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Reitunterricht für 7-jährige, besorgte Mutter bittet um Rat.

Diskutiere Reitunterricht für 7-jährige, besorgte Mutter bittet um Rat. im Allgemein Forum; Hallo liebe Pferdefreunde :biggrin: ihr reitet bestimmt alle schon sehr lange und deshalb habe ich die Hoffnung das ihr mir eine ehrliche...

  1. Tanzmaus

    Tanzmaus Neues Mitglied

    Hallo liebe Pferdefreunde :biggrin:

    ihr reitet bestimmt alle schon sehr lange und deshalb habe ich die Hoffnung das ihr mir eine ehrliche Antwort und einen Rat geben könnt.

    Vorab muss ich sagen, dass ich überhaupt keine Ahnung von Pferden bzw. ihren Verhaltensweisen habe.

    Meine Tochter, 8 Jahre, bekommt seit ca. 4 Monaten privaten Reitunterricht (ausgebildete Reitlehrerin Anfang 20 ) auf einem Pony. ( Rasse ? Keine Ahnung, Stockmaß ca. 1,20 m ) welches nicht ganz gesund ist ( habe ich jetzt erst erfahren). Er hat chronischen Husten.

    Anfangs lief auch alles wirklich gut. Seit einiger Zeit erschrickt er aber bei jeder Kleinigkeit und springt zur Seite.

    Meine Tochter hat eine unheimliche Angst entwickelt und will nur noch an der Longe reiten, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders sein kann.
    Ich selber habe mittlerweile vor jeder Reitstunde Panik, das irgendwas passiert und gehe mit Magenschmerzen dort hin. Auf die Ängste der Kinder (also nicht nur meiner Tochter, das weiß ich von anderen Müttern) wird nicht wirklich eingegangen. Dann heißt es nur sie sollen sich nicht so anstellen.

    Auch die anderen Pferde die dort im "Schulbetrieb" sind, haben so ihre Macken, galopieren einfach los und werfen die Kinder ab oder gehen gar nicht wenn sie keinen Bock haben.

    Das Pferde Fluchttiere sind und schon mal erschrecken oder auch einfach mal nen schlechten Tag haben ist mir klar, und dass mein Kind auch irgendwann mal von irgendeinem Pferd schießen wird ist mir auch klar.

    Mein Kind will wirklich gerne reiten lernen und ich versuche alles ihr das zu ermöglichen, aber langsam verliert sie den Spass und wird immer ängstlicher.

    Wie seht ihr das ? Würdet Ihr zu einem Wechsel raten ?
     
  2. IdontKnow

    IdontKnow Inserent

    auf jeden Fall!! würde ich wechseln!! Wenn Dein Kind jetzt schon panik entwickelt dann wird es nicht mehr sehr lange dauern, bis sie sagt ich gehe da nicht mehr hin ich möchte nicht mehr reiten. Zum anderen merkt das Pferd wenn der Reiter Angst hat, dass kann der Grund sein, dass er auch in letzter Zeit ständig erschrikt. Zum anderen kann es nicht sein, dass die Kinder die gerad erst mit dem reiten anfangen auf solche Pferde gesetzt werden, finde das sehr unverantwortlich von der Reitlehrerin.

    Ich bin damals auch in einem solchen Stall gewesen, die Pferde waren schon richtig abartig, sind losgelaufen etc. mit diesen Pferden sind wir auch ins Gelände geritten und da sind sie auch losgelaufen, einmal stand ich im Maisfeld mittendrin und konnte gucken wie ich mit dem pferd was totale panik hatte da wieder rauskomme. Damals habe ich mich auf jedes Pferd draufgesetzt heute habe ich die Erfahrungen von damals immer noch in mir drin und ich kriege wirklich schnell in Situationen Angst. Übertriebene Angst. Weil ich immer denke was ist wenn das Pferd nun losrennt und ich die Kontrolle verliere. Zwar lernt man in einem solchen Stall dazu aber ich finde man sollte langsam dazu lernen und erstmal ein braves pferd haben um kennenzulernen wie was funktioniert wenn man ständig mit der Angst kämpfen muss hat das keinen Sinn.

    Schaue Dich nach einem anderen Stall um... Schulpferde sind oft so, wenn ich an die Schulpferde zurückdenke, fällt mir keines der privatpferde ein was SO ist auch die Pferde an denen ich damals eine Reitbeteiligung hatte waren nicht so verzogen das ist meiner meinung nach etwas ganz anderes.
     
