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rasendes Tempo im Gelände

Diskutiere rasendes Tempo im Gelände im Pferdeflüsterer Forum; Moin ! Ich habe seit kurzem eine RB auf einem ganz artigen Hannoveraner Wallach...er hat nie eine Ausbildung genossen und ging zuvor durch viele...

  1. Grando

    Grando Neues Mitglied

    Moin ! Ich habe seit kurzem eine RB auf einem ganz artigen Hannoveraner Wallach...er hat nie eine Ausbildung genossen und ging zuvor durch viele Hände. Wir beide haben uns soweit gut zusammengerauft und er ist sehr willig und lernfreudig. Ich bin auch nur bescheidener Freizeitreiter und bin glücklich, wenn er am Zügel geht und den Rücken frei gibt. Dank etlicher Stunden Bodenarbeit und geduldigem V/A klappt es sogar schon mit Schulter herein auf dem Platz.Er hört dort auch auf Stimme...und nur dort.
    Mein Prpblem : im Gelände habe ich unter mir eine Dampflock...ich habe die ganze Zeit gut zutun ihn zu halten.Ich reite mit doppelt gebrochener KK Ultra Gebisszäumung.Im Trab fetzt er schon ... ich kann ihn kaum sitzten, daduch fällt er von alleine in Galopp....um durchzuparieren habe ich einen enormen Bremsweg und brauche meine ganze Kraft.Auf Paraden reagiert er nicht, keine Gewichtshilfe.... nix.
    Ich möchte ihm doch nicht im Maul herumreißen....das haben all meine Vorgänger schon gemacht. Auf dem Platz reite ich mit Gummi und dadurch ist er schön weich im Maul geworden.
    Was mache ich verkehrt ? Gruß Katrin und Grando:chatterbox:
     
  2. Urmel

    Urmel Guest

    hallo,

    ein Gebiss ist nur so scharf-wie man es bedient!

    Ist er den im Gelände auch aufgeregt?
    Schwitzt er?

    Was macht er auf dem Platz, braucht er da auch erst seine fünf Minuten um sich auszutoben?

    Du darfst niemals auf der gleichen Strecke Traben und Galoppieren, immer abwechseln und auch mal Schritt Reiten wo man am Tag zuvor trabte!
    Pferde haben das schnell draußen, ich kenne es selbst von meiner Stute und der berühmt berüchtigten Galoppstrecke-da ist sie nicht mehr zu halten!

    Urmel
     
  3. lecomte

    lecomte Inserent

    Hey du!
    Mein Pflegepferd ist auch eher schnell im Gelände, vorallem im Schritt. Wenn ich manchmal (v.a im Winter) mit einer Freundin ins Gelände gehe, deren Pferd eher langsam geht, wird er immer sehr nervös, wenn ich ich bremsen will und er wird noch schneller, sodass ich nur im Sommer mit ihr reiten gehen kann.
    Nun:
    -reitest du alleine?
    -oder viel mit längsämeren Pferden?
    -geh mal alleine und lass ihn einfach mal im Schritt gehen...hab ich auch gemacht, ist dann zwar recht schnell, aber anscheinend ist es ihm so wohler (wir haben ja auch nicht gerne, wenn wir auf nen Zug stressen müssen und noch so Lahme dabei haben und wir einfach nicht so schnell gehen können wie es uns beliebt)
    -vielleicht freut er sich ja so aufs fressen danach? oder bekommt er vorher was?
    -im Winter longiere ich ihn oft, damit er ein bisschen ruhiger ist, so kann er den ersten Dampf auslassen.
    -manchmal trabe ich auch gar nicht im Winter, wenn er schon gearbeitet hat, da bleibt er viel ruhiger auch wenn ich ihn ab und zu einbisschen bremsen muss und trabt nicht gleich an.
    -geh doch mal ein paar mal nur im schritt (wenn er schon gearbeitet hat) und steigerst dann langsam für kurze strecken in den Trab (unbedingt leichttraben!) und erst, wenn du ganz sicher bist mal eine kleine Phase Galopp
    -kommt er viel nach draussen? (Weide, Aulaufbox)
    lg und viel Erfolg
     
  4. Lind

    Lind Inserent

    Grundsätzlich gebe ich Urmel recht. Man sollte nicht immer auf den gleichen Strecken traben und galoppieren, ABER ein gut gerittenes Pferd muss auch auf einer Galoppstrecke im Schritt reitbar sein.
    Meine sinds, aber da steckt auch viel Arbeit drin. Man tut sich auf jedem Fall leichter, wenn man die Strecken wechselt.


