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Richtig longieren, Ausrüstung, Verschnallung

Diskutiere Richtig longieren, Ausrüstung, Verschnallung im Bodenarbeit Forum; Hallo ihr Lieben, aktuell kreisen meine Gedanken rund ums Longieren, denn damit will ich demnächst bei Niels (15Jahre, VA Wallach), anfangen....

  1. Baseem

    Baseem Inserent

    Hallo ihr Lieben,

    aktuell kreisen meine Gedanken rund ums Longieren, denn damit will ich demnächst bei Niels (15Jahre, VA Wallach), anfangen.
    Grund: Rückenmuskeln sind zurück gegangen, läuft viel auf der Vorhand, rennt mit erhobenen Kopf/weggedrückter Rücken, leicht überbaut

    Niels wurde jetzt ein Backenzahn entfernt, hat Paradontitis, auf Grund dessen nehmen wir an, konnte er sein Futter nicht mehr gut verwerten, daher hoffen wir das er nun wieder gut zu nimmt und ich will dann auch mit dem Muskelaufbau anfangen. Er wird vorerst nicht mehr geritten, da er aktuell das Reitergewicht nicht mehr trägt und wir nicht wollen, das daraus ein irreparabler Schaden entsteht.
    Ich möchte Niels gerne 2x die Woche für je ca. 20min longieren, v/a.

    Aktuell steht mir dazu folgende Ausrüstung zur Verfügung:
    Longiergurt, Longierleine, Longierpeitsche, Stallhalfter, Trense und Lauferzügel (Leihgabe von einer anderen RB)

    Mir wurde gesagt das er gut v/a läuft an der Longe, allerdings dazu neigt nach innen zu kommen, daher wurde er bisher außen 2-3 Löcher kürzer verschnallt. Ich selber hätte ihn immer beidseitig gleichlang longiert (habe Niels noch nie longiert), was ist daher besser, außen kürzer oder gleichlang?

    Außerdem wurde die Longe bisher durch den Innenring der Trense, über die Nase zum Außenring hin eingeschnallt (so hab ich das verstanden, kann aber auch sein, das gemeint war das die Verschnallung vom Stallhalfter ausging). In Niels seinen Fall hätte ich gerne gar keinen Zug von der Longe, direkt am Gebiss, lohnt sich die Anschaffung eines Kappzaums? Ich habe bedenken, dass wenn ich die Longe im Stallhalfter einhänge, dieser seitlich gezogen wird und eventuell am Auge reibt. Ich möchte außerdem gerne im Laufe der Zeit auch mehr Bodenarbeit machen.
    Am Langzügel trau ich mir noch nicht zu arbeiten, da ich durch meinen Beinbruch doch immer noch schnell wieder einen Schmerz bekomme, der beim Mitlaufen glaube ich nicht so toll ist.

    Mir geht es gerade ausschließlich ums Longieren, daher nicht denken, das nur 2x die Woche mit ihm was gemacht wird.

    Mir ist beim Longieren von Niels erstmal wichtig, das er aus seiner alten Haltung heraus kommt, daher v/a, außerdem will ich gerne vorallem Tempiwechsel ins Longieren einbringen, da er wohl unterm Sattel und auch auf der Koppel immer in die nächste schnellere Gangart reinrennt, also so schnell trabt bis er irgendwann in den Galopp fällt, bzw. aus dem Galopp auf die Vorhand plumst wenn er in den Trab übergeht.

    Also für Tipps und Ratschläge bin ich sehr dankbar, grad Kappzaum, Verschnallung, eventuell andere Vorschläge zur Ausrüstung/Hilfszügel.

    LG Manu
     
  2. kaipi22

    kaipi22 Absolut verhaltensoriginell

    JA! Ein Kappzaum ist meiner Meinung nach das Beste zum Longieren. Wenn Du Dir einen Kappzaum zulegst, dann einen, der die Möglichkeit bietet, ein Gebiss mit einzuschnallen;) Da kannst Du dann die Hilfszügel einschnallen und die Longe muss nicht ebenfalls im Gebiss hängen.

    Auch bin ich ein Befürworter für gleichlange Hilfszügel - und als Hilfszügel nutze ich gern Dreieckszügel. ;)
     
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  3. Ponymonster

    Ponymonster Pseudo-Einhorn

    Kappzaum ist wirklich was feines. Erkundige dich aber vorher gut, was auf ein schmales Araber-Köpfchen passt - vielleicht kannst leihweise welche testen. (ich hab 3 Stück, von denen einer wirklich schön passt, aber der sitzt nicht Bombenfest. Hat aber gut geschnittene Backenstücke, dass die vom Auge wegbleiben)
     
  4. Baseem

    Baseem Inserent

    Also aktuell gefällt mir das Kappzaum von Loesdau Modell Profi recht gut, da kann man auch ein Gebiss einschnallen. Die Sache mit dem Passen ist eben auch so ein Ding, zum Glück hat Niels keinen ausgeprägten Hechtkopf, aber schmal der der Kopf schon. DSC02450.jpg
    Vielleicht hat ja jemand schon Erfahrung welches Kappzaum bei ihm eventuell passend könnte. Ich bin ehr für stabiles Leder, als für Nylon, lasse mich da aber gerne eines besseren belehren.
     
