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Reittherapie - Wie komme ich da hin ?

Diskutiere Reittherapie - Wie komme ich da hin ? im Allgemein Forum; Hallo :) Bin gerade dabei meine Fachhochschulereife zu machen. Natürlich bin ich auch am überlegen, was ich studieren möchte (Richtung...

  1. Darleen:)

    Darleen:) Neues Mitglied

    Hallo :)

    Bin gerade dabei meine Fachhochschulereife zu machen. Natürlich bin ich auch am überlegen, was ich studieren möchte (Richtung Sozialpädagogik). Mein Ziel ist es, eine Weiterbildung zur Reittherapie zu machen. Das Studium (wenn's klappt) soll natürlich schon ähnlich mit dem Beruf sein. Gibt es hier vielleicht jemand, der in der tiergestützten Therapie tätig ist und seinen Werdegang erzählen könnte, damit ich mal eine grobe Ahnung bekomme, wie ich nach der Schule/Studium weiter machen könnte? Gibt es außer einem pädagogischen Studium oder Beruf noch andere Voraussetzungen, um diese Weiterbildung machen zu können ?

    Liebe Grüße
    Darleen
     
  2. sasthi

    sasthi Bandenprofi

    Meine SB macht sowas.

    Hat Sozpäd studiert und dann noch die diversen Trainerscheine der FN drangehängt und sich dann mit dem DoKR zusammengesetzt.
     
  3. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    arleen:
    machst du denn schon so was nebenbei, oder haben deine eltern oder dein freund einen hof?
    das ist so ein wenig brotlose kunst, wenn du so was nicht schon dein leben lang mit pferden machst. ich würde das andersrum anfangen: erstmal nebenbei was zum studium dazuverdienen und wenn das was für dich sein sollte, dann eine ausbildung nebenberuflich beginnen.
     
  4. Arizona

    Arizona Inserent

    Du solltest min. einen gültigen Trainer c schein haben. Der setz vorrraus das du min. das DRA IV hast, oder ab 2014 das RA 5.
    Es gibt die Bereiche Hippotherapie, Ergotherapeutische Behandlungen mit dem Pferd, Reiten als Sport für Behinderte und Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd. Für jeden Bereich wird eine andere berufliche Qualifikation benötigt. Der Trainer c schein ist für alle Notwendig.

    Hippotherapie= Physiotherapeutische Ausbildung
    Ergoterapeutische Behandlungen m. d. Pferd= Ergotherapeutische Ausbildung
    Reiten als Sport für Behinderte= Keine Spezielle Berufsausbildung
    Heilpädagogische Förderung m. d. Pferd= Pädagogisches (Fach-) Hochschulstudium z. B. Pädagogik der Kindheit, Soziale Arbeit o. Ä.
    (wird an Fachhochschulen angeboten) Bachelor reicht übrigens.

    Die Ausbildung ist jedoch wirklich nicht ganz billig und reich wird man mit sicherheit auch nicht. Aber wenn es für dich das richtige ist warum dann nicht. :toll:
     
  5. Blackjack

    Blackjack Inserent

    Also, ich studiere soziale Arbeit. Mit einer entsprechenden Fortbildung usw. kann man damit schon Reittherapeut werden. Wobei dir klar sein muss, dass du als Sozpäd. nicht therapieren darfst. Dann müsstest du Psychologie studieren und dann die Weiterbildung zum Psychotherapeuten machen. Also wenn du wirklich psychische Störungen behandeln willst. Was eine Reittherapeut normalerweise macht sind so Dinge wie Übungen zur Unterstützung der Sozialen Kompetenzen mit dem Pferd etc. Da gibt es diverse Fortbildungsmöglichkeiten, wobei viele den Trainer C voraussetzen. Allerdings geht es teilweise wohl auch ohne. Arizona hat ja schon etwas zu den verschiedenen Begriffen geschrieben.
    Leben kann man von so einem Beruf, wenn man ihn richtig machen will und Freiberufler ist wohl mehr schlecht als recht. Es gibt halt kaum Förderungen und man müsste die Preise so hoch ansetzen, dass sich das keiner mehr leisten könnte. Ob man einen Arbeitgeber findest, der einen nur dafür anstellt halte ich auch für fraglich. Egal was du studierst, suche dir auf jeden Fall einen alternativen Beruf, den du nach dem Studium/der Ausbildung noch machen könntest. Jetzt stellt man sich das vielleicht sehr reizvoll vor, aber wenn man dann älter wird, vielleicht eine Familie gründen will....
     
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    dir muss klar sein, dass du ja fachbezogen unterrichten möchtest.
    dafür brauchst du fachliche kompetenz, diese erwirbst du durch die praxis, nicht durch ein studium oder einen trainerschein.
    du musst den kindern/behinderten ja etwas beibringen.
    dafür wäre es gut, wenn du damit schon groß geworden bist. weil deine eltern zum beispiel einen reitbetrieb führen.

    so als reiterin und pferdebegeisterte "einfach so" nach einem trainerschein und einem studium reiten (in welcher form auch immer) zu untterrichten, halte ich für sehr schwierig.
    blackjack hat da recht. du wirst kaum eine anstellung finden.
    musst vermutlich freiberuflich selbstständig arbeiten.
    das geld der krankenkassen wird immer knapper, die soziale förderung auch.

    ggf würde ich dir raten, vorher den pferdewirt schwerpunkt reiten zu machen. da du so erstmal eine fachliche grundkompetenz bekommst.
     
