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PSSM / RER / Muskelerkrankungen

Diskutiere PSSM / RER / Muskelerkrankungen im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Gestern stand das erste mal reiten auf dem RP auf dem Plan. Alle drei Gangarten, leichte Arbeit, vorwiegend VA. Nach 10 Minuten fleißigen Schritt...

  1. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Gestern stand das erste mal reiten auf dem RP auf dem Plan. Alle drei Gangarten, leichte Arbeit, vorwiegend VA. Nach 10 Minuten fleißigen Schritt am langen Zügel habe ich bisschen Schrittarbeit gemacht, hauptsächlich geschaut was sie zur leichten Biegung und Stellung sagt sowie Tempowechsel. Im Trab dann nur große gebogene Linien, Wechseln durch die ganze Bahn und Wechseln aus dem Zirkel.
    Wirklich, das war ein anderes Pony!! Ein komplett anderes Reitgefühl! Sie ist sofort VA, hat das auch konstant beim Handwechsel gehalten und sich nicht einmal rausgehoben. Trotz etwas untertourigem Tempo (hab sie erstmal so laufen lassen wie sie sich wohl fühlte) viel größere Trabschritte, plötzlich wahnsinnig viel Schwung im Rücken und trotzdem urbequem. Selbst eine Miteinstellerin, die lediglich wusste das ich in der Klinik war, sagte danach das die Behandlung ja echt gut angeschlagen hat und wie toll Vella gelaufen ist.

    Da kann man über die Reiterei sagen was man will aber das gestern hat mir noch mehr bewiesen, dieses Pony hatte die ganze Zeit durch Schmerzen! Erleichtert mich einerseits, weil es ihr jetzt ja scheinbar besser geht, aber andererseits macht es mir auch ein wahnsinnig schlechtes Gewissen das ich es nicht eher verstanden habe.
    Jetzt kommt es drauf an vorne einfach mal komplett los zu lassen und ihr verständlich zu machen das sie ohne Schmerzen laufen kann. Der Galopp löst das Schmerzgedächtnis noch aus und lässt sie wieder in den Schutzmechanismus (verspannen) wechseln, das lasse ich unter dem Reiter erstmal die nächsten Tage weg.

    Ich hoffe einfach das die Behandlung weiterhin so anschlägt und es nicht wieder schlechter wird. Ansonsten suche ich aber weiter.
     
  2. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Klingt sehr gut. Gallop würde ich auch weg lassen, allerdings würde ich da vll auch dran denken, dass es kein schmerzgedächnis ist sondern ein (noch) real existierender. Reden können die Viecher ja leider nicht .
     
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  3. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Das würde sich ja dann rausstellen wenn es nicht besser wird. Wobei der Galopp an der Longe nun auch schon deutlich besser ist, mehr VA gestreckt und nicht mehr "halb sterbend" sondern mit bisschen mehr Schwung ohne ständiges ausfallen. Laut Trainingsplan der Klinik soll ich jetzt 5 Tage nach Gang reiten, da weiß ich aber noch nicht ob ich das mache oder ob es nicht sinnvoller ist alle zwei Tage zu reiten und dazwischen vom Boden zu arbeiten.
     
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    aber welche konsequenten schließt du nun daraus?

    das heißt doch, dass du sie nicht mehr reiten darfst, weil sie ohne schmerzmittel schmerzen hat?
     
  5. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Nein. Das kann heißen das mal eine Ursache vorlag die eine tiefe Verspannung hervorgerufen hat, die sich von alleine bzw. Einwirkung von außen nicht lösen ließ. Eine Freundin von mir hatte das mal, wurde einmalig gequaddelt und hatte seitdem nie wieder Probleme.
    Das kann aber auch heißen das eine Ursache (z.B. PSSM2) vorliegt die mit anderen Maßnahmen in den Griff zu bekommen ist, wo die Verspannung nur die Folge ist.
    Es kann aber auch genauso gut sein das sie von Haus aus einfach schnell Probleme mit Verspannungen bekommt, wo man 1-2x im Jahr quaddelt und es ihr damit super geht.

    Solange die Sache jetzt nicht eh erledigt ist, ist es egal ob ich Reite oder nicht. Liegt eine Ursache vor, hat sie die Verspannungen auch ohne Reiten und das gehört entsprechend behandelt. Behandeln heißt für mich das wir die Schmerzen (und bestenfalls auch die Ursache) komplett weg bekommen, das heißt wiederum das ich sie (vermutlich) auch weiter Reiten kann.

