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Probleme beim Longieren etc.

Diskutiere Probleme beim Longieren etc. im Bodenarbeit Forum; Hallo ihr Lieben :) Ich danke Euch schon mal im Vorraus, dass ihr Euch dies durchlest und mir bitte helft einen Lösungsansatz zu finden :)...

  1. Bummel

    Bummel Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben :)

    Ich danke Euch schon mal im Vorraus, dass ihr Euch dies durchlest und mir bitte helft einen Lösungsansatz zu finden :)

    Mal eine grundlegende Einführung:
    Ich bin 22 Jahre alt und habe seit 2 Monaten eine Reitbeteiligung. Er ist 6 Jahre alt und ein lieber Fjordi. Meiner einer hat nach 5 Jahren Pause (davor 6 Jahre lang regelmäßig 2-3mal die Woche) wieder angefangen zu reiten. Das Reiten klappt auch nach unserem Leistungsstand schon ganz okay. Den Leo reite ich drei mal die Woche, bis jetzt hauptsächlich in der Halle und mit Helm, da ich meinem Knieschluss noch nicht ganz vertraue.

    Jetzt zum Thema: (wird vielleicht ein bisschen zu detailliert, aber jede Info hilft hoffentlich)

    Ich habe Mitte/Ende Dezember erfahren, dass Leo sich nicht longieren lässt. Er drehe sich nur in die Mitte und würde nicht laufen. Da ich dem natürlich auf dem Grund gehen wollte und mein Bruder prakitscher Weise da war, probierte ich das natürlich aus. Und ja, sobald man sich vom Leo entfernt, dreht er sich mit der Hinterhand nach außen, bzw mit der Vorderhand nach innen und steht. Habe dann Leo, zusätzlich zur Longe, führen lassen, aber sobald man als Führender loslässt, dreht er sich nach innen. Als ich mich draufsetzte, klappte es einigermaßen. Einigermaßen deshalb, weil Leo ein bisschen brauchte, um sich in eine höhrere Gangart zu versetzen. Langsamer ging aber immer ;)

    So, da ich aber nicht immer einen Helfer dabei habe, probierte ich das nächste Mal, mit Geduld, führen, immer weiter entfernen aber das funktionierte eher schlecht als Recht. Dann wurde mir "geholfen". Longe und Peitsche wurden genommen, Leo im Zweikampf auf den Hintern gedeppert, bis er ein Paar Runden im Kreis gallopierte (währenddessen auch treibende Hilfen annahm). Und mir beides übergeben wurde, aber dann ging auch gar nichts mehr. Leo drehte sich in die Mitte und ich bin jetzt nicht der Typ, der "draufhaut". :noe: Ich hoffe da gibt es einen besseren Weg.

    Dann habe ich erfahren, dass Leo als "unlongierbar" gilt und der ganze Stall schon gescheitert ist (Bei welchen Methoden auch immer). Bei einem Gespräch mit der Besitzerin habe ich erfahren, dass Leo in seiner Ausbildung aber regelmäßig erfolgreich longiert worden ist, aber danach sich immer mehr quer gestellt hat, bis gar nichts mehr ging.

    Naja, Ursachenforschung ;) Habe Leo mir dann letztens geschnappt um vom Boden ohne Longe mit ihm zu Arbeiten. Bzw, frei laufen zu lassen. Und da haben wir das selbe Spiel. Leo dreht sich mit der Hinterhand weg und lässt sich nicht wegschicken. Rückwärtsrichten und Vorhandwendung klappt. Nur ansonsten steht er rum. Wenn ich ihn komplett in Ruhe lasse, schnüffelt er am Boden, wandert ein paar Schritte und bleibt stehen. Gegenbenenfalls kommt er auch mal ein paar Schritte aufmerksam auf mich zu, was ich positiv werte, aber mehr nicht. Konnte ihm bei dem Ganzen nur ein Mal mit Schnippsen etc 5 Meter Schritt laufen lassen, aber dann war auch Ende.

    Gefühlt würde ich behaupten, das Leo ein "Dominanzproblem" (nennt man das so? Ich glaub eher, dass ich eins habe und er mich da voll im Griff hat ;) ) hat. Äußert sich natürlich auch im Alltag, aber da klappts durch meine Konsequenz schon. Beispiel: Beim Auftrensen, sobald man ans Halfter greift, läuft er Rückwärts. Das habe ich schon so in den Griff bekommen, dass er beim kleinsten Rückwärts treten auch wieder Vorwärtstreten darf. Bis er still steht.

    Von der Vorgeschichte weiß ich auch, dass Leo schon viele RBs hatte und die letzte sogar "Angst" vor ihm hatte. Was ich nicht verstehe, denn an sich ist er totlieb.