  3. ]morticia[

    ]morticia[ Inserent

    Hallo!

    Also wenn ich das Gefühl hätte, dass die Reitlehrerin mich überhaupt nicht Ernst nimmt (oder in deinem Fall dein Kind), wenn ich mal ängstlich bin, dann würde ich die Reitlehrerin sofort wechseln.
    Gibt es dort keine anderen Reitlehrer? Vielleicht hilft das ja schon? Also ich habe das zum Beispiel, dass ich mich bei der einen Reitlehrerin Pferde reiten traue auf die ich mich bei einer anderen nie draufsetzten würde. Keine Ahnung warum das so ist, ist einfach so. Und ich bilde mir ein, dass auch die Pferde irgendwie anders sind. Die Macht der Einbildung halt. :)

    Sonst würde ich schon über einen Wechsel des Reitstalles nachdenken. Hat ja auch keinen Sinn, wenn das Kind vor der Reitstunde schon Angst hat. Reiten sollte doch Spaß machen. Bisschen so mulmiges Gefühl okay, aber sobald man das Pferd dann sieht sollte das mulmige Gefühl in Vorfreude übergehen. Finde ich zumindest. :)

    Liebe Grüße,
    tish
     
  4. Lind

    Lind Inserent

    JAAA! Unbedingt und sofort!
    Reiten ist ohnehin ein gefährlicher Sport. Ich würde da nichts riskieren wollen. Wie du schon richtig gesagt hast, ist eine Pferd nie 100%-ig berechenbar. Es kann also immer etwas passieren. Aber ich würde mein Kind nicht auf Pferden reiten lassen, die schreckhaft sind oder einfach durchgehen. Diese Pferde sind dann einfach für den Reitunterricht nicht geeigent und ich würde mein Kind nicht in diese große Gefahr bringen wollen.

    Außerdem soll reiten Spass machen! Der Reitunterricht bei Kinder profitiert davon, dass sie eigentlich angstfrei und sorglos reiten. Man muss immer aufpassen, dass sies nicht zu locker nehmen. Aber gerade diese Lockerheit ist für den Sitz und die ersten Reiterfahrungen sehr wichtig. Wenn deine Tochter jetzt schon mit Angst reitet, ist es dringend an der Zeit für einen Wechsel.

    Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Auch ich wollte immer reiten lernen, aber hatte dann Angst, weil die Pferde einfach nicht für Kinder geeignet waren. Wir haben dann auch gewechselt und dort waren richtig gute Schulpferde, auf denen ich sehr viel gerlent hab - unter anderem das angstfreie Reiten.



    Das würde mich an sich nicht stören. Es kommt darauf an, was das für ein Husten ist und was genau im Reitunterricht gemacht wird. Chronischen Hustern tut oft die regelmäßige ruhige Bewegung sehr gut. Aber das muss von Fall zu Fall entschieden werden.


    Warum nicht? Wenn das Kind sich an der Longe sicherer fühlt, dann soll es erstmal an der Longe reiten. Natürlich nicht auf diesen schreckhaften Pferden, sondern auf geeigneten. Aber Grundsätzlich kann man an der Longe auch sehr viel lernen und erstmal ist wichtig, dass deine Tochter wieder angstfrei reitet.
    Danach kann mal langsam wieder zum Reiten ohne Longe übergehen.


    Gut, darüber macht man dann gar nicht mehr weiter nachdenken. Als Grundschul- und Reitlehrerin kann ich dir sagen, dass du wirklich schnellstens wechseln solltest. Bei so kleinen Kindern mache ich grundsätzlich nur Einzelunterricht und laufe oft nebenher. Grad wenn die Kinder ängstlich sind, muss sehr einfühlsam sein, sonst ist es vorbei mit dem Reiten.
    Ich hatte mal eine ältere Reitschülerin, die aus genau aus diesem Grund zu mir kam. Sie hatte Angst vorm Galoppieren und in ihrer Reitschule hieß es immer, dass sie sich nicht so anstellen muss. Es war ein langer Weg, bis sie sich bei mir galoppieren traute, aber es war wichtig ihr diese Zeit zu geben.

    Glaub mir, es gibt gute Reitschulen, wo auf die Kinder eingegangen wird. Such dir so eine!
     
