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Probleme mit Wallach

Diskutiere Probleme mit Wallach im Pferdeflüsterer Forum; Hallo, ich bin komplett neu hier, habe aber gleich ein Anliegen. ich habe mir vor 4 Monaten ein 14 jähriges Pferd gekauft, der wegen...

  1. Sarahs Lord

    Sarahs Lord Neues Mitglied

    Hallo, ich bin komplett neu hier, habe aber gleich ein Anliegen.
    ich habe mir vor 4 Monaten ein 14 jähriges Pferd gekauft, der wegen Unreitbarkeit zum Schlachter sollte ( hat alles abgesetzt was sich auf ihn gesetzt hat, aber es wurden weder rückenschmerzen, Sattelprobleme oder Zahnprobleme festgestellt). Mittlerweile läuft er unter mir super aber es hat sich ein anderes Problem entwickelt.
    Er steht in einer Herde von knapp 30 Pferden auf riesigen Koppeln, aber jetzt hat er 2 Stuten und beschützt sie wie sein Augapfel. Sobald ich ihn weg holen will, rennt er einfach los und dabei ist ihm auch egal ob ich im Weg stehe oder nicht. Ih führe ihn also im Moment nur mit Kette aber sobald ich ihn auf dem Hof habe zittert er am ganzen Körper weil er so unter Stress steht.
    Habt ihr eine Idee wie ich das wieder in den Griff bekomme?
     
  2. kaipi22

    kaipi22 Absolut verhaltensoriginell

    Hallo Sarah!
    Hast Du eine Ahnung, wie er vorher gehalten wurde? Wenn er jetzt den Reiter auf seinem Rücken duldet, ist das schon mal ein Fortschritt. Möglich wäre, dass Dein Pferd jetzt mitkriegt, was es heißt Pferd sein zu dürfen: Koppel und Pferdegesellschaft und noch dazu zwei Damen, die er "sein eigen" nennen kann. Da bist Du als Mensch erstmal nicht mehr gefragt.

    Vielleicht wäre es machbar, wenn eine "seiner" Stuten für´s erste mit zum Hof kommen könnte, so dass er nicht so alleine ist.
     
  3. Ponymonster

    Ponymonster Pseudo-Einhorn

    Wie lange steht er schon mit den beiden zusammen? auch schon seit du ihn hast, oder ist das noch recht frisch? Meiner war genau so, als ich ihn gekauft hab. Extrem hengstig, und völlig unkonzentriert, wenn er von den Stuten weg musste. Ich habs einfach "ausgesessen" und wenn er übermäßig frech/gesundheitsgefährdend war (wiehernd am Putplatz hin und her springen, und jeden der im Weg war einfach platt machen, dauerndes Steigen beim Reiten, wenn eine von den Stuten draußen gewiehert hat etc etc) dann war ich schon mal streng mit dem Rüpeltier und hab ihn erinnert, dass ich ja auch noch da bin. (war damals ebenfalls 14, also raus aus dem Welpenschutz) Das hat sich dann nach ein paar Wochen eigentlich gelegt.

    Mittlerweile ist die eine Stute ausgezogen, das hat ihn aber nicht groß gestört, und die 2. ist so eine Klette das er regelrecht froh ist, wenn er sie mal von der Backe hat. Typisch Mann!!! Wenn eine neue da ist, dann hinter her wie der Teufel nach der Seele und nach ein paar Ehejahren guckt er die mit dem Hintern nicht mehr an. ;)
     
  4. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo,

    ist sicher ausgeschlossen, daß er Klopphengst ist?
    Wurde mal ein Hormonstatus gemacht?

    Ist sicher selten, aber eventuell sollte man es - neben oder nach den Verhaltensanalysen (siehe meine Vorschreiber) auch mal bedenken.


    LG, Charly
     
     
  5. Sarahs Lord

    Sarahs Lord Neues Mitglied

    Danke, ja daran haben wir auch schon gedacht. Der Tierarzt kommt eh in 2 Wochen, dann werde ich ihn da mal drauf ansetzen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Also er ist bevor er zu mir gekommen ist, in einem spring/Dressurstall gehalten und hatte eine mega kleine Box wo er dich kaum drehen Konnte. Wenn er Glück hatte kam er einmal amtaTag für 2 Stunden auf einen kleinen Auslauf und das auch nur alleine

    - - - Aktualisiert - - -

    Und ponymonster,
    Er steht erst seit 3 Wochen mit den stuten zusammen, ist also noch relativ frisch.
     
  6. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Dann wird die für ihn ungewohnte Situation sicher ein Grund dafür sein, das er sich so verhält... wenn die Haltung vorher so grundlegend anders war, und er jetzt endlich Pferdegerecht gehalten wird.
     
  7. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Das ist auch immer das erste an was ich denke, Gil. Aber selbst dies Verhalten hat meist einen Grund. Und oftmals - wie Charly schon andeutete - stellt sich da heraus, dass es sich um einen KLopphengst haltet.

    Wobei die dann auch aufspringen. Tut er das auch?
     
