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Ratenverkauf von Pferden - wer macht so was (keine Händler)?

Diskutiere Ratenverkauf von Pferden - wer macht so was (keine Händler)? im Pferde Allgemein Forum; Hallo erst mal, bin ganz neu hier und wollte mal eine Frage loswerden. Und zwar - siehe Titel - welche Privatperson würde ernsthaft ihr/sein...

  1. Regina

    Regina Mitglied

    Hallo erst mal,

    bin ganz neu hier und wollte mal eine Frage loswerden. Und zwar - siehe Titel - welche Privatperson würde ernsthaft ihr/sein Pferd in Raten verkaufen?

    Anscheinend wird es öfters gemacht als man denkt ... Und führt zu Problemen.

    Ich kann das überhaupt nicht verstehen. Klar hätte ich vielleicht weiterhin gerne Kontakt zu den Neubesitzern, wenn ich ein Pferd verkaufen würde. Vielleicht ist aber auch besser: Aus den Augen, aus dem Sinn. Käme sicherlich auf die Vorgeschichte, die man mit dem Tier hatte, an.

    Habe also mal drüber nachgedacht: selbst wenn meine RB das Pferd übernehmen würde wollen und sagt, sie hat nicht genug Geld. Dann würde ich ihr entweder abraten oder sagen, OK, spar noch ein paar Monate, und dann geht das Pferd in Deinen Besitz über. Oder ich sage, OK, weil Du es bist, kriegst Du das Pferd zum Freundschaftspreis.

    Aber kein Ratenverkauf. Auch nicht unter Freunden (führt zu Ärger). Und schon gar nicht an Fremde. Da müsste ich doch Angst haben, dass die einen schlecht sitzenden, weil billigen Sattel draufpacken. Oder dass kein Geld da ist für die Wurmkur (man braucht ja auch eine Satteldecke). Von Unterbringungskosten (egal ob Eigen- oder Freumunterbringung), TA, Schmied etc. ganz zu schweigen.

    Nun habe ich die Richtung schon vorgegeben. :swoon:

    Wenn das jemannd mit Ratenverkauf macht, möchte sich bitte äußern. Würde gerne wissen, warum. Händler mal ausgenommen, weil die sicher professionell genug sind und Sicherheiten oder so verlangen. Wäre ja ein Risiko, wenn das Pferd "kaputt" ist, ehe es abbezahlt ist, und der Händler es dann nicht mehr verkaufen kann.

    Ach ja, hoffe, die Kategorie hier geht so für das Thema. Wollte es eigentlich bie Pferdeverkauf einstellen, aber da kann man wohl keine Themen erstellen bzw. wird nur weitergeleitet.
     
  2. thyra1992

    thyra1992 Inserent

    Also, ich würde definitif nicht auf Raten verkaufen, weil ich mir denke, dass derjenige, der schon bei der Anschaffung des Pferdes nicht diszipliniert genug war und ist , sich Geld zurückzulegen, es später wahrscheinlich auch schwerer haben wird und somit dann nicht immer direkt in der Lage ist, alles Nötige fürs Pferd zu kaufen.
    Kann, muss natürlich nicht, wäre aber trotzdem misstrauisch, wenn die denjenigen nicht kenne.

    Aber schlechter Sattel etc. (und billig heisst ja nicht automatisch schlecht ! Einer meiner Sättel ist auch sehr preiswert gewesen, hält aber seit Jahren wie Hulle und kann auch jederzeit vom Sattler angepasst werden, wenn nötig )... Das Risiko hast Du doch auch, wenn Du das Pferd quasi "auf einen Schlag" verkaufst ?!? :eek2:

    Denn das Bezahlen "auf einmal" setzt ja nicht automatisch Fachkenntnis voraus

    Lieben Gruss, Verena
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Nov. 2009
  3. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    hallo regina, :1:

    ich bin nicht privat, als züchterin aber auch keine händlerin.
    die gehen ja bei mir nicht wöchentlich über den ladentisch, und ich häng schon sehr auch an meinen verkäuflichen ponys.

    ja - ich hab schon mal ein paar mal auf raten verkauft.

    die zahlungsmodalitäten wurden im vertrag festgehalten. die eigentumsurkunde blieb in meinem besitz. bis auf eine ausnahme blieben die ponys aber auch bei mir stehen solange sie nicht bezahlt waren.
    die eine ausnahme bezahlte zweidrittel bei abholung, das letzte drittel einen monat später per überweisung. es war eh kein teures pony, was sie kaufte.

    ich bin damit noch nciht auf die nase gefallen.

    möchte es mal so formulieren:
    wenn ich jemanden nicht über den weg traue und kein vertrauen in ihn setze, geb ich ihm auch nciht eins meiner ponys!
    ich verlass mich da schon auf den gesunden menschenverstand. ich muss auch sagen, dass ich mir einen verkauf ohne freundschaftliche empfindungen beim kennenlernen nicht vorstellen kann.
    hatte ich bei verkaufsgesprächen das gefühl, dass der interessent komische ansichten hatte, habe ich glaub ich unbewusst den erfolgreichen vertragsabschluss durch taktisch unkluge bemerkungen kaputt gemacht.
    ich bin da nicht professionell - abgebrüht - genug.

    was ich hingegen NIIIIEEEE machen würde, was ich unmöglich finde: verkauf mit 14 tägigen rückgaberecht!
    da wäre mir zu unwohl, dss die mir mein pferdchen kaputtmachen.
    die können soi oft kommen wie sie es mein tun zu müssen. aber die sollen schon wissen, wen sie haben wollen!
     
