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Probleme beim Satteln eines Schulpferdes

Diskutiere Probleme beim Satteln eines Schulpferdes im Allgemein Forum; Hallo zusammen, ich reite (wieder) seit einem dreiviertel Jahr. Da ich es für wichtig halte, mit vielen verschiedenen Pferden zurecht...

  1. Gewürz

    Gewürz Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich reite (wieder) seit einem dreiviertel Jahr. Da ich es für wichtig halte, mit vielen verschiedenen Pferden zurecht zukommen, habe ich auf eine Reitbeteiligung verzichtet. Also reite ich allerlei gut ausgebildete Schulpferde.

    Allerdings habe ich mit zweien Probleme und würde ihnen gerne helfen:
    Die eine Stute ist gerade mal 6 Jahre alt, eigentlich super lieb, etwas nervös mit vielen Leuten, aber ansonsten super lieb. DOch seit etwa 5 Monaten kriegt sie nen Anfall wenn ich mit dem Sattel komm. Da sie in der Box fertig gemacht wird, weicht sie grundsätzlich auf die linke Seite aus, was es mir unmöglich macht sie von links zu satteln, sonst zerquetscht sie mich. Auch draußen weicht sie dem Sattel aus. Liegt er erst einmal auf ihrem Rücken, ist alles wieder ok.
    Ich weiss nicht was passiert ist, und mir ist klar dass dieses Schulpferd von vielen, auch von Kindern geritten wird, und meine Mühen vielleicht nichts bringen, aber habt ihr ne Idee wie ich ihr wenigstens bei mir den Stress beim Satteln nehmen kann?

    Zweite Frage: Anderes Pferd, anderes Problem:
    Dieses Schulpferd (Stute, ca. 9Jahre alt) ist super empfindlich was das putzen angeht. Ich hab herausgefunden sie ist einfach super kitzlig. Ich nehme mir immer Zeit für sie und komme damit gut mit ihr zurecht. Für eine Vorführung wollte ich ihr (oje, peinlich, weiss noch nicht mal wie das korrekt heisst. :( sorry) diese hübschen Ohrenschützer (nicht lachen!!) überziehen. Dabei ist sie ausgerastet und hat wie wild an ihrem Strick gezerrt und wollte sich losreisen. Einen zweiten Versuch wollte ich nicht starten, mir war klar, dass ich es nicht hinkrieg.
    Meine Frage also: Wie ziehe ich das Teil richtig an. Auch bei einem anderen Pferd, was nicht so kopfscheu reagiert wie die hier.

    Freue mich über Hilfe oder Erfahrungswerte
     
  2. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    vermutlich passt der sattel des 6jährigen pferdes nicht. es ist sattelzwang entstanden, weil das pferd wegen des sattels schmerzen hat. deswegen möchte es verhindern, dass du es sattelst. ganz eventuell passt der sattel doch, und nur die reitschüler satteln es falsch

    das 9jährige pferd hat ggf gesundheitliche probleme. magengeschwüre (zu wenig heu, zu wenig weide) oder eierstockzysten fallen mir dazu ein. auch stehen in der box, nicht artgerechte haltung.

    um ehrlich zu sein, macht dein bericht nicht den eindruck, dass es sich dort um eine gute reitschule handelt, dafür scheint der schüler zu allein gelassen in den problemen mit pferden.
    eigentlich solltest du als schüler fortlaufend betreut sein und dir sollte dort sofort hilfestellung gegeben werden

    (ein pferd mit sattelzwang sollte generell NIE von schülern gesattelt werden!!)

    hier eine checkliste:
    http://www.pferdewissen.ch/pdf/reitschulcheck.pdf
     
  3. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Gebi dir vollkommen recht, das das nicht nach einer guten reitschule klingt. Auch das mit dem Sattelzwang.

    Aber was hat Kopfscheue und empfindliche Ohren mit Magengeschwüren, Eieerstöckzysten oder nicht artgerechter Haltung zu tun?
     
