1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Reitbeteiligungsversicherung

Diskutiere Reitbeteiligungsversicherung im Versicherungsfragen Forum; Unten stehenden Beitrag habe ich vor geraumer Zeit in einem anderen Forum geschrieben, da es dort immer und immer wieder um das Thema...

  1. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst

    Unten stehenden Beitrag habe ich vor geraumer Zeit in einem anderen Forum geschrieben, da es dort immer und immer wieder um das Thema "Reitbeteiligungsversicherung" ging. Da dieser Beitrag (der zugegeben stellenweise leicht albern ist :whistle: ) eine unheimlich hohe (und positive) Resonanz erfuhr, möchte ich ihn auch hier einstellen und hoffe, dass er manch verwirrter Person Licht ins Dunkel bringen mag. :1:

    Ich habe ihn einfach mal kopiert und füge ihn hier 1:1 ein. Eines vorneweg: Der Beitrag entstand sehr spontan bei einem Gläschen Rotwein. Die zwei vorhergehenden Gläschen nicht mitgezählt.... *hust*... :whistle:



     
    Zuletzt bearbeitet: 16. März 2011
  2. Nadine1988

    Nadine1988 Inserent

    Hallo,

    ein sehr amüsanter Text, ganz ehrlich :biggrin:

    Interessant, gerade weil ich vor nicht allzu langer Zeit ja genau dieses Thema hinterfragt habe ...

    Zu dem Beitrag von Lusitano1: Dafür sollte doch eigentlich jeder Reiter seine Unfallversicherung haben oder greift diese dann nicht?

    LG
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2011
  3. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    @smigel
    Was genau soll denn die Reitbeteiligungsversicherung überlicherweise abdecken?

    Ist die RB versichert, falls ihr durch das Pferd Schaden zugefügt wird (Tritt, Sturz)?
    Dann haftet doch die Tierhalterhaftpflicht, oder?

    Oder soll das Pferd vor der RB geschützt werden? (unsachgemäßer Umgang, Verletzung, Fahrlässigkeit)
    Dann kann man doch sowieso Ansprüche an die RB geltend machen, oder nicht?
    Bei Minderjährigen sind dann doch die Eltern in der Haftung.
     
  4. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst



    Hi Du!


    Sie soll Schäden an der RB abdecken. Schäden, die die RB überhaupt icht gegen den PE geltend machen kann. Passiert der RB was, ist ihre Krankenversicherung (etc.) zuständig. :yes:

    SOLLTE die RB den Schaden - warum auch immer (!!!) - DOCH geltend machen können, so greift die GANZ NORMALE Tierhalterhaftpflichtversicherung, wie sie jeder haben sollte. Dazu bedarf es, wie ich im meinem ersten Beitrag ja eindrucksvoll dargelegt habe, KEINEN (!!) separaten Einschluss, weil allein in den ersten Paragrafen der Versicherungsbedingungen ganz klar steht, dass berechtigte Ansprüche, die gegen den PE geltend gemacht werden, versichert sind. Punkt, Ende, Aus. :1: Wären berechtigte Ansprüche einer RB (die derzeit definitiv NICHT existieren) nicht versichert, so müsste es explizit AUSGESCHLOSSEN werden - ich kenne aber keinen einzigen Versicherer, der sowas jemals tat (warum sollte er auch?!?).



    Diesen Punkt habe ich ja gerade schon erläutert. Die RB hat KEINEn ANSPRUCH darauf. Deshalb bekommt sie weder vom PE noch von seiner Versicherung einen Cent. Es steht ihr einfach (rechtlich) nicht zu. :1:



    Siehe oben:

    UMGEKEHRT gilt aber auch: Richtet eine RB Schäden am Pferd an, so haftet sie gegenüber dem PE eben NICHT. Die haftet erst ab grober Fahrlässigkeit und / oder Vorsatz. Und ja, natürlich stecken da auch - bzw. erst Recht - die Eltern von Minderjährigen in der Sache mit drin. :yes:


    Ich hoffe, ich konnte Deine Frage(n) klären. Wenn nicht, darfst Du gerne nachhaken. :1:


    LG


    Dennis
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. März 2011
     
  5. Nadine1988

    Nadine1988 Inserent

    Also wenn sie vom Pferd fällt und bricht sich ein Bein oder mein Pferd "rennt" sie gelinde gesagt übern Haufen, dann muss ihre Krankenversicherung eintreten und nicht meine Haftpflicht?


    Was z. B. wäre denn vorsätzlich oder grob fahrlässig? Gibt es da Beispiele, damit man ungefähr weiß, was gemeint ist?

