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Reitschulfrust

Diskutiere Reitschulfrust im Allgemein Forum; Hallo in die Runde, jetzt tu ich's doch mal und bitte das Forum um Ratschläge für meine aktuelle Situation. ;) Ich reite einmal die Woche...

  1. Amisia

    Amisia Bekanntes Mitglied

    Hallo in die Runde,

    jetzt tu ich's doch mal und bitte das Forum um Ratschläge für meine aktuelle Situation. ;)
    Ich reite einmal die Woche (sonntags) bei einer Bekannten, die zwei ehemalige Schulpferde gekauft hat, je nach Wetter gehen wir ins Gelände, oder reiten in der Halle, halt das, was wir so können, was eigentlich beides immer recht gut läuft und immer Spaß macht.

    Außerdem reite ich seit zwei Jahren immer samstags im Reitstall hier auf Schulpferden. Im Unterricht hat man relativ viele Freiheiten. Die RL sagt zwar an, wann Handwechsel gemacht werden sollen und wann wir traben oder galoppieren dürfen, aber sonst kann man viel selbstständig entscheiden und die Schulpferde haben kein auswendig gelernte Programm, was sei abspulen.
    Bis zum Sommer hat es mir da auch echt Spaß gemacht, aber dann kamen ein paar Änderungen. Der als Reiter und Trainer im Springsport erfolgreiche Bruder der SB kam auf den Hof, was den Schulbetrieb zwar nur indirekt tangiert, aber die Atmosphäre doch irgendwo verändert hat (und sein achtjähriger Sohn, der immer gerne mit dem Fahrrad am Reitplatz vorbeirast, oder die Mädels nebendran mit Wasserbomben bewirft...) Außerdem wurde mein Stammschulpferd verkauft. Das zwar eine kleine Zicke, aber wir hatten uns inzwischen gut arrangiert und wenn sie mal wach war, war sie auch sehr motiviert dabei und hatte immerhin eine Grundausbildung.

    Danach durfte ich dann erstmal eine gut ausgebildete ältere Stute reiten, aber die ist jetzt seit Wochen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr einsetzbar und es sieht auch nicht gut aus und jetzt bleiben mir zwei brave Anfängerpferde, die aber sehr deutlich Hilfen brauchen, wenn man sie in Schwung bringen will und ein Pony, das ständig erschrickt und linke Hand nicht galoppieren kann. Über sowas wie korrektes über den Rücken laufen braucht man gar nicht erst reden, wo ich dann auch wegen meiner Größe und meines Gewichts (60/1,76) bisschen Bedenken haben. Ehrlich gesagt bin ich von diesen drei Pferden durchweg nicht sonderlich begeistert und es macht nicht wirklich Spaß. Ich möchte eigentlich nicht so viel Druck machen müssen, zu dem Pony brauch ich ja nicht viel sagen. Auch der Unterricht besteht leider fast nur aus allgemeinen Sitzkorrekturen, die zwar zutreffen, aber mir in der aktuellen Situation meistens nicht viel helfen.
    Es gibt noch zwei besser ausgebildete Pferde, aber da in der Reitstunde zwei Leute sind, die in der internen Hierarchie über mir stehen, komm ich da nicht ran.

    Andererseits sind die meisten Leute dort sehr nett, weder Rollkuranhänger noch "Ostwindreiter" und auch keine Zicken, die auf Reitschüler herabschauen und der Stall ist für mich gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Außerdem kann ja niemand was für den Krankheitsfall und ich habe noch ein bisschen Hoffnung, dass vielleicht ein neues Pferd kommt, gibt aber keine konkreten Hinweise darauf. Es konnten auch noch zwei Junge verkauft werden, theoretisch könnte das Geld da sein, aber das weiß ich natürlich nicht...
    Eine wirkliche Alternative gibt es ohne Auto nicht, dann wäre es halt nur noch einmal pro Woche und im Urlaub. Oder ich müsste mir ein Auto zulegen und anderweitig den Gürtel enger schnallen.

    Würdet ihr das unter den geschilderten Umständen weitermachen, oder euch eher auf einmal pro Woche frei und Unterricht auf Lehrgängen im Urlaub beschränken? Da habe ich nämlich einen Hof, wo man sehr guten Unterricht auf guten Pferden bekommen kann bei der Hand.
     
  2. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Gibt es an dem Stall auch Einstellerpferde? Könntest du auch unter der Woche? Und wie gut reitest du?
     
  3. murphilu

    murphilu Bekanntes Mitglied

    um auf die Frage direkt zu antworten. Ich würde es dort aufhören, aber das sagt sich auch leicht, wenn man ein eigenes Pferd hat und nicht verzichten muss...
    Bevor ich meine eigene hatte, war ich in so einer Reitschule und ich hatte damals schon nicht so ein ganz tolles Gefühl, aber man schaut leichter weg, wenn es nicht das eigene Pferd ist. Aber seien wir jetzt mal ehrlich. Reitschulen sind natürlich immer auch Profitorientiert. Eine Reitstunde kostet aber selten mehr als 20 Euro. Wie soll ein Reitlehrer mit eigener Reitschule dann passende Ausrüstung, gut ausgebildete Schulpferde, Futter, Pacht und seinen Stundenlohn und alles was noch so ansteht bezahlen? Leider ist es dann so: Er hat viele viele Reitschüler die nacheinander die Pferde reiten - in der folge laufen die Pferde dann 3 Stunden am tag. Wahlweise mit unpassenden Sätteln, zu schweren Reitern und immer andere Schüler die unterschiedliche Fehler machen, was dann auch psychisch fürs Pferd echt heftig sein muss.
    Aus meiner Sicht heute, würd ich sowas nicht mehr mitmachen.
    Weiß keine Lösung für das Problem. Es kann und sollte nicht jeder gleich das eigene Pferd haben.