    So wie du das beschreibt, hat ihr einfach ein Rittigkeitsproblem. Ich will dir keine Illusionen neben, aber du wirst mir der Taktik, dass du dem Pferd nie im Maul "rumziehen" willst, nicht wirklich weit kommen. Ich war auch mal der Meinung, dass das schon gehen müsste.
    Ein Reitlehrer hat mal zu mir gesagt: "Du musst da auch mal härter hinlangen, auch wenn das erstmal nicht so schön aussieht. Man will ja auch nicht immer so reiten. Aber ein Pferd wird nicht feiner im Maul, wenn mans immer machen lässt, was es will."

    Und da ist was Wahres dran! Ich bin wirklich niemand, der gerne mit harter Hand reitet. Ganz im Gegenteil, ich möchte möglichst nie was in der Hand haben und am liebsten ist es mir, wenn alles nur mit Gewichtshilfen geht. Aber, so kann man halt nicht anfangen.
    Anfangs braucht man den Zügel und wenn das Pferd nicht reagiert, dann musst du härter durchgreifen. Wichtig dabei ist, dass dein Hilfen immer noch so hart sind, dass das Pferd reagiert und du sofort nachgibts, wenn es reagiert.
    Da gilt wirklich: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

    Die Arbeit, die du auf dem Platz machst, ist sicher ganz gut. Ein sehr gute Übung bei Pferden, die sich nicht so gut bremsen lassen ist stoppen und sofort rückwärtstreten. Dabei ist es wichtig, dass dein Paraden erstmal etwas schärfer, dafür aber möglichst kurz kommen. Dazu Becken abkippen, Schenkel dranlassen und zwei oder drei Schritte rückwärtsreten lassen. Anfangs ist das oft noch ein Gezerre, aber irgendwann ist das Pferd so weit, dass es auf Becken abkippen stehen bleibt und wenn du das Becken abgekippt lässt, tritt es rückwärts. Die Übung find ich deshalb ganz sinnvoll, weil die Pferde lernen schnell zu reagieren, aufpassen, was du eigentlich willst und gleich mit guter Hinterhand "abbremsen."

    Natürlich ist jede gymnastizierende Arbeit gut. Dadurch lernen die Pferde aufzupassen, den seitwärtstreibenden Schenkel anzunehmen und auf Gewichtshilfen zu reagieren.
    Seitengänge, korrekte Zirkel und Volten... - diese Übungen öfter mal auf dem Platz machen und auch im Gelände einbauen.
     
  5. Grando

    Grando Neues Mitglied

    Also, erst mal vielen Dank für die sofortigen Hilfen. Ja, das stimmt mit den typischen Fetzstrecken....die Vorgängerin von mir ist nie Dressur mit ihm gegangen, da er das ja nicht kennt- also ab ins Gelände und die Strecke (wir haben leider nicht so viele Möglichkeiten) ist sie nur gefetzt.Wenn wir (ich reite immer mit einer Freundin und ihrem ruhigen Holsteiner) nur in die Richtung der Galopstrecke kommen wird er schon nervös und bekommt Schweißausbrüche.Hätte ich keinen Tiedemann- ich könnte ihn nicht halten.Im Schritt rennt er schon fast wie im Trab.Hochgradig anstrengend ! Mit mehreren Leuten reite ich nicht mehr... und wenn- kommt ihr alle dann zu meiner Seebestattung ? Auf dem Platz läuft er suuuuuper...ich habe ihm jetzt Spanischen Schritt beigebracht,er ist dort ruhig und willig.Aber mit dem durchparieren in den Schritt und Stehen, da sieht es wieder schlecht aus.Selbst an der Longe- er rennt und rennt und rennt...bloß nicht durchparieren.:mask:
    Gruß Katrin und Grando
     
