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Reitunterricht als Erwachsener (Anfänger) - Bin ich zu zimperlich?

Diskutiere Reitunterricht als Erwachsener (Anfänger) - Bin ich zu zimperlich? im Allgemein Forum; Hallo! Ich bin 40 und absolute Neu-Einsteigerin. Gemeinsam mit meiner 8jährigen Tochter habe ich jetzt mit Reitstunden begonnen. Erwartungsgemäß...

  1. naoma

    naoma Neues Mitglied

    Hallo! Ich bin 40 und absolute Neu-Einsteigerin. Gemeinsam mit meiner 8jährigen Tochter habe ich jetzt mit Reitstunden begonnen. Erwartungsgemäß geht sie angstfrei und total lässig mit allem um und kommt auch problemlos mit dem Lern-Tempo mit. Ich habe allerdings das Gefühl, dass mir die Sache entgleitet. Es geht mir einfach alles zu schnell (alle drei Gangarten an der Longe, Schritt/Trab frei in der Halle), meine RL meinte aber gerade heute zu mir: Wenn ich nicht besser werde, macht mein Schulpferd, was er will. Mein Bauch sagt irgendwie, dass an der Herangehensweise und der Kommunikation mit den Pferden was nicht stimmt. Ich mag nicht über den Hof schimpfen. Sie bemühen sich ja grundsätzlich, es ist alles Tip-Top sauber und wir können fast zu Fuß hin. Nichtsdestotrotz sollen wir beim nächsten Mal (ich war jetzt 7x zwischen 30 und 45 min. da, bin aber vorher noch nie in meinem Leben auf einem Pferd gesessen) in die Gruppe wechseln und ich schaffe es noch nicht mal, mein Pferd verlässlich zu wenden (er wurde heute deshalb übrigens ziemlich laut und unter Fuchteln in die geforderte Richtung getrieben, dabei hab doch ICH einfach keine Ahnung, wie ich es richtig mache). Irgendwie weiß ich einfach nicht, ob ich nicht tatsächlich schon zu alt bin oder ob ich mich auch an etwas entfernteren Höfen umschauen sollte. Meine Tochter wäre total traurig, sie liebt ihr Schulpferd über alles. Aber auch da denke ich mir, ich würde sie gerne sehen lassen, dass Reitsport so viel rundherum bieten kann (glaube ich). Hat irgendwer von euch Erfahrenswerte zum Tempo des Reitenlernens als Erwachsener?
     
  2. Tequilla

    Tequilla Inserent

    Vlt kannst Du Dir unabhängig von Deiner Tochter zusätzlich guten Unterricht für Erwachsene suchen? Wenn ich bedenke mit was ich als Kind zufrieden und glücklich war und was ich heute unter keinen Umständen mehr tolerieren würde... ist schon ein gewaltiger Unterschied :reflect:
     
    Luki, GilianCo, Luckyhorse und 9 anderen gefällt das.
  3. naoma

    naoma Neues Mitglied

    Das ziehe ich ohnedies in Betracht. Wie ich meine Tochter aber kenne, würde sie dann jedenfalls auch (zusätzlich?) am zweiten Hof reiten wollen ;-)
     
  4. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Das "Nebenan" wird für die Unabhängigkeit deiner Tochter und ihre künftige Nachmittagsgestaltung die wichtigste Rolle spielen. Egal wie tauglich der Unterricht- es ermöglicht uneingeschränkten Zugang.
    Für dich zählt das aber nicht; und gerade das Nicht-Vergleichen-Können der Lernfortschritte wird es für dich einfacher machen
     
     
  5. naoma

    naoma Neues Mitglied

    Genau das war ja die Intention, uns erstmal einen möglichst nahen Hof zu suchen. Jetzt darf sie noch nicht, aber in zwei Jahren kann ich sie da mit dem Fahrrad allein hinschicken und sie ist in 10 min. da und kann von mir aus so viel Zeit da verbringen, wie sie will. Die Sache ist halt die, dass sie unbedingt mit mir gemeinsam was machen will - Mädchen-Zeit also ohne Papa und ihre Brüder. Den Vergleich werde ich immer haben, das stört mich aber gar nicht so sehr. Schön wäre es halt einfach, wenn sie zB am Hof mithelfen kann und ich unabhängig davon Unterricht bekomme. Ich glaube, ich muss mich echt einfach auf die Suche machen. Meine Zweifel heute gingen halt eher in die Richtung, dass andere erwachsene Neueinsteiger das vielleicht schon in dem Tempo schaffen? Wenn man nachliest hört man in meiner Altersklasse andererseits von nicht selten 20-40 Stunden NUR an der Longe. Puh, ich glaub, ich nerve schon. Vielleicht hab ich heut auch einfach einen doofen Tag ...
     