  4. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Hmm... Ich kann mal von der anderen Seite aus was beisteuern: Mein erstes Pferd hab ich auf Raten gekauft...
    War damals allerdings alles ein bisschen ne blöde Geschichte. Ich war RB auf dem Pferd, die Besi wollte es dann von heut auf morgen verkaufen und ich wollte das Pferd unbedingt haben - aber ich konnte ihr nicht gleich den vollen Kaufpreis bezahlen, weil das alles so nicht geplant war. Ich hatte zwar theoretisch das Geld auf meinem Sparbuch (denn ich hab schon ne Weile auf ein eigenes Pferd gespart, nur sollte das erst später kommen). Das Geld war aber fest angelegt und ich konnte das erst etwas mehr als ein halbes Jahr später da runterholen. Die Besi wollte das Pferd aber jetzt gleich loswerden, weil sie die Unterhaltskosten etc pp nicht mehr zahlen konnte/wollte/wie auch immer.
    Ich war mit ihr gut befreundet, wir kannten uns schon ne Weile, ausserdem wollte sie das Pferd auch lieber mir geben als irgendeinem Fremden - so wusste sie wenigstens, wo es hinkommt usw. Daher haben wir uns dann drauf geeinigt, dass ich einen Teil anzahle (soviel ich eben konnte, das waren damals grad mal 500 Euro glaub ich - nicht viel), und den Rest eben, sobald ich an mein Erspartes rankam.
    Wir haben das vertraglich geregelt, dass ich so und so lange Zeit habe, den Rest zu zahlen, dass die Eigentumsurkunde erst an mich übergeht, sobald der volle Preis bezahlt ist usw.
    Hat auch wunderbar geklappt, unsere Freundschaft hat dadurch keinen Knacks bekommen und ich bin froh, dass ich das gemacht habe - denn sonst hätte ich genau dieses eine Pferd nicht kaufen können.
    Wobei das bei mir finde ich auch ein bisschen ein Sonderfall war. Mir gings nur um dieses eine Pferd (wenn das nicht grade zum Verkauf gestanden hätte, dann hätt ich mit dem Pferdekauf gleich gewartet, bis ich mein Geld hab) und das musste ich eben gleich kaufen und konnte nicht warten.
    Würd ich jetzt den Entschluss fassen, mir nochmal ein Pferd zu kaufen, dann würd ich schon mit dem Pferde anschauen solange warten, bis ich das Geld zusammen hab.


    @ Ulrike: Hehe, das mit den 14 Tagen Rückgaberecht hatte ich auch, als ich mein jetziges Pony gekauft hab. Der Züchter meinte, ich kann sie ja einfach mit zu mir in den Stall nehmen und wenn sie mir dann doch nicht mehr gefällt, dann soll ich sie halt wieder bringen und mir ein anderes Pony aussuchen oder ich krieg mein Geld zurück... Hat mich auch sehr gewundert, dass der das angeboten hat. Ich mein, in zwei Wochen kann man sehr viel mit einem Pferd anstellen - und es dann am Ende "kaputt" zurückbringen... *kopfschüttel*
     
     
  5. Elfenzauber

    Elfenzauber Gesperrt

    Hm.... ich habe bisher keine Erfahrung mit Ratenzahlung gemacht, allerdings würde ich mein Pferd nie auf Raten verkaufen, wäre mir zu heikel. Ausnahme wäre z.B. meine langjährige RB, da kenne ich sie und ihre Familie einfach genau und wüsste, dass es dem Pferd an nichts mangeln würde, auch wenn sie gerade nicht ein paar Tausender zur Hand haben.

    Ich persönlich würde mir kein Pferd auf Raten kaufen. Entweder ich habe das Geld, oder ich hab es nicht. Das ist schließlich ein Lebewesen und kein Auto.. da steckt schon etwas mehr Verantwortung dahinter.

    Zum 14-Tage-Rücktrittsrecht: Ich würde es auch nicht anbieten! Da sollen diejenigen doch lieber öfter zum Probereiten kommen, bis sie sich sicher sind. Allerdings finde ich, dass es bei manchen Pferden sinnvoll sein KANN. Bei etwas schwierigen Pferden einfach, wo man vllt gerade als Turnierreiter testen möchte, wie schnell sie z.B. mit fremden/neuen Orten und Eindrücken zurecht kommen.
     
