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Rätselhafte Lahmheit

Diskutiere Rätselhafte Lahmheit im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Mein Pferd bringt mich zum verzweifeln... Vorgeschichte in Kurzfassung: seit Mai 2018 immer wieder lahm gewesen, immer wieder ein anderes Bein,...

  1. Halloumi

    Halloumi Neues Mitglied

    Mein Pferd bringt mich zum verzweifeln...
    Vorgeschichte in Kurzfassung: seit Mai 2018 immer wieder lahm gewesen, immer wieder ein anderes Bein, manchmal wurde eine Diagnose gefunden, manchmal nicht (es gab aber vorher immer "Zwischenfälle", also es passt soweit, dass er aufgrund dessen lahmte, nur die konkrete Diagnose konnte teilweise nicht gestellt werden). Hatte insgesamt ein Jahr Boxenhaft. Schlimmste diagnostizierte Verletzung war ein Schaden der TBS im Huf vorn links. Seit Mai 19 wieder in der Herde, versucht anzutrainieren, Lahmheit hinten rechts, keine Diagnose gefunden. Daraufhin Weidepferd. Im Januar 20 begann er mit massiven Headshaking, deshalb hab ich ihn wieder antrainiert. Ab April 20 zunehmende Verfettung, Training hochgefahren.Er lahmte kurzzeitig vorn rechts (vermutlich übertrieben), das legte sich dann aber wieder. Wurde immer dicker trotz täglicher Arbeit. Verdacht auf Stoffwechselproblem, habe Kuren gefüttert und Heu abgewogen. Blutbild war aber i.O. Im August wurde im Stall über Nacht die Weidezeit verdoppelt, er hatte ca ab dem 3.Tag einen Maulkorb um, ich habe ihn sehr viel bewegt, täglich auf Pulsation etc kontrolliert und ich habe dann auch recht zügig den Stall gewechselt. Dort lief es in den letzten Wochen auch recht gut. Er hat abgenommen und sich gut in die Herde integriert. Seit dem Umzug habe ich ihn nur noch 5x wöchentlich bewegt. Noch am Sonntag lief er locker und taktklar an der Doppellonge. Geritten bin ich noch nicht wieder (also seit Mai 18 nicht geritten).

    Montag kam er stocklahm von der Weide. Zunächst sah es aus, als lahmt er auf allen Beinen, im Stall hielt er jedoch vorn links hoch und hatte auf diesem Bein auch Pulsation. Zangenprobe war auch positiv, Wendeschmerz nach links, deshalb Behandlung auf Hufabszess mit Angussverband. Es besserte sich von Tag zu Tag ein wenig. Donnerstag lief er bei der Kontrolle lahmfrei im Schritt, reagierte nicht mehr auf die Zange und hatte keine Pulsation. Der Verband wurde deshalb nicht mehr erneuert. Lt. TÄ wäre er wohl noch ein paar Tage lahm im Trab und es wäre dann alles wieder gut.

    Freitag mittag habe ich ihn 20min Schritt geführt (Halle), da lief er stellenweise schon wieder unklar. Freitag abend war noch ausschneiden durch die Huforthopädin geplant. Er kam da schon lahm aus der Box, hatte wieder Pulsation vorn links, wendet allerdings sauber nach links und zeigt Wendeschmerz nach rechts (rechts keine Pulsation!). Beim ausschneiden fand sie wiederum keine Anzeichen für einen Abszess, aber eine verbreiterte weiße Linie, nur vorn links und hinten links. Sie meinte, das deutet auf einen Reheschub vor ca 8 Wochen, würde also leider voll in die Zeit im alten Stall passen, als die Weidezeit verdoppelt war. Allerdings passt es nicht ins Bild, dass die weiße Linie nur in den linken Hufen verbreitert ist.
    Auch aktuell könnte es ein Reheschub sein, auch wenn die Symptome nicht eindeutig sind. Er hat offensichtlich mit mehreren Beinen ein Problem. Hinten links ausschneiden war katastrophal, er hat immer wieder weggezogen und dann sofort das rechte Hinterbein entlastet.
    Er wird natürlich jetzt übers Wochenende in der Box bleiben und Montag früh rufe ich gleich die Tierärztin an. Ich kann mir aber auf die ganze Sache keinen Reim machen.
    Warum wurde es mit dem Angussverband besser und jetzt wieder schlechter? Schmerzmittel hat er nicht bekommen.
    Warum ist die weiße Linie an den zwei linken Hufen verbreitert, ich habe bei Rehe noch nie von so einer Kombination gehört.
    Und dann hat er ja links Pulsation, kann aber nach rechts nicht abwenden.

    Es passt nichts zusammen.

    Und ja, ich habe große Angst. Noch eine monatelange Boxenruhe steht er nicht durch, ich genauso wenig. Er ist auch kein Typ, der zu zweit auf einem Sandpaddock überleben kann. Er braucht seine Wallachherde und viel Bewegung. In den letzten zwei Jahren war er oft sehr verzweifelt. Ich will zwar erst eine sichere Diagnose, aber es wird wohl darauf hinauslaufen, zwischen einem Ende mit Schrecken oder Schrecken ohne Ende zu entscheiden. An ein Happy end kann ich nicht mehr glauben.

    Kann jemand von euch was dazu sagen? Also sowohl zum fachlichen als auch zum emotionalen?
     
  2. Mabel

    Mabel Inserent

    hast du mal deutlich weiter oben - Rücken, Hals - checken lassen?
     
