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Psychosomatische Erkrankungen auch bei Pferden?

Diskutiere Psychosomatische Erkrankungen auch bei Pferden? im Sonstiges Forum; Früher dachte man, dass es beim Pferd Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche nicht gibt, weil Pferde weder zum Denken noch zum Fühlen fähig...

  1. Caroline77

    Caroline77 Neues Mitglied

    Früher dachte man, dass es beim Pferd Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche nicht gibt, weil Pferde weder zum Denken noch zum Fühlen fähig seien. Mittlerweile geht man auch in der Tierheilkunde davon aus, dass es Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche sehr wohl gibt.

    Was meint ihr dazu? Was sind Eure Erfahrungen dazu?
     
  2. Hippocampus

    Hippocampus Aktives Mitglied

    Hallo Caroline,

    interessantes Thema, ich bin gespannt auf die Antworten.

    Ich hab grad kürzlich mit der Besitzerin unseres Pflegeponys darüber gesprochen, grundsätzlich schließe ich nicht aus, das es das auch bei Tieren geben kann.

    Ein großer Auslöser für psychosomatische Erkrankungen ist ja Stress, den Tiere sehr wohl empfinden können, meiner Meinung nach. Und besteht der dauerhaft, kann ich mir vorstellen, das es zu körperlichen Symptomen kommen kann ( um als Beispiel mal die Verdauung oder Belastbarkeit zu nennen).

    Ebenso wie umgekehrt dauerhafte Schmerzzustände die Psyche belasten .

    Allerdings ist das meine laienhafte Meinung, die aus dem resultiert, was ich als Zuschauer beobachtet habe.

    Lg Hippo
     
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  3. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Wenn man bedenkt wie viele Pferde heutzutage Magengeschwüre haben gibt es das sicher.
     
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  4. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Für mich sich Psyche und Physis unmittelbar miteinander verbandelt.
    Alles, was in unserem Körper vorgeht und somit auch Stress, Sorge, Schmerz etc. nur biochemische Prozesse, die somit langfristig auch Auswirkungen auf das körperliche Befinden haben können.
    Auch fehlende Ruhephasen, dauerhaft verringerter Dopamin /Serotoninspiegel etc. haben massiven Einfluss auf unsere Psyche und den Körper gleichermaßen.
    Ich denke, dass wird bei Pferden absolut nicht anders sein.
    Als gutes Beispiel kann zB auch das Zähneknirschen angeführt werden, was wieder in ganz andere Erkrankungen und Schmerzen ausarten kann, als man zu Beginn annehmen würde. Der Körper reagiert auf einen dauerhaften Empfindungszustand der so nicht i.O ist, diese Reaktion führt zu weiteren Reaktionen des Körpers, die an anderen Stellen einem einfach nicht zu gute kommen.
    In meinen Augen ist das also alles eng miteinander verbunden und nur schwer wegzuleugnen, auch bei Tieren.
     
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  5. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ich tu mir da bei Tieren tatsächlich etwas schwer.
    Psychosomatisch ist für mich vor allem, wenn Symptome vorliegen, ohne dass eine organische Erkrankung nachgewiesen werden kann.
    Magengeschwüre zähle ich persönlich jetzt da nicht unbedingt dazu, da gibt es ja einen befund - das Geschwür.
    Psychosomatisch wäre für mich Magenschmerzen und Symptome eines Geschwüres, ohne dass ein solches vorliegt.
    Und das kann ich mir bei Pferden jetzt nicht vorstellen, ehrlich gesagt. :bahnhof:

    Aber ich verstehe den Begriff psychosomatisch vielleicht auch falsch, bin nicht so sehr informiert, was genau da jetzt noch drunter fällt und was nicht. Für mich bedeutet das so im Hausgebrauch eben "Symptome haben, ohne dass ein körperlicher befund vorliegt".

    Pferde können Stress haben und daraufhin Magengeschwüre entwickeln, aber das ist dann ja ein körperlicher befund.

    Pferde können aufgrund psychischer Belastung mit den Zähnen knirschen, was zu Folge-Erkrankungen führt, was dann aber auch wieder körperliche Befunde zur Folge hat.