  6. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Bei mir war es haargenau wie bei Lore: eigentlich wollte ich mit dem Pferdekauf noch ein halbes Jahr warten, aber dann musste ich dieses eine Pferdi kaufen, bevor es weg war *grinsel* Ich hab dann auch 500 Euro angezahlt und den Rest später, als ich an mein Geld ran kam, das ja auf der Bank angelegt war. Muss dazu sagen, die Verkäuferin und ich kannten uns vorher schon sehr gut, das Pferd blieb auch weiterhin auf ihrem Hof stehen.
     
  7. Regina

    Regina Mitglied

    Hallo,

    bei den Ratenkäufen von Lorelai und Josy war es ja so, dass Ihr das Geld (wirklich) hattet - das finde ich auch OK.

    Bzw. wenn der Besi von jetzt auf gleich beschließt, sein Pferd zu verkaufen... Dann kann er auch echt froh sein, dass die RB ihn nimmt. Bis er über Anzeigen (kosten Geld) jemanden gefunden hätte, wären die Pensionskosten etc. weiter angefallen, hätte vielleicht je nach Preisvorstellung und Verkaufszeitpunkt ein paar Wochen bis Monate gedauert.

    Wer damit auf die Nase fällt - da kann ich mir nur vorstellen, dass man noch sehr jung und unerfahren oder sehr gutgläubig ist. Auch wenn man die Papiere des Tieres zurückhält. Bei den beiden Fällen, von denen ich gehört habe, gab es Probleme mit dem Gesundheitszustand des Tieres, der Unterbringung, im Umgang usw. - fand das schon sehr merkwürdig.
     
  8. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    was hat die haltung eines verkauften pferdes damit zu tun, wie der käufer bezahlt?

    ich mein, ich hör mir doch als verkäuferin, was der interessent mir erzählt über sich und seine planungen?
    dem pferd geht es doch nicht besser bei den neuen besitzern, bloß weil es bereits komplett bezahlt ist?

    ich finde, du vermischt da was - seltsame gewissensberuhigung.... ich lass doch nicht mein pferd bei schlimmen menschen in einzelhaft ohne fenster, bloß weil sie gleich das geld auf den tisch legen?
     
  9. Kat83

    Kat83 Inserent

    Ich würde sagen, das hängt auch vom Preis des Pferdes ab - wenn man 10.000 € für ein Pferd hinlegen soll, kann man sich das nicht mal eben aus dem Ärmel schütteln - selbst wenn man vielleicht schon gespart hat.
    Persönlich würde ich außer Haus/Wohnung gar nichts auf Kredit kaufen (was anderes ist Ratenzahlung ja nicht), aber ich passe meine Ansprüche entsprechend an, also suche ich auch nicht nach einem 10.000 € teuren Springpferd, sondern nach einem netten Freizeitpferdchen, was vielleicht 3.000-4.000 € kostet. (Bzw. würde ich suchen, falls ich ein Pferd kaufen wollte.)

    Bei entsprechenden Vereinbarungen und Sicherheiten könnte ich mir aber schon vorstellen, auch ein Pferd auf Raten zu verkaufen. Das muß ja nicht heißen, daß an allem gespart wird - kann ja im Gegenteil auch bedeuten, daß eben gleichzeitig mit dem Pferd ein guter Sattel gekauft wird oder sonstwas.
     
  10. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Diese Konstellation kommt denke ich häufiger vor, als man denkt: Der Pferdebesi will/muss sein Pferd verkaufen, weil zB unerwartete Kosten auf ihn zukommen (arbeitslosigkeit oder andere Veränderungen der Lebensumstände) oder er hat sich schlussendlich einfach entschieden, das Pferd abzugeben und möchte nicht ewig die Stallmiete weiter bezahlen, weil diese Kosten nur zu schnell den VK-Preis auffressen. Da ist es doch gar nicht abwegig, das Pferd an eine evtl. RB weiterzugeben, die man kennt, von der man weiss, dass sie das Tier gut versorgt und zuverlässig ist. Und die auch weiss, was sie bekommt. Dass die dann meist nicht unbedingt auf einen Pferdekauf eingestellt sind, weil sie ja mit ihrer RB sehr zufrieden waren, ist doch klar?

    Noch kurz was zum Rückgaberecht. Das neue Pferderecht sieht ja eh die Rückgabemöglichkeit vor, und wenn der Verkäufer gewerblich handelt, dann muss er das Pferd zurücknehmen (ich meine im ersten halben Jahr kann der Käufer das Pferd eh zurückgeben, wenn ihm was nicht passt, er mit dem Tier nicht klar kommt etc.)erst danach muss er nachweisen, dass ein Mangel vor Kauf bestanden hat.
     
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