    Vielleicht war meine "Ausbildung" damals auch nur stur aufs Reiten ausgelegt und ich habe an sich zu wenig Erfahrung. Aber Tipps, meinetwegen auch Buchtipps oder ähnliches wäre super

    Ich danke euch schon mal ganz lieb im Vorraus :)
     
  2. Barrie

    Barrie Inserent

    Meine Dicke war am Anfang so ähnlich, habt ihr einen guten RL vor Ort oder jmenad, der sich mit den Bsiscs Bodenarbeit gut auskennt?
    Wenn nicht, dann wäre der Longenkurs von www.wege-zum-pferd.de zu empfehlen.
    Ist der Pferdebesitzer mit deinen Bestrebungen einverstanden?
    Bis dahin würde ich mich dran f euen, daß er unter dem Sattel zuverlässig ist. Auf den Helm verzichtest du hoffentlich auch in Zukunft nicht....
    Barrie
     
  3. Arizona

    Arizona Inserent

    hmm.... wenn da ein Dominanzproblem ist, dann merkst du das im Allgemeinen nicht erst beim Longieren sondern schon in der täglichen Arbeit wie beim Putzen, Führen, etc. pp. Ich würde mal vermuten, dass Leo eher ein motivationsproblem hat. Der sieht keinen Sinn darin, Runde um Runde im Kreis zu rennen. Fjordis sind nicht doof. Mittlerweile hat er auch raus wie er es schafft, dass er nicht rennen braucht. Die Sache ist halt wie schaffst du es jetzt, das Leo wieder Spass an der Sache hat... :rtfm: Ich würde mit Trabstangen und Cavalettis arbeiten. Tempounterschiede einbauen und wirklich arbeiten. Ein Pferd im Kreis laufen lassen ist nicht gleich longieren!! (Ich unterstelle dir das nicht, musste es aber loswerden. ;D) Dazu gehöhren Longe, Peitsche und auch Longiergurt mit Ausbindern. Die Peitsche ist da auch nicht zu "Draufhauen" da, das hast du schon richtig erkannt. Es wird blos leicht tuschiert oder der Schlag von hinten geschwungen.
    Wenn du aber nicht so drin bist in der Materie würde ich es wirklich mit erfahrener Unterstützung machen und dich dazu noch durch Literatur informieren. Problem ist, dass bei dir am Stall ja alle den Leo in die Schublade " unlongierbar" gestekt haben. Evt. ist es dann hilfreich sich Hilfe von außerhalb zu holen.
    Ich schau grad mal was ich so für Literatur hier hab...
     
  4. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Eigentlich wollte ich ....

    Dein Leo hat kein Dominanzproblem. Das hast Du schon sehr richtig erkannt.
    Der weiß genau, wie er die Leute austricksen kann.
    Der stellt sich dann dahin und grinst sich eins.

    Das ist ein Fall für einen Könner.
    Ein Mensch, der sowohl das Pferd wieder “anschieben“ kann, als auch bereit ist, andere an seinem Wissen teilhaben zu lassen.

    Literatur ...
    Gut und schön, aber was, wenn da das eigentliche Problem gar nicht aufgeführt ist?
    Außerdem kann kein Buch der Welt darauf reflektieren, wie Pferd und Longenführer interagieren.
    Da ist praktischer Unterricht angesagt.
    Für alle (!!!), die mit diesem Pferd umgehen.
    Sonst bringt jede noch so gut gemeinte Korrektur keinerlei dauerhaften Erfolg.

    Eine Korrektur sieht selten schön aus.
    Da ist mitunter auch mal eine härtere Gangart angesagt.
    Das bedeutet jedoch nicht, daß man da kopflos auf dem Pferd “rumprügeln“ darf.
    Man sollte schon sehr genau wissen, was man da eigentlich tut.
    Auch wenn mal die Fetzen fliegen!
    Brutal darf es auf gar keinen Fall werden.

    Ansonsten würde mich interessieren, wie, bzw. mit welchen Hilfsmitteln longiert wird.
    Auch “konventionelles Equipment“ läßt verschiedene Lösungsansätze zu.
    Aber Achtung!
    Auch da ist der Könner gefragt, der genau einschätzen kann, was er da tut.

    Ich kann eigentlich auch nur davon abraten, sich auf Ratschläge und Lehrgänge aus dem www zu verlassen. Denn für diese “Medien“ gilt das gleiche, wie für Bücher:
    Die Referenten können nicht sehen, wie Pferd und Longenführer untereinander interagieren.

    Darum wirklich der Eindringliche Rat:
    Holt euch einen versierten Ausbilder dazu.
     
