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Reitbteiligung - Freiheit oder goldener Käfig?

Diskutiere Reitbteiligung - Freiheit oder goldener Käfig? im Pferde Allgemein Forum; Hey, ich würde gerne wissen, wie Ihr RBs bisher empfunden habt, war es Freiheit pur oder ein goldener Käfig: Man hatte zwar das Pferd, aber das...

  1. Kleines Ich

    Kleines Ich Neues Mitglied

    Hey,

    ich würde gerne wissen, wie Ihr RBs bisher empfunden habt, war es Freiheit pur oder ein goldener Käfig: Man hatte zwar das Pferd, aber das war's auch schon. Reiten und handeln absolut nach Vorschrift.

    Ich hatte einmal eine RB, 2x wöchentlich, kostete 50€. Von den 2 Malen musste ich in teure Reitstunden für 20€. Das Pferd war super faul, anstrengend. Gelände war nicht, nur Halle und Platz.
    Eindeutig ein überteuerter, goldener Käfig.

    Die nachfolgenden RBs waren ähnlich, aber umgekehrt. Keine Kostenbeteiligung, dafür musste ich nach der Nase des Besitzers tanzen, verbrachte mehr Zeit beim misten etc., als mit dem Reiten, und wenn geritten, dann nur mit dem Besi unter Argusaugen.
    Auch ein goldener Käfig.

    Meine Freundin hat es gerade sehr hart erwischt, Sie hatte Jahrelang eine RB, Freiheit pur, durfte alles machen, springen wie Gelände, Dressur und RU, wann Sie wollte.
    Nun:
    Familie, bestehend aus Mutter, Vater und Tochter haben 3 Pferde, Stute + ihre zwei Töchter.
    Meine Freundin hat eine RB an der Mutterstute, darf 3x die Woche reiten, aber nicht am WE, soll aber davon bitte 1x Dressurstunde (15€) gehen und 1x longieren. Kosten tut es Sie 60€ /Monat + halber Beschlag.
    Sie wird echt an der kurzen Leine gehalten: In der Halle nur mit Stoßzügel, im Gelände nur mit Martingal reiten. Keine Mähnensprays, Salben etc. benutzen, egal was der Gaul hat, NICHTS. Nur die Leckerli der Besitzer. Reitgegenstände müssen SO akribisch sauber sein, da fällt mir als pingeliger Pferdebesi nichtsmehr zu ein.
    Das Pferd wird ab und zu von M+V+T am WE geritten, dann aber nur Schritt und Galopp.

    Mir tut meine Freundin ernsthaft Leid. Ohne mich würde Sie mit dem Pferd, nichtmal spazierend, den Hof verlassen dürfen.
    Und Sie reitet Dressurmäßig A und Springmäßig L..

    Wie schauts bzw. schaute es bei Euch aus?
    Habt Ihr an Eurem Pferd RBs?
    Wie handhabt ihr die?

    Gruß
    Ich
     
  2. Lysett

    Lysett Inserent

    Huhu...

    ich hatte schon mehrere RBs fuer Judy und habe es immer gleich gehandhabt. Ich hatte 1 Maedel, die war noch klein, sie durfe nur unter Aufsicht, sprich mit Jemand anderem zusammen ausreiten, Sonst aber machen was sie wollte und auch so zum putzen und spazieren gehen kommen.

    Dann hatte/habe ich 2 RBs, die schon aelter sind. Lara kommt 2 mal die Woche und je nach Absprache auch oefters. Im Moment sind wir z.B. alle im Urlaub, da hat sie Judy quasi eine Woche fuer sich alleine, was sie macht und wie oft sie wirklich geht, weiss ich nicht,

    Sie darf ins Gelaende, auf den Platz, spazieren gehen, zum See, was sie halt machen moechte. Wenn sie wollen wuerde duerfte sie auch Unterricht nehmen. Ich habe auch nichts dagegen, wenn sie ohne vorher nachzufragen, mal den Schweif waschen wuerde oder sie longiert. Wobei ich aber weiss, dass sie fragen wuerde, und das gehoert sich ja auch einfach so und dann ist das ja auch alles gar kein Problem.