  6. Dingopony

    Dingopony Inserent

    Mein Hafi ist da genauso, dass ist echt furchbar anstrengend. In der Halle ist er mir früher auch ständig durchgegangen, hingeflogen usw. Jetzt nach einem Jahr läuft er in der Halle super und reagiert sehr senibel auf jede Hilfe aber sobald er ins Gelände darf ist er kaum zu bremsen. In Gruppen oder alleine gehe ich mit ihm nicht raus, wir haben auch keine Rennstrecke - ihm ist der Untergrund, wenn er seinen Rappel bekommt zieml egal. Ich habe die Vermutung, dass er extrem auf sein Umfeld reagiert, wenn ich mit jm ausreite, der ein ruhiges ausgelichens Pferd hat und ich zunächst vorne reiten kann beruhigt er sich und man kann einigermaßen "normal" ausreiten
     
  7. Pamina

    Pamina Inserent

    hallo,
    meine vorschläge wären auch:
    1. nicht immer an den selben stellen antraben oder angaloppieren
    2. evtl erstmal auf schritt beschränken
    3. an der durchlässigkeit des pferdes arbeiten
    4. evtl. auch mal die gymnastizierenden übungen ins gelände verlegen
    5. auch im gelände viele biegungen und wendungen einbauen, schulterherein, mal um nen baum reiten

    nur ein gebogenes pferd kann ein durchlässiges pferd werden. ohne geschmeidige oberlinie keine durchlässigkeit, daher sind biegungen das a und o.
    zum durchparieren solltest du auch die treibenden hilfen nicht vergessen. druck erzeugt immer gegendruck. wenn du dich also vorne festziehst drückt das pferd immer mehr dagegen und du musst immer mehr und fester ziehen um gleichen erfolg zu erhalten... das ist ja nicht sinn der sache. klar sollte man das tier deshlab nicht einfach rennen lassen, sondern ihm eher gar nicht erst die gelegenheit geben, zu rennen.
    die meisten solcher pferde laufen sich ja in rage, sind also erst ab nem gewissen tempo nicht mehr zu bremsen. diesen punkt musst du heraus finden und für dich nutzen. versuche das pferd auf stimmhilfen hin zu trainieren, am besten durch bodenarbeit, so dass du auch über die stimme einwirken kannst. dann reitest du viele übergänge. trabst also kurz an und parierst sofort wieder durch, bevor das pferd ans laufen kommt. versuche aber unbedingt möglichst korrekt durchzuparieren, und nicht nur im maul zu ziehen. möglichst immer alles mit stimmlicher unterstützung. wenn er durchpariert sofort loben.
    wenn du merkst dass er sich festmacht im rücken wieder biegungen einbauen, schulterherein etc. damit die oberlinie wieder locker wird. anfangs würde ich dafür strecken wählen, wo es bergauf geht, da ist die gefahr dass er zu schnell ins rennen kommt geringer als auf graden strecken.
    wie gesagt, gib ihm gar nicht erst die möglichkeit ins rennen zu verfallen. zwei drei trabtritte und durchparieren. dann warten bis er wieder sauberen schritt geht und dann erneut antraben, drei tritte, durchparieren. achte aber darauf, dass er nicht beginnt zu zackeln, also im trab rumzutrippeln, weil er gleich damit rechnet, wieder antraben zu dürfen. im galopp dann genauso später. zwei galoppsprünge, durchparieren. kannst du ihn aus dem schritt angaloppieren und aus dem galopp zum schritt durchparieren? wenn nicht solltest du das alles vielleicht erstmal auf dem platz üben.
    zeitgleich zum training im gelände solltest du natürlich auch auf demp latz an seiner durchlässigkeit arbeiten, viel V/A reiten, stangenarbeit, gymnastizieren und lockern.
    viel erfolg euch beiden!
    LG
    sonja
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2007
  8. Katrin