    Anderer Ansatz: Ich fand, dass man bei Reitschulen dieser Art bald nichts mehr lernt. Rausgeschmissenes Geld.
     
  4. Amisia

    Amisia Bekanntes Mitglied

    Ja, Einstellerpferde gibt es reichlich. Unter der Woche ist in der dunklen Zeit aber schwierig, weil ich mit dem Fahrrad hinmuss und nachts allein durch den Wald ist da doch nicht so meins. Das Reitkönnen ist immer schwer einzuschätzen, wenn man keine Turniere reitet. Ich habe 2009 das Fünfer-Abzeichen gemacht und reite seitdem regelmäßig zweimal pro Woche plus ein-bis zweimal pro Jahr ein Reiturlaub mit Unterricht.
    @murphilu Ganz so schlimm ist es zum Glück nicht. Mehr als zwei Stunden müssen die Pferde normalerweise nicht laufen und die Ausrüstung passt auch soweit. Ein eigenes Pferd ist bei mir aktuell mangels finanzieller Sicherheit nicht drin. Ich bin ja jetzt am Ende des Studium, aber wenn ich noch eine Promotion mache, was in der Chemie eigentlich üblich ist, bleibt es die nächsten Jahre noch so.
     
     
  5. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Gibt es die Möglichkeit ein Privatpferd im Unterricht zu reiten als so eine Art RB. Oder vielleicht eins von den Pferden des Bruders.
     
    murphilu gefällt das.
  6. gabi

    gabi Bekanntes Mitglied

    Könntest du denn nicht mit dem Pferd deiner Freundin mit machen? Wobei ich deiner Beschreibung entnehme, das der Unterricht nicht besonders wertvoll ist. Ist ja dann eigentlich raus geschmissenes Geld. @Amisia
     
  7. Amisia

    Amisia Bekanntes Mitglied

    Das Pferd steht an einem anderen Hof. Dort wurde aber der RL vor zwei Jahren weggeekelt und der "Unterricht" den es jetzt noch gibt, besteht fast nur aus Abteilungsgalopp außen rum und die Stute ist ein eher blütiger Typ und heizt sich bei sowas ziemlich auf, abgesehen davon, dass es auch sonst nichts bringt.
    Wobei der Ex-Rl sein Pferd jetzt seit einem Jahr wieder da stehen hat, aber leider hat sich Richtung RU da bisher nichts getan. Ein bisschen Hoffnung habe ich noch. Irgendwie habe ich auch immer Pech. Entweder werden die Pferde, die ich gerne reite verkauft oder krank (schon der dritte Stall, wo das passiert ist, bei Nr 2 habe ich aber zum Glück noch so die Möglichkeit die noch zu reiten) oder der RL geht. Und in den "inneren Kreis" schaff ich's auch nie.
    Der Bruder hat leider keinerlei Interesse an den alten Reitschülern oder Einstellern, da kann man froh sein, wenn ein Gruß erwidert wird, der hat seine eigenen mitgebracht. Bei seiner Ankunft habe ich auch mal kurz gehofft, dass wir da vielleicht auch was von haben könnten, vielleicht, dass es auch mal Springstunden oder sowas gibt, aber das war eine dumme Idee, schließlich gibt's dafür gar nicht die passenden Pferde.
    Möglichkeit auf einem Privatpferd teilzunehmen, gäbe es vielleicht theoretisch schon, aber die Leute, die ich näher kenne, haben schon RBs und auf Fremde mit dieser Intention zugehen, kommt ja eher nicht so gut. Das habe ich aus diversen Foren schon gelernt. ;)
    Ich überlege auch schon lange hin und her wegen dem Auto. Dann könnte ich auch mal unter der Woche abends zu den beiden fahren, bis jetzt muss ich ja immer mit der Besitzerin zusammen hinfahren, deswegen geht das auch nur einmal die Woche. Aber zur Uni wäre Auto eher Schwachsinn, da gibt es kaum Parkplätze, viel Stau und eine (meistens, wenn die Bahn mal Lust hat/nicht streikt etc.) eine gute Zugverbindung, deswegen hätte ich das Auto nur fürs Reiten und mal zum Einkaufen und das wäre dann halt schon ein teurer Spaß nur dafür.
     
  8. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Habt ihr ein schwarzes Brett am Stall oder eine Stall-FB Gruppe? Da kannst Du ja mal informieren, dass Du an Deinem Unterrichtsstall eine Reitbeteiligung suchst, wenn Du dort bleiben möchtest?
    Was Du so erzählst wirkt auf mich so als würdest Du nicht so viel profitieren von dem Unterricht, aber mit einer RB hat man ja doch mehr konstanz und vlt haben dann die Besis Deiner RB noch nen guten RL an der Hand? Deine Chancen erhöst Du damit zumindest. Das wär so mein erster Einfall :)
    Ansonsten eine Idee die man nicht weitergeben darf :biggrin: aber ich würd das wohl mal ne zeitlang machen wenn ich in Deiner Situation wäre und keine RB finden würde, lern mit Deiner Freundin und deren Ponys praktisch und den Rest eben erstmal theoretisch aus Büchern usw., das kannst Du dann mit regelmäßigen Urlauben verbinden, wo Du dann quasi "Intensivunterricht" bekommst.
     
  9. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Mit einem Privatpferd hast du auch die Möglichkeit dir mit einem anderen Reiter eine Stunde zu teilen. Da lernt man deutlich mehr. Und es findet sich sicher leichter was wenn der RL immer ein Auge drauf hat.
     
  10. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Car-Sharing und ähnliche Angebote eine Option?
     
Thema: Reitschulfrust