    Achso, wir haben einen Platz, tolles Gelaende und eine super Stallgemeinschaft, ich nehme 20 Euro im Monat.

    Ich hatte mal eine RB an einer Haflingerstute bei uns am Stall, fuer 25 Euro im Monat, 2 mal die Wpoche reiten, oft auch oefters, und durfte so weit auch alles mit ihr machen, da die Besi eh kein wirklich grosses Interesse an ihr hat.

    =)
     
  3. Nadine1988

    Nadine1988 Inserent

    Hallo,

    also ... ich hab selber auch eine RB an meinem Hafi, die ist jetzt 15 Jahre und macht das wirklich gut. Sie hat eigentlich alle Freiheiten. Sie darf in die Halle, aufn Platz, longieren, waschen, putzen, etc. Ich vertraue ihr da, weil sonst bräuchte ich ja keine RB. In den ersten vier Wochen war ich immer dabei und hab die beiden beobachtet, wie das klappt.

    Nun kommt sie zweimal die Woche an den Tagen, an denen ich nicht kommen kann, also hat sie praktisch das Pferd für sich alleine und darf auch selbst entscheiden was sie macht. Allerdings bestehe ich darauf, dass sie (gerade im Winter) schön in unsere Liste einträgt, was sie gemacht hat, damit ich Bescheid weiß. Meist kommt sie dann noch einen Tag am Wochenende, je nach Absprache, wer von uns Zeit hat oder wir machen beide was mit ihm. Sie reitet auch 1x die Woche im Unterricht, was ich allerdings nicht voraussetze. Das zeigt mir aber widerum, dass sie ihre Aufgabe ernst nimmt. Natürlich erwarte ich auch, dass sie an "ihren" Tagen mistet, ab und an mal das Lederzeug putzt, das Pferd im Sommer mal wäscht, etc. Das gehört für mich einfach dazu. Dafür zahlt sie bei mir im Monat 40 Euro.

    Im Großen und Ganzen denke ich, sollte man der Person schon vertrauen, die mit meinem Tier umgeht, ansonsten muss ich das beenden. Ist meine Meinung, dann passt es nicht, warum auch immer?!

    So wie du das schilderst, macht es ja auch deiner Freundin keinen Spaß mehr und der soll ja eigentlich an erster Stelle stehen. Dann muss man sich halt trennen und was neues suchen.

    LG
     
  4. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    die meisten Freiheiten kommen mit der Zeit, erstmal muss man sich da Vertrauen der Besitzer erarbeiten. Ich würde z.B. auch nicht wollen, dass meine RB füttert was sie will bzw. Salbe etc. schmiert ohne mich vorher zu fragen. Solche Dinge gehören nunmal abgesprochen. Wenn die Besitzerin möchte, dass ich mit Martingal/ Ausbinder reite, dann ist es eben so. So etwas entscheide ich nicht allein. Der Besitzer kennt das Pferd länger/ hat es ausgebildet usw.- an seine Anweisungen muss man sich halten.
    Genauso, wenn die Besitzerin nicht möchte dass ich ausreite oder spazieren gehe: Es ist eine Reitbeteiligung, evtl. lässt sich das Pferd nicht brav führen etc. Ich hatte auch schon das Pech, dass meine RB mein Pferd während dem spazieren in einen Graben reinlaufen ließen und er dann lahm ging, weil er sich was gezerrt hatte, beim wieder heraus springen. Solche Dinge kann man vermeiden, wenn man nicht jedem sofort alles erlaubt. Gerade junge Mädchen haben da oft noch kein Gefühl dafür Gefahren zu vermeiden. Auch verstehen sie nicht, dass solche Tierarztkosten eben in keinem Verhältnis stehen dazu, dass die RB mit ihrer Freundin und den Pflegepferden spazieren gehen will und unbedingt auch ein Pferd dabei haben muss.