    Katrin Inserent

    Du sagtest, dass auf dem Platz auch kein ordentliches Durchparieren und anhalten möglich ist. Arbeite erstma daran, denn wenn das auf dem Platz nicht klappt, und dann noch mit der Vorgeschichte, dann kann es im Gelände nicht klappen. Versuche erst an der Hand immer wieder schritt - halten zu üben, auf Stimmkomando. Wenn das klappt, dann übernimmst du das auch beim reiten, das erleichtert alles enorm. Und wenn es auf dem Platz klappt, dann kannst du es im Gelände versuchen. Bis dahin würd ich nur im Schritt rausgehen, wenn er das mitmacht, oder erstmal spazieren gehen (vorausgesetzt du kannst ihn ruhig führen im Gelände.)

    Liebe Grüße
     
  9. MercedesTina

    MercedesTina Inserent

    das hört sich ganz nach meinem Mustang x Quarter an! :laugh:

    Das Problem kenne ich gut. Leider war meiner schon 18 Jahre als ich ihn bekommen habe und da alle Flausen wieder auszutreiben ist fast unmöglich.
    Ich reite ihn aber trotzdem mit doppel gebrochenem Gebiss. Nach Jahrelanger Arbeit spinnt meiner immer noch im Gelände, hat aber verstanden das ich mit ihm kein "Tauziehen" mehr veranstalte. Ich mach immer Kreise wenn er rennen will oder stelle ihn an den Zügel und lenke ihn ab. (z.B. über einen Graben im Schritt laufen, kleinen Hügel hochklettern) Wenn meiner eine Strecke sieht wo man nur ein bisschen galoppieren könnte ist der nicht mehr zu halten und will sich in die Zügel legen... einfach immer Kreise machen. Aber als kleiner Nebeneffekt... achte darauf das die Kreise schön rund sind und nicht irgendwie ein Ei machen. Da konzentrierst du ich auf was und dann muss das Pferd auch mitmachen.

    ich weiß, es ist schwierig wenn das Pferd vorher machen durfte was es will. Gewöhnte ihm auf jeden Fall an, das er sich nicht in die Zügel legen darf... weil da ziehst du irgendwann den kürzeren, spätestens beim Ausritt wenn du mal vom ganzen ziehen kaputt bist. Mach lieber auf einer Stecke von ein paar Metern Kreise. mal links und mal rechts, damit er sich auch nicht darauf einstellen kann was als nächstes passiert.

    Hast du auch evtl. eine ganz ganz ganz lange Galoppstrecke? Also auf der du ihn mal kurz rennen lassen kannst, dann noch auf der Galoppstrecke bremsen, bis zum Schritt, loben, und weiter rennen lassen kannst? DAs ist zwar ein ganzschöner Kraftakt, aber das Pferd muss merken das du ihn jederzeit anhalten kannst.

    Nach jahrelanger arbeit schaffe ich es auch meinen im schönen GAlopp gehen zu lassen und er lässt sich sogar von anderen pferden überholen. Manchmal hat er klar noch Tage drinnen (immer öfter) wo er immernoch spinnt.

    Aber genau wie bei dir, sobald ich auf dem reitplatz bin, ist er fast nicht vorwärts zu bekommen.

    PS: Bei meinem Pferd war der größte Fehler in einen Ausritt mal nicht rennen zu lassen. Meine Schwester hatte ihn vorher und meinte auch "wenn du net brav bist darfst du nicht galoppieren". ging so weit das der Knasti so sauer war, das sie sich nicht mehr hoch getraut hat. ABer das musst du selber abschätzen können. Klar ist immer der Tipp: Wenns nicht klappt lass es erst mal. Ist aber nicht bei allen Pferden richtig
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juni 2007
  10. Grando

    Grando Neues Mitglied

    Hallo Mercedes-Tina... vielen Dank auch für Deine Tipps.Meinst Du die Idee mit den Volten ist bei Grando angebracht ? Meine Vorgängerin hat ihm diese Allüren auf dem Platz beigebracht. Immer wenn ich mal einen Zirkel galoppieren möchte verkleinert er diesen von ganz alleine, bis aus dem schönen Zirkel eine Krickelkrackel-Volte wird...:frown: Lieben Gruß Grando
     
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