu, als absoluter Anfänger wieder bei Null anzufangen.
     
  7. Berliner_Reiter

    Berliner_Reiter Inserent

    Ich denke auch, dass du erstmal wieder Vertrauen im Allgemeinen aufbauen solltest.
    Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, Bodenarbeit mit "deinem" Pferd dort zu machen? Dann könntet ihr euch auch ein bisschen besser kennenlernen.

    Du hattest 9 (?) Jahre dein eigenes Pferd, das du wahrscheinlich in- undn auswendig kanntest. Da hattest du Vertrauen und dein Hotta vertraute dir. Du brauchtest keine Angst haben.

    Ich denke, dass du da jetzt durch musst, wenn du es wirklich willst. Es wird besser werden, je mehr du dich auf dein braves Lehrpferd einlässt und es versteht, was du von ihm willst


    Weiterhin viel Spaß und viel Kraft - du schaffst das. Bestimmt! :tan:.
     
  8. Rübe

    Rübe Neues Mitglied

    Hallo,

    erstmal vielen Dank ihr Lieben!

    Die Geschichte von Binapa hat mich sehr an mich selbst erinnert, wobei es bei mir nicht so extrem ist.

    Ich versuch mal alles zu beantworten.
    Ich hatte mein Pferd ca. 15 Jahre.
    Als ich im Urlaub geritten bin, war ich zuerst auch unsicher, aber es ist richtig, dort waren die Pferde nicht sehr gut ausgebildet und man konnte sich teilweise nur mit sanfter "Gewalt" behelfen, aber dort kam ich mir nicht vor wie ein Anfänger, sie waren so wie die meisten Pferde, die ich in meinem Leben geritten habe...schlecht geritten eben....damit komme ich gut klar, wenn es sich um gemütlich oder eher phlegmatische Pferde handelt, diese habe ich mir immer geziehlt geben lassen.
    Woher kommt meine Angst....ich weis es nicht. Ich bin als Kind mal ganz böse vom Pferd gefallen und konnte danach wochenlang nicht reiten. Danach ritt ich über 2 Jahre nur das allerbravste Schulpferd. Selbst auf dem hatte ich anfangs Angst. Es dauert immer eine Zeit, bis ich Vertrauen zu einem Pferd aufbauen kann. Ich hasse es, wenn ich die Kontrolle verliere, wenn also Pferde plötzlich scheuen und losrasen oder die ganze Zeit herumhampeln...ich mag es lieber gemütlich. Ohne es verallgemeinern zu wollen, ich bin eher der Typ für einen gemütlichen Tinker, obwohl die mir schon zu schwerfällig sind, als für einen temperamentvollen Araber.
    Ich bin ganz allgemein kein Mensch der Geschwindigkeiten mag. Ich springe im Schwimbad nicht vom dreier und ich fahre beim Skifahren nur auf dem Anfängerhügel.
    Ich habe auf diesem Quarter eigentlich im Schritt auch keine Angst. Was mir Angst macht ist, wenn er plötzlich im Trab zulegt und ich soll ja die Zügel nicht benutzen. Und ich weis nicht, warum er zulegt. Es fühlt sich an, als sitzt man im Auto und obwohl man das Gaspedal nicht berührt, gibt das Auto Gas. Nicht viel, aber ohne ersichtilichen Grund. Ich denke immer, wenn der jetzt mal so richtig losrast, weil er sich erschreckt, dann kann ich ja gar nichts machen!
    Ich hab auch schon versucht, mich dann schwer zu machen und auszuatmen, wenn er so antritt, aber da hat er es nicht gemacht und ist trotzdem bis zur nächsten Wand gelaufen...vielleicht verarscht er mich auch ein bisschen...
    Warum bin ich so stark auf die Zügel fixiert.... tja, auf meinem eigenen Pferd habe ich sie gar nicht viel gebraucht. So dachte ich jedenfalls. Ich hatte ihn immer so geritten, dass wir ohne viel Zügel auskamen. Die Zügel kamen nur zur Feinkorrektur dran oder in Notsituationen. Und wie gesagt, er konnte ja auch "klassisch-englisch-dressurmässig" geritten werden, konnte also auch mit einem angenommenen Zügel etwas anfangen.
    Ich habe einfach das GEfühl, ich brauche die Zügel als Notbremse. Wenn sonst gar nichts mehr geht. Das Pferd rennt kopflos davon und man kann nichts mehr machen, dann kann man immer noch mit den Zügeln bremsen, wobei ich das sonst auch ohne Zügel machen würde. Eine Art Sicherheitsnetz. Nur bei diesem Pferd funktioniert das nicht. Das macht mir Angst.

    Ich habe auch das Gefühl, es ist eine gute Idee, wieder bei Adam und Eva anzufangen. Ich habe meinem REitlehrer gesagt, dass ich gerne im Roundpen an der Longe reiten würde und er fand das eine gute Idee. Die grosse Halle macht mir Angst, da könnte so ein Pferd ja schon ganz schön Gas geben wenn es wollte...

    Sonst mag ich das Pferd eigentlich. Es ist ruhig und gelassen und strahlt Ruhe aus. Im Schritt ist auch alles ok. Nur sobald ich Trabe und der Gute auf Betriebstemperatur läuft....er meint einfach, jetzt fängt die "richtige" Arbeit an und kann gar nicht verstehen, dass ich da grade schon mitten drin bin....

