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Richtig reiten reicht reloaded

Diskutiere Richtig reiten reicht reloaded im Allgemein Forum; Viele bei uns im Stall haben den Pferden beigebracht, sich punktgenau an der Aufsteighilfe einzuparken und stehen zu bleiben. Mit Keksen....kriegt...

  1. Barrie

    Barrie Inserent

    Viele bei uns im Stall haben den Pferden beigebracht, sich punktgenau an der Aufsteighilfe einzuparken und stehen zu bleiben. Mit Keksen....kriegt man sie auch dazu, sich noch ein paar cm vor- rück- oder seitwärts zu stellen, damit der Reiter ohne groß zu belästigen elegant in den Sattel kommen kann.
    Die jungen Pferde lernen auch alle, an der Treppe ruhig zu stehen, in ca 1 Woche hat es jedes bisher gelernt.
    Aber was solls - jeder wie er mag.
    Barrie
     
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  2. Ritter Kunkel

    Ritter Kunkel Bekanntes Mitglied

    Ich steig auch nur mit Aufstieghilfe auf, wenn’s irgendwie geht. Das scheinen auch die beiden, die ich zur Zeit regelmäßig reite, gut zu finden, denn nachdem das „Einparken“ am Anfang etwas schwierig war, positionieren sich beide sehr bereitwillig am Treppchen, auch die Stute, die Stehen eigentlich total überflüssig findet (ich versuche es daher auch auf ein Minimum zu beschränken). Sogar ohne Keks.
     
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  3. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Ich muss meinem Pferd (Oder sonst irgendjemanden) nicht beweisen, wie sportlich ich bin. Nachgewiesenerweise ist das aufsteigen mit Aufsteigehilfe am schonendsten fürs Pferd, also nutze ich das, wenn vorhanden. Dem Pferd zuliebe. Ist mir auch egal, was da irgendwer über meine Fitness daraus ableitet.
     
  4. Torin

    Torin Bekanntes Mitglied

    Ich finde es völlig legitim, bei der Erziehung mit Leckerchen zu arbeiten. Als ich damals Reiten gelernt habe, war das einfach nicht verbreitet. Überhaupt war die Forschung in vielem noch nicht so weit wie heute und erst recht waren die Ergebnisse nicht so leicht für jeden verfügbar wie das heute der Fall ist.
    Dafür hab ich bei der Hundeerziehung viel mit Leckerchen gearbeitet und würde mir das auch nie madig reden lassen. Wichtig ist doch nur, dass man selbst mit dem Ergebnis glücklich ist.
     
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  5. Amisia

    Amisia Bekanntes Mitglied

    Ich finde es auch schade, dass das mit der Aufstiegshilfe in den Ställen, wo ich üblicherweise bin nicht üblich ist. Ich komme zwar hoch, aber die einseitige Belastung im Bügel lässt sich eben kurzzeitig trotzdem nicht vermeiden.

    Ein weiterer Punkt, wo wir mit Konditionierung gute Erfahrungen gemacht haben, war beim Trensen bei der Stute, von der ich schon öfter erzählt habe. Sie hat da früher immer den Kopf hochgerissen und die Zähne zusammengebissen. Seit es ein Leckerli gibt, wenn sie das Gebiss genommen hat, schlüpft sie freiwillig in die Trense und man kann alles mühelos zumachen. Kann man jetzt als bequeme Abkürzung betrachten und sicherlich hatte sie aus ihrer Vergangenheit auch gute Gründe gegen das Trensen zu sein, aber so ist es trotzdem für alle Beteiligten wesentlich angenehmer. (Zumindest ich finde es dann doch recht schwierig, bei einem großen Pferd, das den Kopf hochreißt, die Trense schnell und schonend anzuziehen.)
    Das Pferd beim Aufsitzen einfach laufen zu lassen ist unabhängig von der reiterlichen Sportlichkeit in vollen Hallen nicht wirklich praktikabel, weil die Richtung dann ja nur schwer zu steuern ist und man so schnell anderen in die Quere kommt.

    Ansonsten glaube ich zwar auch nicht, dass der Sitz alles ist, aber ich habe durchaus den Eindruck, dass viele Probleme beim Reiten durch Sitzfehler entstehen oder zumindest verstärkt werden. Gerade durch das Klemmen und Ziehen, was meiner Meinung nach die instinktive menschliche Reaktion ist, wenn sich etwas ungewollt heftig bewegt, oder man droht, das Gleichgewicht zu verlieren, aber beim Pferd eben absolut kontraproduktiv.

    Und noch ein anderer Punkt. Ich habe heute mal versucht, bewusst darauf zu achten, ob "Aufrichten" mit "Bauch rausstrecken" zusammenhängt, bei mir sehe ich da aber eher den gegenteiligen Effekt, also dass ich den Bauch dann mehr einziehe und die Bauchmuskulatur anspanne. Bauch raus und "gerade sitzen" kriege ich irgendwie überhaupt nicht hin, wobei ich auf dem Pferd immer eher dazu neige, den Bauch einzuziehem.
     
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  6. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Meiner Meinung nach ist etwas dazwischen richtig.

    Auch das Bauch einziehen finde ich noch nicht ganz richtig. Weil man leicht zu sehr ins schieben kommen kann.
    Und gerne unter dem untersten Rippenbogen einknickt.