  8. Barrie

    Barrie Inserent

    Vielleicht umgehen wie mit einem Kleber? Erst mal nur 5 min weg, dan langsam steigern. Dann hat der arme kerl vielleicht mal die Sicherheit, daß er immer wieder zurück kommt. Die Zeit ist auch noch recht kurz, er muß sich eingewöhnen - und die Umstellung ist natürlich schon groß. Aber ich denke, bei der Haltung wird er bald ein ausgeglicheneres Verhalten bekommen, hab ein bißchen Geduld mit ihm.
    Wenn er am Putzplatz zittert - so was zeigt doch, wie mies ervorher dran war, in dem alten Stall. Ich freu mich für den Kerl, daß er es jetzt schön hat.
    Barrie
     
  9. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Es gibt einen Satz, der mich an der ganzen Sache stört:

    Mitunter hat es einen Grund, warum ein Pferd zum Schlachter soll.
    Das kann aufgrund von gesundheitlichen Problemen so entschieden worden sein.
    Aber auch wegen charakterlichen Mängeln.

    Leichtfertig geht jedenfalls kein Pferd zum Schlachter.
    Ganz einfach aus wirtschaftlichen Überlegungen.
    Man verliert einfach zu viel Geld.
    Da ist eine (sorry!) Hobbyreiterin allemal lieber. Denn die wird mehr bezahlen, als nur den Schlachtpreis.

    Das Verhalten, das der Wallach derzeit innerhalb der Herde an den Tag legt, ist ganz natürlich.
    Er folgt seinem Instinkt.
    Denn auch ein Wallach ist immer noch ein männliches Tier.
    Das einzige, was gesichert ist, er ist dauerhaft zeugungsunfähig.

    Wieviele Klopphengste sind euch bis heute untergekommen?
    Mir in meinen mittlerweile über 50 Jahren, in denen ich mit Pferden umgehe, nicht ein einziger.
    Und dabei habe ich eine ziemlich hochstellige Anzahl an verschiedenen Pferden geritten. Da hat es Zeiten gegeben, da waren es über 10 am Tag. Jeden Tag ...

    Auch sollte man davon ausgehen, daß eine Person, die erfolgreich ein Hochschulstudium absolviert hat, ganz sicher bis 2 zählen kann.

    Unreitbarkeit kann sich auf vielerlei Arten ausdrücken.
    Darunter auch, daß dieses Pferd nicht alleine bleiben kann.
    Was einer Karriere als Dressurpferd nicht unbedingt förderlich ist.
    Zuhause, in der heimatlichen Halle wird das nicht unbedingt ein Problem darstellen.
    Auch nicht auf dem Abreiteplatz.
    Spätestens aber ab L- Dressur auf dem Weg zum Viereck.
    Das hat aber nicht zwangsläufig etwas mit den vorherigen Haltungsbedingungen zu tun.
    Trennungsängste, wie sie hier beschrieben werden, können in allen Haltungsformen auftreten.

    Eine mögliche Lösung wurde ja schon angesprochen:
    Diesen Wallach zusammen mit wenigstens einer "seiner" Stuten zum Reiten von der Weide holen.

    Ansonsten hilft nur Zeit.
    Viel Zeit.
    Dann wird die gesamte Vorgehensweise in viele kleine Schritte aufgeteilt.
    Angefangen damit, daß erst einmal nur das Halfter aufgelegt und nahezu sofort wieder abgenommen wird. Dann am Halfter einige Schritte von "seinen Stuten" weg geführt, nur um gleich wieder entlassen zu werden. Das dehnt man dann so weit aus, bis man dann am Putzplatz ankommt, ohne eine Panikattacke auszulösen.
    Dann kommt Anbinden und eine kurze Zeit Stillstehen. Die Intervalle werden immer länger, bis man schließlich den Sattel auflegen kann. Irgendwann in ferner Zukunft steht dann das Reiten.
    Ich schätze mal, so frühestens in ein bis zwei Jahren ....
     
  10. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    2 Klopphengste, und einer davon hat mich mit Rippenbrüchen ins Krankenhaus befördert, weil der mich vor lauter Instinkt auf der Koppel einfach umgerannt hat, als er meinen Wallach töten wollte, weil ich den Richtung Stutenkoppel geführt habe... ;)

    Stimmt, das Pferd kann auch "unreitbar" gewesen (und deshalb verkauft worden) sein, weil man es eben nicht alleine reiten kann. Sondern immer mindestens ein weiteres Pferd dabei sein muss.

    Ehrlich gesagt würde ich auch SO üben: mindestens ein weiteres Pferd mit an den Putzplatz nehmen, und wenn da Ruhe herrscht, das zweite Pferd immer mal wieder für ein paar Minuten / Sekunden weg führen, bis der Wallach merkt, dass die Welt dann immernoch nicht untergeht.

    Ob das jemals beim Reiten auch funktionieren wird, weiss ich nicht, von der TE ist ja auch nicht zu lesen wie sich das "bei mir lässt er sich brav reiten" äussert, ob sie da allein unterwegs ist oder sie immer Begleitung hat...

    Obsi.
     
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