  4. Polaris

    Polaris Neues Mitglied

    Ich kenn ein Pferd mit Kopfscheue lässt sich dort nicht putzen oder die augen auswischen (die schlafkörnchen) . Also hab ich immer eine Karotte oder ein Leckerli unter's Maul gehalten und schnell den Kopf geputzt oder sonstiges ! Hilft am besten bei verfressenen Pferden :P :eagerness: Aber mit Kopfscheue und Magengeschwüren kann ich auch nichts anfangen :cower: Achja und die Fliegenhaube : stell dich seitlich hin und zieh die Haube über die Ohren .Schau das die Mähne darunter kein Bällchen bildet sonst drückts! Das Häubchen sollte unter dem Zaumzeug liegen und am besten mit eine Schnürchen unter dem Kopf zusammengebunden sein ( nicht erwürgen :chargrined:) lg Pol
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juni 2013
     
  5. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Das Satteln in der Box ist lebensgefährlich und sollte ÜBERHAUPT NICHT stattfinden! Schon allein dies deutet auf einen reichlich unqualifizierten Betrieb hin.
    Der Sattel und die Sattellage muß untersucht werden, evtl. besteht/ bestand ein Rückenproblem oder Schmerzen, die sich nun in das Gedächnis eingegraben haben. Du mußt also die Ursache finden, ehe du an den Symptomen arbeitest. Bei einem Schulpferd ist dies natürlich besonders schwierig...
    Sind tatsächlich keine Schmerzen vorhanden, mußt du mit viel Ruhe und Geduld zunächst nur die Satteldecke auflegen, das Pferd sofort loben und für ein möglichst positives Erlebnis sorgen. Den Sattel kann man locker auflegen, kurz liegen lassen und wieder abnehmen, loben. Dies mehrmals wiederholen, bis das Pferd merkt, daß es nicht mit Schmerzen verbunden ist.
    Du merkst, man braucht Zeit und Geduld- die du als Reitschüler vor einer Stunde nicht hast. Es muß sich jemand konsequent mit diesem Problem befassen, mal eben kurz - das klappt nicht!

    Stute Nr. 2
    könnte tatsächlich Eierstockprobleme oder Magen-Darmprobleme haben. Das muß abgeklärt werden.
    Wie auch immer, hier kannst du nur mit einer sehr weichen Bürste und wenig Druck arbeiten.
    Viele Pferde sind an den Ohren empfindlich, entweder weil die Ohrspeicheldrüsen verdickt sind, oder einfach aus einem Angstgefühl heraus.
    Hier gilt das gleiche wie bei den anderen Problemen: Üben, immer wieder leicht berühren, loben, wiederholen.
    Andere Frage: Warum soll das Pferd eine Fliegenhaube tragen, nur weil es " schön" ist. ( ich finde die Dinger total häßlich, aber naja)
     
  6. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Ich denke auch, die Reitschule lässt sehr zu wünschen übrig!

    Und (SORRY, das ich das so krass ausdrücke) vergiss den Wunsch, den Pferden das abzugewöhnen.
    a- muss erst mal die Ursache gefunden werden!
    b- muss die Ursache abgestellt werden!
    Und c – müssen die Pferde wieder Vertrauen aufbauen, müssen lernen, das ihnen nicht weh getan wird.
    Das kann kein Reitschüler. Allein die Tatsache, das ständig die Reiter wechseln macht es fast Unmöglich.
    (zumindest, wenn kein Verantwortlicher ständig vor Ort ist und das Satteln überwacht.)
    Mein Rat, wechsele die Reitschule! Wenn Du das nicht willst, spreche mit einem Verantwortlichen, weigere dich, die Pferde zu satteln / zu reiten!
     
  7. Gewürz

    Gewürz Neues Mitglied

    VIelen Dank für eure Antworten.

    Doch so schwer es mir fällt, ich hab das dringende Bedürfnis meinen Reitstall zu verteidigen. Erst hier habe ich gelernt meinen Pferden zu vertrauen, wie ich mit ihnen umzugehen habe, richtig reiten gelernt, sogar springreiten hab ich angefangen, etc.

    Ich zähl hier nicht mehr als Anfänger, sondern als Standard Reiter, doch wenn man Anfänger ist, dann ist die Reitlehrerin für alle (max.6 Schüler) da und unterstütz sie wenn sie Hilfe brauchen, also beim Satteln, Putzen o.ä. Später wird es erwartet, dass du es richtig machst. Komm ich aber in die Reitstunde wird alles nochmal korrigiert. Sattelgurt, Zaumzeug, zu eng, zu locker usw. Also kontrolle ist schon da.

    Die Checkliste habe ich mir angeschaut, vielen Dank hierfür. Einen Großteil kann ich mit ja beantworten, manches allerdings nicht.

    Zum Thema Sattelzwang: Ich dachte, dass bezieht sich auf Sattel und Gurt. DIe Stute macht aber keine Probleme wenn ich den Gurt schließe, es geht lediglich um das auflegen. Aber ich werde es probieren, mal zuerst die Schabrake draufzulegen und dann den Sattel.