    Aktuell hat sie keine Schmerzmittel mehr. Die tiefe Muskulatur wurde vor 12 Tagen mit Entzündungshemmer und Schmerzmittel gelöst, die wird jetzt nix mehr großartig an Schmerzmittel in sich haben. Die Gabe des Muskelrelaxan haben wir gestern beendet. Jetzt heißt es weiter arbeiten und schauen wie es sich entwickelt. Erst dann kann man genau sagen wie es weiter geht. Aber ohne Reiten habe ich da jetzt eh keinen Vergleich zu vorher, also reite ich weiter. Nur vermutlich weniger als die Klinik es in den Trainingsplan geschrieben hat, fünf Tage nach Gang reite ich eigentlich nie und mag das ungerne jetzt anfangen.
     
  6. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Der PSSM2 Test ist da, und negativ. Ich werde gleich mal noch versuchen die TÄ aus Leichlingen anzurufen, um mit ihr über das weitere Vorgehen zu sprechen und von dem Training aktuell zu berichten.
     
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  7. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ui! Danke fürs auf dem Laufenden halten!
    Und schön, dass der Test negativ ausgefallen ist! Blöd irgendwie, dann immer noch keine wirklich Ursache für die ganze Sache zu haben, aber dann geht der Spuk vielleicht ja auch einfach wieder irgendwie weg, wenn nix körperliches dahinter steckt.
     
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  8. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Ja eigentlich schön, andererseits war ich schon fest überzeugt und bin gestern kurz in ein Loch gefallen :gi66: Mit der Klinik hatte ich noch telefoniert, die behandelnde TÄ ist aber im Urlaub. Ich habe jetzt einfach um Rückruf von einem anderen Orthopäden gebeten und hoffe das ich den heute bekomme.

    Der Plan an sich für die nächste Zeit steht ja erstmal. Diese Woche noch locker VA und ab nächster Woche wieder "normales" Training. Am Wochenende schreibe ich einen abwechslungsreichen und (hoffentlich) sinnvollen Trainingsplan zusammen den ich dann auch meiner Osteo zur Überprüfung schicke. Galopp trainiere ich erst mal weiter vom Boden aus. Ansonsten möchte ich den Druck komplett raus nehmen. Sie soll im Training bleiben und vernünftig laufen, aber wieder mehr auf freiwilliger Basis.

    Trotzdem möchte ich mit der Klinik Rücksprache halten. Fragen was es mit der Verweigerung mit dem Galopp unterm Reiter auf sich haben könnte und vor allem warum sie so viel, und aktuell an der Longe noch mehr als vorher, stolpert. Meine TÄ hat nun ebenfalls Borreliose in den Raum geworfen.

    Natürlich "muss" da nix mehr sein, ich möchte es aber auch nicht ausschließen. Sattel wird Ende April wieder kontrolliert. Ich denke dann hab ich erstmal soweit alles gemacht, was man machen kann. Gesundheitscheck, Sattelcheck, Trainingsumstellung.
     
  9. Tagtraum

    Tagtraum Aktives Mitglied

    Hallo Sancta,

    Ich hab nicht alles gelesen, aber teilweise erinnert mich das an meine Ponystute. Sie hatte mit vergleichbaren Problemen zu kämpfen und tat sich insbesondere schwer mit dem Galopp, vor allem auf gebogenen Linien. Ich hab sie auch auf PSSM testen lassen - negativ.

    Ich habe lange versucht sie wie empfohlen zusammen mit meiner Reitlehrerin zu gymnastizieren und es wurde immer schlimmer und das Pony immer triebiger. Ewig mit Osteo und Co. dran rumgedoktert, der mir wie alle anderen Fachleute erzählen wollte dass alles nur an mir liegt.

    Bis ich sie durchröntgen und auf den Kopf stellen lassen habe von oben bis unten und der Tierarzt einige kleine Baustellchen fanden und wir uns dadurch ein Bild zeichnen konnten. Sie hat (leichten) Spat, hat sich im Jungpferdealter die Strecksehnen an den Hinterbeinen verletzt und zu lange Kniebänder. Dadurch hat sie Probleme im ISG. Außerdem durch einen Sturz bedingt leichte Arthrose in der HWS und BWS und in der BWS außerdem leichte Wirbelengstände.