    Sehr heikles und kompliziertes Thema :biggrin:

    LG
     
  6. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst

    @ Uli: Vielen Dank für Deinen Hinweis. Allerdings hoffe ich, dass Dein Hinweis an mich rein prophylaktischer Natur war, denn ich war bis hierhin NICHT sarkastisch und habe diverse Anspielungen anderer Personen einfach mal überhört, um mich derer annehmen zu können, die sich ernsthaft interessieren. :mask:

    Zu Deiner Auffassung von Versicherungen: Würde ICH sowas sagen, wäre ich aufgrund dessen, dass ich für meine Beratung hafte, schon längst pleite und / oder bereits im Knast. Und auch das meine ich völlig ernst - OHNE jeden Sarkasmus oder Spaß. :GEEK:



    Es gibt hier zwei Versionen. Die für Dich sehr simple ist mit einem "JA" zu beantworten - und das Thema ist für Dich gelutscht. So sieht DEINE Realität aus, wie Du sie erlebst, wenn so etwas passiert.

    Die komplizierte Version ist mit einem "Jein" zu beantworten, weil die KK bei Deiner Versicherung Regress nehmen wird. Die KK´s und die Versicherer haben dazu Rahmenvereinbarungen geschlossen, gemäß derer intern abgerechnet wird. Davon bekommst Du im Regelfall aber NICHTS mit bzw. musst Dich kaum bis garnicht darum kümmern. Das Schlimmste, was auf Dich zukommt, ist ggfs. ein Fragebogen. Sonst NICHTS. :1:



    Nichts leichter als das. :yes: Nehmen wir als Beispiel einen Dachdecker auf einem Dach.

    Fahrlässigkeit: Ihm fällt ein Dachziegel aus der Hand, der Ziegel rutscht übers Dach und trifft einen Opa.

    grobe Fahrlässigkeit: Er lässt den Dachziegel einfach los weil er ihn nicht braucht, der Ziegel rutscht übers Dach und erschlägt den Opa.

    bedingter Vorsatz: Der Dachdecker hört unten jemanden vorbeischlurfen, lässt den unbenötigten Ziegel aber trotzdem fallen.

    Vorsatz: Der Dachdecker sieht den Opa, zielt - und trifft.


    Alles palletti? :1:



    ALLERDINGS!! :yes:



    LG


    Dennis
     
  7. Nadine1988

    Nadine1988 Inserent

    Na damit kann ich wohl leben :biggrin:

    Bezüglich der Fahrlässigkeit und Vorsatz ... das musst du im Ernstfall auch erstmal nachweisen können. Man guckt sich ja eigentlich die Leute, die mit dem eigenen Pferd umgehen, genaustens an und da sollte man eigentlich schon merken, wie der/die drauf ist.

    Jep ... jetzt kann ich wieder beruhigt schlafen :laugh:

    LG
     
  8. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst


    Natürlich Der Ankläger muss seinen Vorwurf immer beweisen können. :1:



    Das ist fein. :1: Du kannst Dich auch getrost darauf verlassen, dass ich wirklich weiß, wovon ich rede. Ich habe mich mit dem Thema über JAHRE hinweg sehr, sehr intensiv befasst. :yes:


    LG


    Dennis
     
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Wart mal: deckt die RB-Versicherung Schäden ab, die die RB am Pferd verursacht?
    Dann würde ich jede potentielle RB so eine Versicherung abschließen lassen.
    Denn in der Tierhalterhaftpflichtversicherung ist DAS ja nicht mitversichert.

    Worüber soll das versichert sein?
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. März 2011
  10. Smigel

    Smigel KvD- Klugscheißer vom Dienst


    NEIN! Es gibt eigentlich gar keine "RB-Versicherung", wie ich doch in meinem ersten Beitrag versucht habe darzulegen. Diese "RBV" grenzt fast an Verarsche, weil sie nur Verwirrung schafft.



    Es gibt sowas im Rahmen einer PRIVAThaftpflichtversicherung. Gute Anbieter haben den Punkt "gemietete / geliehene Gegenstände" mitversichert. Das könnte unter diesen Punkt fallen. Aber: Dann auch NUR - und NUR - bei grober Fahrlässigkeit, weil bei "normaler" Fahrlässigkeit (= ein Versehen) haftet die RB ja ebenfalls NICHT (Stichwort Haftungsausschluss)! Und handelt die RB vorsätzlich, dann greift die Versicherung nicht (mehr) - was ja logisch ist.



    Logischerweise nicht....!


    LG


    Dennis
     
Die Seite wird geladen...

Reitbeteiligungsversicherung - Ähnliche Themen

FAQ: Die Reitbeteiligungsversicherung
FAQ: Die Reitbeteiligungsversicherung im Forum Versicherungsfragen
Thema: Reitbeteiligungsversicherung