    Naja, diese Woche reite ich im Roundpen....ich bin froh, dass sich mein Trainer darauf einlässt.
     
  9. Schroedemann

    Schroedemann Inserent

    Ich glaube nicht, dass zu blöd bist. Vielleicht ist das Pferd (noch) zu gut für dich. Ich möchte nicht wissen, was passieren würde, wenn mich jemand auf Totilas setzt...:biggrin:
    Nein, im Ernst. Du bist lange Zeit englisch geritten und hast diese Hilfen einfach verinnerlicht. Aber auf diesem offensichtlich gut ausgebildeten Pferd bist du dann überfordert. Zumal du auch noch ängstlich bist. Einfacher wäre es für dich vermutlich, wenn du insgesamt Anfängerin wärest und das Westernreiten ganz neu erlernen könntest - ohne die FN Reiterei bereits abgespeichert zu haben.
    Jean Claude Dysli hatte mal ein Quarter für eine Familie ausgebildet. Es war so ein gutes Pferd, dass er Spaß daran hatte und es ausbildete, als sei es sein eigenes Pferd. Die Leute hatten den Fehler gemacht, sich an der Ausbildung nicht zu beteiligen. Als sie das "fertige" Pferd abholten, war Dysli schon auf dem Weg zum Flughafen, konnte ihnen also keine Betriebsanleitung mehr mitgeben.
    Die Leute waren rettungslos überfordert mit dem Pferd. Eine falsche Bewegung und es rast rückwärts oder machte Spins ohne Ende. Sie haben dann in ihrer Verzweiflung einen FN-Reitlehrer auf das Pferd gelassen, aber der kam noch weniger mit dem Pferd zurecht. Er sagte, dass Dysli das Pferd versaut hätte.
    Sie brachten es dann nach Reken - Dysli war in den USA und unerreichbar -. Dort stellte man fest, dass das Pferd genial ausgebildet war, aber viel zu gut für seine Besitzer. Sie haben dann die Ausbildung des Pferdes etwas auf Normalniveau heruntergeschraubt, so dass die Besitzer es dann selbst reiten konnten.

    Ich selbst durfte mal ein Islandpferd reiten - Europameisterschaftsniveau. Der Besitzer meinte, ich sei fein genug für das Pferd - immerhin reite ich sonst nur Araber - und er wollte mir mal zeigen, wie ein Pferd tölten kann. Ich konnte es gar nicht! Das Pferd töltete unter mir, oh ja, aber das war so ungewohnt und rasant, dass ich jedes Mal einen Heidenschreck bekommen habe, weil es sich so anfühlte, als ginge unter mir eine ganze Herde durch.
    Ich denke mir, in einer ähnlichen Situation bist du auch.
    Ich kenne das "Problem" der Umstellung sonst nur aus unserem Stall. Wir haben FN Trainer im Stall, aber auch zwei Westerntrainer. Die Reiter und Pferde bei uns sind alle auf Freizeitniveau. Ehrlich gesagt, sehe ich auf diesem Niveau keinen Unterschied im Unterricht in der Reitweise zwischen den beiden Gruppen. Es gibt sogar Pferde, die gehen mit der Besitzerin eine E Dressur und mit der Rb haben sie Westernunterricht. Das liegt daran, dass auf dem unteren Niveau sich das Reiten wohl sehr ähnelt. Es wird auf diesem Niveau auch bei der Westernreitweise am angenommenen Zügel auf Kontakt geritten, das Pferd soll losgelassen sein, im Takt, sich biegen, über den Rücken gehen...
    Erst später in der Ausbildung ändert sich das Reiten dann wohl. Dann wird das Pferd nicht mehr auf Kontakt geritten.
    Ich nehme an, dass du ein Pferd reitest, das bereits soweit ist. Und dann ist es für dich halt wirklich schwieriger. Bei den Westernpferden, die bei uns stehen, hättest du vermutlich keine Probleme.
    Vielleicht solltest du mit dem RL reden und ihn fragen, ob er nicht ein weniger weit ausgebildetes Pferd für dich hätte. Als Anfängerin, ängstlich noch dazu, wollte ich auch nicht auf einem L-Dressurpferd sitzen.
    Gut gerittene Pferde sind nicht unbedingt einfacher als weniger gut ausgebildete Tiere. Sie stellen nämlich höhere Ansprüche an den Reiter. Meine Araberin (FN geritten) ist professionell ausgebildet und richtig gut. Aber das bedeutet auch, dass sie fuchsteufelswild wird, wenn man Fehler macht. Jemand, der nicht ihr Niveau hat, kann sie nicht mehr reiten. Vor dem Beritt war das noch anders. Da war sie viel duldsamer.

    Uuaaahhh...da siehst du mal, wie unterschiedlich Menschen sind. Ich würde niemals ein Pferd im Roundpen reiten. Da hätte ich Angst. Und wie. Wenn ich den Eindruck habe, meine Araberin ist schlechtgelaunt, dann geh ich nicht mal in die Halle, sondern nur raus. Draußen habe ich Platz...
    Das liegt daran, dass ich zwei üble Reitunfälle hatte - mit Beinbruch - und zwar immer in der Reitbahn. Ne danke.... Auf ein Pferd in so einem engen Roundpen kriegen mich keine 10 Pferde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Dez. 2011
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