    Als Besitzer macht man sich ganz andere Gedanken.
    Aber es sind alles Dinge, die man absprechen kann und man muss bei der pingeligen Besitzerin ja keine RB nehmen ;)

    LG
     
     
  5. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Ich habe früher auf meinen Pferden RBs gehabt. Die durften eigentlich alles außer Mähne verziehen. Bei meiner Haffi-Stute hatten die beiden völlig freie Hand, weil ich die eh nicht mehr geritten bin und bei meinem Großen wollte ich nur, dass meine RB in ein Buch schreibt, was sie gemacht hat. Selbes habe ich auch getan. So stimmte die Kommunikation.

    Nachdem ich die beiden dann verkauft hatte, habe ich selber als RB andere Pferde geritten. Je nach Besi war es dann mehr oder weniger mit Freiheit oder Einschränkungen behaftet. Aber eigentlich durfte ich mit den Pferden alles machen. Bei dem einen Ehepaar durfte ich nicht springen. Da habe ich nichts bezahlt, bekam 1x die Woche Unterricht spendiert, bei einem RL, der echt gut ist (da zahlt man heute 30 € die Einheit) und Turniere durfte ich auch reiten. Sie haben mich gefahren und begleitet, als wäre ich deren Tochter. Nur die Schleifen wollten sie behalten - Gewinne habe ich bekommen. Einschränkung war halt, dass sie viel dabei waren. So richtig doll "goldener Käfig" habe ich aber nie gehabt :no:

    Auf Wytse habe ich keine RB. Ich reite ihn nur 4x die Woche, das möchte ich nicht teilen. Wäre bei seinem Ausbildungsstand aber auch nicht wirklich förderlich.
     
  6. Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass man nichts richtig machen kann. Es war immer meine Schuld, egal was ich gemacht habe. Seit dem habe ich mir geschworen keine RB mehr sein zu wollen. Dann lieber qualifizierten Unterricht bis mein kleiner alt genug ist! :wub:
     
  7. Kleines Ich

    Kleines Ich Neues Mitglied

    Nein, meiner Freundin macht es keinen Spaß. Aber was anderes gibts für Sie nicht am Stall.

    Das Pferd wurde "toterzogen", die Leute reiten nur über Zügel, demnach ist Sie halb tot im Maul.
    Durfte leider live erleben, wie die durchs Gelände fetzen, und scheut das Jungpferd (die Jüngste ist nun glaube 4), knallt man halt mal mit der Gerte drauf.

    Ich finde es ok, wenn es Vorschriften gibt, aber so?
    Und es geht nicht darum, das meine Freundin nun Salben, Mittelchen oder sowas mitbringt. Es geht darum, dass sie "mal wieder" nicht durch den Schweif kommt, aber bitte das in der Putzkiste bereitstehende Mähnenspray nid nutzen soll.
    Das Pferd steht vor Fliegen, aber mehr wie ein Mützchen (nach langer Diskussion) war nicht drin. Stuti ging wegen einer Bremse an der Kehle sogar schon durch.

    Btw., Sie ist nun seit 9 Monaten dort RB, war anfangs nur mit denen zusammen ausreiten etc., die wissen also, wie sie reitet und was sie tut.
    Aber dennoch.
    Die Leute sind sehr komisch, wollen mit mir nichtmehr ausreiten, weil meine Einstellung "komisch" ist (will halt auch mal trabe O.o)
     
  8. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Naja wenns ihr nicht gefällt dann muss sie sich was anderes suchen. Ist leider so. ich bin auch nur RB und habe schon einige Rb´´S durch. Von pedanten bis: Is mir doch egal... war alles an besitzern dabei. beide extreme sind scheiße ums mal so zu sagen.
    Da hilft nur suchen suchen suchen.
    Ich habe momentan eine tolle rb gefaunden seid 2 monaten. ich hoffe das es auch so weiter läuft.
    ich helfe ab Stall beim abäppeln, einmal die woche füttern, und was halt so anfällt wie Zaunreparaturen, Unkraut rupfen oder sonstiges.
    Also 2/3 der zeit verbringe ich auch mit arbeit drumherum und max 1/3 mit reiten bzw bodenarbeit und longieren. das ist denke ich normal.