    Pferde können anfangen zu weben, weil ihnen langweilig ist, bekommen davon dann Verspannungen, die ihnen weh tun - auch da ist dann ein körperlicher befund da.

    Psychosomatisch wäre für mich mehr sowas wie "lahmt, aber es ist körperlich keine Ursache auszumachen".
     
    Rotkäppchen gefällt das.
  6. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Hm, denk Psychosomatisch ist eher, dass die Psyche körperliche Beschwerden verursacht. Wie z. B. viel Stress = Magenbeschwerden/-geschwüre. Und das ist ja nun schon recht sicher.
     
  7. Hippocampus

    Hippocampus Aktives Mitglied

    @Lorelai: Psychsomatik verstehe ich so, das es einen Befund ohne feststellbare Ursache gibt, ich bin bei Lahmheiten Laie, würde aber denken, das die normalerweise eine Ursache wie falscher Tritt, Überlastung oder schlechte Hufe haben?

    Sollte das auszuschließen sein, kann es dann eine psychosomatische Störungen zb Stress - Verspannung - Lahmheit sein?
     
    MariaK gefällt das.
  8. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Hm...
    In dem Fall, NaBravo und hippo, versteh ich schlicht den Begriff psychosomatisch wohl falsch.

    In dem Fall geb ich euch recht, dass psychische Probleme (Stress, Trauer, ...) körperliche Beschwerden auslösen können, seh ich auch als Tatsache an. Auch bei Tieren/Pferden.

    Ich dachte nur nicht, dass das schon unter psychosomatisch fällt. Für mich waren das immer so typische "eingebildete Krankheiten", wie man früher gern gesagt hat.

    Da wäre für mich jetzt ganz nüchtern die Ursache der lahmheit die Verspannung, also körperlich. Ursache für die Verspannung der Stress, also psychisch. Es gibt aber dann ja einen befund, der die schmerzen verursacht.
    Der Stress selber verursacht keine schmerzen.
    DAS wäre für mich psychosomatisch. Zb mensch hat stress und bekommt davon unerträgliche Kopfschmerzen, für die es keine körperliche Erklärung gibt.

    Hab mal eben gegooglet, weil mich das jetzt neugierig gemacht hat. So auf die schnelle:

    Quelle:https://www.patientenberatung.de/de/gesundheit/krankheit-von-a-z/psychosomatische-erkrankungen


    So wie es da steht, hatte ich das auch verstanden. Also nicht "psychische Ursache verursacht körperliche Befunde, die dann zb schmerzen verursachen" (=zb Magengeschwür). Das ist für mich NICHT psychosomatisch.

    Sondern "die Symptome sind da, aber es gibt keinen befund, der diese verursachen kann" (=pferd hat Bauchschmerzen wie beim Magengeschwür, aber es gibt kein Geschwür und auch sonst keine physische Ursache).
    Und genau dieses Szenario kann ich mir bei Pferden einfach nicht vorstellen, ich glaube nicht, dass die "komplex" genug denken und fühlen für sowas. Mag mich da aber natürlich auch irren.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Juni 2018
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  9. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Tiere haben meines Wissens keine Vorstellungskraft, zumindest solche wie Pferde nicht. Weiß nicht, wie weit das bei intelligenteren Tieren erforscht ist.

    Sie können also nicht an Bauchschmerzen denken, wenn sie keine haben. Sie können sich nichts einbilden. Demnach dürften sie ohne körperliche Ursache keine Schmerzen bekommen können.
     
    Lorelai gefällt das.
  10. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Da steht es wird keine rein organische Ursache gefunden.

    Und gerade bei Magengeschwüren passt das doch sehr gut. Das Pferd hat ja nicht plötzlich ein Magengeschwür. Das fängt wahrscheinlich mit Bauchschmerzen an und dann folgt irgendwann ein Magengeschwür. Das kann zwar sehr schnell passieren aber vorher wird da sicher noch was gewesen sein was eben vom Menschen nicht registriert wurde weil total unauffällig.
     
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