    Alles für sich genommen ist das jeweils nix Schlimmes. In der Gesamtheit entsteht aber ein klinischer Befund und das Unvermögen für korrekt ausgeführte Lektionen, da sie mit der Hinterhand nur begrenzt Last aufnehmen kann ohne Schmerzen zu haben. Ohne Lastaufnahme und aufgewölbten Rücken ist weder eine reele Anlehnung oder gar Versammlung möglich. Jetzt hatte ich zwei Optionen. Drüber hinwegreiten, mein Pferd zu ignorieren, weiterarbeiten wie bisher und versuchen irgendwann die Basics der Dressurarbeit realisieren zu können (dazu haben mir viele Pferdeleute geraten) oder einfach geradeaus ins Gelände und auf dem Platz nur noch das, was das Pferd gerne macht. Letzteres war die Empfehlung des Tierarztes. Wortwörtlich sagte er "wenn Sie das Pferd noch lange reiten wollen gehen Sie nur noch ins Gelände, ansonsten hält die nicht mehr lang".

    Und das hab ich gemacht. Seitdem hat sich mein Pferd sehr zum Positiven geändert, ist wieder fleißig und willig, hat Kraft und der Galopp hat sich sehr verbessert. Auf den Platz gehen wir nur noch selten und wenn doch, dann machen wir nur Stangenarbeit. Das liebt sie nämlich. Ich reite sie nur noch vorwärts-abwärts und außer Takt und Losgelassenheit interessiert mich nichts mehr.

    Jetzt gibts bestimmt wieder Stimmen, die alles auf meine Reiterei schieben. Aber das kenn ich seit die Problematik bestand, das ist mir egal.

    Manche Pferde sind einfach nicht für das herkömmliche Reiten gemacht, grade die eher ursprünglichen Typen tun sich da unter Umständen schwer und man richtet mit gutgemeinter Gymnastizierung eher Schaden an als dass es hilft. Gerade als eher nicht so talentierter Reiter.
     
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  10. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    @Tagtraum vielen Dank für deine Erfahrung!! Das ist auch sowas wo rüber ich schon nachgedacht habe und ich würde es auch nicht ausschließen. Natürlich wäre es schön wenn ich sie auch auf dem RP gymnastizieren könnte, wenn es für ihre Gesundheit und das Wohlbefinden besser ist das nicht mehr so weiter zu machen wäre das für mich auch kein Problem.
    Trotz allem bin ich mir aktuell ziemlich sicher das da noch etwas sitzt, was nicht ganz richtig ist. Sie verweigert ja aktuell den Galopp unterm Reiter, bzw. habe ich den seitdem nicht nochmal angefragt, und stolpert wirklich enorm viel. Das stolpern ist auch (schon immer) kein richtiges stolpern sondern mehr ein einknicken. Sonntag innerhalb 30 Minuten Longenarbeit z.B. insgesamt 8x, egal ob schlurfend oder fleißig vorwärts laufend, egal welche Gangart aber Trab am meisten. Da kann mir keiner sagen dass das normal ist.

    Mit der Klinik habe ich nochmal Rücksprache gehalten. Wir haben Donnerstag Blut abgenommen für den Borreliose Test, das Ergebnis dürfte dann diese Woche kommen. Wenn das negativ ist werde ich noch einmal nach Leichlingen fahren um vor Ort zu besprechen ob das Quaddeln wiederholt wird. Da wird sich dann auch das Kreuz-Darmbein (wegen Galopp) und explizit der Schulterbereich (wegen dem einknicken vorne) angeschaut.

    Den Trainingsplan habe ich am Wochenende erstellt und mit meiner Osteo abgestimmt. Gestern haben wir damit auch begonnen. Das reiten (solange man den Galopp weg lässt) macht wahnsinnig viel Spaß. Vella ist entspannt, lässt sich auch aus kurzer Klemmigkeit sofort wieder lösen und auch bei der Stangenarbeit gestern wirkte sie viel koordinierter als sonst. Tempowechsel scheinen sie gut zu lockern, beim zulegen dehnt sie sich sofort nach vorne an den Zügel, macht den Rücken rund und schnaubt ordentlich ab.
    Schnellere Handwechsel (z.B. Schlangenlinien) machen ihr noch zu schaffen, da fahre ich jetzt einen Gang zurück, bereite die Handwechsel ordentlich vor und mache keine zu engen Wendungen.
     
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