    ich habe freie hand mit dem pferd wann ich was mache, ob ausreiten, platzarbeit, longieren, klickern, bodenarbeit oder was auch immer.

    wenn ich eine neue salbe oder ähnliches versuchen möchte oder probiere informiere ich die besi darüber. es ist schließlich ihr pferd und ich würde das auch wollen das man mich informiert. nur für den fall das evtl eine allergische reaktion auftritt oder so.

    was die nutzung von ausbindern, sporen, gerte oder sonstigem betrifft sind die besi und ich uns einig. ich nutze diese sachen nicht weil ich es nicht mag und basta (Ausnahme gerte als verlängerter arm bei der bodenarbeit). die besi bindet ihn manchmal aus beim longieren (aber vernünftig, nich verschrührt wie ein päckchen)


    am einfachsten was passendes zu finden ist es denke ich eine AUSFÜHRLICHE suchanzeige zu schalten wo man selbst schon genau schreibt was man genau für ansichten hat und wie man sich das rb dasein vorstellt.
    so habe ich es auch gemacht letztendlich und es hat geklappt.
    sonst findet man erst auf dauer heraus das man doch andere wege beschreiten möchte und nicht an einem strang zieht.

    hier mal der link zu meiner suchanzeige: http://www.reitsportforum.de/plz-be...b-oder-pflegepferd-bramsche-und-umgebung.html
     
  9. Streifenpony

    Streifenpony Inserent

    Ich habe eine RB die sich auch an einige Regeln halten muss, da sie einfach keine Erfahrung mit dem Umgang hat. Es ist was andereres ob ma´n in der Stunde ein Pferd hingestellt bekommt was fix und fertig ist oder ob man selber Putzt und Sattelt und so.
    Wir haben auch ein Buch in das wir vermerken was wir gemacht haben.

    Ich hatte mal ein Mädel die das Pferd abgepritzt hat und dann (es war frisch) ohne Decke in den Schatten gestellt hat. Oder sie hat die Schlammbrocken an der Gurtlage vergessen weg zumachen.
    Die Nächste hat Ihn nach einer Beinverletzung in der Halle mit der Peitsche gescheucht da er ihr zu knackig beim reiten war. (Aufbautraining???)
    Als ich keinen Sattel hatte hat sie dann gemeint sich einen Voltigurt zu leihen mit einem Gurt aus einem Material das er nicht verträgt mit dem Erfolg das der Herr total wund war.

    Ich kann verstehen warum viele Vorschriften machen.
    Da hilft nur Suchen bis man jemanden findet wos passt oder selber eines kaufen bei dem man es so machen kann wie man denkt.

    Ich selber war mal RB. Die Besi hatte nicht soviel Erfahrung wie ich sie hatte. So hatte ich recht viel Freiheiten.
     
  10. Kleines Ich

    Kleines Ich Neues Mitglied

    Eure Argumentationen sind nachvollziehbar, ich würde es nicht anders handhaben.
    z.B. dürfte bei mir eine RB folgendes nicht oder nur nach Absprache:
    Mähne Bürsten/Verlesen/Verziehen/Einflechten
    Satteldecken etc. wechseln
    Neue Dinge unangemeldet benutzen (grade Sattelgurte und Gamaschen!)

    Was ich aber halt lächerlich finde, ist, wenn man Sachen im Schrank oder Putzkoffer hat (Salben, Blauspray, Mähnenspray etc.) und sagt, an das Tier darf nichts dran.
    Das Mädel soll immer die Mähne und den Schweif bürsten, aber die Stute verklebt sich das immer. Ohne Mittelchen eine Mordsarbeit.
    Und duschen darf Sie nur mit klarem Wasser, kein Shampoo, nichts. Obwohl vorhanden.
    Das ist befremdlich.

    Eine neue RB sucht Sie, will aber nicht von dem Stall weg, wegen mir.
    Hätte ein VS-Pferd bis L-Springen in Aussicht, aber 25km von hier, leider.
     
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