     
  5. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Der weiss halt wie es geht.
    Deiner Beschreibung nach eher der Ökonomische Typ der sich denkt wofür denn die Kraft verschenken?
    Und bei jedem mal Erfolg haben hat er sein Erfolgserlebnis.
    Ich würde mit so einem in einen Roundpen gehen und ihm da ohne Longe erst mal ein Gefühl dafür vermitteln wer da wen bewegt.
    Zur Zeit bewegt er nämlich dich.
    Im Roundpen kann er sich nicht entziehen, da kann man ruhig und konzentriert arbeiten.

    per Handy unterwegs.... komische Worte nicht auszuschließen...:-/
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Jan. 2014
  6. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    ...Und ich würde Dir dringend davon abraten, weitere Versuche zu unternehmen!
    Denn bei jedem Deiner - sicher gut gemeinten - Versuche lernt das Pferd nur eines: Cool, ist die doof, ich gewinne... :)

    Laß es bleiben und lerne es erstmal bei jemandem und mit einem Lehrpferd, die es beide richtig können!

    Und versuche bei dem Fjord immer nur das und nur so viel, wie Du ganz sicher und ohne Kompromisse durchsetzen kannst!
    (Und wenn das erstmal nur 1 Schritt ist.)


    LG, Charly
     
  7. Arizona

    Arizona Inserent

    klar kann Literatur keine praktische Anleitung ersetzen aber sie kann sie ergänzen.
    Ich habe grad das hier aus dem regal geholt, da werden die grundlagen ganz gut erklärt. "pferde richtig longieren" von Reiner Hilbert aus dem BLV Verlag
     
  8. Bummel

    Bummel Neues Mitglied

    Danke, danke für die Antworten!!!

    Also longieren habe ich schon gelernt ;) Auch an einem geeigneten Lehrpferd. Das wurde ja sogar damals in irgendeiner Prüfung (Basis-Pass? DRA?) "abgefragt" bzw praktisch gefordert.
    "Leo longieren" tue ich (würde ich --haha) mit Trense, Dreieckszügeln, Sattel, Longierbrille, Longe, Peitsche. Mir ist durchaus bewusst, dass Kappzaum und Longiergurt wahrscheinlich besser wären, aber damit möchte ich der Beitzerin nach kurzer Zeit noch nicht ins Haus fallen. Die Basics sollten für den Anfang auch reichen.

    Aber ein Punkt den ihr angesprochen habt und der meine Kopfblockade gelöst hat, ist der Punkt Motivation... Wie doof, dass ich daran nicht gedacht habe. Durch Barrie's Beitrag kam ich an Babette Teschen und Tania Konnerth. Den Longierkurs, der im Internet für 45€ umworben wird, find ich ein bisschen happig. Aber die Beiden haben ja auch ein Buch zum Thema Bodenarbeit herausgebracht, das nun mal auf Motivation und positive Verstärkung ausgelegt ist.
    In die Richtung zu Denken finde ich an sich ganz angenehm und ich denke mit dem Tipp mit einem Target (Zielobjekt) zu arbeiten wäre doch schonmal ein positiver Anfang um Leo Kleinschrittig wieder an die Arbeit heranzuführen.
    Mein Gedanke ist, momentan reagiert Leo ja auf die "treibende Hilfe" mit Hinterhand wegdrehen. Aber eventuell wäre es ja ein Ansatz, ihm zu Zeigen, dass er nicht Weichen, sondern Folgen soll. Und hierbei nicht mir folgen, sondern einem Target, dass man an einer langen Gerte/Peitsche befestigt. Um dann das Target mit einer Longe und irgendwann mit der Peitsche zu kombinieren.

    :D Hat was von dem Esel mit der Angel und der Karotte. Aber warum nicht ausprobieren?

    Was meint ihr?
     
  9. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Als erstes würde ich mal die Longierbrille entsorgen.
    Wenn man sich mal überlegt wie das Ding wirkt sollte schnell klar werden warum.
     
  10. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Es gibt eine Menge Leute, die sogar über das dt. Reitabzeichen in Gold verfügen.
    Die haben durchaus den Nachweis erbracht, Pferde erfolgreich auf Turnieren vorstellen zu können.
    Das heißt aber noch lange nicht, daß die ein Pferd ausbilden oder gar korrigieren können.

    Auch wenn das Longieren im Rahmen eines Abzeichens abgefragt wird, heißt das noch lange nicht, daß man es dann beherrscht. Schließlich befähigt einen die Kenntnis des ABC auch nicht zum Germanistik- oder Anglistik- Studium. Da gehört dann schon ein wenig mehr zu.

    Allein schon ,daß Du eine Longierbrille benutzt ....
    Wie Manic schon gesagt hat, das Ding gehört in die Tonne.

    Und nochmals die Bitte:
    Lasse solche Spielereien, von denen Du keine Ahnung hast.
    Auch die Arbeit mit sog. Targets erfordert profundes Grundwissen.
     
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