     
  5. Lehrling

    Lehrling Guest

    Dazu kann ich sogar persönlich etwas sagen:
    Ich hatte früher einen Reitstall in dem es ähnlich ablief. Der Reitlehrer hat mehr geschimpft als geredet- die Pferde hatten Panik und gingen häufig durch. Kaum Korrekturritte (die sind wichtig um die Leistungsfähigkeit des Pferdes wieder herzustellen, ansonsten stumpfen Schulpferde häufig ab und der Reitschüler lernt nicht mehr wirklich viel) und zum Schluss hätte ich lieber aufgehört zu reiten als da nochmal hin zu gehen. Mir war immer schlecht. Das Problem war hier nicht der ein oder andere Flug vom Pferd.

    Allein schon aus dem Grund wäre ein Wechsel nicht verkehrt. Es kann zwar sein dass Pferde in der kalten Jahreszeit häufiger zum Durchgehen neigen. Aber der Reitlehrer muss dann mit den Kinderängsten zumindest umgehen können und das Kind positiv beeinflussen können. "Stell dich nicht so an" hat im Reitstall nichts zu suchen.

    Letztendlich: wenn Du schon ein schlechtes Gefühl dabei hast halte ich es für wenig sinnvoll wenn ihr dort bleibt...

    Liebe Grüße
     
  6. Tanzmaus

    Tanzmaus Neues Mitglied

    Danke, Danke, Danke !!!!!

    Mein Bauchgefühl hat mir das gleiche gesagt was ihr mir geschrieben habt, aber für mich ist es wichtig "unabhängige" Meinungen zu hören. Anfangs dachte ich nur das ich als Mutter einfach überreagiere. Liegt wohl in der Natür der Mütter (die sind auch manchmal unberechenbar :biggrin: )

    Ich glaube ehrlich gesagt das diese Pferde in dem Stall keine ausgebildeten Schulpferde sind. Sie werden gekauft und sofort werden Kinder draufgesetzt.

    Meine Tochter ist schon ohne Longe geritten, aber sie hat jetzt einfach Angst. Von mir aus kann sie noch Monate an der Longe reiten wenn sie ihre Angst dann verliert.

    Mich stört da auch ein wenig dass die "Schuld" (ist vielleicht der falsche Ausdruck) nur auf die Kinder geschoben wird. Und das Argument, es sind eben Fluchttiere und die bocken schon mal, kann ich nicht mehr hören. Sorry.

    Wie gesagt ich habe da keine Ahnung von, aber ich kann mir nicht vorstellen das man Reitanfänger auf "ungeschulte" Pferde oder Ponys setzt. Korrigiert mich wenn ich falsch liege.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Jan. 2008
  7. getmohr

    getmohr ************

    Hey,

    jaja, das Bauchgefühl weist einem eben doch sehr häufig schon den richtigen Weg, finds aber gut, dass du dir noch andere meinungen anhörst.

    Ich würd auch den Stall wechseln. Gerade bei Kindern ist es sehr wichtig, dass die reitlehrer auch im Umgang mit Kindern geschult sind, da mit diesen ganz anders umzugehen ist als mit einem Erwachsenen.

    Wenn deine Tochter sich moemntan an der Longe sicherer fühlt würd ich evtl empfehlen dass sie mal für 1-2 Monmate Voltigieren mitmacht. das steigert ungeheuer das vertrauen in sich selbst und die Tiere und verbesert zudem Ballance und Körpergefühl. Hab das mit eminer Mutter gemacht, die nach jahrelanger Reitpause auch sehr ängstlich war. Ihr hat es sehr geholfen dass sie sich zunächst an sicheren Griffen festhalten konnte und so wieder ein vertrautes gefühl für die bewegungen des Pferdes entwickeln konnte, dem sie ohne Sattel zudem ja auch näher war.

    Wünsche euch viel Glück bei der Stallsuche und drücke die daumen dass ihr was passendes findet und dene Tochter noch seeeehr lange Spaß am reiten behält!
     
  8. LottasDad

    LottasDad Neues Mitglied

    Hallo,

    ich kann mich nur anschließen: wechseln, aber schnell!