  3. CSantana

    CSantana Bekanntes Mitglied

    Also zu der ganzen Geschichte wieso er immer wieder lahm auf verschiedenen Beinen ist, kann ich nicht viel sagen. Das kann einfach immer Zufall sein, es gibt so Pferde die immer wieder was haben. Einen klaren Zusammenhang, kann ich da nämlich nicht erkennen.
    Wurde er mal physiomässig durchgecheckt?

    Das Problem jetzt, klingt für mich nach einem Hufabszess. Die vermeintliche Rehe vor 8 Wochen, hat damit sicherlich nichts zu tun.
    Mein Pferd hatte auch mal solch einen Hufabszess, das wechselte 4 Wochen lang von todeslahm bis lahmfrei hin und her und beim Schneiden fanden wir auch erst nix. Nach 4 Wochen hat der TA dann geröntgt und da sah man dann einen Lufteinschluss. Das HG war ganz tief vergraben und wurde dann auf geschnitten, das war richtig übel.
    Ich hatte schon einen MRT Termin ausgemacht, weil wir uns erst nicht erklären konnten was diese wechselnde Lahmheit über diesen langen Zeitraum sein soll.
    Vielleicht hilft Röntgen, wir hätten es ohne nicht rausbekommen und es wäre das teuerste HG - MRT aller Zeiter geworden.
     
    Bumblebee1, NaBravo und aquarell gefällt das.
  4. Halloumi

    Halloumi Neues Mitglied

    Also ja, Osteo/Physio waren regelmäßig mit dran. Ich wollte den Text nicht zu lang werden lassen.
    Die Kette an Verletzungen war sicher zum größten Teil Pech. Er ist aber auch generell eher empfindlich. Früher, als ich noch geritten bin, war es auch schon so, wenn ich mal in Urlaub war und er eine Woche "nur" auf der Weide, dass er da ziemlich steif wurde. Er neigt sehr zu Blockaden und Verspannungen. Das hat aber auch zur Folge, dass ich mich damit inzwischen auch gut auskenne, zumindest die Blockaden zu erkennen, und in dieser Hinsicht finde ich da gerade nichts. Es scheint wirklich an den Hufen zu liegen, die Pulsation ist da ja auch ein starkes Indiz.
    Und ich habe inzwischen schon einen kompletten Satz Röntgenbilder inkl HWS, seine Knochen wären jungfräulich lt Klinik.
    Nochmal ein aktuelles Bild von den Hufen wär aber sicher nicht verkehrt.
     
  5. aquarell

    aquarell Inserent

    Aktuell laborieren wir sein 6 Wochen an einer Hufbeiprellung. Pferd war kurzfristig etwas besser, dann aber wieder lahm. 2x schon in der Klinik geröngt, Hufbein heil, kein Hinweis auf ein HG.
    Wenn es nicht besser wird, geht das Pferd in die Szinti.
    Auslöser war eine plötzliche Lahmheit beim Galoppieren auf der Bahn.
     
  6. CSantana

    CSantana Bekanntes Mitglied

    Ja ich meinte auch ein aktuelles Bild, wo man evtl. einen Lufteinschluss erkennen kann, aber: es dauert oft einige Tage bis das HG so gross ist das man es auf einem Bild erkennen kann, d.h. es kann sein das man auf dem Röbi gar nix sieht und erst in 2 Wochen, wenn es denn eines ist.

    @aquarell
    Die Diagnose Hufbeinprellung, finde ich persönlich immer etwas schwammig (mein TA übrigens auch und mein Mann) und ist selten eine klare Diagnose.
    Wenn das Pferd sich das Hufbein prellt, heisst das ja entweder eine Lederhautentzündung (die aber schon weg sein müsste) oder aber obere, innere Strukturen wurden die Prellung gestaucht, soll heissen Huf- oder Krongelenk (Entzündung) oder weichere Strukturen am Hufrollenapparat (Schleimbeutel z.B., evtl. mit Beteiligung der TBS).
    Eine Hufprellung/Hufbeinprellung an sich, gibt es eigentlich nicht.
    Finde ich gut das du dann zur Szinti willst.
     
  7. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Hatten auch mal ein HG, dass uns über mehrere Wochen "bespasst" hat. Wechselnde Intensivität der Lahmheit. Ich hab mein Pö dann wirklich stocklahm von der Weide geholt. Untersuchung ergab keinen Verdacht auf HG. Nach einigen Tagen hab ich dann aufgeladen und bin zum Röntgen gefahren. Thema hatte sich dann aber beim Abladen erledigt - da kam die Suppe raus. Tief liegende HG sind echt mies...und schwer zu finden/diagnostizieren ohne Bilder.
     
    CSantana gefällt das.
  8. Lilith79

    Lilith79 Bekanntes Mitglied

    Ein Esel bei uns auf dem Hof war gerade auch stocklahm auf einem Bein und es wurden fast 3 wochen rumgesucht, weil kein hufgeschwür und keine andere Ursache gefunden wurde.

    War dann ganz tief innen im Huf, direkt am hufbein, das hufgeschwür und konnte vor 2 Tagen endlich gefunden und eröffnet/rausgeschnitten werden.
     
  9. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Seit wann ist die aktuelle Hufbearbeiterin denn schon am Pferd?
     
  10. Halloumi

    Halloumi Neues Mitglied

    Seitdem ich ihn habe, also 2011.
    Wir waren schon bei den letzten zwei Terminen sehr aufmerksam bzgl Hufrehe, da er ja so dick geworden war. Da war aber beide male definitiv kein noch so kleiner Verdacht.
     
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