    Statt dessen mag ich ein gerade nach oben stabilisieren.
    Ein an und abspannen der langen schrägen Bauchmuskulatur in der Bewegung.
    Weder ein raus strecken noch ein einziehen des Bauches.
    Mehr ein stabil werden in der Länge.
    Unterer Rücken und Bauch werden lang und stabil.
    Die Atmung geschieht tief und natürlich.
    Der Brustkorb "schwebt" drüber, wird getragen und ist weit.
     
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  7. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Ich verstehe immer noch nicht, wie ein Gegenhalten (also rechte Hand greift über den Sattel) bei einem losen Teil helfen soll ... im Moment habe ich das "Münchhausen zieht sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf" vor Augen ...
    Hoffentlich gibt's noch Erhellung für mich, ich finde das spannend! :)

    Ja, schau ... so ist das im Leben, gelle? Ich reite nach klassischen Richtlinien und habe daher meine Poknochen an der tiefsten Stelle des Sattels = das möchtest Du doch auch, gelle?
    Dann gibt es bei Dir noch den Punkt des "Scham heben/Poknochen belasten" ... ja, auch das kenne/praktiziere ich ... das ist (mit anderem zusammen!) eine treibende Hilfe (kein Sitz, eine kurz Hilfe, ja?) ... oder es geht in Richtung Entlastungssitz, ja auch das kennt und braucht man. Und gerade Anfänger müssen dies kennenlernen und anzuwenden wissen.
    Ich sage hingegen nicht, dass es "leicht" ist ... es gehört nur zu den Grundlagen der Reiterei. Nicht mehr und nicht weniger.
    Und ich bleibe dabei, dass vieles an Deinem Sitzgefüge eben kein neutraler Normal-Null-Sitz im klassischen Sinne ist.

    Und das weißt Du jetzt genau woher? Bist etwa DU morgens um 5 Uhr der Raschler im Maisfeld? Los, gib's zu! :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Aug. 2020 um 18:26 Uhr
  8. Du hast links ganz normal Gewicht im Bügel und hältst dir dann selbst rechts mit der Hand am Bügelriemen nach unten ziehend, über den Rücken greifend, bis zu einem gewissen Grad gegen. Die linke Hand greift natürlich in die Mähne.
    Das geht selbstverständlich nur bei einem passenden Größenverhältnis zwischen Ross und Reiter.

    Diese ungarischen Sättel haben keinen Baum. Die sind eher ein Stück in Sattelform geschnittenes Leder mit Bügelriemen und Bügeln dran. Natürlich rutscht das dann bis zu einem gewissen Grad, auch wenn die Reiter sehr schnell sind beim Aufsitzen. Aber das macht nichts, der Sattel wird dann halt durch ein Reintreten in den rechten Bügel wieder in die richtige Lage geschuckelt.
     
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  9. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Bin ich jetzt der Nabel der Welt, weil ich immer zitiert werde? LOL
    Nun, Ulrike, in der klassischen Pferdeausbildung wird dem Pferd das Stehenbleiben beim Aufsteigen - und da wird auch mit Sattel geritten -, bis der Reiter das Zeichen zum Losgehen gibt, eben Standard.
    Ob DU das später anders haben möchtest, ist deine individuelle Sache.
    Ich hätte z.B. auch gerne ein Pferd, das sich hinlegt, damit ich draufklettern kann ... ist aber nicht in der normalen Ausbildung enthalten, also? Individuelle Sache, ja?

    Was Du meinst, was ich "meine" steht nicht zur Debatte. Es sind einfache Fakten:
    Ein Rennpferd wird immer erstmal sehr locker gegurtet, die Steigbügel sind extrem kurz und die Reiter extrem klein ... Die können gar nicht über den Bügel aufsteigen, egal wie lange das Pferd warten würde! Also geht das Lot an einem Helfer vorbei, der die Reiter der Reihe nach auf's Pferd wirft, schnell und ökonomisch im Laufen ... so einfach ist das.
    Und ... je nervöser = zappeliger Rennpferde sind, desto mehr Energie verschwenden sie = möchte man lieber nicht so haben.

    Ach, noch einmal zu den Leckerlies ... klar, am Anfang erleichtern sie das Lehren/Lernen ... aber später sehe ich es einfach als mein "Dankeschön" an das Pferd an. Beim Halftern als "Guten Morgen", nach dem Trensen als "Danke, dass Du das Gebiss selbst in den Mund genommen hast" usw. bis hin zum Abschiedsleckerlie. Warum sollte das "doof" sein?
    Klar, sollte das nicht zum Gieren oder einer Erwartungshaltung führen, aber auch da lernen die Tierchen schnell, dass Drängeln keinen Keks ins Maul zaubert. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Aug. 2020 um 18:55 Uhr
    elfenmaedel gefällt das.
  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Die meisten Reiter werden wohl ein stehendes Pferd haben wollen. Einfach aus dem Grund, das sie sich erstmal sortieren wollen auf dem Pferd, quasi ein kurzer Check.
    Und das loslassen in einer Gruppe auch echt Chaos stiften kann.

    Gesendet von meinem SM-G960F mit Tapatalk
     
    Habiba, emmaxx und Belle gefällt das.
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