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Probleme beim Verladen

Diskutiere Probleme beim Verladen im Pferdeflüsterer Forum; Hallo, ich reihe mich in die lange Liste von Personen ein, die Probleme beim Verladen ihres Pferdes haben. :-( Kurze Beschreibung: meine...

  1. RBKP

    RBKP Neues Mitglied

    Hallo,

    ich reihe mich in die lange Liste von Personen ein, die Probleme beim Verladen ihres Pferdes haben. :-(

    Kurze Beschreibung: meine Stute stieg, als wir sie bekamen, völlig problemlos in den Hänger - am langen Seil, völlig ohne Widerstand. Als wir dann öfters auf Turniere fuhren, begann sie einmal kurz zu zögern und ging dann hinein. Beim nächsten Mal zögerte sie etwas länger und ging hinein. Irgendwann blieb sie auf der Rampe stehen und mittlerweile dauert es ewig, bis sie verladen ist.

    Ich mache Bodenarbeit mit ihr und würde sagen, dass unser Verhältnis grundsätzlich geregelt ist. Sie testet auch bei der Arbeit am Boden manchmal ihr Grenzen aus, aber ich kann mich durchsetzen und sie respektiert mich. Führen, rückwärts schicken, durch Hinternisse schicken, Vorhand-/Hinterhand bewegen, etc. funktioniert alles.

    Mein Dilemma: ich will nicht in einer Situation Druck machen, in der sich mein Pferd fürchtet und damit alles schlimmer machen. Vielleicht war es ja einmal eine Erfahrung beim Fahren im Hänger, die sie verängstigt hat?
    Aber eigentlich habe ich nicht den Eindruck, dass sie Angst hat. Sie weiß einfach, dass wir nicht viel tun können, wenn sie auf der Rampe steht und steht und steht und steht. Bei Druck (von vorne am Halfter oder von hinten) drängt sie schnell und heftig rückwärts von der Rampe. Wenn sie allerdings mal mit der den Vorderbeinen und der Brust im Hänger ist, dann geht der Rest ziemlich einfach.

    Bitte um eure Ratschläge, was ich tun kann. Oder anders formuliert: muss ich mich einmal durchsetzen (und wie soll das aussehen, wenn sie dann rückwärts weg stürmt) oder soll ich das Ganze mit Ruhe und ohne Druck angehen, damit sie eine mögliche Angst überwindet und mit mir mitgeht?

    Danke für Hinweise und Tipps!
     
  2. Raudhetta

    Raudhetta Überlebensanzugtraegerin

    Es gibt eine ganze Reihe von Ansätzen, aber ich würde lieber erstmal wissen, was ist das für ein Hänger und wie fahrt ihr?
    Je nach Zustand des Hängers (Dämpfung) und Fahrweise kann ich jedes Pferd verstehen, dass dankend ablehnt.
     
  3. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Zum Fahrstil mit Anhänger:

    Stelle mal einen Eimer Wasser da hinein.
    Dann fahre eine beliebige Strecke.
    Aber so, wie Du normalerweise mit Anhänger fährst.
    Wieder zuhause angekommen, sieh nach wieviel Wasser noch im Eimer ist.

    Leerer Eimer, oder gar umgekippt?
    Oh, oh ... !
     
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    deswegen mag ich diese "bodenarbeit" nicht...
    meinst du , es macht ihr spaß, wenn du sie vorwärts, seitlich, sonstwohin schickst?

    warum "testet sie ihre grenzen aus" und warum ist es dir so wichtig, dass du dich durchsetzt und sie dich "respektiert"?

    weißt du, pferde wollen auch manchmal freunde sein des menschen. dass das verhältnis einfach nur nett ist. die wollen dich anstupsen, trippeln, gras rupfen. die wollen nicht vorwärts, seitlich, rückwärts befehle befolgen....

    ich würde den schmarrn mal weglasen und dein pferd wieder leben lassen. dass es dich mit wachen augen aunschaut. dass es nicht wie tot ist und alles über sich ergehen lässt.
    sie hat nämlich eins offensichtlich gelernt: am anhänger klappt dein training nicht mehr! und es ist ihr egal, ob du mit ihr schimpfst.

    ich würde zurückfinden wollen zu einem freundschaftlichen verältnis. dass sie SPASS an dir findet. dass sie dir gefallen möchte.

    das hilft dir jetzt zunächst wenig, weil du ggf deine ganze arbeit umstellen musst.
     
     
  5. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    @ Ulrike:

    Autsch ...
    (ich frage mich aber auch so manches mal, was dieser ganze “Bodenarbeitswahn“ bezwecken soll)
     
  6. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Ich bin auch der Meinung, man kann Bodenarbeit übertreiben.
    Für mich ist Bodenarbeit gleichzusetzen mit Erziehung.
    Ja, wollen Pferde und zumindest meine dürfen das auch!
    ABER, wenn ich es erlaube!
    Kommt von vorn ein Mähdrescher und von hinten Radfahrer, wird kein Gras gerupft. PUNKT!
    Meine Pferde wissen ganz genau, WANN es erlaubt ist und wann Schluss ist. Da müssen sie zuverlässig und ohne nachzufragen reagieren, alles andere kann für Mensch und Tier lebensgefährlich sein.