  7. Erli

    Erli Mitglied

    Mit einem pädagogischen, sozialem oder heilkundlichen Ausbildung/Studium kannst du die Zusatzqualifikation zur tiergestützten Therapie/ therapeutischem Reiten machen und auch in der Reittherapie arbeiten.
    In Plennschütz bspw kann man die Zusatzqualifikation machen, Vorraussetzung ist neben der abgeschlossenen qualifizierenden Ausbildung auch das bronzene Reitabzeichen.

    Man muss ja nicht Vollzeit Reittherapie machen.

    Es gibt ja eine Vielfalt von Angeboten und Möglichkeiten therapeutisch mit Pferden zu arbeiten. Reiten beibringen ist dabei das Geringste, es geht ja mehr um die physischen und psychischen Vorzüge der Arbeit mit dem "Therapiewerkzeug" Pferd.
     
  8. Rickmaniac

    Rickmaniac Inserent

    Letztlich ist das eine Zusatzausbildung. Mit vermutlich fraglicher Ausbildungsqualität. In der Psychotherapie sind ja die Tiere "lediglich" ein Medium für die therapeutische Arbeit. So ähnlich wie Lehm oder Farbe, Musik, etc...
    Wenn man qualitativ gut arbeiten will, dann studiert man Soz.Pädagogik, Medizin oder Psychologie, macht eine Zusatzausbildung in Psychotherapie und "benutzt" dann ein Pferd, Hund, Katze, Lehmklumpen innerhalb der Therapie.

    die Hippotherapie, die aber körperliche Leiden angeht, ist da was wesentlich Fundierteres.

    wobei ich nichts gegen Pferd, Hunde, Lehmklumpen, Fingerfarben in der Therapie einzuwenden habe, Gar nicht. Gerade Tiere können hervorragende Türöffner sein. Aber sie ersetzen nicht die Therapie an sich. Und dazu braucht man eine lange und gute Ausbildung. Nach der Uni oder bestenfalls studienbegleitend.

    ein Beispiel: eine Frau erfährt durch die erste Reitstunde, den ersten Kontakt mit dem Pferd, am eigenen Leibe ihre Angst vor Nähe, vor Körperlichkeit, ihre Angst, sich anzuvertrauen. Letztlich fängt dann aber Therapie erst an: was ist da ausgelöst worden, woran erinnert es mich in meiner Biographie, wo erlebe ich das in meinem alltäglichen Leben.
    Und diese Therapie erfolgt dann ohne Pferde, Hunde, Katzen.....bzw. höchstens begleitend. Helfen können sie natürlich schon.

    Ich nehme meinen Hund mit zur Arbeit. (Ich bin Psychotherapeutin). Ich arbeite aber nicht mit dem Hund, er ist auch nicht ausgebildet. Wenn es geht, ist er halt dabei. Aber seine Anwesenheit baut Ängste ab. Gerade bei Kindern. Wo ein Hund ist, kann es nicht gefährlich sein und Spritzen gibt es auch keine.
    Jedenfalls arbeitete ich mit einer Frau. Hund lag am Fenster und schlief. Sie kam an eine frühe Erinnerung und schluchzte plötzlich auf. "ich bin so allein, so schrecklich allein", weinte sie. Da stand - ohne jede Aufforderung ! mein bislang dösender Hund auf, ging zu ihr, setzte sich vor sie hin und leckte ihr die Hand. Das war eine unglaublich eindrucksvolle Szene.

    Und eine andere Szene...bei der Patientin einer Kollegin. Die Frau war uns allen unsympathisch, weil sie unfreundlich und arrogant schien. Meine Kollegin sagte, dass sie nicht an sie herankäme. Jedenfalls hatte diese Frau wieder einen Termin und ging an meinem offenen Büro vorbei. Meine Hündin, was sie nicht darf!!!!, schoss ärgerlich bellend aus dem Bürö und fuhr die Frau wütend an. Gebissen hat sie nicht, aber es war auch nicht toll natürlich. Die Frau ging in das Zimmer meiner Kollegen, brach völlig in sich zusammen und weinte: "Niemand mag mich. Nicht mal der Hund!"
    Meine Kollegin sagte, dass das der Durchbruch war. Endlich war sie mit ihrer Patientin in Kontakt gekommen. (trotzdem habe ich dafür gesorgt, dass mein Hund so ein Verhalten nie wieder zeigte!!! Ich hatte schwer Ärger mit den Kollegen bekommen.)

    Das sind alles schöne Beispiele, wie Tiere helfen können. Sie können in einem gewissen Maße auch Disziplin lehren, vorsichtig in Kontakt zu treten, statt übergriffig. etc... Sie sind hervorragende Helfer bei Depressionen.

    Aber eine Hunde-Pferde.etc... Therapie gibt es nicht. Sie sind "nur" wertvolle Medien. Mittel zum Zweck.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Dez. 2013
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