  6. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Das hängt von so vielen Faktoren ab und nicht zuletzt auch von der Qualität und Gutwilligkeit des Schulis
    Und der Balance und Körperkontrolle des Erwachsenen
    Und seinem Mut und Kondition
     
    Flauschball gefällt das.
  7. naoma

    naoma Neues Mitglied

    Ja, da hast du bestimmt recht. Vielleicht sollte ich auch einfach doch mal direkt ansprechen, was ich mir vorstelle und dass ich das eine oder andere zuerst festigen will, bevor sie mit neuen Sachen kommt.
     
  8. melisse

    melisse Ritterreiterin

    Hallo und erstmal herzlich Willkommen im Forum.

    Ich habe schon einige Spätis gehabt und da teilweise über 4-5-6 Monate erstmal Sitzlonge mit denen geübte bis das Gleichgewicht und alle Grundlagen, wie richtige Hilfen sicher gelernt waren.
    Da kommt doch nichts bei raus, jemand der noch total unsicher ist, einfach in die Gruppe zu stecken.

    Ich würde mir sehr guten Einzelunterricht suchen
     
    Princess of Diamond und naoma gefällt das.
  9. Galantina

    Galantina Bekanntes Mitglied

    Ich habe auch als Erwachsene angefangen, vor drei Monaten.

    Und ich hatte auch so ca. drei Reitstunden, nach denen ich mich gefragt habe, ob ich nicht einfach zu doof für all das bin... es ging um einfachste(!) Hufschlagfiguren, als Aufbau auf das erste selbstständige Lenken. Ich bin schier verzweifelt, weil ich nichts, aber auch gar nichts gebacken bekommen hab. Meine RL meinte dann:“Du musst entschiedener lenken, dein Pferd weiß nicht, wo sie jetzt hinsoll“
    Meine Antwort war:“ Da haben wir ja was gemeinsam..“ :gi66:
    Daraufhin hat sie den Weg dann so gewählt, dass meine Stute wahrscheinlich auch ohne mich begriffen hätte, was zu tun ist.

    Allerdings gab es auch schon so viele Erfolgserlebnisse, für erfahrene Reiter normal, für mich ein Grund, noch zwei Tage danach mit Dauergrinsen rumzurennen.

    Ich denke, das Problem bei Erwachsenen ist, wir denken zu viel nach. Analysieren den Lernfortschritt, wägen Risiken ab, betrachten uns selbstkritisch.
    Und das ist es, was eben manchmal im Weg steht.

    Wenn dir das Tempo zu schnell ist, ist das Ansprechen sicher eine Möglichkeit. Ich für mich habe aber festgestellt, dass ich gut damit gefahren bin, die Dinge trotz Selbstzweifel schlicht und ergreifend mal zu tun.

    Im schlimmsten Fall stellt man fest, okay, ich bin noch nicht so weit. Auch in Ordnung.

    Ich war nach solchen Momenten extrem stolz auf mich, das wiegt alle Rückschläge auf und gibt mir auch die Zuversicht, dass auch Erwachsene reiten lernen können - wenn sie nicht immer alles zerreden :mx10:

    Viel Erfolg, wie auch immer du dich entscheidest :meld:
     
  10. naoma

    naoma Neues Mitglied

    Hihi, ja, ich glaube, mit dem "zerreden" könntest du recht haben. Und es gibt durchaus nach jeder Stunde immer Punkte, die besser als zuletzt gelaufen sind.

    Ich bin halt auch irgendwie ein störrischer Typ und hab mir heute zB einfach nur gedacht, dass das Wenden ja auch irgendwie ohne Vollgas mit der Gerte, fuchteln und blockieren gehen muss. Und in solchen Situationen wehrt sich alles in mir, einfach blind der RL zu vertrauen und mal zu machen. Einfach, weil es sich falsch anfühlt. Deshalb auch das gewählte Wort "zimperlich" im Titel meines Beitrages.
     
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