    Das Satteln in der Box wird hier fast erwartet. Ich kenne es nicht anders und ich muss zugeben ich fühl e mich um ehrlich zu sein, recht sicher. Wenn ich sie draußen anbinde hätte ich viel mehr Sorge, dass sie so unruhig wird und rumtänzelt, etc. (Ist eben ein junges Schulpferd, meiner Meinung nach zwar trotzdem gut erzogen, aber da kommt mein Misstrauen eben mal wieder durch)

    Zeit vor der Reitstunde hab ich. Da ich ja nicht auf jemanden angewisen bin, kann ich losfahren wann immer ich will. Für die 9-jährige komm ich immer früher, denn für sie brauch ich eben Zeit. Mein Gedanke ist aber eben auch, dass wenn nur ich mich als einer von vielen Reitschülern diesem Problem annehm, dann bringt es nichts. Da es Schulpferde sind, werden sie natürlich von den Reitlehrerinnen und Pferdewirten versorgt. Natürlich weiss ich nicht ob sie jemals auf die Idee der Zysten o.ä. gekommen sind und sie untersucht haben. Da hab ich als Reitschüler und sei ich auch Erwachsen, wenig mitspracherecht oder kann empfehlungen geben.

    Wenn ihr hier schreibt dass ist eine schlechte Reitschule, wie sollte es dann sein? Was versteht ihr unter einer guten Reitschule? Ich hab nur das bedürfnis sie zu verteidigen, weil es die erste ist, die für meine Verhältnisse, für das was ich erfahren habe, die Beste ist. Hier hat man sich Zeit für mich genommen, mir Mut gemacht, mir bei Problemen geholfen. Ich wurde ernst genommen mit meinem Respekt vor den Tieren (Angst will ich nicht schreiben, aber respekt) und wieder an die Tiere herangeführt.
    Jetzt bin ich irgendwie verunsichert ...
     
  8. isi love

    isi love Inserent

    Naja, Kigali hatte das ja schon geschrieben(und du ja auch): Du kannst so viel probieren wie du willst, aber du kannst du es nicht lösen, bzw. du hast gar keine Möglichkeit - Egal wie viel Mühe du dir gibst. Und gerade deshalb ist es so wichtig, dass sich jmd. vom Hof darum kümmert und bspsw. vorerst keine Reitschüler mehr satteln lässt. Genau wie bei Unruhe beim Anbinden.
    Ich finde es wirklich toll von dir, dass du mit Engagement an die Sache gehst:smile-new: , super!!, aber darum hat sich in erster Linie die RL oa. zu kümmern. Eben weil du du dem Pferd so oder so nicht den Stress vorm Satteln neben werden kannst, weil nur du deine Ideen wirst anwenden (können). Die dutzenden anderen Reiter nicht. Wie bei dem 2. Pferd.
     
  9. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Hast du denn die Problematik von beiden Pferden schonmal angesprochen? Wie wurde reagiert?
    Grad wenn du das Gefühl hast das sich dort gut um die Belange von Pferd und Reiter gekümmert wird, wäre das doch der erste Weg sich an den Reitlehrer z.B. zu wenden?
     
  10. Gewürz

    Gewürz Neues Mitglied

    Ja, angesprochen habe ich es bei der ersten, gleich nachdem es mir das erste Mal aufgefallen ist, wie gesagt, war nicht immer so, das kam erst in den letzten MOnaten. Allerdings hat meine Lehrerin gesagt, die testet dich nur, einfach rauf mit dem Sattel. Die Aussage hat mir zwar nicht gefallen, aber gut.

    Das das zweite Pferd so empfindlich beim Putzen ist, ist bekannt, dass sei sie wohl schon immer, ist teilw. auch aggressiv gegenüber anderen Pferden wenn sie in der Stallgasse steht, deshalb wird sie auch in der Box fertig gemacht. Sie ist leider das einzige Schulpferd unter Privatpferden in diesem Teil des Stalles. ALs ich sie rausgeholt hab in die Stallgasse um sie dort zu putzen, wurde ich recht böse von den Besitzern der Privatpferde angemacht, aber wie gesagt, das waren nur die anderen Besitzer. Diejenige der der Hof gehört, kennt die Problematik. Sie freut sich wenn ich mir Zeit für die Stute nehm, aber auch hier kam ein Schulterzucken und die Aussage: Ja, die ist so. Einfach putzen ... :/

    Ich weiss, das klingt offenbar alles nicht so dolle, wenn ich das so erzähl, aber es fällt mir so schwer, hier Kritik an meinem Reitstall zu üben.
     
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