    @RBKP, habt ihr einen neuen Hänger?
    Hat dein Pferd sich beim verladen mal weh getan? Ist vielleicht nur an die Zwischenwand gestoßen?
    Muss nichts schlimmes gewesen sein.

    Die Idee mit dem Wassereimer finde ich gut! Werden wir auch mal machen. (rein Interessehalber, zum Glück gehen all unsere Ponys problemlos in den Hänger)
     
  7. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Der Wassereimer gehört dann auf die Achse gestellt.
    Sonst wird es zu schwierig.

    Es geht aber auch “hardcore“:
    eine Tasse Kaffee auf dem Amaturenbrett.
    Oder, wie in meinem Falle, eine Tasse Tee ...
     
  8. Fididenny123

    Fididenny123 Inserent

    Die Idee mit dem Wassereimer finde ich auch sehr gut, würde ich auch mal probieren :)

    Wir hatten auch letztens ein riesen Problem mit dem verladen-üben, aber meiner rb hat es soweit geschafft, dass die Besi sogar den Hänger wieder verkauft hat, weil er sich so stark gewehrt hat.

    Ich habe deshalb auch viel im Internet darüber gelesen und wenn man nicht gerade die "Pferdeflüsterin" zu sich holen möchte/kann etc, SOLL! wohl dieses Horsemanship helfen.

    Viele haben hier auch geschrieben, dass "Bodenarbeit" übertrieben wird, aber MANCHE Übungen, die ich nun über Horsemanship gelesen habe, würde mir einleuchten, warum es vielleicht helfen könnte beim "verlade-training"

    Ansonsten kann man einfach nicht in das Pferd hinein schauen, so lammfromm wie es bei der "bodenarbeit" sein kann oder man das Gefühl hat, es besteht ein gutes Verhältnis, so sehr kann das Pferd etwas zwicken, damit es nicht in den Hänger geht.

    Versuche es doch einfach mit viel Geduld, gehe einfach öfter am Hänger vorbei, lass ihn mal an der Rampe schnuppern, viele sagten auch in andere Beiträgen im Internet, stell den Futtereimer mal in den Hänger und versuche dich so langsam und in kleinen Schritten vorzutasten.

    Auf keinen Fall, druck ausüben. - das bringt weder dir noch deinem Pferd etwas :)
     
  9. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Der Punkt ist doch, man sollte herausfinden, wo das Problem ist. Und ggf. kann die Methode "bloß keinen Druck ausüben" genau die falsche sein. Gerade wenn das Pferd eigentlich keine Angst hat, löst man mit dem vermeiden von Druck doch erst eine Situation aus, in der das Pferd die Oberhand hat.

    Wie genau verladet ihr? Halfter? Knotenhalfter? Mit irgendwelchen Helfern, oder gar Hilfsmitteln?

    Übrigens, der Weg übers Futter ist häufig der ungünstigste. Im Zweifel wird gerade im Streß dann nämlich jegliches Futter ignoriert, und dann sind die guten Argumente wieder weg...
     
  10. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Pferde reagieren sehr fein auf die Körpersignale des Menschen, außerdem stellen sie Beziehungen zwischen Gegenständen und Situationen her.
    Das heißt: Hänger gleich Turnier gleich Stress !
    Der Zeitdruck und die Aufgeregtheit vor einem Turnier überträgt sich direkt auf das Pferd. Es erkennt, daß ihr druck habt und ihr gebt den Druck unbewußt weiter. Das Pferd erkennt nur, daß irgendetwas im Busch ist und sieht die Situation als " Gefahr" , warum sollte es also in den Hänger gehen, sich quasi in Gefahr begeben?
    Du solltest dein Pferd verladen, ohne daß es zum Turnier geht. Freue dich auf einen tollen Ausritt und verlade das Pferd ohne Zeitdruck! Nehme es dir auch nicht vor, nach dem Motto: so, jetzt muß das Pferd rauf! Sobald du einen Hauch angespannt bist, merkt es dein Pferd!

    Als bestes Beispiel dient mein Pferd, Himmelfahrt.
    Mein Pferd ist ein sehr routiniertes Wanderreitpferd, ich verlade oft, wir sind seit 16 Jahren unterwegs.
    Er geht normalerweise allein auf den Hänger, steht wie eine Eins, kommt entspannt an.
    Beim letzten Mal hatte ich Zeitdruck, wollte zu einer bestimmten Uhrzeit unbedingt los, war angespannt, leicht gestreßt.
    Was passierte? Meinem Pferd war das alles nicht geheuer, er kannte mich so nicht. Er weigerte sich schlicht, in den Hänger zu gehen, machte ein Riesentheater. Irgendwann, als ich richtig sauer aufs Pferd wurde, habe ich gemerkt, was los war.
    Also erst einmal alles losgelassen, ein paar Mal tief durchgeatmet, die Muskulatur entspannt, ein wenig Zeit verstreichen lassen. Als ich mich wieder beruhigt hatte, bin ich ganz sinnig, ohne Druck noch einmal an dieSache herangegangen, schwupp war er oben!
     
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