     
  5. C&J

    C&J Inserent

    Ich bin auch überzeugter Kappzaum-Longierer. Grundsätzlich bin ich auch kein großer Fan von Ausbindern (aber natürlich können die auch nützlich sein). Da Niels ja schon eher vorhandlastig läuft, besteht das Risiko, dies mit einem Laufferzügel noch zu verstärken. Ideal wäre natürlich, wenn er den Weg nur am Kappzaum in die Tiefe findet, ohne Ausbinder.

    Hilfreich finde ich bei solchen Pferden Stangenarbeit, insbesondere auch im Schritt. Diese auch gerne etwas höher (halbhohe Cavalettis) um die Hinterhand noch mehr zu fordern. Auch Seitengänge im Schritt (nicht nach FN auf drei Hufschlägen, sondern deutlich kreuzend) hilft den Rücken bzw. die Hinterhand zu mobilisieren. Rückwärtsrichten. Bergziege üben. Auch alles am Kappzaum.

    An der Longe würde ich mindestens einen Tempiwechsel pro Runde verlangen, um einem "Einlullen" auf der Vorhand entgegenzuwirken. Falls Niel eher zu übereiltem Tempo neigt, würde ich auch die ein oder andere Runde im untertourigen Trab verlangen, anschließend wieder auf Arbeitstempo, wieder untertourig, usw. Das hat meiner alten Stute (50% Araberblut) sehr geholfen, mit dem Rücken ins Schwingen zu kommen und auch treibende Hilfen als Aktivieren der Hinterhand anzunehmen und nicht als Ausrede im Stechtrab davonzustürmen. Auch würde ich immer mal wieder eine lange Seite geradeaus longieren und auch zwischendrin Zirkel verkleinern/ vergrößern. Einfach viel Abwechslung mit viel Lob, um ein aufmerksames und motiviertes Pferdchen zu erhalten. ;)
     
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  6. Ponymonster

    Ponymonster Pseudo-Einhorn

    Loesdau Profi hab ich auch. Mag ich eigentlich sehr gerne. Vor allem beim Schimmelchen, der hat sich Anfangs arg in die Longe gehängt. Da hat der mit den Ringen und dem Naseneisen schon recht gut gehalten. Rutscht aber bei viel Zug auch ins Auge (wobei ich mal davon ausgehe, dass meiner beim Ziehen schon eine Nummer für sich ist...) Wenn Niels immer außen kürzer gebunden wurde (was ich auch nicht machen würd) weil er nach innen drängelt, wirst du mit Ziehen aber vermutlich weniger Probleme haben.

    Ich hab einen Perlenspieler-Kappi für meine Pferde bauen lassen. (aber da hast du mehrere Monate Wartezeit) - der hat ein ganz flaches, leicht biegsames Naseneisen. Liegt eigentlich sehr nett am Kopf. Aber mein Schimmel lehnt sich da zwischen durch auch ganz bequem drauf...
     
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Das halte ich für ein Gerücht, so individuell wie man Laufferzügel verschnallen kann. ;)
     
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  8. Baseem

    Baseem Inserent

    Also wie er mit den Lauferzügeln läuft werde ich erst sehen wenn ich ihn selber an der Longe habe, noch darf der Kleine sich ja erholen. Mittlerweile bin ich schon recht froh das er beim Führen den Kopf nicht mehr bis zum Himmel trägt sondern entspannt läuft. Ich denke da waren die Massagen, Mobilisierungs- und Dehnungsübungen recht hilfreich, sein Standbild hat sich auch schon gebessert. Ich denke nachdem er nun Jahrelang auf der Vorhand gelaufen ist wird es eine Weile dauern bis er gut mit der Hinterhand sein Gewicht trägt, daher werde ich das vorher dann auch erstmal nicht überbewerten.
    Ich glaub mit der Stangenarbeit selber werde ich noch warten bis er sich gut selber trägt, aktuell ramt er sogar eine einzeln liegende Stange -.-' (mit Kopf zum Himmel und verkürzten Schritten auch kein Wunder)
     
  9. Knitty

    Knitty Inserent

    Huhu

    Ich bin auch für den Kappzaum ;) und am liebsten ohne Ausbinder.

    Falls du Lektüre suchst, ich kann den Longenkurs von Babette Teschen und "Rückentraining mit dem Kappzaum" von Kirsten Jung nur empfehlen.

    Viel Erfolg!
     
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  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Der Longenkurs mal wieder... Mein Fazit: Wer kann der kann, und wer nicht kann lernt longieren auch nicht durch ein E Book wie dem Longenkurs... Dazu ist das eben auch nichts neues was da erzählt wird, nur "revolutionär" verpackt. ;-)
    Ich weiss ja nicht wo du stehst in Punkto longieren. Abhängig davon kann ein Kurs Sinnvoll sein oder Unterricht. Ansonsten vermute ich Aufgrund der Vorgeschichte das sich das Pferd mit einem HZ leichter tut und schneller da hin kommt wo es hin soll.
    Der HZ soll dabei ja nicht mehr tun als den richtigen Weg zu zeigen, den das Pferd nicht kennt und der bei ihm eher in die andere Richtung geht. Das kann man ja Trotzdem mit einem Kappzaum kombinieren.
     
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