    Sicherlich hat man nicht immer das Glück, den Idealzustand vorzufinden was die Pferde und Reitlehrer angeht, aber so wie es bei Euch abläuft kann das nichts werden.
    Meine Tochter ist auch 7, reitet allerdings schon seit zwei Jahren und wir haben bisher mit ihren Reitlehrern (und Pferden) großes Glück gehabt.
    Da unsere Kleine schon früh angefangen hat, wurde ganz selbstverständlich mit Longenstunden begonnen und zwar über Monate.
    Erst wenn der Sitz sicherer wird, geht es ohne Longe weiter.
    Natürlich erschreckt sich auch ihr Pony mal, wobei die Betonung auf "mal" liegt und sie ist auch schon zweimal unfreiwillig abgestiegen, das allerdings in zwei Jahren!
    Reitställe gibt es viele, einfach hingehen, mal beim Unterricht zuschauen und auch nach der Möglichkeit von 1-2 Schnupperstunden fragen.
    Das sollte helfen, einen "qualifizierten" und vor allem angstfreien Unterricht zu finden.
     
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Also, ich hab reiten in einem ähnlichen Stall gelernt. Die Pferde sind in jeder Stunde min. einmal alle durchgegangen und haben gebockt und meistens ist einer oder mehrere abgeschmiert. Ich bin immer irgendwie drauf geblieben, was bei mir eine Panik vorm runterfallen entwickelt hat. Die Pferde wurden auch alle irgendwo möglichst billig gekauft und kamen dann sofort in den Schulbetrieb. War eins mal besonders, konnte man sicher sein, dass es ganz schnell in Privatbesitz wanderte. Ich persönlich bin trotz Angst weiter hin gegangen, weil ich keine Alternative sah. Als der Stallbesitzer wechselte kamen andere Schulpferde und anderer Unterricht. Alle Pferde wurden täglich Korrektur geritten und auch auf Turnieren vorgestellt. Nach ner knappen halben Stunde auf dem Pferd war ich so fertig, dass ich schluss machen musste und kam mir vor wie ein absoluter Anfänger.
    Am meisten beigebracht hat mir allerdings mein erstes eigenes Pferd. Ein alter Profi, zu alt für den Turniersport mit kanppen 15 aber unbezahlbar, weil er sofort angezeigt hat wenn eine Hilfe falsch war, indem er nix getan hat.
    Ganz toll finde ich auch solche Kinderferien, wo man ein eigenes Pony für die gesamte Ferienzeit bekommt. Da lernt man zwar nicht unbedingt reiterlich was, aber man hat dort einen vielseitigeren Umgang und lernt auch die Scheu abzubauen. Oft kann man die Pferde auch auf der Weide erleben und man verbringt auch mal nen Tag nur mit rumpusseln und putzen.
    Ich persönlich finds auch wichtig, dass Du als Mutter Deine Scheu verlierst. Meine MA hatte immer furchtbare Angst wenn ich auf dem Pferd sass, und vor den Pferden natürlich auch.
    Also, viel zu langer Rede, kurzer Sinn:
    Ich würde mir auch einen anderen Stall suchen - Du wirst es nur nicht leicht haben,was passendes zu finden. Mach es davon abhängig, ob Dein Kind und Du Euch dort wohl fühlt.
     
  10. Tanzmaus

    Tanzmaus Neues Mitglied

    Ich kann Euch gar nicht sagen wie Dankbar ich Euch bin.
    Ehrlich gesagt hatte ich die Befürchtung dass jetzt hier auf mich "eingeprügelt" wird ( "Immer diese überängstlichen Mütter " ).

    Ich selber habe, sagen wir mal, Respekt vor Pferden, vor allem wenn sie größer sind als ich, und dass ist keine Kunst :laugh: .

    Die Reitlehrerin selber ist eben noch sehr jung und baut sich ihre Existenz gerade damit auf und ich glaube ihr fehlt einfach die Erfahrung im Umgang mit kleineren Kindern. Und wie ihr schon gesagt habt ist Reiten auch kein ganz ungefährlicher Sport.

    Das hört sich jetzt vielleicht überzogen an, aber so wie es im Moment dort läuft habe ich einfach Angst um die Gesundheit meines Kindes. Ich gehöre nun mal nicht zu den Müttern die ihr Kind zwingen irgendeine Sportart unbedingt und bis zum Ende durchzuführen. Ich fände es für meine Tochter nur Schade wenn sie aus panischer Angst aufhört, weil sie es im Grunde ja eigentlich lernen will.

    Lernen die Kinder eigentlich üblicher Weise den Umgang mit den Pferden, also putzen etc.??
    Ihr wurde das 2 oder 3 mal gezeigt und jetzt wird erwartet das sie es kann, obwohl die Lehrerin weiß dass sie ängstlich ist.

    Was ist genau Voltigieren ?
     
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